Tuning durch Sportauspuff

Ein Sport-Endtopf lässt Ihr Fahrzeug nicht nur satter klingen und sorgt für eine sportlichere Optik "hinten rum" – unter Umständen kann damit auch eine höhere Leistung des Motors erzielt werden. Welche Arten von Sportauspuff-Anlagen es gibt und was Sie davon haben, erfahren Sie hier.

Normaler Endschalldämpfer versus Sportauspuff

Ab Werk hat Ihre Auspuffanlage vor allem zwei Aufgaben: Sie soll die entstehenden Abgase mit Hilfe eines Katalysators reinigen und durch den Endschalldämpfer zugleich so geräuscharm wie möglich abführen. Im Hinblick auf die Verbrennungsvorgänge im Motor hat die Auspuffanlage einen deutlichen Einfluss auf das Drehmoment sowie den nutzbaren Drehzahlbereich. Ein normaler Auspuff fängt die Druckstöße auf, die bei der explosionsartigen Verbrennung im Motorraum entstehen. Bei diesem Vorgang entsteht ein Rückstaudruck in der Anlage und genau hier begegnen wir dem grundlegenden Unterschied zwischen Werks- und Sportauspuff: Letzterer ist so konzipiert, dass der Abgasfluss möglichst wenig gestaut wird, um ein besseres Anzugverhalten und auch insgesamt eine höhere Leistung zu erzielen. Sportendschalldämpfer werden in der Regel speziell auf bestimmte Fahrzeugtypen und getunte Motoren – also auf die Bedürfnisse erhöhter Leistung – eingestellt.

Aufbau einer Sportauspuffanlage

Während Werksauspuffanlagen zumeist mit Fiberglaswolle befüllt sind, wird bei der Sportauspuffanlage mit Metallwolle gearbeitet. Diese bringt den Vorteil einer besseren Wärmeableitung sowie einer höheren Verschleißfestigkeit mit sich. Darüber hinaus sind die Abgasrohre oftmals perforiert, weisen einen größeren Rohrquerschnitt und zugleich weniger Stellen auf, an denen sich der Abgasdruck stauen kann. Durch die verbesserte Ableitung der Abgase und die somit geringere Kraft, die der Motor aufbringen muss, um die Abgase in die Auspuffanlage zu drücken, kann eine Leistungssteigerung von drei bis fünf Prozent erreicht werden. Häufig werden auch Doppelschalldämpferanlagen mit zwei oder mehreren Endrohren nachgerüstet sowie gänzlich auf den Katalysator verzichtet, um das Optimum der möglichen Leistungssteigerung herauszuholen. Allerdings darf dabei die höhere Schadstoffbelastung nicht außer Acht gelassen werden, die neben dem Schaden für die Umwelt auch zu höheren Betriebskosten führen kann. Im Hinblick auf die Leistungssteigerung muss zunächst noch einmal weiter zwischen dem Nachrüsten einer kompletten Auspuffanlage oder nur eines Sportendtopfes unterschieden werden.

Komplette Auspuffanlage versus Endtopf

Wenn vom Nachrüsten eines Sportauspuffs die Rede ist, so ist damit fast immer nur der reine Endtopf gemeint, nicht die gesamte Anlage. Letzteres gehört viel mehr zu den gehobenen Tuningmaßnahmen und wird wegen des großen Aufwands für den Umbau und der eventuell nötigen Neueinstellung der Lambdasonde nur selten angewandt. Jedoch führt nur dieser Weg zu einer wirklichen Leistungssteigerung, da beim ausschließlich vergrößerten Endtopf die Abgase zuerst durch den engeren Rohrquerschnitt gepresst werden müssen, bevor sie die leichtere Passage des Sportauspuffs erreichen. Das Nachrüsten eines Sportendtopfes dient damit zum einen rein optischen Zwecken etwa durch Doppelrohrblenden, quadratische oder V-förmige Endtöpfe. Zum anderen wird durch einen Sportauspuff ein aggressiveres Motorgeräusch erzeugt. Letzten Endes sind Sportendtöpfe also mehr zu "Show-Zwecken" gedacht. Wird tatsächlich eine komplette Anlage inklusive eines Fächerkrümmers und einer Chipanpassung verbaut, lassen sich hingegen einige PS zusätzlich an Leistung herausholen.

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