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Wallbox - Kosten, Installation und Funktionen im Überblick

Wer sein Elektroauto mit der Haushaltssteckdose aufladen möchte, braucht viel Geduld. Schneller gelingt der Ladevorgang mit einer Wallbox. Wie die Ladestation in den eigenen vier Wänden installiert werden kann, welche Kosten entstehen und ob eine Wallbox förderfähig ist, wird nachfolgend erläutert.

Darum ist der Einsatz einer Wallbox sinnvoll

Wer sein Elektroauto zu Hause lädt, kann so die Standzeit seines Fahrzeugs sinnvoll nutzen. Dabei lässt sich das E-Auto grundsätzlich an jeder Haushaltssteckdose laden. Allerdings liefern haushaltsübliche Steckdosen lediglich eine Leistung von maximal 2,3 kW pro Stunde, weshalb sie sich nicht für das regelmäßige Aufladen von Elektroautos eignen. Der Grund: Das Risiko einer Überhitzung und damit eines Kabelbrandes steigt enorm. Abhilfe schaffen heimische Wandladestationen, genannt Wallbox. Je nach Modell liefern diese bis zu 22 kW Ladeleistung. Mögliche Gefahren wie Überhitzung am Gerät oder ein Kurzschluss aufgrund von Überlastung des Stromnetzes drohen bei einer Wallbox nicht. Ein weiterer Pluspunkt: Die Wallbox reguliert das Ladevolumen je nach Bedarf der Autobatterie und den verfügbaren Kapazitäten beim Netzbetreiber. Somit gelten Wallboxen als die sicherste, schnellste und komfortabelste Möglichkeit, das eigene E-Auto zu Hause aufzuladen.

Die ideale Platzierung einer Wallbox

Die Platzierung einer Wallbox empfiehlt sich dort, wo das Elektroauto zu Hause über mehrere Stunden hinweg steht: Im Carport oder in der Garage. Neben einer unkomplizierten Ladung bietet eine Wallbox viele weitere Vorteile:

  • Sichere Abstellmöglichkeit für das Fahrzeug
  • Individuelle Wahl des Stromanbieters
  • Gleichbleibende Kosten, verglichen zum Haushaltsstrom
  • Flexible Montage - freistehend oder an der Wand

Bei der Montage ist es wichtig darauf zu achten, dass das Elektroauto mit dem Ladekabel gut erreichbar und die Wallbox geschützt vor Wind und Wetter angebracht ist. So lassen sich Einbußen in der Ladeleistung vermeiden und die Langlebigkeit der Ladestation wird gefördert.

Wallbox - Diese Typen gibt es

Wallboxen gibt es für einen einphasigen oder für dreiphasigen Anschluss. Einphasig ladende Wallboxen liefern eine Stromstärke von maximal 20 A mit einer Ladeleistung von 4,6 kW. Im Vergleich dazu schafft eine dreiphasige Ladestation 11 kW, also 3x 16 A oder auch bis zu 22 kW, dies dann mit einer Stromstärke von 3x 32 A. Während alle Ausführungen beim Netzbetreiber angemeldet werden müssen, erfordern lediglich die Wallboxen mit über 11 kW Ladeleistung eine zusätzliche Genehmigung.

Unterschiedliche Steckertypen einer Wallbox

Insgesamt gibt es vier Arten von Steckern einer Wallbox: Zwei für Wechselstrom (Typ 1 und 2) und zwei für Gleichstrom (CHAdeMo und CCS).

Ein kurzer Überblick zu den unterschiedlichen Steckertypen:

  • Typ 1 ist üblicherweise bei amerikanischen Fahrzeugen zu finden. Der Einphasenstecker lädt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 7,4 kW.
  • Typ 2 bildet den Standard für europäische und asiatische Fahrzeuge ab dem Baujahr 2018. Hierbei handelt es sich um einen dreiphasigen Stecker mit einer Ladeleistung von bis zu 43 kW.
  • CCS ist eine Version des Typs 2 mit zwei zusätzlichen Stromkontakten, welcher ein sehr schnelles Laden ermöglicht.
  • CHAdeMO ist vor allem in asiatischen Autos zu finden und ermöglicht sowohl hohe Ladekapazitäten als auch bidirektionales Laden. Hier fließt der Strom in zwei Richtungen: Aus dem Netz in einen Speicher und anschließend wieder zurück ins Netz.

