Luftdruck bei Reifen – Verbrauch und Verschleiß

Beim Sprit sparen wird ein wichtiger Punkt oft ignoriert: der korrekte Luftdruck. Selbst kleine Abweichungen wirken sich teils deutlich auf den Spritverbrauch aus und können außerdem Ihre Sicherheit gefährden. Wie Sie gegensteuern, verraten wir Ihnen hier.

Falscher Luftdruck auf Reifen kann teuer werden

Ein zu hoher oder zu niedriger Reifendruck hat viele Nachteile, die sich durch eine regelmäßige Kontrolle vermeiden lassen. Neben dem erhöhten Spritverbrauch und vermehrten CO2-Ausstoß beeinträchtigt ein falscher Reifendruck Ihre Sicherheit.

  • Fahren Sie mit vermindertem Luftdruck, führt das zu einem überhöhten Rollwiderstand. Durch das schwammige Fahrverhalten verliert Ihr Wagen an Bodenhaftung, wodurch sich der Bremsweg verlängert.
  • Ein falscher Reifenluftdruck erhöht den Verschleiß an den Autoreifen und Fahrwerksteilen. Insbesondere bei Druckverlust an einem Hinterreifen kann Ihr Kfz in Kurven ins Schleudern geraten.
  • Auch auf Ihr ABS ist kein Verlass mehr, wenn der Reifenluftdruck zu niedrig ist. Fahren Sie auf heißem Asphalt und sind dazu schwer beladen, kann das fatale Folgen haben.
  • Ein Reifen kann platzen und im schlimmsten Fall Feuer fangen.

Richtiger Reifenluftdruck verringert den Verbrauch und Verschleiß

Ihr Auto wird von der Luft in den Autoreifen getragen und nicht vom Reifengummi. Kontrollieren Sie den Reifendruck einmal im Monat. Besonders in Jahreszeiten mit starken Temperaturschwankungen empfiehlt es sich, den Reifenluftdruck alle zwei Wochen zu messen. So können Sie Spritsparen und das Unfallrisiko minimieren, denn ein falscher Reifendruck hat negative Konsequenzen.

  • Den richtigen Fülldruck Ihrer Reifen finden Sie in der Betriebsanleitung, im Tankdeckel oder im Türholm. Außerdem in der Bedienungsanleitung: Wie viel Bar Ihr Reifen benötigt entnehmen Sie der Reifendrucktabelle. Erhöhen Sie den Reifenluftdruck bis auf 0,5 Bar über die Werksangabe, sparen Sie zusätzlich 0,14 Liter Kraftstoff ein. Aber keinesfalls mehr, sonst haben Sie die Probleme wie beim niedrigen Reifenluftdruck.
  • Der Reifenluftdruck lässt sich schnell kontrollieren: Zunächst entfernen Sie die Ventilkappen und setzen das Messgerät auf.
  • Beachten Sie, dass das Gerät senkrecht sitzen muss, damit keine Luft entweicht. Über die Anzeige des Füllgeräts lesen Sie den aktuellen Reifenluftdruck ab.
  • Mit den Plus- und Minustasten regulieren Sie die Druckluft nach der Vorgabe Ihrer Bedienungsanleitung. Vergessen Sie den Ersatzreifen nicht.

Schon ein zu geringer Druck von 0,2 Bar kostet Sie im Straßenverkehr bis zu 0,5 Prozent mehr Benzin. Bei 0,5 Bar weniger Luft steigt Ihr Verbrauch auf hundert Kilometer um einen Liter Sprit nach oben. Wer auf einer Reise alle Sitzplätze nutzt oder sein Fahrzeug schwer belädt, muss den Reifenluftdruck dementsprechend anpassen.

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