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Auto überbrücken

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Unser Starthilfe-Ratgeber zeigt dir, wie du dein Fahrzeug erfolgreich startest, wenn die Autobatterie leer ist. Inklusive praktischem How-to-Starthilfe-Video und allen wichtigen Schritten zusammengefasst in einem Infoblatt zum Herunterladen und Mitnehmen.

Video: Starthilfe geben


Auto überbrücken – so geht's richtig

Besonders wichtig ist es, bei der Starthilfe die richtige Reihenfolge zu beachten.

  1. Stell sicher, dass die Spenderbatterie ausreichend Energie führt und die Autos dicht nebeneinander, jedoch ohne Kontakt stehen.
  2. Motor ausschalten und Gang beim Spenderfahrzeug herausnehmen, Handbremse anziehen.
  3. Alle Verbraucher wie Klimaanlage, Lüftung, Licht, Radio ausschalten.
  4. Das rote Kabel an den Pluspol der Spenderbatterie, das andere Ende an den Pluspol der leeren Batterie klemmen.
  5. Schwarzes Kabel an den Minuspol der Spenderbatterie, das andere Ende im Motorraum des Pannenfahrzeugs an einen Massepunkt klemmen (wichtig: an ein unlackiertes Metallteil, z.B. am Motorblock, keinesfalls an den Minuspol!).
  6. Motor des Spenderautos anlassen, danach Motor des Empfängerautos, im Spenderfahrzeug etwas Gas geben.
  7. Starterkabel in umgekehrter Reihenfolge entfernen: zuerst schwarz vom Spenderauto und dann vom Pannenauto, anschließend das rote Kabel.
  8. Etwa eine Stunde fahren, damit sich die leere Batterie wieder auflädt.

Zusätzliche Warnhinweise

Zuallererst ins Betriebshandbuch deines Fahrzeugs schauen. Dort findest du Informationen zu den Polen und der Spannung deines Wagens. Die Bordspannung der beiden Fahrzeuge muss gleich sein. In der Regel hat ein Kfz eine Bordspannung von 12 Volt. Ansonsten riskierst du Schäden an der Elektrik des Pannenfahrzeugs. Falls die Spannung des Helferfahrzeugs nicht mit der des Pannenautos übereinstimmt, rufe den Pannendienst.

Überbrückungskabel: Da es einer Spannung von mehreren Volt standhalten muss, solltest du beim Kauf eines Starthilfekabels auf den Fachhandel setzen. Achte darauf, dass das Überbrückungskabel dick genug ist. Starthilfekabel der DIN-Norm 72.553 oder der ISO-Norm 6722 sind ausreichend.

Stelle sichern: Bist du liegen geblieben, sichere die Stelle erst einmal mit einem Warndreieck und Warnblinklicht und ziehe eine Warnweste an, während du die Starthilfe durchführst.

Korrekte Reihenfolge: Beachte beim Anklemmen und Abnehmen der Kabel unbedingt die Reihenfolge. Außerdem sollte das schwarze Kabel niemals an den Minuspol des Pannenfahrzeugs angeklemmt werden. Im schlimmsten Fall kommt es sonst zu einem Kurzschluss oder Funkenflug mit Brandgefahr.

Schaden vorbeugen: Suche dir im Pannenfahrzeug als Massepunkt eine Stelle am Motor aus, die nicht mit einer Lackierung versehen ist. Die Starthilfekabel müssen in ausreichendem Abstand von Zahnriemen, Keilriemen und den Lüftern angebracht werden. Andernfalls können diese Bauteile Schaden nehmen.

Anzahl der Versuche: Von zu vielen Startversuchen wird abgeraten, maximal empfohlen werden fünf Versuche, die je höchstens 15 Sekunden dauern.

Neue Batterie besorgen: Wenn dein Auto einmal überbrückt werden musste, solltest du in absehbarer Zeit eine neue Autobatterie kaufen. Benötigst du eine Standardgröße, kannst du diese direkt beim ADAC kaufen und direkt vor Ort einbauen lassen.

Wann Starthilfe nicht funktioniert

Nicht in jedem Fall lässt sich das Auto per Starthilfe zünden. Dafür können dann folgende Ursachen infrage kommen:

Der Kraftstofftank ist leer. In diesem Fall musst du dich abschleppen lassen. Das Auto zu überbrücken, klappt in diesem Fall nicht. Alternativ kannst du vielleicht einen Kanister Kraftstoff organisieren und etwas nachtanken.

