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Santana Anibal

Santana Anibal, der spanische Land Rover

Gegründet wurde Santana 1955 als Metalúrgica de Santa Ana mit dem Unternehmenszweck, Landmaschinen für die spanische Landwirtschaft herzustellen. Doch schon ein Jahr nach der Firmengründung eröffnete sich für das Unternehmen in Linares eine neue Perspektive: Die Lizenz zum Nachbau des Land Rover erwies sich als hervorragende Ausgangsposition für die eigenständige Produktion von Geländefahrzeugen. Der Land Rover Nachbau kam praktisch ohne Zulieferung von Rover aus und wurde unter der Typenbezeichnung Santana Anibal, später unter Santana PS10, verkauft. Für Santana war der Lizenzbau ein Glücksgriff. Als einziger spanischer Geländewagenproduzent und mit guten Beziehungen in die landwirtschaftlichen Betriebe entwickelte sich eine treue und verlässliche Kundschaft.

Wie Hanibal über die Alpen

Der Erfolg orientierte sich am englischen Vorbild. Der Santana Anibal war robust und perfekt an die Bedürfnisse der Kundschaft angepasst. 1958 stellte Land Rover seine Series II Fahrzeuge vor. Analog dazu lieferte auch Santana das neue Modell mit 88 und 109 Inches Achsabstand und 2-Liter-Benzin- oder Dieselmotoren. 1962 wagte sich Santana in den Export, wobei vor allem lateinamerikanische Länder und nordafrikanische Staaten mit dem Santana Anibal beliefert wurden. Aus England kam ein neuer 2,25-Liter-Dieselmotor hinzu - es war der letzte Technologietransfer von Land Rover. Schon das nächste Modell des Santana Anibal kam 1968 zeitgleich mit den neuen Series II Fahrzeugen von Land Rover auf den Markt, es war aber eine eigenständige und unterschiedliche Entwicklung der Spanier.

Ein neuer Kooperationspartner und neue Fahrzeugmodelle

Die Zusammenarbeit mit Land Rover endete 1983. Dies führte zu grundsätzlichen Änderungen an den laufenden Typen, die bis zu diesem Zeitpunkt immer noch an den Modellen von Land Rover orientiert waren. Santana Motors suchte und fand einen neuen Partner für die Weiterentwicklung des eigenen Geländewagen-Programmes. 1986 schlossen die Spanier einen Vertrag mit der japanischen Suzuki Motor Corporation. Es ging um deren kleinere Geländewagen Jimny und Samurai. 1991 stieg Suzuki bei Santana Motors ein, beendete die Zusammenarbeit mit Santana schon 1995 wieder. Das Ende dieser Kooperation war auch der Beginn vom Ende von Santana. Es gab noch eine wenig erfolgreiche Aktivität mit Iveco, die auch beendet wurde. Dennoch schleppte sich das Staatsunternehmen Santana Motors noch einige Jahr über die Runden. 2011 war dann endgültig Schluss.