In Sachen Wallbox-Steckertypen herrscht in Europa somit weitgehend Einheit: Die Wallboxen verfügen mittlerweile standardmäßig über einen Typ-2-Stecker. Dieser ist mit den meisten Anschlüssen von europäischen Elektroautos kompatibel. Bei älteren Fahrzeugen mit einem Typ-1-Anschluss ist ein entsprechendes Adapterkabel von Typ 1 auf Typ 2 in die Ladebuchse der Wallbox einzustecken.

Die Eigenschaften einer Wallbox

Ladezeit einer Wallbox

Die Ladezeit eines Elektroautos unterscheidet sich je nach Leistung der Wallbox und Bordladegerät des Fahrzeuges. Ist eine schnelle Ladezeit gewünscht, muss auch die Ladeleistung der Wallbox entsprechend höher sein. Im Fall eines 40-kWh-Akkus und einem Typ-2-Stecker benötigt das Elektroauto an der Haushaltssteckdose etwa 17 Stunden für eine volle Ladung. Zum Vergleich: Eine 11-kW-Wallbox lädt ein E-Auto in circa 3,5 Stunden auf und ein 22-kW-Aggregat schafft den kompletten Ladevorgang sogar in nur etwa zwei Stunden. Mit einer dreiphasig arbeitenden 11-kW-Anlage sind die meisten Besitzer von Elektroautos jedoch bestens bedient, um zuverlässig über Nacht vollzutanken.

Wallbox-Leistungsdaten im Überblick:

Stecker Anschluss Leistung Ladedauer
Haushaltssteckdose "Schuko" 230 V, 10 A 2,3 kW ca. 17 Std.
Wallbox Typ 2 230 V, 16 A 3,7 kW ca. 11 Std.
Wallbox Typ 2 230 V, 20 A 4,6 kW ca. 9 Std.
Wallbox Typ 2 400 V, 3x16 A 11 kW ca. 3,5 Std.
Wallbox Typ 2 400 V, 3x32 A 22 kW ca. 2 Std.

Welche Wallbox passt zu welchem Auto?

Für eine problemlose Ladung des E-Autos im eigenen Heim müssen Wallbox und Fahrzeug zueinander passen. Entscheidend ist das im E-Auto eingebaute Bordladegerät. Abhängig von Hersteller und Modell sind die Bordladegeräte entweder einphasig, zwei- oder sogar dreiphasig konzipiert. Standard bei modernen Elektroautos ist heute bereits ein mindestens zweiphasiges Bordladegerät.

Mit Wallboxen, die dreiphasiges Laden unterstützen, lassen sich auch einphasige Anschlüsse bedienen. Andersherum ist das jedoch nicht möglich. Deshalb lohnt es sich in jedem Fall, eine Wallbox anzuschaffen, die alle Phasen abdeckt. Im Preis nur geringfügig höher, bietet die dreiphasige Wallbox einen Vorteil: Nutzt das nächste Elektroauto mehrere Stromphasen, ist auch in Zukunft keine Anschaffung einer neuen Wallbox nötig.

Intelligente Steuerung der Wallbox via App

Ganz im Sinne Komfortabilität verfügen einige Wallbox-Modelle über intelligente Zusatzfunktionen. In diesem Fall verbindet sich die Ladestation mit dem Internet, Bluetooth oder WLAN und ermöglicht so eine bequeme Überwachung von unterwegs. Vom Blick auf die Lade- Statistik über individuelle Anpassungen der Stromstärke bis hin zum Timing der Ladezeiten - bei intelligenten Wallboxen ist vieles möglich. Im Gegensatz zu ungesteuerten Wallboxen verbinden sich intelligente Modelle auch mit der eigenen Photovoltaik-Anlage, um die erzeugte Energie vom Dach direkt ins Elektroauto zu befördern.

