Denza Z (2026): Der Ferrari-Killer zum Kampfpreis!

BYD bringt mit einen elektrischen Supersportwagen auf die Straße. Der Denza Z leistet 1.604 PS, beschleunigt in rund zwei Sekunden auf 100 km/h und erreicht bis zu 300 km/h. Spektakulär: Die Ladeleistung. Mit bis zu 1.500 kW soll der Akku in wenigen Minuten wieder fast voll sein.

Porsche 911 Turbo, Corvette Z06 oder die edlen Boliden aus Maranello teielen sich die Krone im Sportwagensegment? Vielleicht nicht mehr lange. Denn die chinesische BYD-Edeltochter Denza schert sich nicht um europäische Dogmen. Mit dem Denza Z bringen die Chinesen ein 1.604 PS starkes Elektro-Monster auf den Markt, das nicht nur die etablierte Konkurrenz das Fürchten lehren, sondern auch das Thema Laden komplett revolutionieren soll.

Wer oder was ist eigentlich Denza?

Für viele europäische Autofahrer dürfte der Name Denza noch ein absolutes unbeschriebenes Blatt sein. Zur Einordnung: Denza fungiert als der noble Markenableger des gigantischen BYD-Konzerns. Vergleichbar mit dem Prinzip von Lexus bei Toyota oder Genesis bei Hyundai zielt Denza ganz bewusst auf anspruchsvolle Premiumkunden, die feine Verarbeitung und modernstes High-End-Design suchen.

Denza Z Coupé-4

Der 4,78 Meter lange Denza Z soll als Speerspitze der Marke dienen – und das zu einem Preis von gerade einmal rund 160.000 Euro, was in dieser Leistungsklasse einer echten Kampfansage gleichkommt.

Der Antrieb: Über 1.600 PS aus drei Herzen

Unter dem eleganten Blechkleid des Denza Z wütet eine wahre Urgewalt. Anstelle eines klassischen Verbrenners setzen die Chinesen auf ein hochentwickeltes Triebwerks-Trio. An der Hinterachse arbeiten zwei Elektromotoren mit jeweils 340 kW (460 PS). Ein dritter E-Motor steuert an der Vorderachse gewaltige 500 kW (680 PS) bei.

Denza Z Coupé-23

Zusammen ergibt das eine schier unvorstellbare Systemleistung von 1.180 kW, also umgerechnet 1.604 PS und ein maximales Drehmoment von 1.240 Nm, das praktisch ab der ersten Rotorumdrehung voll anliegt.

Der Sprint von 0 auf 100 km/h ist damit in gerade einmal 2,25 Sekunden erledigt. Der wilde Vortrieb endet erst bei einer elektronisch abgeregelten Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h. Wer sich für die noch schärfere „Racing“-Version (Denza Z R) entscheidet, bekommt eine angepasste Aerodynamik mit festem Heckflügel und rennt sogar bis zu 350 km/h schnell.

Akku-Revolution: In 9 Minuten wieder voll

Die wahre Sensation des Denza Z findet jedoch abseits der Datenkarte an der Ladesäule statt. Die verbaute Batterie fällt mit einer Kapazität von 76 kWh für ein solches Performance-Monster zwar vergleichsweise kompakt aus und ermöglicht eine WLTP-Reichweite von nur knapp 410 Kilometern. Doch dank der revolutionären „Flash-Charging“-Technologie zieht das System Strom mit einer absolut absurden maximalen Laderate von bis zu 1.500 kW.

Denza Z Coupé-11

Das Ergebnis lässt die versammelte europäische Konkurrenz fassungslos zurück: Der Ladevorgang von 10 auf 97 Prozent ist in gerade einmal neun Minuten erledigt. Ein Boxenstopp an der Ladesäule dauert damit kaum länger als ein klassischer Tankvorgang.

Fazit

Mit dem Denza Z beweist der BYD-Konzern eindrucksvoll, dass er das Premium- und Sportwagensegment nicht kampflos den Europäern überlässt. Für rund 160.000 Euro bietet der schicke Chinese ein technologisches Gesamtpaket aus brachialer Leistung und einem revolutionären 9-Minuten-Lade-Speed, das man am Markt sonst vergeblich sucht. (Text: an | Bilder: Hersteller)

Artikel teilen

anocker.jpeg

Alexander Nocker

Alexander Nocker verstärkt seit 2026 das AutoScout24 Magazin als freier Redakteur mit Fokus auf Antriebstechnologien. Er bringt langjährige Erfahrung im Automobiljournalismus mit und beschäftigt sich vor allem mit neuen Technologien und aktuellen Mobilitätsthemen. Auch klassische Fahrzeuge kennt und schätzt er. Privat schlägt sein Herz für sportliche Klassiker - sein Traumwagen ist ein BMW M3 E30 Sport Evolution. Aktuell fährt er einen VW ID.3 GTX Fire & Ice.

Alle Artikel

Alle ansehen
Bildschirmfoto 2026-07-29 um 12.02.24

Audi Q9 (2026): Das XXL-Flaggschiff greift BMW X7 und Mercedes GLS an

Audi erweitert sein SUV-Portfolio nach oben. Der neue Audi Q9 ist 5,31 Meter lang, bietet serienmäßig sieben Sitze und startet als V6-Diesel mit 299 PS. Optional gibt es sechs elektrisch verstellbare Einzelsitze, automatische Türen und ein 4D-Soundsystem. Die Preise starten bei 108.400 Euro.

Mehr lesen
Audi Q9 (2026): Das XXL-Flaggschiff greift BMW X7 und Mercedes GLS an
2027 Mercedes-AMG G63 Cabriolet 1

Mercedes-AMG G 63 Cabriolet: Oben ohne und gar nicht bescheiden

Die offene G-Klasse kommt zurück. Der erste Teaser zeigt das Mercedes-AMG G 63 Cabriolet mit vier Türen, Stoffverdeck, Reserverad und seitlichen Endrohren. Damit wird klar: Die Neuauflage wird kein kurzer Zweitürer, sondern ein vollwertiger offener Luxus-Geländewagen zum ultra-exklusiven Preis.

Mehr lesen
Mercedes-AMG G 63 Cabriolet: Oben ohne und gar nicht bescheiden
VW Tayron 2026

Volkswagen: Gewinn bricht weiter ein, China bleibt das größte Problem

Volkswagen steckt weiter im Krisenmodus. Nun die nächste Hiobsbotschaft: Auch im zweiten Quartal 2026 sank der Nettogewinn. Diesmal um knapp ein Drittel. Verantwortlich sind vor allem das nochmals schlechtere China-Geschäft, internationale Handelszölle und der zunehmende Wettbewerbsdruck.

Mehr lesen
Volkswagen: Gewinn bricht weiter ein, China bleibt das größte Problem