Wendekreis beim Pkw – Funktionsweise und Berechnung

Der Wendekreis eines Autos ist im Fahr-Alltag von großer Bedeutung. Wie sie ihn berechnen können und weitere Infos zum Wendekreis erfahren Sie hier.

Der Wendekreis definiert das Äußere der Kurve

Ein jedes Fahrzeug zeichnet bei einer 360-Grad-Wende einen äußeren und einen inneren Kreis. Der äußere Kreis wird von den Rädern gezogen, die sich auf der Fahrerseite befinden. Darüber hinaus gibt es einen inneren Kreis. Diesen definieren die Räder, die sich auf der Beifahrerseite des Fahrzeugs befinden.

Bei einer Kreisfahrt können Sie für jeden Pkw individuell den Wendekreis ermitteln, unabhängig davon, ob es sich um einen Van oder einen Kleinstwagen handelt. Der kleinste Wendekreis ist gleichbedeutend mit dem höchsten Lenkeinschlag, den die Achsen ermöglichen. Er ist wichtig, wenn Sie das Fahrzeug einparken möchten oder wenn es notwendig ist, auf der Straße zu wenden. Der Wendekreis ist ein Durchmesser. Sie können ihn theoretisch ausmessen, wenn Sie mit dem Auto im Sand einen scharfen Kreis fahren. Die Berechnung ist jedoch auch möglich. Den Spurkreis berechnen Sie mit der Formel D = 2 * L / sin α. Dabei bezeichnet "D" den Durchmesser des Spurkreises, "L" den Radstand und "α" den Winkel, den die Räder einschlagen.

Der Pkw-Spurkreis ist in der StvO vorgegeben

Ein Fahrzeug mit einem kleinen Wendekreis ist besser zu fahren als eines, das einen größeren Spurkreis hat. Dies betrifft vor allem Fahrten auf engem Raum, zum Beispiel in der Stadt. Nicht nur beim Wenden des Fahrzeugs oder bei einer Kreisfahrt, etwa auf einem Gelände, ist ein kleiner Wendekreis von Vorteil. Auch beim Einparken haben Sie es mit einem höheren Lenkeinschlag einfacher, das Fahrzeug zu handhaben.

Die Hersteller geben bei ihren Fahrzeugen einen sogenannten Karosseriewendekreis an. Dieser beträgt bei einem Pkw zehn bis zwölf Meter. Dabei hat ein Kleinstwagen beim Lenkeinschlag einen kleineren Durchmesser als ein Mittelklassewagen. Dies hängt unter anderem mit dem größeren Radstand der Fahrzeuge zusammen. Im § 32 der Straßenverkehrsordnung wurde festgelegt, dass Pkws mindestens einen Wendekreis von 12,5 Metern fahren müssen. Andernfalls ist eine Straßenzulassung nicht möglich. Grund für diese Vorschrift sind Kreisverkehre und Kurven, die ein Pkw mit ausreichendem Abstand zum Straßenrand oder zur Bordsteinkante passieren können muss. Für Lkws, Busse und andere Großfahrzeuge gelten andere Vorschriften. Die Werte, die Sie erhalten, wenn Sie den Spurkreis größerer Fahrzeuge berechnen, liegen weit über zwölf Metern. Damit enge Straßen passiert werden können, ist es notwendig, dass die hinteren Achsen mitlenken. Auf diese Weise kann der Wendekreis bei größeren Fahrzeugen verringert werden.

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