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Fokus: Fahranfänger
Fokus: Fahranfänger

Autoversicherung für Fahranfänger: Das musst du wissen

Eine Autoversicherung für Fahranfänger ist häufig teuer. Welche monatlichen Kosten auf einen zukommen, was Prozente mit Versicherungen zu tun haben, wie die Versicherung durch Tipps und Tricks günstiger wird und mehr erklärt dieser Ratgeber.

Autoversicherung für Fahranfänger: Dos and Don’ts

Das erste eigene Auto ist für viele Fahranfänger ein Highlight. Die Auswahl ist riesig und die Entscheidung kann schwer fallen, vor allem, hinsichtlich verschiedener Faktoren wie Höchstgeschwindigkeit, Antrieb, Größe und Co.. Um die Entscheidung noch schwieriger zu gestalten, mischt sich zusätzlich auch noch der Faktor der perfekten Autoversicherung mit ein. Denn die Auswahl des Traumautos kann die Art der abzuschließenden Autoversicherung beeinflussen – auf die Versicherung zu verzichten ist jedoch keine Alternative. Um dich, dein Auto und vor allem dein Portemonnaie im Schadensfall oder bei einem Unfall zu schützen, ist eine Versicherung dringend notwendig. Wie sich bares Geld sparen lässt und welche Autoversicherung am besten zu dir passt, erklärt dieser Ratgeber.

Warum ist eine Autoversicherung wichtig und welche Varianten gibt es?

Eine Autoversicherung ist für jedes angemeldete Auto Pflicht. Die Mindestanforderung ist eine Kfz-Haftpflichtversicherung. Darüber hinaus kann eine Teilkasko- oder eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen werden. Doch worin unterscheiden sich diese drei Varianten der Autoversicherung?

  1. Kfz-Haftpflicht: Sie deckt nur die Schäden des anderen ab.
  2. Teilkasko: Diese Versicherungen deckt zusätzlich bestimmte eigene Schäden ab.
  3. Vollkasko: Diese Versicherung deckt alle eigenen und fremden Schäden ab.

Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist das absolute Minimum in Sachen Autoversicherung – ohne sie wird das Auto nicht zugelassen. Eine Kfz-Haftpflichtversicherung versichert nicht Fahranfänger und deren Autos, sondern die anderen Personen, denen im Straßenverkehr möglicherweise ein Schaden zugefügt wird. Wenn ein Fahranfänger einen Unfall verursacht, deckt die Kfz-Haftpflicht in diesem Falle nur den Sach- oder Personenschaden der anderen beteiligten Person ab, nicht aber den des Fahranfängers.

Eine Kfz-Teilkaskoversicherung hingegen versichert über die Leistungen der Haftpflichtversicherung hinaus bestimmte Schäden, die an einem Auto auftreten können. Der genaue Umfang an Schäden variiert je nach Anbieter. Üblicherweise zählen dazu Schäden durch:

  • Diebstahl
  • Feuer oder Explosion
  • Sturm
  • Blitzeinschlag
  • Hagel
  • Marderschaden und Wildunfälle

Glasbruch zählt ebenfalls dazu und kommt dabei wohl am häufigsten vor. Ein klassisches Beispiel wäre: Die Versicherung übernimmt die Reparaturkosten für einen Steinschlag in der Windschutzscheibe. Diese zusätzlichen Leistungen machen die Kfz-Teilkaskoversicherung teurer als die reine Haftpflichtversicherung.

Am besten versichert sind Fahranfänger mit einer Kfz-Vollkaskoversicherung. Als teuerste Versicherungsvariante deckt sie jegliche Personen- und Sachschäden von dir, deinem Auto und der anderen beteiligten Unfallpartei ab.

