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Internationaler Führerschein

Im Ausland mit dem Auto fahren, geht das überhaupt so einfach? Ja, dazu musst du oft nur den Internationalen Führerschein beantragen. Hier erfährst du, wie das geht und wo diese Art des Führerscheins verpflichtend ist.

Was ist der internationale Führerschein?

Wichtigste Information vorab: der Internationale Führerschein, ein kleines Papierheft mit mehreren Seiten, gilt nur in Verbindung mit deinem nationalen Führerschein. Du kannst ihn quasi als Übersetzung deiner Fahrerlaubnis sehen, sodass Fahrzeugklassen und Fahrerlaubnis auch im Ausland problemlos verstanden und somit geprüft werden können.

Wie lange ist der Internationale Führerschein gültig?

Gültigkeit und Umfang variieren je nachdem, auf welcher Grundlage der Internationale Führerschein ausgestellt wird, ob nach Wiener Straßenverkehrsabkommen von 1968 oder nach dem Genfer Abkommen von 1926. Erstere Variante ist gängiger und hat eine Gültigkeitsdauer von drei Jahren. Nur ein Jahr hingegen gilt ein Internationaler Führerschein nach dem Genfer Abkommen.

Internationaler Führerschein – wo und wie beantragen?

Einen Internationalen Führerschein beantragst du ganz einfach über die Straßenverkehrsbehörde bzw. Führerscheinstelle deines Wohnortes. Folgendes musst du mitbringen:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Aktueller Führerschein
  • Biometrisches Passfoto

Was kostet der Internationale Führerschein?

Die Beantragung des Internationalen Führerscheins kostet 15-20 Euro. Zusätzliche 25 Euro solltest du einrechnen, wenn du noch einen alten grauen oder rosa Führerschein hast. Denn diesen muss man bei Beantragung des Internationalen Führerscheins erst in einen EU-Kartenführerschein tauschen. Dazu bringst du dann ein weiteres biometrisches Passfoto mit. Auch kann es sein, dass du bei rosa und grauen Führerscheinen eine Karteikartenabschrift der ausstellenden, nicht ortsansässigen Führerscheinstelle einholen musst.

Achtung bei Online-Angeboten!

Hierbei handelt es sich nicht um autorisierte Stellen, die internationale Führerscheine ausstellen dürfen.

Welchen Führerschein in Europa?

Innerhalb der EU-Länder hast du mit egal welchem gültigen Führerschein – ob rosa, grau oder EU-Kartenführerschein – keine Probleme. Außerhalb der EU ist dein nationaler oder EU-Führerschein außerdem in diesen Ländern gültig:

  • Norwegen
  • Island
  • Liechtenstein
  • Serbien
  • Türkei
  • Bosnien-Herzegowina
  • Schweiz

Empfohlen wird aber zusätzlich der Internationale Führerschein in:

  • Russland
  • Albanien
  • Ukraine
  • Belarus (Weißrussland)
  • Moldau

Außerhalb Europas: Internationalen Führerschein mitführen

Fährst du im außereuropäischen Ausland Auto, ist ein neben dem EU-Kartenführerschein ein Internationaler Führerschein grundsätzlich zu empfehlen. Zwar wird der EU-Führerschein nicht unbedingt abgelehnt, aber auf Nummer sicher gehen ist nie verkehrt, wenn man eine so große Reise unternimmt. Hier die Besonderheiten für beliebte Reiseziele:

Land Internationaler Führerschein Besonderheit
USA, Kanada empfohlen
Australien, Neuseeland empfohlen Nationaler Führerschein mit beglaubigter Übersetzung akzeptiert
Thailand verpflichtend Nach Genfer Abkommen
3 Monate erlaubt
Japan empfohlen Japanische Übersetzung des nationalen Führerscheins erforderlich
Indonesien verpflichtend
Mexiko empfohlen

In vielen Ländern der Welt hat man mit dem Internationalen Führerschein keine Probleme, vor allem in Ländern mit viel Tourismus. In Afrika sind das beispielsweise Kenia, Marokko, Südafrika, Tunesien, Ägypten oder Algerien. Auch viele Länder in Zentral- und Südamerika, wie Brasilien, Costa Rica, Argentinien oder Kuba haben sich auf den Internationalen Führerschein eingestellt. Doch da es immer wieder Besonderheiten gibt (in Bolivien beispielsweise muss der Internationale Führerschein erst von einer Behörde abgestempelt werden), lohnt sich vor Reiseantritt ein Besuch auf den Seiten des jeweiligen Auswärtigen Amtes. Hier erhältst du immer die gültigen, aktuellen Regelungen.

Häufig gestellte Fragen

Ja, der Internationale Führerschein wird sofort ausgestellt. Besitzt du keinen EU-Führerschein, musst du diesen gleichzeitig beantragen. Hier kannst du hingegen mit bis zu 6 Wochen Bearbeitungsdauer rechnen.

Kein Problem haben Inhaber von Führerscheinen aus EU und EWR-Staaten. Auch Personen aus Drittländern, sprich außerhalb von EU oder EWR, können für sechs Monate in Deutschland fahren. Wer langfristig bleibt, kommt aber über eine Umschreibung der Fahrerlaubnis nicht herum. Manchmal ist dafür sogar eine in Deutschland absolvierte theoretische und/oder praktische Prüfung (ohne Fahrschulausbildung) erforderlich.

Das lässt sich nicht allgemeingültig beantworten, da die geltenden Regelungen je nach Abkommen variieren. Nähere Informationen erfragst du am besten in der Führerscheinbehörde deines Wohnortes, also dem Ort, an dem du gemeldet bist.

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