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Ferrari FXX

Ferrari FXX

Als der italienische Sportwagenbauer Ferrari noch in unterschiedlichen Renndisziplinen antrat und zu Beginn der 1960er Jahre mit dem Ferrari 250 GTO etwa in der Grand Touring Klasse bei Rallyewettbewerben präsent sein wollte, hatte das zugleich Auswirkungen auf das Ferrari-Programm. Weiterlesen

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Das Coupé der Baureihe Ferrari FXX wird im Jahr 2005 als Kunden-Rennwagen konzipiert

Die Kunden konnten sich über die für die Teilnahme an den Rennen vorgeschriebenen Homologationsmodelle freuen, die jeweils in einer geringen Auflage produziert wurden und als Modelle mit Straßenzulassung zu kaufen waren. In dieser Tradition entstanden im Stammwerk des Herstellers im italienischen Maranello später Ausnahmefahrzeuge in der Klasse der Supersportwagen, die eine Verbindung zwischen dem Rennwagenprogramm und den Serienmodellen schaffen sollten. Nach dem 288 GTO waren das die in einer Auflage von über 1000 Exemplaren produzierten Coupés der Baureihe F40 sowie die in offener Karosserieform realisierten Ferrari F50. Beide wurden Klassiker und beide kamen anlässlich von runden Firmengeburtstagen ins Programm. Mit dem Enzo Ferrari Coupé setzten die Italiener die Tradition ihrer straßenzugelassenen Supersportwagen im Zeitraum von 2002 bis 2004 weiter fort. Stellte der Enzo Ferrari hinsichtlich seiner Modellgeschichte als letztes unter der Ägide des Firmengründers konzipierte Fahrzeug bereits eine Besonderheit dar, so wertete der Hersteller die Modelle nach dem Auslaufen der Coupé-Produktion mit einer nochmals ungewöhnlicheren Ableitung noch einmal auf: Denn auf Grundlage des nach Firmenpatriarch Enzo benannten Coupés baute das Team von Ferrari einen Rennwagen, der für den Amateureinsatz durch Kunden gedacht war und der in den Jahren von 2005 bis 2007 in Maranello unter dem Namen FXX gefertigt wurde.

Ferrari konstruiert den FXX wie einen Rennwagen als Single-Seater

Zwar hatte der als Coupé konstruierte FXX optisch nichts mit dem zu dieser Zeit unter dem Produktcode F2005 auf den Rennstrecken der Formel 1 eingesetzten Rennwagen gemeinsam. Eine charakteristische Eigenschaft sollten sich die F1-Boliden von Ferrari und der FXX jedoch teilen: Sie waren für den Einsatz auf dem Parcours der Profis konzipiert und durften daher in der Regel nicht im öffentlichen Straßenverkehr bewegt werden. Damit stellte das FXX-Coupé eines der wenigen aktuelleren Fahrzeuge des ebenso für seinen erfolgreichen Rennstall bekannten Serienherstellers dar, das sich von einem Straßenfahrzeug zum Renngerät entwickelt hatte. Und das zeigte der FXX, sobald der Fahrer einen Blick in den Innenraum des Supersportwagens warf. Dort stand wie in einem echten Rennwagen nur ein Sitzplatz zur Verfügung. Ein zusätzlicher Beifahrersitz konnte im FXX als Option immerhin auf Wunsch eingebaut werden. Wirklich notwendig war diese Form der Sonderausstattung allerdings nicht, da der Ferrari als Rennstreckenfahrzeug schließlich auch im Kundeneinsatz für Rundenrekorde sorgen sollte und deswegen möglichst wenig Ballast an Bord des Single-Seater sein durfte.

Exklusiv-Betreuung durch Ferrari-Teams im Rahmen des FXX Programms

Mit dem FXX ging für einige wenige Ferrari-Enthusiasten ein Traum in Erfüllung: Sie waren eingeladen, den Rennwagen auf den firmeneigenen Testanlagen oder anderen ausgesuchten Rennstrecken einzusetzen und sich mit dem Technik-Team des Herstellers über ihre dort gemachten Erfahrungen auszutauschen. FXX Programm hieß diese besondere Art der Kundenpflege bei den Italienern. Bei so viel persönlicher Betreuung im Rahmen des FXX-Programms verstand es sich von selbst, dass der Supersportwagen einem kleinen und exklusiven Kreis vorbehalten war. Der Hintergrund: In Maranello wurden nur gut 30 Exemplare des Rennwagens montiert. Damit gehörte der FXX zu den seltensten Modellen von Ferrari aus der aktuelleren Bauzeit, und entsprechend rar machte sich der FXX nach dem Ende seiner Produktion im Jahr 2007 als Gebrauchter.