Wenn der Anlasser kaputt ist, ist es ebenfalls nicht möglich, Starthilfe zu geben. Denn bei der Starthilfe wird lediglich die Autobatterie überbrückt. Ein defekter Anlasser lässt sich jedoch nicht überbrücken.

Springt das Fahrzeug nicht an, kann auch ein Motorschaden vorliegen. Dies lässt sich aber nicht unbedingt an Ort und Stelle feststellen. Sollte das Überbrücken keinen Erfolg bringen, kannst du den ADAC oder einen anderen Automobildienst anrufen, der deinen Wagen in eine Werkstatt oder nach Hause abschleppt.

In folgender Grafik findest du die wichtigsten Informationen auf einen Blick.

Starthilfe geben

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Auto Starthilfe mit Powerbank

Praktisch, weil man kein zweites Fahrzeug braucht, ist die Starthilfe via Powerbank. Eine Powerbank bekommst du in jedem Fachhandel oder in entsprechenden Online-Shops. Achte beim Kauf einer Starthilfe-Powerbank besonders auf zwei Angaben: den Spitzenstrom und die Kapazität des Geräts. Neben den Ampere- bzw. Milliampere-Stunden solltest du vor dem Kauf auch den Hubraum deines Wagens prüfen. Je nach Größe des Motors benötigst du entsprechend viel Leistung. Lies dir die Produktdetails der Powerbank in Ruhe durch, dort findest du alle Informationen, die du benötigst, um das passende Gerät für deinen Wagen zu finden. Auch Online-Bewertungen können dir bei der Wahl für die richtige Starthilfe-Powerbank behilflich sein.

Lagerung der Starthilfe-Powerbank

Grundsätzlich empfiehlt es sich, eine solche Starthilfe-Powerbank in der Garage zu verstauen. Die Lagerung im Auto kann wegen der schwankenden Außentemperaturen problematisch sein – von Minusgraden bis zu über 60 Grad Celsius im Hochsommer, wenn das Fahrzeug in der prallen Sonne steht. Insbesondere Minusgrade machen dem Lithium-Polymer-Akku zu schaffen: Die Akkuleistung der Batterie kann schnell auf wenige Prozent sinken. Dies wiederum verhindert die erfolgreiche Starthilfe mit der Powerbank. In der Wohnung oder Garage ist die Powerbank daher besser aufgehoben. Wenn du die Powerbank im Auto mitführen möchtest, achte auf eine isolierte Verpackung. Die ideale Temperatur zur Lagerung der Powerbank beträgt Zimmertemperatur.

Auto überbrücken: Starthilfe mit der Powerbank

Ebenso wie bei der Starthilfe mit dem Überbrückungskabel musst du auch bei der Starthilfe mit der Powerbank im ersten Schritt deinen Standort absichern – insbesondere, wenn dein Auto im Straßenverkehr liegen geblieben ist. Ein Blick in die Bedienungsanleitung der Powerbank ist ebenfalls ratsam. Folgende Schritte sind bei Überbrückung deines Autos per Starthilfegerät zu beachten:

  1. Handbremse anziehen; beim Automatik-Fahrzeug die „P“-Stellung (Parken) wählen.
  2. Motorhaube des Fahrzeugs öffnen und fixieren.
  3. Starthilfe-Powerbank einschalten.
  4. Kabel bzw. Klemmen in der richtigen Reihenfolge anbringen: Zunächst das rote Kabel am Pluspol befestigen und dann das schwarze Kabel am Minuspol.
  5. Sicherstellen, dass die beiden Kabel sich während der Starthilfe nicht berühren.
  6. Motor des Fahrzeugs anschalten – es sollte nun anspringen.
  7. Kabel wieder in umgekehrter Reihenfolge entfernen: erst schwarz, dann rot.

Wenn du einige Punkte beachtest – qualitativ hochwertige Starthilfekabel, dieselbe Bordspannung bzw. ausreichend Spitzenstrom sowie Kapazität der Starthilfe-Powerbank und natürlich die richtige Reihenfolge bei der Umsetzung – solltest du ganz schnell wieder mobil sein. Hast du weder ein Überbrückungskabel und ein passendes Spenderfahrzeug oder eine Powerbank zur Hand, findest du hier einen Überblick über alle Pannenhilfe-Telefonnummern auf einen Blick.

Häufig gestellte Fragen

Entsprechende Geräte gibt es im Fachhandel zu kaufen. Allerdings wird die Benutzung nicht empfohlen, da die Methode nicht zuverlässig ist und teils lange Motorlaufzeiten erfordert, die nur der Umwelt schaden.

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