Vorsicht: Der Haken einer Kaskoversicherung

Versicherungen wären keine Versicherungen, wenn es gerade bei den Kaskoversicherungen nicht den ein oder anderen Haken gäbe. So steigen viele Kaskoversicherungen aus, wenn ein Unfall durch grobe Fahrlässigkeit verursacht wird. Dazu zählen Dinge wie das Überfahren einer roten Ampel oder einer Stopptafel. In manchen Verträgen sind solche Fälle dennoch abgedeckt. Falls nicht, kannst du dich hier mit einer kleinen Zusatzversicherung absichern.

Welche Versicherungsform ist die beste und günstigste für Fahranfänger?

Die Entscheidung, welche Autoversicherung am besten passt, ist abhängig von zwei primären Faktoren:

  1. Welche Kosten können monatlich abgedeckt werden?
  2. Ist es im Falle eines Unfalls möglich, die Kosten zu tragen, um das eigene Auto selbstständig zu ersetzen oder zu reparieren?

Gerade in jungen Jahren sind die Kosten eines Autos plus Versicherung ein teurer Spaß. Im Endeffekt gilt es abzuwägen, welche finanziellen Ressourcen monatlich für das Auto zur Verfügung stehen. Wenn nur die günstigste Autoversicherung und die Kfz-Haftpflicht im Budget liegen, dann ist das so. Beim Fahren ist dann aber besondere Vorsicht geboten, weil mögliche Reparaturen im Schadensfall eine große Kerbe in das Portemonnaie schlagen könnten.

Wer sich eine Kfz-Teilkaskoversicherung leisten kann, zahlt monatlich zwar höhere Beiträge, ist im Schadensfall aber besser versichert und müsste nicht zu tief in die Tasche greifen. Bei einer Vollkaskoversicherung wird im Vorhinein viel investiert, das Auto ist aber top versichert und auch kleine Reparaturen und Schäden, die sich im Alltag schnell aufsummieren können, werden von der Versicherung übernommen.

Die Entscheidung, die es zu treffen gilt, lautet also: Kann ich es mir leisten, monatlich mehr in mein Auto zu investieren und besser versichert zu sein oder investiere ich monatlich weniger und hoffe auf möglichst wenige Schäden beziehungsweise genug Geld in der akuten Situation, in der es zum Schaden kommt?

Angenehmer ist erstere Variante – realistisch gesehen müssen aber vor allem junge Menschen ohne finanzielle Unterstützung auf Letzteres setzen.

Die Rolle des Autos bei der Wahl der Versicherung

Das Auto als Entscheidungsfaktor für die richtige Versicherungsart ist immer zu berücksichtigen. Die entscheidende Rolle spielt hierbei das Alter des Autos: Denn eine Kaskoversicherung deckt nur den Zeitwert des Autos ab.

Das bedeutet, dass die Versicherung nur so viel zahlt, wie das Auto zum Zeitpunkt des Unfall oder Schadensfall wert war. Umso älter das Auto, desto weniger Sinn macht es, den deutlich höheren Preis für eine Kaskoversicherung zu bezahlen. So lohnt sich eine Vollkaskoversicherung in den meisten Fällen nur in den ersten fünf Jahren des Autobesitzes. Ein paar weitere Jahre kann eine Teilkasko noch sinnvoll sein. Sobald der Schadenswert nach einem Unfall höher ist als der Wert des Autos, lohnt sich eine Kaskoversicherung definitiv nicht mehr.

Tipp: Kaskoversicherungen und alte Autos

Je älter das Auto, desto weniger rentiert sich eine Kaskoversicherung, da sie immer nur den Wert zahlt, den das Auto zum Zeitpunkt des Unfalls hatte. Wenn der Schadenswert höher liegt als der Autowert bringt, verhindert auch eine Kaskoversicherung den Griff ins Portemonnaie nicht mehr.

