Mercedes-Maybach GLS 680: Mehr Power, beleuchteter Grill und Wadenmassage für das XL-Luxus-SUV

Mercedes-Maybach überarbeitet den GLS 680 zum Modelljahr 2027. Das Luxus-SUV erhält ein neues Maybach-Gesicht, mehr Bling und einen stärkeren elektrifizierten V8-Biturbo. Im Innenraum stehen mehr Fondkomfort, neue Massagefunktionen, MBUX Superscreen und zusätzliche Individualisierung im Mittelpunkt.

Wenn es in der Autowelt um den absoluten Gipfel des Luxus geht, spielt Vernunft selten eine Rolle. Auch deshalb lässt sich der Trend zum SUV selbst in der Champagner-Liga nicht aufhalten, wo Bentley Bentayga und Rolls-Royce Cullinan nun erneut ins Schwitzen kommen sollen. Denn Mercedes-Maybach frischt sein Gelände-Flaggschiff auf. Der Edel-Riese aus Stuttgart legt nicht nur die alte Nomenklatur ab und steigt vom GLS 600 zum mächtigen GLS 680 auf, sondern packt bei Leistung, Show-Faktor und Wohlfühl-Wellness im Fond noch einmal ordentlich eine Schippe drauf.

Design: Unübersehbarer Glamour und stehende Sterne

Der Mercedes-Maybach GLS war nie ein Auto für leise Auftritte. Der aktualisierte GLS 680 unterstreicht seine Sonderrolle an der Spitze des Mercedes-Portfolios entsprechend mit einer noch markanteren Frontpartie. Der Kühlergrill wirkt präsenter als je zuvor und kann nun mit einer komplett illuminierte Grill-Einfassung sowie leuchtendem Maybach-Schriftzug geordert werden. Das Einsteigen gleicht einer kleinen Zeremonie: Sobald die Türen entriegeln, gleiten in unter einer Sekunde anodisierte Aluminium-Trittbretter heraus, während eine LED-Projektion das Marken-Signet auf den Asphalt zaubert.

Mercedes Maybach GLS 680-12

Das Show-Gimmick der Extraklasse: Ein echtes Highlight verpacken die Schwaben in den optionalen 23-Zoll-Schmiedefelgen. Durch einen präzisen, gelagerten Mechanismus dreht sich der Mercedes-Stern in der Radnabe nicht mit, sondern bleibt selbst bei Fahrt immer perfekt aufrecht stehen, ganz wie ein unerschütterlicher Marken-Kompass. Wer es etwas klassischer mag, bekommt serienmäßig neu gestaltete 22-Zoll-Räder im Vielspeichen-Design.

Innenraum: Die fahrbare First-Class-Lounge mit Wadenmassage

Wer im Fond eines Maybach GLS Platz nimmt, reist nicht einfach. Er residiert. Für das neue Modelljahr legen die Interieur-Spezialisten der Manufaktur-Sparte die Messlatte für Entspannung noch höher.

Mercedes Maybach GLS 680-3

Die elektrisch verstellbaren Executive-Rücksitze verfügen nun erstmals über eine integrierte Wadenmassage in den Beinauflagen. Ein Feature, das man bisher nur aus der Maybach S-Klasse-Limousine kannte. Auch Fahrer und Beifahrer profitieren: Die vorderen Multikontursitze bieten ein neu entwickeltes Vibrations-Massageprogramm direkt in den Sitzkissen.

Für das passende Sounderlebnis sorgt ein aufgemöbeltes Burmester 3D-Surround-Soundsystem mit Dolby Atmos, das mit nun 15 Lautsprechern und 710 Watt Verstärkerleistung selbst feinste klassische Symphonien in Konzertsaal-Qualität in die flüsterleise Kabine zaubert.

Antrieb & Fahrwerk: V8-Biturbo mit Mildhybrid-Power

Unter der mächtigen Fronthaube arbeitet Mercedes' überarbeiteter 4,0-Liter-V8-Biturbo de4r Generation M1770 Evo, unterstützt von einem integrierten Startergenerator des 48-Volt-Mildhybrid-Systems. Er stemmt stramme 612 PS aus seinen acht Zylinder, das ist ein sattes Plus von 62 PS gegenüber dem Vorgänger. Zusammen mit den gewaltigen 850 Nm wuchtet die Maschine den schweren Allrad-Koloss in rund 4,5 Sekunden von 0 auf Tempo 100.

Mercedes Maybach GLS 680-16

Gut zu wissen, dass das adaptive Fahrwerk des knapp drei Tonnen schweren Maybach GLS blitzschnell auf Unebenheiten reagieren kann. Für Schotter oder tiefen Sand wippt das SUV im Offroad-Modus das Fahrzeug sogar automatisch frei. Allerdings: Die E-Active Body Control bleibt optional. Bei einem Maybach dieser Preisklasse sollte das beste verfügbare Fahrwerk eigentlich serienmäßig sein. Immerhin, auch mit der serienmäßigen Airmatic fährt der noble Stuttgarter nicht ganz schlecht.

Marktstart und Preise

Der neue Mercedes-Maybach GLS 680 rollt gegen Ende 2026 offiziell zu den ersten Händlern und Kunden in den USA und Europa. Offizielle Preise nennt Mercedes zwar noch nicht, doch unter der Marke von 200.000 Euro dürfte bei der gewohnt endlosen Liste an Individualisierungsmöglichkeiten kaum ein Exemplar den Verkaufsraum verlassen. (Text: an | Bilder: Mercedes-Benz)

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Alexander Nocker

Alexander Nocker verstärkt seit 2026 das AutoScout24 Magazin als freier Redakteur mit Fokus auf Antriebstechnologien. Er bringt langjährige Erfahrung im Automobiljournalismus mit und beschäftigt sich vor allem mit neuen Technologien und aktuellen Mobilitätsthemen. Auch klassische Fahrzeuge kennt und schätzt er. Privat schlägt sein Herz für sportliche Klassiker - sein Traumwagen ist ein BMW M3 E30 Sport Evolution. Aktuell fährt er einen VW ID.3 GTX Fire & Ice.

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