BMW Vision Neue Klasse richtet den Blick zurück nach vorn

Mit der nächsten Elektroauto-Generation will sich BMW neu erfinden. Wie die ab 2025 erwarteten Fahrzeuge aussehen könnten, zeigen die Münchner mit der Studie Vision Neue Klasse. Die Limousine im 3er-Format vereint Retro-Design und die neueste Generation von BMWs Elektro-Technik.

Der Name der Studie ist eine Hommage an die Neue Klasse, mit der BMW Anfang der 1960er-Jahre den Nachkriegs-Muff abstreifte und sich vor der drohenden Pleite rettete. Ganz so schlimm ist die aktuelle Situation nicht. Doch auch die Neue Klasse soll eine Erfolgsära einleiten. Dafür orientiert sie sich auch optisch grob an ihrem ideellen Vorgänger und bricht mit dem aktuellen Design-Stil der Marke. Besonders deutlich wird das an der Niere, die nicht mehr vertikal in die Höhe wächst, sondern nun dezent horizontal die Front des E-Mobils ziert. Dazu kommt eine glatte, fugenarme Karosserie mit nur wenigen Sicken. Klassische BMW-Designmerkmale wie der Hofmeister-Knick an der C-Säule treten dadurch wieder stärker in den Fokus. Im Innenraum zieht die „Panoramic Vision“-Technik ein, eine Art Riesen-Head-up-Display, das nahezu die gesamte Windschutzscheibe ausfüllt.

BMW-Neue-Klasse-Interior

"Neue Klasse" kommt mit deutlich verbesserter Antriebs- und Ladetechnologie

Noch wichtiger ist aber die Technik unter dem Blech. 30 Prozent mehr Reichweite, 30 Prozent schnelleres Laden und 25 Prozent mehr Effizienz verspricht BMW (gegenüber seinen aktuellen E-Modellen) als Effekte seiner neuen Antriebsgeneration. Die sechste Ausbaustufe setzt bei der Batterietechnik auf Rundzellen an Stelle der bisher verwendeten prismatischen Grundbausteine. Sie sollen eine um 20 Prozent höhere Energiedichte bieten und so allein schon mehr Strecke oder kleinere und günstigere Akkus erlauben. Dazu kommen Optimierungen bei Gewicht, Fahrwiderständen und dem Wärmemanagement im Antrieb. Detaillierte Angaben zu der in der Studie verwendeten Technik macht BMW allerdings nicht.

Mit der Neuen Klasse will sich BMW in Sachen E-Mobilität an die Branchenspitze setzen. Ob das klappen könnte, wird in zwei Jahren die nun angeteaserte E-Limousine zeigen. Anschließend soll die Familie zunächst um ein SUV sowie einen Kombi wachsen. (Text: hh/sp-x | Bilder: Hersteller)

Artikel teilen

Finde jetzt elektrische BMW auf AutoScout24

Alle Artikel

Alle ansehen
Bildschirmfoto 2026-07-29 um 12.02.24

Audi Q9 (2026): Das XXL-Flaggschiff greift BMW X7 und Mercedes GLS an

Audi erweitert sein SUV-Portfolio nach oben. Der neue Audi Q9 ist 5,31 Meter lang, bietet serienmäßig sieben Sitze und startet als V6-Diesel mit 299 PS. Optional gibt es sechs elektrisch verstellbare Einzelsitze, automatische Türen und ein 4D-Soundsystem. Die Preise starten bei 108.400 Euro.

Mehr lesen
Audi Q9 (2026): Das XXL-Flaggschiff greift BMW X7 und Mercedes GLS an
2027 Mercedes-AMG G63 Cabriolet 1

Mercedes-AMG G 63 Cabriolet: Oben ohne und gar nicht bescheiden

Die offene G-Klasse kommt zurück. Der erste Teaser zeigt das Mercedes-AMG G 63 Cabriolet mit vier Türen, Stoffverdeck, Reserverad und seitlichen Endrohren. Damit wird klar: Die Neuauflage wird kein kurzer Zweitürer, sondern ein vollwertiger offener Luxus-Geländewagen zum ultra-exklusiven Preis.

Mehr lesen
Mercedes-AMG G 63 Cabriolet: Oben ohne und gar nicht bescheiden
VW Tayron 2026

Volkswagen: Gewinn bricht weiter ein, China bleibt das größte Problem

Volkswagen steckt weiter im Krisenmodus. Nun die nächste Hiobsbotschaft: Auch im zweiten Quartal 2026 sank der Nettogewinn. Diesmal um knapp ein Drittel. Verantwortlich sind vor allem das nochmals schlechtere China-Geschäft, internationale Handelszölle und der zunehmende Wettbewerbsdruck.

Mehr lesen
Volkswagen: Gewinn bricht weiter ein, China bleibt das größte Problem