Monatliche Kosten einer Autoversicherung für Fahranfänger

Fahranfänger zahlen bei einer Autoversicherung meist den Höchstsatz, weil sie als größere Gefährder als langjährig erfahrene Fahrer gelten. Fahranfänger unter 23 Jahren haben statistisch gesehen beispielsweise das höchste Schadensrisiko. Über mehrere Jahre kann der Preis einer Autoversicherung langsam sinken. Pro unfall- und schadenfreiem Jahr lässt sich eine bessere Schadenfreiheitsklasse erreichen. Die Schadenfreiheitsklassen reichen von Klasse null bis Klasse 50 – null und eins sind hierbei die teuersten und die Klassen, in die vor allem junge Fahranfänger eingeteilt sind.

Monatliche Kosten können zwischen 80 Euro und bis über 200 Euro liegen – das sind Kosten, die teilweise bis zu 260 Prozent über den regulären Beitragskosten liegen. Eine Versicherung ist damit in der Budgetierung des Autokaufs als Fahranfänger unbedingt mit einzurechnen.

Möglichkeiten, als Fahranfänger bei der Autoversicherung zu sparen

Der wichtigste Punkt, mit dem sich bei der Autoversicherung Geld sparen lässt, ist der Schadenfreiheitsrabatt. Aufgeteilt in Schadenfreiheitsklassen verbessert sich der persönliche Rabatt mit jedem Jahr ohne Schaden. Am Beginn steht die Schadenfreiheitsklasse SF0. Mit ihr ist der höchste Versicherungsbeitrag fällig. Um Geld zu sparen, ist es also das Ziel eines jeden Fahrers, eine möglichst hohe Klasse zu erreichen. Hier einige Tipps, um von Anfang an mit einer höheren Schadenfreiheitsklasse zu starten:

  1. Versicherungsstufe von Roller oder Mofa mitnehmen: Wer bereits mehrere Jahre unfallfrei mit dem Roller oder Mofa unterwegs war, kann die Klasse aus dieser Versicherung mitnehmen.
  2. Zweitwagenregelung: Man kann das eigene Auto beim bestehenden Versicherungsvertrag der Eltern als Zweitwagen versichern lassen. Der Fahranfänger wird als Fahrer angeführt. Dabei gewähren Versicherungen üblicherweise den Einstieg in Klasse ein bis zwei, manchmal sogar SF3. Aber Achtung: Auf die Stufe des ersten eigens versicherten Autos hat das keine Auswirkungen.
  3. Führerscheinregelung: Wer bereits länger als drei Jahre den Führerschein besitzt, kann direkt in der Klasse SF 1-2 einsteigen.
  4. Rabattübertragung: Ein wahrer Klassiker ist die Rabattübertragung. Dabei ist es möglich, die Schadenfreiheitsklassen von nahen Verwandten zu übernehmen, wenn zum Beispiel die Großeltern ihr Auto aufgeben. Es lassen sich allerdings nur so viele Klassen übernehmen, wie tatsächlich hätten erfahren werden können. Zudem ist eine Rabattübertragung nicht mehr rückgängig zu machen.

Geld sparen durch das Weglassen der Unfallinsassenversicherung

Manche Versicherungen versuchen, eine Unfallinsassenversicherung schmackhaft zu machen. Damit sind die Insassen zusätzlich versichert, wenn ein Unfall passieren sollte – auch wenn der Fahranfänger der Schuldige ist. Das klingt nach einer guten Sache, hat jedoch wenig Sinn.

Sollte der Fahranfänger der Unfallverursacher sein, bekommen die Insassen in jedem Fall schon Geld durch die Haftpflichtversicherung. Wenn der andere Fahrer den Unfall verursacht haben sollte, muss seine Haftpflichtversicherung die Insassen entschädigen.

Aus diesen Gründen ist ganz klar von einer solchen Zusatzversicherung abzuraten – es spart Geld.

Beitrag senken durch Selbstbeteiligung

Durch eine Selbstbeteiligung im Schadensfall lassen sich die Kosten einer Versicherung senken. Bei der Selbstbeteiligung sehen die Angebote der jeweiligen Versicherungen sehr unterschiedlich aus. Üblicherweise liegt die Selbstbeteiligung zwischen 150,00 Euro und 300,00 Euro.

