Elektrische Mercedes C-Klasse vs. BMW i3 (Neue Klasse): Welches Premium-Elektroauto ist besser?

Elektrische Mercedes-Benz C-Klasse oder BMW i3 (Neue Klasse)? Während Mercedes sein wichtigstes E-Modell mit feinstem Luxus, Zweigang-Antrieb und schwebendem Fahrwerk evolutionär perfektioniert, wagt BMW mit dem i3 den mutigsten Technologiesprung der Unternehmensgeschichte.
Die elektrische Mercedes C-Klasse (z. B. C 400 4MATIC) punktet mit klassisch-eleganten Proportionen, Zweigang-Getriebe, MBUX/MB.OS-Luxus, Luftfederung und Hinterachslenkung. Der neue BMW i3 (Neue Klasse) hält mit einem radikalen Umbruch dagegen. Mit bis zu 900 km WLTP-Reichweite, 400 kW DC-Ladeleistung, Gen6-eDrive, „Heart of Joy“-Fahrdynamikregler und dem revolutionären BMW Panoramic Vision setzt BMW technologisch die neue Benchmark.
Das Wichtigste in Kürze
- Der BMW i3 ist der Technik- und Reichweiten-Sieger. Der i3 50 xDrive schafft je nach Konfiguration 758 bis 906 Kilometer WLTP und lädt mit bis zu 400 kW.
- Die elektrische C-Klasse ist das komfortablere Auto. Optional kombiniert Mercedes AIRMATIC und eine bis 4,5 Grad mitlenkende Hinterachse, dazu kommen aufwendige Sitze und ein besonders stark gedämmter Innenraum.
- Beim Antrieb dreht Mercedes den Spieß um. Der C 400 4MATIC leistet 489 PS und 800 Nm, sprintet in 4,0 Sekunden auf 100 km/h und ist damit stärker sowie schneller als der 469 PS starke BMW i3 50 xDrive.
- BMW erreicht mehr Reichweite mit weniger Fahrzeugmasse. Der i3 50 xDrive wiegt nach DIN 2.205 Kilogramm, die C-Klasse kommt auf deutlich über 2,3 Tonnen. Gleichzeitig bietet BMW eine größere 108,7-kWh-Batterie.
- Mercedes gewinnt beim Gepäck. 470 Liter Kofferraum plus zusätzlicher Frunk sind alltagstauglicher als 420 Liter hinten und 31 Liter vorn beim BMW.
- Unsere Empfehlung: Wähle den BMW i3 für maximale elektrische Reichweite und feine Fahrdynamik. Nimm die C-Klasse, wenn Komfort, klassischer Luxus und Effizienz wichtiger sind.
Mercedes-Benz C-Klasse und BMW 3er gehören seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Modellen ihrer Hersteller. Genau deshalb ist die Elektrifizierung dieser beiden Baureihen mehr als ein nur die Premiere zweier elektrischer Modelle.
Die neue elektrische C-Klasse soll zeigen, wie Mercedes traditionellen Benz-Komfort in die Elektroära übersetzt. Der BMW i3 trägt eine noch größere Last: Er ist nach dem iX3 das zweite Modell der Neuen Klasse und damit ein Technologieträger für fast die gesamte künftige BMW-Palette. Der Zweikampf ist dabei von strategischer Bedeutung für München und Stuttgart, denn es geht um nicht weniger als die Deutungshoheit im Segment.
Mercedes verabschiedet sich bei der elektrischen C-Klasse vom rundlichen One-Bow-Design der früheren EQ-Modelle und kehrt zu klassischen, sportlich-eleganten Stufenheck-Proportionen mit langer Fronthaube zurück.
BMW schlägt beim neuen i3 den entgegengesetzten Weg ein: Der Stromer präsentiert sich monolithisch, clean und asketisch im Look der „Neuen Klasse“ mit breiter, digitaler Niere und der Comeback-Sharknose an der Front. In unserem ausführlichen Technik-Vergleich beleuchten wir Antriebe, Ladeleistung, Fahrwerk und Cockpit-Konzepte beider Rivalen.
