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Santana

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Informationen zu Santana Motors

Santana Motors ist ein ehemaliger, spanischer Hersteller von Geländefahrzeugen mit Sitz in Linares der Provinz Jaén in Andalusien. Ursprünglich auf Landmaschinen mit Alleinstellungsmerkmal in Spanien fokussiert, produzierte das Unternehmen im Laufe seines Werdegangs vornehmlich in Lizenz für bekannte Marken wie Land Rover, Iveco oder Suzuki – allein zwischen 1959 und 1994 entstanden bei Santana knapp 290.000 Land Rover. Bis 2011 produzierten die Spanier eigene Modelle mit starker Anlehnung an den Land Rover Defender mit Iveco-Motoren. Mit dem Ende der Zusammenarbeit seiner Lizenzpartner um 2010 ging es im Jahr 2011 auch mit Santana Motors zu Ende.

Die Geschichte von Santana Motors

Die 50er/60er Jahre: Lizenzvertrag mit Land Rover

Ursprünglich wurde die damalige Metalúrgica de Santa Ana nur für die Herstellung von Landmaschinen ins Leben gerufen – unterstützt von der spanischen Regierung, um die Wirtschaft anzukurbeln. Doch schon ein Jahr nach der Gründung kam im Jahr 1956 der erste Lizenzvertrag mit Land Rover zustande. So begann alsbald die Fertigung des Land Rover Series II, der ab 1958 parallel zum Modellwechsel bei Land Rover (Serie I zu Series II) auf den Markt kam. Die spanische Herkunft des Fahrzeugs war am Zusatz „Santana“ unter dem Land Rover Logo des Kühlergrills erkennbar. Das erste Modell, das man somit unter dem Namen Santana kannte, bestand fast ausschließlich aus hauseigenen Teilen, so dass kaum Zulieferungen nötig waren. Der Series II verfügte über Benzin- und Dieselmotoren zu je vier Zylindern und 2,25 Litern Hubraum – die beiden erhältlichen Karosserievarianten waren an den Bezeichnungen 88“ und 109“ zu erkennen, die jeweils den Radstand in Zoll angaben. Die Modelle erfreuten sich insbesondere bei Landwirten und Viehzüchtern großer Beliebtheit und standen gewissermaßen außer Konkurrenz, denn in Spanien gab es wegen der hohen Zölle und Importkontingente zu dieser Zeit keinen anderen Hersteller für Geländewagen. Selbst bei den Pkw produzierten alle anderen Unternehmen in Lizenz, beispielweise für Renault, Citroën oder Fiat.

Im Jahr 1962 begann Santana mit dem Export vornehmlich in nordafrikanische und lateinamerikanische Staaten. Gleichzeitig schloss die Produktion zum überarbeiteten Modell Land Rover Series IIA auf, wobei sich die spanische Entwicklung hier zum letzten Mal an den englischen Vorbildern orientierte. So kam es, dass sich beim Land Rover 1300 ab 1967 bereits deutliche Unterschiede zum Original zeigten, obgleich das Modell erneut parallel zum englischen Modell auf den Markt kam: Der 1300 war als sogenannter „Forward Control“ konzipiert, was bedeutet, dass der Fahrersitz, die Lenkung und das Getriebe wie bei einem LKW zur Maximierung des Stauraumes weiter nach vorne verlegt wurden. Das gleiche Prinzip verfolgte auch die fünftürige Variante Land Rover 109“, der mit sieben Sitzplätzen seinen Einsatz vornehmlich in der Personenbeförderung in ländlichen Gebieten fand.

Die 70er Jahre: Land Rover mit unverkennbarem Santana-Charakter

Wegen einer veränderten Gesetzgebung mussten die Scheinwerfer bei den Modellen ab 1972 von der eher mittigen Position an den Seiten des schmalen Kühlergrills nach außen auf die ausladenden Kotflügel weichen. Ab 1975 erhalten alle Modelle eine Zweikreis-Bremsanlage. 1976 zeigte sich schließlich auch in der Motorisierung ein markanter Unterschied gegenüber dem nun bei Series III angekommenen Original: Während das englische Modell über ein 3,5-Liter-Aggregat mit 68 kW (91 PS) aus acht Zylindern verfügte, erreichte der Santana bei gleichem Hubraum, aber nur sechs Zylindern, bereits 76 kW (104 PS) – und ein Drehmoment von bis zu 245 Nm. Wegen des größeren Sechszylindermotors rückte im Übrigen der zuvor noch nach hinten versetzte Kühlergrill etwas nach vorne und die Zweiteilung der Windschutzscheibe wurde abgeschafft. Diese Neuerungen kamen beim originalen Land Rover erst mehrere Jahre später zum Tragen.