Monatliche vs. jährliche Zahlungen

Monatliche oder jährliche Zahlung? Diese Frage stellt sich bereits, wenn es um Mitgliedschaften bei Fitnessprogrammen, Sprachlernsoftware & Co. geht. Bei der jährlichen Zahlung erhalten Fahranfänger gewisse Preisvorteile. Dieses Modell ist keine neue Erfindung. Bei Autoversicherungen ist die Praxis schon lange ein wichtiger Bestandteil, um den Versicherungsbeitrag etwas zu senken.

Worauf achten Versicherungen bei Fahranfängerautos?

Was möchte eine Versicherung? Möglichst viele Kunden, möglichst hohe Einnahmen und ein möglichst geringes Risiko, um für weniger Schäden aufkommen zu müssen. Um diese Punkte gut zu erfüllen, gibt es einige Merkmale, auf die Versicherungen bei Autos von vor allem Fahranfängern achten:

  • möglichst neue Autos
  • Sicherheitssysteme wie ESP, ABS & Co
  • Kompaktklasse > Kleinstwagen
  • keine Oberklassemodelle
  • möglichst kleine Motorisierung
  • Gebrauchtwagen: maximal vier bis sechs Jahre alt
  • keine Unfallwagen oder hohe Kilometerzahlen

Kompaktwagen werden beispielsweise vor Kleinwagen bevorzugt, weil sie eine größere Knautschzone mit sich bringen und so einen besseren Schutz vorweisen. Weiterhin sind sie häufig mit mehr und besseren Sicherheitssystemen ausgestattet als Kleinwagen. Die Denkweise setzt sich jedoch nicht bis zur Oberklasse fort. Von großen und teuren Autos für Fahranfänger sind Versicherungen wenig begeistert, da sie meistens einen hohen Wert haben und schwerer zu lenken sind. Das erhöht die Unfallrisiken.

Auch die Typklassen sind zu beachten: Versicherungen stufen alle Automodelle in bestimmte Typklassen ein. Eine höhere Typklasse bedeutet einen höheren Beitrag. Gerade bei den typischen Fahranfängerautos lohnt sich ein Vergleich der Typklassen. Denn hier holen sich Versicherungen manchmal gezielt höhere Beiträge, indem sie besonders häufig gewählte Modelle in höhere Typklassen einstufen. Beispiele dafür sind häufig der VW Polo oder der Fiat Punto. Stattdessen sind ähnliche Modelle wie der Ford Fiesta, Kia Ceed, Audi A3 oder Toyota Corolla zu wählen.

Fazit: Autoversicherungen für Fahranfänger sind teuer, es geht aber auch günstiger

Vor dem Kauf eines Autos ist wirklich gut durchzurechnen, ob alle damit einhergehenden Kosten auch gedeckt werden können. Gerade Versicherungen schlagen in den Portemonnaies von Fahranfängern häufig ein. Mit der Auswahl des richtigen Wagens, der auch die Anforderungen der Versicherungen erfüllt und dem Beachten der Tipps und Tricks (Selbstbeteiligung, jährliche Zahlungen usw.) lässt sich aber auch bei diesem kostspieligen Punkt sparen.

Häufig gestellte Fragen zur Autoversicherung für Fahranfänger

Für viele Versicherungen zählen junge Fahrer ab 18 Jahren bis circa 23 oder 24 Jahren zu Fahranfängern. Je mehr Jahre der Fahranfänger unfallfrei fährt, desto besser.

Versicherungen sind für Fahranfänger teuer, da sie meistens in die niedrigsten Schadenfreiheitsklassen eingeteilt sind. Im Schnitt zahlen Fahranfänger für ihre Versicherung zwischen 80 Euro bis über 200 Euro im Monat. Je nach Versicherungstyp und Versicherer unterscheiden sich die Preise.

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