Wallbox

Installation einer Wallbox

Da es sich bei der Wallbox um ein Aggregat mit hohem Strombedarf handelt, muss unbedingt ein Elektro-Fachbetrieb den Anschluss an den Hausstrom übernehmen. Eine eigenständige Installation ist nicht zulässig. Die Integration der privaten Ladestation erfolgt mittels separat abgesicherter Zuleitung in die Hausinstallation. Für den fachgerechten Einbau haftet der Elektroinstallateur, welcher die die Wallbox darüber hinaus direkt beim jeweiligen Netzbetreiber registriert.

Und wie sieht es bei Mehrfamilienhäusern aus? Bei Wohnungseigentümern oder Mietern in einem Mehrfamilienhaus läuft die Installation ähnlich ab. Allerdings birgt dies auch zwei große Herausforderungen:

Die Installation einer Wallbox erfordert die Genehmigung des Vermieters, beziehungsweise der anderen Wohnungseigentümer. Viele Hausanschlüsse sind bisher noch nicht auf die erhöhte Stromnachfrage durch Elektroautos ausgelegt, weshalb in jedem Fall eine Vorab-Kontrolle durch einen Elektroinstallateur empfehlenswert ist.

Kosten einer Wallbox

Die Preise für eine neue Wallbox variieren je nach Modell zwischen wenigen hundert Euro bis hin zu einem mittleren vierstelligen Betrag. Basismodelle beginnen bei einem Preis von 500 Euro. Funktionsreichere Modelle können hingegen bis zu 2000 Euro kosten. Nicht zu vergessen sind die Installationskosten, die zusätzlich zum Anschaffungspreis hinzukommen.

Was kostet also eine Wallbox mit entsprechender Montage? Je nach Anbieter und den individuellen Anschluss-Voraussetzungen sind für die Installation zwischen 100 und 2000 Euro hinzuzurechnen. Diese Kosten müssen Elektroautobesitzer aber nicht unbedingt allein tragen. Förderprogramme verschiedener Bundesländer, Gemeinden und Stromanbietern bezuschussen den Einbau einer Wallbox.

Fazit

Eine Wallbox ist eine spezielle Steckdose für Elektroautos. Im Gegensatz zur üblichen Haushaltssteckdose ist sie jedoch eigens für das Laden unter hohen Lasten ausgelegt. Elektroautos mit einem Typ2-Stecker lassen sich grundsätzlich ohne Adapter an jede Wallbox anschließen. In puncto Ladeleistung gelten dreiphasig ladende Anlagen mit einer Ladekapazität von 11 kW als besonders zukunftsfähig. Für die Installation ist in jedem Fall ein Elektrofachbetrieb zu beauftragen. Dieser kümmert sich neben dem Anschluss der Wallbox auch um die Anmeldung beim Netzbetreiber. Für Mieter oder Eigentümer in einem Mehrfamilienhaus ist es lohnenswert, sich frühzeitig über Möglichkeiten und eventuelle Vorgaben einer Wallbox zu informieren.

FAQ über Wallbox

Basismodelle einer Wallbox beginnen bei etwa 500 Euro. Je nach Modell kann eine Wallbox jedoch auch mehrere tausend Euro kosten. Gängige Preise liegen zwischen 500 und 2000 Euro. Hinzu kommen die Kosten für die Installation. Abhängig von Anbieter und Voraussetzungen belaufen sich die Extrakosten auf 100 bis circa 2000 Euro.

In der Regel benötigt eine Wallbox einen Drehstromanschluss mit einer Spannung von 400 Volt. Dabei ist eine dreiphasige Ladung möglich. Bei einer Stromstärke von 16 Ampere bedeutet das eine Ladeleistung von 11 kW. Eine entsprechende Absicherung mit 32 Ampere erlaubt die doppelte Ladeleistung von 22 kW.

Eine Wallbox ist in jedem Fall beim jeweiligen Netzbetreiber anzumelden. Einer Genehmigungspflicht unterliegen dabei allerdings nur Wallboxen mit einer Ladeleistung von über 11 kW.

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, das Elektroauto an einer haushaltsüblichen 230 V-Schuko-Steckdose zu laden. Schutzkontaktsteckdosen sind allerdings lediglich auf den Hausgebrauch ausgelegt. So dauert der Ladevorgang eines E-Autos hier bis zu 24 Stunden. Darüber hinaus besteht jedoch das Risiko eines Kabelbrandes.

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