Inhaltsverzeichnis
- Mercedes C-Klasse und BMW i3 im Kurzvergleich
- Zwei Markenphilosophien, zwei Elektrostrategien
- Design und Abmessungen
- Innenraum, Bedienung und Software
- Platzangebot und Kofferraum
- Antrieb, Leistung und Fahrleistungen
- Batterie, Reichweite und Effizienz
- Ladeleistung und Langstreckentauglichkeit
- Fahrkomfort und Fahrdynamik
- Assistenz, Software und bidirektionales Laden
- Preise und Modellprogramm
- Welches Modell passt zu Dir?
- Fazit: Mercedes C-Klasse elektrisch oder BMW i3?
- FAQ: Häufige Fragen zum Vergleich
Mercedes C-Klasse und BMW i3 im Kurzvergleich
| Kategorie | Mercedes C 400 4MATIC elektrisch | BMW i3 50 xDrive |
|---|---|---|
| Plattform | MB.EA-M, reine Elektroarchitektur | Neue Klasse, reine Elektroarchitektur |
| Bordnetz | 800 Volt | 800 Volt |
| Länge | 4,883 Meter | 4,760 Meter |
| Breite ohne Spiegel | 1,892 Meter | 1,865 Meter |
| Höhe | 1,503 Meter | 1,480 Meter |
| Radstand | rund 2,96 Meter | 2,897 Meter |
| Leergewicht | rund 2,4 Tonnen | 2.205 kg DIN |
| Leistung | 360 kW / 489 PS | 345 kW / 469 PS |
| Drehmoment | 800 Nm | 645 Nm |
| 0–100 km/h | 4,0 Sekunden | 4,7 Sekunden |
| Höchstgeschwindigkeit | 210 km/h | 200 km/h |
| Batterie netto | 94 kWh | 108,7 kWh |
| WLTP-Reichweite | 594–762 km | 758–906 km |
| Verbrauch WLTP | 14,1–18,5 kWh/100 km | 13,5–16,1 kWh/100 km |
| Maximale DC-Ladeleistung | 330 kW | 400 kW |
| 10–80 % DC | 22 Minuten | 21 Minuten |
| Reichweite nach 10 Min. Laden | bis 325 km | bis 423 km |
| AC-Laden | 11 kW, 22 kW verfügbar | 11 kW, optional 22 kW |
| Kofferraum hinten | 470 Liter | 420 Liter |
| Frunk | vorhanden, rund 101 Liter | 31 Liter |
| Anhängelast | bis 1.800 kg je nach Ausstattung | 1.800 kg |
| Aktueller Bestellstatus | C 400 4MATIC bestellbar | 50 xDrive First Edition bestellbar |
| Größte Stärke | Komfort und Premiumambiente | Reichweite, Effizienz und Fahrdynamik |
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Zwei Markenphilosophien, zwei Elektrostrategien
Die elektrische C-Klasse ist kein elektrifizierter Ableger der bekannten W206-Baureihe. Mercedes entwickelt die Limousine auf einer eigenständigen Elektroplattform.
Damit korrigiert Stuttgart einen strategischen Fehler der ersten EQ-Generation. Statt einer optisch und technisch weitgehend eigenständigen Parallelwelt kehrt die Marke wieder zu etablierten Modellnamen zurück.
Die elektrische C-Klasse soll deshalb klar als C-Klasse erkennbar sein, obwohl unter dem Blech praktisch nichts mit dem bekannten Verbrennermodell übereinstimmt.
Mercedes nutzt die Plattform, um Eigenschaften aus höheren Klassen nach unten zu bringen. Luftfederung, Hinterachslenkung, aufwendige Innenraumtechnik und ein großes digitales Angebot erinnern eher an E- und S-Klasse.
Der BMW i3 ist nicht weniger bedeutend. Er ist das zweite Serienmodell der Neuen Klasse nach dem iX3 und überträgt die neuen technischen Grundprinzipien erstmals auf die klassische Sportlimousine.
BMW kombiniert Gen6-eDrive, neue Rundzellen, 800-Volt-Technik und eine Batterie, die struktureller Bestandteil der Karosserie ist.
Das sogenannte Pack-to-Open-Body-Konzept spart Bauraum und verbessert die Integration. Gleichzeitig arbeitet BMW mit einer neuen Elektronikarchitektur aus wenigen besonders leistungsfähigen Zentralrechnern.