Leistungskit für die Evoluzione-Versionen des Ferrari FXX

Mit dem Auslaufen der Fertigung der Coupés war das FXX Programm jedoch nicht beendet. Die Techniker und ihre Teams kümmerten sich weiterhin um die Rennbetreuung, wenn Kunden ihren FXX an den Start rollen ließen. Zugleich legten sie Ende des Jahres 2007 mit einem Leistungskit für das Coupé nach. Damit ließ sich der Rennwagen zum FXX Evoluzione aufwerten und verfügte noch einmal über deutlich mehr Leistung. Äußerlich unterschieden sich die Evoluzione vor allem durch den Verzicht der bei den normalen FXX eingesetzten Streifen auf der Fronthaube. Abgesehen von diesem Detail zeigten die Modellvarianten Eigenständigkeiten wie eine in drei Teilen ausgeführte Frontschürze sowie einen leicht umgestalten Heckflügel und Heckdiffusor, die den Anpressdruck weiter optimieren sollten.

Eine Scheibe gibt den Blick auf den Motor des Ferrari FXX Coupés frei

Beide FXX-Varianten zeichneten sich in der Vorderansicht durch ihre im Stil von Wagen der Formel 1 angelegten, spitz zulaufenden Fronthaube aus, die bis über den schachttiefen Lufteinlass der extrem breit angelegten Schürze reichte. In den rückwärtigen Kotflügeln waren hinter den Türen als Verlängerung der Seitenschweller zusätzliche Luftöffnungen untergebracht. Oben auf den Kotflügeln sorgten Kühlgitter dafür, dass der Mittelmotor Wärme abgeben konnte. Darüber hinaus war praktische das gesamte hammerförmig gestaltete Heck mit dem verstellbaren Flügel mit Entlüftungsgittern ausgestattet. Besonderer Clou: Durch eine Scheibe gab der FXX den Blick auf seinen Hochleistungsmotor frei.

Für den FXX verbaut Ferrari V12-Motoren mit bis zu 860 PS

Für den Mittelmotor des FXX modifizierten die Ingenieure in Maranello das V12-Aggregat, das in ähnlicher Bauart bereits im Enzo Ferrari eingesetzt worden war. Für den FXX steigerten die Techniker die Leistung des 6,3 Liter Aggregats auf bis zu 588 kW (800 PS). Nach der Überarbeitung für die Evoluzione-Versionen des Coupés konnte der Zwölfzylinder dem FXX eine Leistung von bis zu 632 kW (860 PS) zur Verfügung stellen. Kombiniert waren die Motoren jeweils mit einer aus dem Formel 1 Sport stammenden sequenziell arbeitenden Sechsgangschaltung, die über Schaltwippen bedient wurde und für eine extrem niedrige Verzögerung beim Einlegen der Gänge sorgte.

Das Coupé der Baureihe FXX gehört zu den schnellsten Supersportwagen von Ferrari

Bereits ohne die Leistungssteigerung der Motoren in den Evoluzione-Ausführungen konnte der FXX seine Stellung als einer der schnellsten in Serie hergestellten Supersportwagen aus Maranello einnehmen. Das Mittelmotor-Coupé sollte mit seiner speziellen Rennbereifung im 19-Zoll-Format die Strecke von null auf 100 Stundenkilometer in knapp unter drei Sekunden zurücklegen können. Und wer die Coupés über die Rennstrecke jagte, der konnte den FXX dabei auf eine maximale Geschwindigkeit von 345 km/h bringen. Diese Leistungen waren in erster Linie natürlich dem hochdrehenden V12-Triebwerk zu verdanken. Aber das geringe Gewicht des FXX von kaum über 1,1 Tonnen sorgte dafür, dass sich die Leistungskraft des Motors optimal entfalten konnte.