Kia PV7 Passenger (2027): 800-Volt-Super-Van versetzt ID. Buzz in Schockstarre

Auf einen Blick
- High-Speed-Laden dank 800-Volt-Technik: Der PV7 lädt über die E-GMP.S-Plattform an Gleichstromladesäulen mit bis zu 350 kW. In 25 Minuten geht es von 10 auf 80 Prozent.
- Reichweite: Zum Start sorgt ein 200 kW (272 PS) starker Frontmotor für Vortrieb. Wählen lässt sich zwischen 71 kWh (ca. 350 km) und 96 kWh (bis 460 km) Akku-Kapazität.
- Flexibler 9-Sitzer: Bis zu vier Sitzreihen im Fahrgastraum mit Schienensystem, dreh- und ausbaubaren Einzelsitzen, eigener Klimazonen-Bedienung und Sitzkühlung.
- ** Feature-Feuerwerk:** V2L-Funktion mit 230-Volt-Steckdosen, optionaler zweiter AC-Ladeanschluss an der Hinterachse und modernes Cockpit (12,9- und 14,6-Zoll-Displays).
- Marktstart: Der Vorverkauf startet für die zweite Jahreshälfte 2027; Preise dürften schätzungsweise ab ca. 50.000 Euro beginnen.
800 Volt stellt die 400-Volt-Konkurrenz in den Schatten
Wer bislang einen rein elektrischen Großraum-Personentransporter suchte, musste kompromissbereit sein. Modelle wie der VW ID. Buzz oder die Stellantis-Garde rund um Opel Zafira Electric, Peugeot e-Traveller und Citroën ë-Spacetourer basieren ausnahmslos auf älteren 400-Volt-Architekturen. Das bedeutet in der Praxis: Bei Peak-Ladeleistungen von teils mageren 100 bis 170 kW stehen Großfamilien oder Shuttle-Fahrer auf der Langstrecke spürbar länger an der Ladesäule.
Hier setzt Kia an einem entsprechend wunden Punkt an. Der PV7 nutzt die speziell entwickelte E-GMP.S-Plattform und bringt die nochmals schneller gewordene 800-Volt-Ladearchitektur im Vergleich zu den Pkw-Modellen wie EV6 und EV9 ins Großraum-Segment.
Mit einer Peak-Ladeleistung von bis zu 350 kW pumpt der 96-kWh-Akku in nur 25 Minuten von 10 auf 80 Prozent frische Energie nach. Das ist ein echter Gamechanger für alle, die das Fahrzeug professionell oder auf Urlaubsreisen nutzen.
Besonders clever im Alltag: Auf Wunsch verbaut Kia am hinteren rechten Kotflügel einen zweiten AC-Ladeanschluss. Egal wie zugeparkt die Ladesäule in der Innenstadt steht, oder wie eng es auf dem Firmenparkplatz zugeht: das Kabel passt immer.
Cooler Innenraum mit viel Variabilität: Großraum-Luxus statt Handwerker-Muff
Mit einer Karosserielänge von 5,35 Metern bietet die Langversion des PV7 Platz satt. Die Passenger-Variante lässt sich mit bis zu neun Sitzplätzen auf vier Sitzreihen bestücken.
Dank des flachen Fahrzeugbodens verströmt die Kabine echtes Lounge-Feeling. Die Fondsitze gleiten auf einem Schienensystem, lassen sich mit wenigen Handgriffen drehen oder komplett entnehmen. Auf Wunsch öffnen die Schiebetüren elektrisch. Bei den Annehmlichkeiten orientiert sich Kia an modernen SUVs: Sitzklimatisierung in den hinteren Reihen, getrennte Klimazonen, Sonnenjalousien, USB-Ports an jedem Platz und ein großes Panoramadach werten den Personen-Transport auf.
Im Cockpit blickt der Fahrer auf eine Anzeige-Landschaft bestehend aus einem 12,9-Zoll-Digital-Tacho und einem 14,6-Zoll-Infotainmentsystem. Auf Kundenfeedback hin integrieren die Designer unterhalb des Touchscreens erfreulicherweise wieder echte Physische Direkt-Tasten für die Klimaanlage.
Antrieb und Batterien im Überblick
Unter der Haube verrichtet zum Marktstart ein 200 kW (272 PS) starker Elektromotor an der Vorderachse mit 420 Nm Drehmoment seinen Dienst. Eine Allradversion mit zweitem E-Motor sowie eine integrierte Camping-Version folgen zu einem späteren Zeitpunkt.
| Parameter | Kia PV7 Passenger (71 kWh) | Kia PV7 Passenger (96 kWh) |
|---|---|---|
| Systemleistung / Drehmoment | 200 kW (272 PS) / 420 Nm | 200 kW (272 PS) / 420 Nm |
| Antrieb | Frontantrieb (AWD folgt) | Frontantrieb (AWD folgt) |
| Bordnetz-Spannung | 800 Volt | 800 Volt |
| Akkukapazität (netto) | 71 kWh (NMC) | 96 kWh (NMC) |
| Reichweite (WLTP) | ca. 350 km | bis zu 460 km |
| Max. DC-Ladeleistung | bis zu 350 kW (10–80 % in 25 min) | bis zu 350 kW (10–80 % in 25 min) |
| Sitzplätze / Variabilität | bis zu 9 Plätze / Schienensystem | bis zu 9 Plätze / Schienensystem |
| Power-Features | V2L (230V Steckdosen) / opt. 2. AC-Port | V2L (230V Steckdosen) / opt. 2. AC-Port |
AutoScout24-Fazit: Hannover, wir haben ein Problem!
Mit dem PV7 Passenger landet Kia einen Wirkungstreffer im Segment der elektrischen Großraumlimousinen und Shuttle-Busse. Während Konzern-Rivalen wie der VW ID. Buzz beim Ladespeed an der 400-Volt-Technik festhalten und Stellantis-Vans (Zafira, Spacetourer & Co.) in Sachen Reichweite und Anmutung oft wie umgebaute Handwerker-Kastenwagen wirken, liefert Kia ein echtes High-Tech-Paket ab.
Die Kombination aus 800-Volt-Blitzladen (350 kW), 96-kWh-Akku, flexibler SUV-Lounge und praktischer V2L-Funktion setzt Maßstäbe. Der europäische Verkaufsstart ist für die zweite Jahreshälfte 2027 vorgesehen. Die Konkurrenten aus Wolfsburg und Rüsselsheim haben also noch etwas Zeit, nachzuschärfen. (Text: an | Bilder: Kia)
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