Die wichtigste Einheit für den Fahrer heißt Heart of Joy. Antrieb, Rekuperation, Bremsen und Fahrdynamik werden nicht mehr weitgehend getrennt geregelt, sondern zentral koordiniert.
Genau an diesem Punkt geht BMW weiter als Mercedes. Die Neue Klasse verändert nicht nur den elektrischen Antrieb, sondern die technische Grundarchitektur des gesamten Fahrzeugs.
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Design und Abmessungen: Mercedes größer, BMW konzentrierter
Mercedes verabschiedet sich vom stark rundlichen One-Bow-Design früher EQ-Limousinen. Die neue C-Klasse besitzt eine klare Front, eine stärker modellierte Motorhaube und ein kurzes, kräftiges Heck.
Mit 4,883 Metern Länge ist sie erheblich größer als die bekannte Verbrenner-C-Klasse und bewegt sich bereits nahe an die E-Klasse. Auch die Breite von 1,892 Metern und der rund 2,96 Meter lange Radstand zeigen, dass Mercedes die elektrische Mittelklasse nach oben streckt.
Die Front wird von einem großen geschlossenen Kühlergrill geprägt. Je nach Ausstattung sorgen Lichtsignaturen und beleuchtete Elemente für einen deutlich extrovertierteren Auftritt als beim BMW.
Der BMW i3 misst 4,760 Meter und ist damit gut zwölf Zentimeter kürzer. Die Breite beträgt 1,865 Meter, die Höhe 1,480 Meter. Die Proportionen erinnern stärker an eine klassische 3er-Sportlimousine. Kurze Überhänge und breite Radhäuser lassen das Auto kompakt wirken.
BMW interpretiert die Niere vollständig neu. Scheinwerfer und Kühlergrill verschmelzen zu einer horizontalen grafischen Einheit. Das ist weniger kontrovers als die riesigen vertikalen Nieren aktueller M3- und 4er-Modelle und gleichzeitig deutlich progressiver als ein klassischer 3er.
Die Seitenflächen bleiben sauber, die Fensterfläche relativ groß. Der i3 wirkt dadurch moderner, aber nicht wie eine futuristische Designstudie.
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Innenraum, Bedienung und Software: Luxus gegen Reduktion
Im Innenraum entfernen sich die beiden Autos besonders weit voneinander.
Die Mercedes-Benz C-Klasse elektrisch im Interieur:
Mercedes setzt auf maximale digitale Präsenz. Schon der MBUX Superscreen kombiniert ein 10,3-Zoll-Fahrerdisplay mit zwei jeweils 14 Zoll großen Touchscreens. Noch spektakulärer ist der optionale Hyperscreen. Eine durchgehende Glasfläche dominiert praktisch die gesamte Armaturentafel.
MB.OS bildet die neue Softwarebasis. Navigation, Assistenz, Fahrzeugfunktionen und KI-Dienste greifen stärker ineinander als bei der bisherigen C-Klasse. Mercedes integriert Google-basierte Kartendienste und verschiedene Sprachmodelle in den virtuellen Assistenten. Viele Funktionen sollen über natürliche Sprache bedienbar sein.
Apple CarPlay und Android Auto bleiben verfügbar. Das ist für Käufer angenehm, die nicht vollständig in die Herstellerwelt wechseln möchten. Auch beim Materialeinsatz arbeitet Mercedes aufwendig. Leder, vegane Alternativen, Metall, hochwertige Textilien und vielfältige Dekore bringen den Innenraum deutlich näher an die E-Klasse.
Das optionale SKY CONTROL Panoramadach kann seine Transparenz verändern. 162 integrierte Sterne verbinden die Glasfläche mit der Ambientebeleuchtung.
Die BMW i3 Limousine im Interieur:
BMW geht bewusst den gegenteiligen Weg. Ein klassisches Instrumentendisplay direkt hinter dem Lenkrad gibt es nicht mehr. Das Panoramic Vision-Konzept legt zentrale Informationen auf einen schwarzen Bereich am unteren Rand der Windschutzscheibe. Das Band erstreckt sich weit über die Fahrzeugbreite.
Ein großes Zentraldisplay bleibt erhalten und ist leicht zum Fahrer gedreht. Optional ergänzt ein 3D-Head-up-Display die Informationen. Das BMW Operating System X soll weniger über optische Fülle und stärker über Priorisierung funktionieren.
