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Skoda Van

Vans sind Mangelware.

In einem Konzern-"Haushalt" wie beim Hersteller Volkswagen ist es etwas überraschend, dass gerade die Vernunftmarke Skoda die Klasse "Vans" nicht besetzt. VW offeriert den Touran, den Golf Plus sowie den Golf Sportsvan. Darüber rangiert der Sharan in der zweiten Generation sowie der Caddy Life. Wer hier nicht genug Platz findet, greift zum VW Transporter ("Bulli"). Mit Altea/Altea XL und Alhambra überholt sogar Seat bei der Fahrzeugklasse Van Skoda.Der interessierte Gebrauchtwagenkäufer muss also die Lupe herausholen und genau hinschauen. Dann entdeckt er den Roomster, der genau genommen kein Skoda Van ist, sondern ein Hochdachkombi wie der Caddy Life. Aber selbst, wenn die Definition Van soweit ausgelegt wurde, dass der Roomster dazugezählt werden kann, ist er - zumindest von vorn - nicht schnell zu erkennen. Er orientiert sich formal am Fabia II (ab 2007) und hat auch dessen Facelift (April 2010) mitgenommen. Hinter der ersten Sitzreihe wird der Skoda Roomster plötzlich unverkennbar. Hier fällt der besondere Knick auf. Die Seitenfenster der hinteren Türen fangen rund 10 cm unterhalb der Unterkante der vorderen Seitenfenster an. In der Seitenlinie wirkt das Heckabteil aufgesetzt. Wer sich nun in Erinnerung ruft, dass der Prototyp des Roomsters mit hinteren Schiebetüren ausgestattet war, meint, den Grund für die ungewöhnliche Optik zu erkennen. Das aufgesetzte Heckabteil greift ein wenig die Seitenansicht von Kleinlieferwagen auf. Allerdings kann man dem Design durchaus etwas abgewinnen. Man muss dem Roomster zugestehen, dass er gegenüber vielen Vans weniger langweilig wirkt.

Ein zartes Facelift

Bei der Suche nach einem gebrauchten Skoda Van helfen einige Orientierungspunkte, um das Facelift vom Frühjahr 2010 erkennen zu können. Hier schaut der Roomster von anderen Skodas, vor allem vom Fabia und ein wenig vom Octavia, und folgt brav der Linie. Dazu nahmen sich die Karosserieschneider die Front vor. Damit einhergehend erfuhren Interieur und Motorenpalette zahlreiche Neuerungen. Am auffälligsten ist ein Roomster der zweiten Bauzeit zu erkennen, wenn er mit weißem Dach zu einer andersfarbigen Karosserie ausgeliefert wurde. Das kann man auch beim Fabia bekommen.

Baukasten offen

Technisch gesehen ist viel vom Fabia II im Roomster, aber dazu gesellen sich erneut Komponenten vom Octavia. Überhaupt bedient sich natürlich auch der Roomster aus dem VW Baukasten, wenn es um die Motorisierung geht. Die Benziner sind als 1200er, 1400er und 1600er zu haben. Die 2010 nachgelieferten 1,2-l-4Zylinder-Motoren sind ebenfalls im Fabia sowie im aktuellen Golf verbaut. Dabei handelt es sich um Turbodirekteinspitzer. Die PS-Zahlen (86 bis 105) sind schon bemerkenswert. Aber vor allem das Drehmoment zeigt, dass man dem hohen Roomster als Lastfahrzeug jede Peinlichkeit ersparen will. Selbst die kleinste Variante versorgt das Getriebe mit einem hohen Drehmoment von 160 N m. Diese Kraft wird von 1500 bis 3500 Umdrehungen zur Verfügung gestellt. Damit sind die an sich kleinen Motoren elastische Hilfen im Alltag. Bei den Dieseln sind Turbolader und Direkteinspritzung fast schon ein alter Hut. Aber auch hier haben die neuen Motoren ab 2010 deutlich zugelegt. Das belegt beim 1,6 l mit 105 PS allein die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 11,5 Sekunden.