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Leergewicht, Gesamtgewicht und Achslast – Was ist zu beachten?

Um die Verkehrssicherheit und auch die eigene Sicherheit zu gewährleisten, darf dein Fahrzeug nicht überladen sein. Was die Begriffe Leergewicht, Gesamtgewicht und Achslast genau bedeuten und was zu beachten ist, behandelt unser Ratgeber im Folgenden.

Was ist das Leergewicht eines Fahrzeugs?

Der Begriff Leergewicht bezeichnet das Gewicht, das ein betriebsfähiges Auto auf die Waage bringt. Ein Synonym für diesen Begriff ist Leermasse. Folgende Elemente des Fahrzeugs sind im Leergewicht enthalten:

  • Das Gewicht der Karosserie und der Autoteile
  • 75 Kilogramm als Fahrergewicht
  • Ein zu 90 Prozent gefüllter eingebauter Kraftstoffbehälter
  • Für den Betrieb notwendige Flüssigkeiten wie das Motoröl, die Kühlflüssigkeit, die Bremsflüssigkeit und das Scheibenwischwasser (alle zu 100 Prozent gefüllt)
  • Ausrüstungsteile, die man laut Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) mitführen muss, wie ein Verbandskasten, das Warndreieck sowie eine Warnweste.

Wer sein Auto nach 2005 gekauft hat, findet das Leergewicht in der Zulassungsbescheinigung I in der Zeile G. Wer sein Fahrzeug vor Oktober 2005 gekauft hat und es seitdem nicht abgemeldet hat, findet das Leergewicht im Fahrzeugschein unter Punkt 14.

Warum ist das Leergewicht eines Fahrzeugs relevant?

Das Leergewicht ist wichtig, da es Auswirkungen auf das zulässige Gesamtgewicht eines Fahrzeugs hat.

Was ist das Gesamtgewicht eines Fahrzeugs?

Das Gesamtgewicht eines Autos setzt sich aus dem Leergewicht und der Zuladung zusammen. Es beinhaltet also alle Anbauteile und das Zubehör, das in der Leermasse definiert ist. Hinzu kommt beispielsweise das Gewicht der Insassen, des Gepäcks, des Dachkoffers oder die Fahrzeuge am Heck.

Was ist das zulässige Gesamtgewicht eines Fahrzeugs?

Das zulässige Gesamtgewicht (Synonym: zulässige Gesamtmasse) setzt sich aus dem Leergewicht und der maximal erlaubten Zuladung zusammen und ist vom Hersteller im Fahrzeugschein angegeben. Um die Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten, darf das zulässige Gesamtgewicht nicht überschritten werden – die Polizei führt oft Verkehrskontrollen durch, bei denen die Zuladung von Fahrzeugen geprüft wird.

Das zulässige Gesamtgewicht ist außerdem wichtig, um festzustellen, welches Fahrzeug man fahren darf. Wer seinen Pkw-Führerschein vor 1999 gemacht hat, ist im Besitz der Fahrerlaubnisklasse 3 und darf damit Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von bis zu 7,5 Tonnen fahren. Mit einem solchen Führerschein darf das zulässige Gesamtgewicht bei einem Gespann sogar 18,7 Tonnen betragen.

Fahrer können das zulässige Gesamtgewicht in der Zulassungsbescheinigung Teil I in der Zeile F finden. Im alten Fahrzeugschein steht die zulässige Gesamtmasse unter der Ziffer 15.

Das zulässige Gesamtgewicht eines Autos darf auf keinen Fall überschritten werden!

Ein überladenes Auto gefährdet die Verkehrssicherheit. Autofahrer müssen in Deutschland mit einem Bußgeld von bis zu 235 Euro plus einen Punkt in Flensburg bei Überladung rechnen. Im Ausland können die Strafen sogar noch viel höher ausfallen.

Wie kann ich die maximale Zuladung eines Fahrzeugs berechnen?

Fahrer können die maximale Zuladung selbst berechnen, indem sie das Leergewicht vom zulässigen Gesamtgewicht abziehen. So finden sie heraus, mit wie viel zusätzlichem Gewicht sie das Fahrzeug beladen können.

Das Gewicht eines Anhängers zählt nicht zu dem Gesamtgewicht eines Fahrzeugs. Es ist jedoch wichtig, die maximal zulässige Anhängelast einzuhalten. Das ist die maximal zulässige Last, die ein Fahrzeug hinter sich herziehen darf. Autofahrer sollten bei Anhängern außerdem die maximale Stützlast einhalten. Das ist das maximale Gewicht, das von oben auf die Anhängerkupplung wirken darf. Fahrer, die mit Bootstrailer oder Wohnwagen unterwegs sind, brauchen meistens Autos mit einer großen Anhängelast.

Was ist die Achslast eines Fahrzeugs?

Bei Fahrzeugen kommt es nicht nur auf das zulässige Gesamtgewicht an – auch die Achslast spielt eine wichtige Rolle. Mit der Achslast ist die Masse gemeint, die auf die Achsen eines Fahrzeugs drückt und über die Räder an die Fahrbahn weitergegeben wird. Die Hinterachse wird in der Regel am meisten belastet. Ein Beispiel: Das Gepäck im Kofferraum belastet die Hinterachse generell mit 110 Prozent, die vordere Achse wird also um zehn Prozent erleichtert. Dies können Autofahrer am veränderten Lenkgefühl spüren.

Autofahrer müssen mit einem Bußgeld rechnen, wenn die zulässigen Achslasten vorne oder hinten überschritten sind. Der Fahrer darf das Fahrzeug außerdem nicht weiterfahren.

Fahrer finden die maximale Achslast in der Zulassungsbescheinigung Teil I unter der Ziffer 8.1 (Vorderachse) und 8.2 (Hinterachse).

Fazit: Leergewicht, Gesamtgewicht und Achslast – Wie schwer ist mein Auto?

Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, dürfen Fahrer ihr Auto nicht überladen. Es ist wichtig, dass sie das zulässige Gesamtgewicht auf keinen Fall überschreiten. Das zulässige Gesamtgewicht setzt sich aus dem Leergewicht und der maximal erlaubten Zuladung zusammen und ist im Fahrzeugschein angegeben. Fahrer können die maximale Zuladung selbst berechnen, indem sie das Leergewicht vom zulässigen Gesamtgewicht abziehen. Es ist ebenfalls wichtig, die zulässige Achslast zu beachten.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Leergewicht

Das Leergewicht bei Wohnmobilen ist das Gewicht des Fahrzeugs ohne Zuladung, aber mit der zum Fahren benötigten Mindestausstattung. Folgende Elemente sind im Leergewicht enthalten: zu 90 Prozent gefüllter Dieseltank, 75 Kilogramm als Fahrergewicht, Anschlusskabel für Strom, Gas-Mindestvorrat, Kabeltrommel und zu 100 Prozent gefüllter Frischwassertank.

Die maximale Zuladung eines Wohnmobils ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Leergewicht und dem zulässigen Leergewicht. Ein Beispiel: Wenn das zulässige Gesamtgewicht 4,5 Tonnen und das Leergewicht 4150 kg beträgt, dann liegt die maximale Zuladung bei 350 kg.

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