Der Innenraum wirkt deshalb ruhiger. Funktionen verschwinden stärker in Softwareebenen, während die wichtigsten Informationen dauerhaft im natürlichen Sichtfeld bleiben.
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Platzangebot und Kofferraum: Mercedes gewinnt den Familienalltag
Die elektrische C-Klasse ist nicht nur länger als der BMW, sondern nutzt ihre Abmessungen sichtbar für Innen- und Gepäckraum. Der Kofferraum bietet 470 Liter. Das ist für eine elektrische Stufenhecklimousine ein sehr ordentlicher Wert. Zusätzlich besitzt Mercedes einen großen vorderen Gepäckraum. Dort lassen sich Ladekabel, kleine Taschen oder schmutzige Gegenstände separat transportieren.
Gerade im Alltag ist ein großer Frunk sinnvoller als einige zusätzliche Liter in einem tiefen Unterbodenfach.
Der lange Radstand verbessert außerdem das Platzangebot im Fond. Zwei Erwachsene reisen entspannter als in früheren C-Klasse-Generationen. Der flache Fahrzeugboden hilft bei Fußraum und Bewegungsfreiheit. Die hohe Batteriemasse sitzt vollständig unter dem Innenraum.
Der BMW i3 bietet hinten 420 Liter. Zusätzlich stehen 31 Liter unter der Fronthaube bereit. Damit verliert BMW nicht nur beim absoluten Volumen. Auch der Frunk ist eher ein Ladekabelfach als ein zweiter echter Gepäckraum.
Der Radstand von 2,897 Metern liegt fast exakt auf dem Niveau des iX3, die Limousinenkarosserie baut aber deutlich niedriger. Vorne profitieren Fahrer und Beifahrer von der fahrerorientierten Architektur. Im Fond dürfte das Raumgefühl ausreichend, aber weniger großzügig als im Mercedes ausfallen.
Beide Autos besitzen nur einen klassischen Kofferraumdeckel. Wer maximale Variabilität sucht, ist mit einem i4 Gran Coupé oder einem späteren Kombi beziehungsweise Touring-Konzept besser bedient.
Für eine vierköpfige Familie reichen beide. Der Mercedes macht Urlaubsgepäck und Fondnutzung jedoch einfacher.
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Antrieb, Leistung und Fahrleistungen: Mercedes ist überraschend aggressiv
Mercedes startet bei den Motorisierungen mit dem C 400 4MATIC elektrisch.
Zwei Elektromotoren liefern gemeinsam 360 kW beziehungsweise 489 PS und 800 Nm Drehmoment. Das reicht für vier Sekunden von null auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 210 km/h.
Damit ist die elektrische C-Klasse keine gemütliche Effizienzlimousine. Ihre Fahrleistungen liegen deutlich im Bereich früherer AMG-Modelle. Die hintere permanentmagneterregte Synchronmaschine arbeitet mit einem Zweiganggetriebe. Der erste Gang unterstützt kräftige Beschleunigung, niedrige Geschwindigkeiten und Anhängerbetrieb. Der zweite reduziert die Motordrehzahl bei höherem Tempo und verbessert die Effizienz. Bei der 4MATIC-Version ergänzt ein weiterer Elektromotor die Vorderachse.
BMW kombiniert im i3 50 xDrive zwei unterschiedliche Motorkonzepte.
Hinten arbeitet eine stromerregte Synchronmaschine ohne Permanentmagnete mit 240 kW beziehungsweise 326 PS. Vorn sitzt ein Asynchronmotor mit bis zu 123 kW beziehungsweise 167 PS. Gemeinsam erreicht das System maximal 345 kW beziehungsweise 469 PS und 645 Nm. Der Sprint auf 100 km/h dauert 4,7 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h.
Damit verliert BMW die reine Fahrleistungswertung überraschend deutlich. Das ist allerdings kein Zufall. Der i3 50 xDrive wird nicht als Performance-Spitzenmodell positioniert. Weitere leistungsstärkere Varianten dürften folgen.
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Batterie, Reichweite und Effizienz: Hier setzt sich BMW ab
Der größte objektive Unterschied liegt bei der elektrischen Reichweite.