Die 80er Jahre: Ende mit Land Rover, Beginn mit Suzuki

Im Jahr 1981 änderte sich der Firmenname in Land Rover Santana S.A. und das Land Rover Modell, das nun Santana 2000 hieß, erhielt nochmals intensive Überarbeitungen. Nun mit einem Radstand von 101“, aber nachwievor in „Forward Control“-Bauweise, erreichte das Fahrzeug nun eine Nutzlast von zwei Tonnen. Das 1982 folgende Modell „Cazorla“ (benannt nach dem nahegelegenen Bergstädtchen) kam dem Defender optisch nun immer näher und verfügte über weitere technische Neuerungen wie eine Servolenkung oder ein Overdrive-Modus, bei dem unter bestimmten Bedingungen die Motordrehzahl reduziert wird um die Belastungen des Triebwerks zu verringern. Die weiterhin vergrößerte, einteilige Frontscheibe war nun mit drei Scheibenwischern ausgestattet, so dass wegen des Wegfalls der Lüftungsklappen auch das Armaturenbrett komplett neu gestaltet werden konnte.

1982 flatterte auch schon der erste Lizenzvertrag mit Suzuki ins Haus, der Santana für die Produktion des Geländewagens Suzuki SJ für den europäischen Markt engagierte. Fast zeitgleich sollte sich einiges bei Santana ändern, denn bereits zwei Jahre nach Änderung des Firmennamens in Land Rover Santana ging die Zusammenarbeit mit Land Rover zu Ende. In diesem Zuge erhielten die existierenden Modelle nochmals einige Überarbeitungen: Aus dem Santana 2000 wurde die Serie 2500 und zudem wurde die erste Variante mit Turbolader eingeführt: Der Dieselmotor des Santana Super T kam so trotz des relativ kleinen Hubraums von 2,25 Liter auf eine Leistung von 55 kW (75 PS) und erreichte ein Drehmoment von 180 Nm – und auch hier waren die Spanier dem englischen Original drei Jahre voraus. Ein weiteres Novum war der Wechsel vom Blattfederfahrwerk zu Parabelfedern, die wesentlich weicher ansprachen und das Fahren im Gelände komfortabler machten.

Als die Importzölle in den 80er Jahren mehr sanken und zum Teil wegfielen, etablierten sich nach und nach auch andere Hersteller von Geländewagen in Spanien, beispielsweise gab es auch die ersten Fahrzeuge von Toyota und Mitsubishi. In diesem Zuge entschied man sich bei Santana auch leichtere Geländewagen einzuführen, so dass ab 1986 die Produktion der Modelle Suzuki Jimny und Suzuki Samurai begann.

Die 90er Jahre: Santana wird zu Santana Motors

Nach dem Wegfall von Land Rover entwickelte sich die Zusammenarbeit mit Suzuki nach und nach zum Kerngeschäft von Santana. Kaum verwunderlich also, dass sich der japanische Hersteller ab 1991 an Santana beteiligte und mit 49 Prozent einen mehrheitlichen Anteil der Aktien aufkaufte. So wurde aus Land Rover Santana S.A. schließlich Santana Motors S.A. und die Produktion des Land Rover im selben Jahr beendet. In den folgenden Jahren erfolgte eine Neustrukturierung samt Führungswechsel bei Santana. Dennoch übernahm die andalusische Soprea S.A. bereits 1995 die Aktienmehrheit mit 83 Prozent, holte Santana damit „nach Spanien zurück“ und ermöglichte dem Unternehmen eine eigenständige Existenz. In der Folge wurde der Suzuki Jimny zwar weiterhin produziert, jedoch gab es schon seit längerem Forderungen vom Militär und von Großkunden, für den Santana 2500 eine Nachfolgemodell entwickeln, das auf den bewährten Komponenten der früheren Produktion aufbaute. Im Jahr 1999 präsentierte Santana Motors schließlich den Santana PS-10, der auf dem Land Rover Defender basiert, jedoch an der Mechanik und Karosserie erheblich überarbeitet und von einem 2,8 Liter-Vierzylinder-Dieselmotor mit 92 kW (125 PS) von Iveco angetrieben wird. Bis zur Produktion des PS-10 dauerte es allerdings noch bis 2002.

Die 2000er Jahre: Das Ende von Santana Motors

In den Jahren nach der Jahrtausendwende kommen zunächst eine PickUp-Version des PS-10 hinzu und ab 2008 auch die erste Fertigung eines Iveco-Fahrzeugs: der Iveco Massif mit dem bisher stärksten Dieselmotor im Portfolio, der über 129 kW (176 PS) verfügte und dem Iveco Daily entnommen war. Problematisch war jedoch, dass in diesem Zuge die Produktion des PS-10 eingestellt und die Zusammenarbeit mit Suzuki beendet wurde. Denn damit hatte Santana auch keinen Zugang mehr zum Suzuki-Vertriebsnetz, sowohl um bestehende Aktiva als auch Ersatzteile liefern zu können. Als Iveco wegen mangelnder Verkaufszahlen des Massif letztlich ebenfalls die Zusammenarbeit beendete, sah sich die Regierung von Andalusien gezwungen, das Automobilwerk zu schließen.