MG GO!: Kommt so der Mini-Jäger für 2027?

Emotionaler Befreiungsschlag für MG! Der kompakte MG GO! soll zeigen, wie ein künftiger Premium-Kleinwagen der Marke aussehen könnte. Eine Serienversion der sehr offensichtlichen Mini-Kopie wird für 2027 erwartet, möglicherweise unter dem Namen MG2.

Bislang stand die wiederbelebte Marke MG unter der Führung des chinesischen SAIC-Konzerns vor allem für eines: Solide, vernünftige Elektroautos und Plug-in-Hybride zu absolut unschlagbaren Preisen. Doch abseits des spektakulären Roadsters Cyberster fehlte es der Modellpalette oft an einer gehörigen Portion Sexappeal und Emotionalität. Das soll sich nun ändern! Beim Goodwood Festival of Speed 2026 schlägt MG mit einer spektakulären Elektro-Studien im Retro-Zukunft-Look zurück. Der charmante MG GO! soll schon 2027 den Markt der bezahlbaren Lifestyle-Stromer aufmischen.

MG GO!: Der charmante Retro-Zwerg für die City

Er ist das absolute Highlight auf dem MG-Stand: Das Concept Car MG GO!, das mit seinen knapp vier Metern sofort den unwillkürlichen „Haben-Wollen“-Reflex auslöst. Mit seinen knackigen Proportionen, den bündigen Türgriffen und den weit außen stehenden Rädern erinnert der kleine Brite optisch im ersten Moment an den modernen Mini Cooper.

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Von einer einfachen Kopie will MG-Designchef Carl Gotham jedoch nichts wissen. Das Team im Londoner Designstudio hat sich stattdessen tief in den werkseigenen Geschichtsbüchern bedient. Der GO! zitiert charakteristische Linien des legendären MGB GT aus den 60er-Jahren und schielt zeitgleich frech in Richtung des giftigen MG Metro Turbo aus den 80ern.

Insider-Fakt: Offiziell firmiert das Auto in Goodwood zwar noch als seriennahe Studie, doch hinter den Kulissen ist der sogenannte „Design Freeze“ längst gelaufen. Die Presswerkzeuge werden bereits gebaut. Wenn der kleine Stromer (der gerüchteweise als MG2 auf den Markt kommen könnte) Ende 2027 zu den Händlern rollt, wird er optisch zu 95 Prozent genau so aussehen wie dieses Concept. Er nimmt damit direkt Kurs auf Konkurrenten wie den Renault 5 E-Tech oder den Peugeot e-208.

Charakter dank des historischen Namens?

Tatsächlich wirkt der GO! eher wie eine moderne Übersetzung klassischer Kompaktproportionen. Kurze Überhänge, klare Flächen, aufrechte Haltung und eine freundliche Front sollen ihn von vielen sehr glatt gezeichneten Elektroautos abheben. Gerade in Europa könnte diese Mischung funktionieren. Käufer kleiner Elektroautos suchen nicht nur Reichweite und Preis, sondern zunehmend auch Identität.

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MG hat in den vergangenen Jahren vor allem über gute Preise, solide Technik und schnelle Modellwechsel überzeugt. Der emotionale Teil der Marke blieb dabei oft im Hintergrund. Mit dem GO! versucht MG, diese Lücke zu schließen. Das Auto soll nicht nur vernünftig sein, sondern sofort als eigenständiger Charakter wahrgenommen werden.

Technik, Preis und Marktstart bleiben unklar

Technische Daten nennt MG bislang nicht. Unklar bleiben also Batteriegröße, Reichweite, Ladeleistung, Plattform und Motorisierung. Auch der Innenraum wurde noch nicht gezeigt. Für eine mögliche Serienversion dürfte aber entscheidend sein, ob MG den GO! preislich unterhalb des MG4 positionieren kann. Genau dort könnte ein MG2 für Europa interessant werden. (Text: an | Bilder: MG Motor)

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Alexander Nocker

Alexander Nocker verstärkt seit 2026 das AutoScout24 Magazin als freier Redakteur mit Fokus auf Antriebstechnologien. Er bringt langjährige Erfahrung im Automobiljournalismus mit und beschäftigt sich vor allem mit neuen Technologien und aktuellen Mobilitätsthemen. Auch klassische Fahrzeuge kennt und schätzt er. Privat schlägt sein Herz für sportliche Klassiker - sein Traumwagen ist ein BMW M3 E30 Sport Evolution. Aktuell fährt er einen VW ID.3 GTX Fire & Ice.

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