Mercedes verwendet im C 400 4MATIC eine Batterie mit 94 kWh nutzbarer Kapazität. Je nach Ausstattung nennt der Hersteller 594 bis 762 Kilometer nach WLTP. Der kombinierte Verbrauch liegt zwischen 14,1 und 18,5 kWh pro 100 Kilometer. Das sind sehr gute Werte für eine fast 4,90 Meter lange Allradlimousine mit 489 PS.
Mercedes gibt für die Antriebskette außerdem einen sehr hohen Wirkungsgrad an. Das Zweiganggetriebe reduziert insbesondere bei Autobahntempo elektrische Verluste.
BMW legt trotzdem nach. Der i3 50 xDrive besitzt 108,7 kWh netto. Neue zylindrische Zellen arbeiten mit der sechsten BMW-eDrive-Generation und schaffen 758 bis 906 Kilometer WLTP-Reichweite. Der offizielle Verbrauch liegt zwischen 13,5 und 16,1 kWh pro 100 Kilometer. Damit ist der i3 trotz größerer Batterie und Allradantrieb im Normzyklus effizienter.
Noch interessanter ist das Gewicht. BMW nennt 2.205 Kilogramm DIN-Leergewicht. Der Mercedes liegt je nach Messmethode und Ausstattung deutlich höher mit 2.460 Kilogramm.
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Ladeleistung und Langstreckentauglichkeit: BMW mit mehr Peak, Mercedes fast gleich schnell voll
Beide Fahrzeuge arbeiten mit 800 Volt.
Mercedes erreicht maximal 330 kW Gleichstrom-Ladeleistung. Zehn bis 80 Prozent dauern unter idealen Bedingungen 22 Minuten. In zehn Minuten können je nach Ausgangszustand bis zu 325 Kilometer zusätzliche WLTP-Reichweite nachgeladen werden. Das ist ein sehr gutes Ergebnis und zeigt, warum die Ladekurve wichtiger ist als ein hoher Maximalpeak.
BMW erreicht maximal 400 kW. Zehn bis 80 Prozent dauern offiziell 21 Minuten. Der Unterschied beim typischen Ladestopp beträgt damit nur eine Minute. Interessanter ist der Reichweitengewinn in kurzer Zeit. BMW nennt abhängig von Konfiguration und Bedingungen 320 bis 423 Kilometer in zehn Minuten. Damit besitzt der i3 bei kurzen Autobahnstopps die größeren Reserven.
An Wechselstrom laden beide serienmäßig mit 11 kW. BMW bietet optional 22 kW. Auch Mercedes kann mit entsprechendem Onboard-Lader bis zu 22 kW AC nutzen. Das ist gerade für Laternenparker interessant, weil ein zweistündiger Aufenthalt an einer öffentlichen AC-Säule deutlich mehr Energie bringt.
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Fahrkomfort und Fahrdynamik: Hier zeigen beide ihre Marken-DNA
Beim Mercedes ist das Agility-&-Comfort-Paket der zentrale Baustein.
AIRMATIC ersetzt klassische Schraubenfedern durch Luftfederung und kann Dämpfung sowie Fahrzeugniveau anpassen. Navigations- und Fahrbahndaten fließen in die Regelstrategie ein. Die Hinterachslenkung schlägt die Hinterräder je nach Situation bis zu 4,5 Grad ein. Bei niedriger Geschwindigkeit lenkt die Hinterachse gegensinnig. Das reduziert den Wendekreis und lässt das große Auto in Parkhäusern handlicher wirken. Bei höherem Tempo lenken die Räder gleichsinnig und erhöhen die Stabilität.
Mercedes kombiniert diese Systeme nicht mit dem Ziel maximaler Rennstreckenpräzision, sondern für eine möglichst große Spreizung zwischen Komfort und Dynamik.
BMW verzichtet auf denselben mechanischen Aufwand und setzt stärker auf die zentrale Fahrdynamikregelung.
Die Heart of Joy-Fahrdynamikregelung verarbeitet Antrieb, Rekuperation, Bremse und Stabilitätsfunktionen gemeinsam. BMW spricht von einer bis zu zehnfach schnelleren Reaktion gegenüber älteren, stärker verteilten Systemen. Die Regelung kann dadurch sehr fein mit dem verfügbaren Motordrehmoment arbeiten.
Hinzu kommt eine klassische Mehrlenker-Hinterachse. Optional steht ein adaptives Fahrwerk zur Verfügung. Der i3 ist zudem deutlich leichter. Genau das verbessert Richtungswechsel, Bremsarbeit und Reifenbelastung.
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Assistenz, Software und bidirektionales Laden
BMW bündelt im i3 mehrere neue Zentralrechner.
Neben Heart of Joy gibt es Hochleistungsrechner für automatisiertes Fahren, Infotainment und Komfortfunktionen. Symbiotic Drive soll die Zusammenarbeit zwischen Fahrer und Assistenz natürlicher machen. Der Fahrer kann innerhalb bestimmter Systemgrenzen lenken oder beschleunigen, ohne die Assistenz sofort vollständig zu deaktivieren.
Panoramic Vision spielt dabei eine wichtige Rolle. Informationen liegen näher am natürlichen Blickfeld als auf einem klassischen Zentraldisplay. BMW unterstützt außerdem bidirektionales Laden_ Vehicle-to-Load kann externe Verbraucher versorgen. Vehicle-to-Home und Vehicle-to-Grid sind technisch ebenfalls vorgesehen.
Mercedes verfolgt dieselbe Entwicklung.
MB.OS bildet die zentrale Softwarebasis und verknüpft Navigation, Assistenz, Komfort und Infotainment. Der MBUX Virtual Assistant nutzt mehrere KI-Dienste für komplexere Spracheingaben. Navigation mit Electric Intelligence berücksichtigt Batteriestand, Temperatur und Ladestopps.
Auch bidirektionales Laden ist vorbereitet. Mit passender Hardware soll die C-Klasse Energie in Haushalt oder Netz zurückgeben können.
Beim Parken geht Mercedes besonders weit. Das Auto kann Parklücken erkennen, automatisiert manövrieren und mit verschiedenen Kameraperspektiven arbeiten. Ein Rückfahrassistent kann zudem beim Verlassen komplizierter Situationen unterstützen.
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Preise und Modellprogramm: Mercedes startet günstiger, BMW zunächst als First Edition
Die Preisfrage ist komplizierter als bei einem klassischen Serienvergleich.
Mercedes bietet den C 400 4MATIC elektrisch bereits regulär an.
Der deutsche Listenpreis wurde zum Bestellstart mit 67.711 Euro kommuniziert. Im aktuellen Konfigurator beziehungsweise in aktuellen Mercedes-Angeboten wird teilweise ein niedrigerer effektiver Fahrzeugpreis um 64.325 Euro ausgewiesen. Damit ist die elektrische C-Klasse für ein 489 PS starkes Allradauto erstaunlich aggressiv positioniert.
BMW hat den Bestellstart des i3 wegen hoher Nachfrage vorgezogen. Aktuell kann zunächst der i3 50 xDrive als First Edition bestellt werden. Diese umfangreich ausgestattete Launchversion kostet in Deutschland 75.340 Euro. Der reguläre i3 50 xDrive soll zum breiteren Marktstart günstiger werden. Medienberichte nennen rund 65.900 Euro als geplanten Ausgangspunkt.
Bei den Optionen bleibt das Feld bei beiden Kontrahenten weit bestellt und die Aufpreislisten entsprechend lang.
Beim Mercedes gibt es Hyperscreen, Luftfederung, Hinterachslenkung, hochwertige Sitze, Soundsysteme und große Räder. Diese Optionen können den Preis deutlich nach oben treiben.
BMW bündelt in der First Edition bereits viel Ausstattung, bietet aber ebenfalls zusätzliche Pakete, Panorama-Glasdach und Assistenzfunktionen.
Interessant wird die zweite Jahreshälfte vor allem durch weitere Antriebe. BMW kündigt ein erweitertes Modellprogramm ab Herbst an. Mercedes plant ebenfalls zusätzliche Heck- und Allradversionen.
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Welches Modell passt zu Dir?
Der BMW i3 passt besser zu Dir, wenn maximale Reichweite und niedriger Energieverbrauch besonders wichtig sind.
Die Mercedes C-Klasse passt besser zu Dir, wenn Komfort, hochwertige Materialien und eine repräsentative Innenrauminszenierung zählen.
Für häufige Autobahn-Langstrecken gewinnt der BMW mit bis zu 906 Kilometern und maximal 400 kW DC.
Für komfortorientierte Vielfahrer ist der Mercedes mit AIRMATIC und Hinterachslenkung besonders interessant.
Für sportliche Landstraßen bietet der leichtere BMW mit Heart of Joy die spannendere technische Basis.
Für maximale Beschleunigung gewinnt überraschend Mercedes mit 4,0 Sekunden auf 100 km/h.
Für mehr Kofferraum liegt die C-Klasse mit 470 Litern hinten und größerem Frunk vorn.
Für Anhängerbetrieb schaffen beide in geeigneter Konfiguration bis zu 1.800 Kilogramm.
Für ein reduziertes Cockpit passt BMW besser.
Für maximale Displayfläche und digitales Luxusgefühl gewinnt Mercedes.
Für Apple CarPlay und Android Auto bietet Mercedes eine klassische Smartphone-Integration.
Für BMW-Fahrer mit 3er-Historie ist der i3 die konsequentere elektrische Weiterentwicklung des Fahrerautos.
Für bisherige C-Klasse-Käufer ist Mercedes der vertrautere Wechsel in die Elektromobilität.
Für den aktuell niedrigeren Bestellpreis besitzt die C-Klasse einen Vorteil.
Für langfristige technische Zukunftssicherheit wirkt die Neue-Klasse-Architektur des BMW besonders konsequent.
Für den ausgewogeneren Luxus-Reisewagen empfehlen wir die elektrische C-Klasse.
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Fazit: Mercedes C-Klasse elektrisch oder BMW i3?
Der BMW i3 gewinnt diesen ersten Technikvergleich knapp.
Mercedes liefert die luxuriösere und komfortorientiertere Interpretation der elektrischen Mittelklasse, BMW den radikaleren technischen Neustart.
Der wichtigste BMW-Vorteil sind die durchweg besseren „Stammtisch“-Werte: Bis zu 906 Kilometer Reichweite liegen deutlich über den maximal 762 Kilometern des C 400 4MATIC.
400 kW DC-Ladeleistung übertreffen die 330 kW des Mercedes. Der Unterschied von zehn auf 80 Prozent bleibt zwar mit 21 zu 22 Minuten klein, doch der i3 kann in zehn Minuten bis zu 423 Kilometer Reichweite nachladen.
Hinzu kommt Heart of Joy. Die zentrale Integration von Antrieb, Rekuperation und Fahrdynamik könnte für das Fahrerlebnis wichtiger werden als weitere hundert PS.
Mercedes macht es dem BMW trotzdem schwer. Der C 400 4MATIC leistet 489 PS, bietet 800 Nm und sprintet in vier Sekunden auf Tempo 100. Er besitzt mehr Kofferraum, einen größeren Frunk und den luxuriöseren Innenraum. Mit AIRMATIC und Hinterachslenkung bringt Mercedes außerdem Technik aus höheren Klassen in die elektrische Mittelklasse.
Auch beim aktuellen Preis ist die C-Klasse attraktiv. Der reguläre Listenpreis liegt unter der BMW First Edition, Herstelleraktionen können den Abstand weiter vergrößern.
Wer eine komfortable elektrische Reise- und Geschäftslimousine sucht, kann den Mercedes deshalb sogar für das bessere Gesamtangebot halten.
Der BMW gewinnt unsere Wertung trotzdem, weil er die zentralen Eigenschaften eines Elektroautos konsequenter optimiert: Reichweite, Effizienz, Ladegeschwindigkeit, Gewicht und Systemintegration.
Welche elektrische Premiumlimousine ist besser? Der BMW i3 als Technik- und Fahrerauto. Die Mercedes C-Klasse als Komfort-, Raum- und Luxus-Sieger.
Unsere Empfehlung lautet: BMW i3 50 xDrive für Technikfans, Vielfahrer und klassische BMW-Fahrer. Mercedes C 400 4MATIC elektrisch für Käufer, die maximale Souveränität, Komfort und hochwertige Inszenierung wichtiger finden als die letzten 100 bis 150 Kilometer Normreichweite.
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Titelbild: KI-generiert, Bilder: Hersteller
FAQ: Häufige Fragen zu elektrischer C-Klasse und BMW i3 (Neue Klasse)
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