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Erstkontakt: Kia Ceed SW Plug-in Hybrid

2019 verkaufte Kia in Deutschland 69.608 Autos, wovon ein hoher Anteil auf die Ceed-Familie entfiel. Sie steht nunmehr runderneuert bei den Händlern und wird durch den Kia Ceed SW PHEV erstmals auch um eine E-Variante ergänzt. Im Süden Frankreichs gab es nun ein erstes Kennenlernen. Fahrbericht!

Welche Erwartungen hat man an einen kompakten Hybrid-Kombi Anfang 2020? Vor allem: viel elektrische Reichweite zu einem bezahlbaren Preis. Also einen Preis, der nicht nur für Gewerbetreibende und Dienstwagenfahrer interessant ist. Genau in diese Bresche will der neue Kia Ceed SW Plug-in Hybrid springen (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 1,1-1,3 l/100km; Stromverbrauch kombiniert: 9,3-11,2 kWh/100km; CO2-Emissionen kombiniert: 28-33,6 g/km²). Ab 34.990 Euro (vor Umweltbonus) steht der C-Segment-Kombi in der Liste und soll eine elektrische Reichweite von 55 - 60 Kilometern ermöglichen.

Kia-Ceed-Sportswagon-PHEV-Front-Side

Hohe Fahrdynamik, verhaltener Vortrieb

Soweit so gut. Doch was erwartet man bei einem solch brav dreinblickenden Familienwagen eher nicht? Zum Beispiel Sportlichkeit. Aber schon auf den ersten Metern im Kia Ceed SW Plug-in zeigt der Kombi seine dynamische Seite. Der Abrollkomfort ist - sagen wir einmal - robust, was insbesondere im südfranzösischen Stadtverkehr nicht immer von Vorteil ist. Geht es jedoch auf die geschwungene Landstraße, dann dankt man dem ehemaligen BMW-Mann Albert Biermann für sein intensives Wirken. Hier macht das straffe Fahrwerk richtig Laune und im Verbund mit der ebenfalls tollen Lenkung wirkt der Ceed beinahe schon überentwickelt gut.

Kia-Ceed-Sportswagon-PHEV-Interieur

Dem superben Fahrwerk steht ein, vorsichtig ausgedrückt, zurückhaltender Antriebsstrang gegenüber. Aus einem 77 kW/105 PS starken 1,6-Liter-Saugmotor und dem 44 kW/60 PS E-Antrieb generiert der Ceed Plug-in Hybrid lediglich eine echte Systemleistung von maximal 104 kW/141 PS, die über ein 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe an die vorderen Räder geleitet wird. Nicht Rasen, sondern Kraftstoffsparen stand bei der Entwicklung im Vordergrund und so begnügte sich der Sportswagon bei unserer ersten Ausfahrt im Umland von Nizza laut Bordcomputer mit nur 3,9 Liter Benzin auf 100 Kilometer. Zuvor waren es gut 40 Kilometer, die wir rein elektrisch zurücklegen konnten.

Kia-Ceed-Sportswagon-Rear-Side-2

Ceed SW Plug-in Hybrid kann wirklich sparsam

Unmerklich geschieht derweil das Umschalten zwischen Vierzylinder und E-Motor, wobei der Einsatz des Benziners maximal anhand der Poweranzeige im Kombiinstrument wahrzunehmen ist. Akustisch hält sich der Verbrenner weitestgehend im Hintergrund und begehrt nur auf, wenn die brutto 8,9 kWh große Batterie zur Gänze leergezogen ist oder man kurzfristig wirklich alle 141 Pferdestärken benötigt. Serienmäßig verfügt der Kia Ceed SW Plug-in Hybrid über einen Typ-2-Ladeanschluss mit einer maximalen Leistungsaufnahme von 3,3 kW. Am herkömmlichen Hausstrom sollen so fünf Stunden und an einer Wallbox nur drei Stunden für einen vollständigen Ladevorgang vergehen.

Kia-Ceed-Sportswagon-Rear-Trunk

Die Lithium-Ionen-Batterien sitzen beim 4,61 Meter langen Ceed SW sowohl unter der Rücksitzbank als auch im Unterflur des Kofferraums. Auf dem Papier verliert der Sportswagon so 180 Liter seines Stauvolumens, wobei davon in der Realität wenig zu spüren ist. Gut nutzbare 468 – 1.360 Liter Gepäckraum stehen auch weiterhin zur Verfügung und kommen vor allem ohne störende Batteriefacherhebung aus. Somit können im Sportswagon selbst sperrige Güter oder Sportgeräte kommod verstaut werden. Im Innenraum überzeugte der von uns gefahrene Ceed SW Plug-in Hybrid in der höchsten „Platinum Edition“ Ausstattungsvariante mit bequemen Sitzen und ausreichend Bein- und Seitenraum in der ersten Sitzreihe, wobei es hinten bauartbedingt doch betont eng zur Sache geht. Für die Preisklasse gerade noch angemessen: Die Qualitätsanmutung der verwendeten Materialien.

Kia-Ceed-Sportswagon-PHEV-Front

Viel Ausstattung, teils einfache Materialien

Trotz diesem Umstand hat es sich Kia aber nicht nehmen lassen, mit kleinen Details das Cockpit zumindest etwas aufzulockern. Die leicht ausgeschäumte Armaturentafel beispielsweise verfügt im oberen Bereich über eine Ziernaht, die etwas Pepp in den sonst sehr einheitlichen Innenraum bringt. Alles ist knarz- und klapperfrei verarbeitet und auch die Ergonomie stimmt. Hier erwähnenswert ist das gut zu erreichende und freistehende 10,25-Zoll-Infotainmentdisplay, welches sich nunmehr in drei Bereiche teilen lässt und auch das Koppeln von zwei Bluetooth-Geräten gleichzeitig zulässt. Eine (ebenfalls optional erhältliche) induktive Lademöglichkeit für Smartphones findet sich unterhalb der Klimabedienung, wo sich auch weitere USB- und Stromanschlüsse befinden.

Kia-Ceed-Sportswagon-PHEV-Logo

Zwar sind im Serienumfang der 34.990 Euro teuren Ausstattungslinie „Vision“ bereits Technikschmankerl wie LED-Scheinwerfer, ein Frontkollisionswarner oder die Rückfahrkamera enthalten; doch erst mit den Ausstattungslinien „Spirit“ (ab 36.190 Euro) und der zuvor genannten „Premium Edition“ (ab 41.190 Euro) kommt man in den Genuss aller Komfort- und Sicherheitsfeatures. Beim Top-Modell gibt es dafür unter anderem Sitzheizung auf allen vier Außenplätzen, Sitzventilation für die Vordersitze, eine sensorgesteuerte Heckklappe, 17-Zoll-Leichtmetallräder, DAB-Radio, einen Abstandsregeltempomaten und natürlich das zuvor erwähnte 10,25-Zoll-Navi samt UVO Connect.

Kia-Ceed-Sportswagon-PHEV-Side

Erstes Fazit

Ein knackiges Fahrwerk, eine straffe Lenkung und ein Doppelherz-Antrieb, der zum Spritsparen animiert. Klingt komisch, funktionierte auf den ersten Testkilometern aber erstaunlich gut. Auch die elektrische Reichweite von 40 Kilometer plus x hat uns überzeugt, wohingegen der Innenraum durchwegs an Wertigkeit zulegen darf. Bleibt noch die preisliche Einschätzung. Zieht man vom 34.990 Euro teuren Vision-Basispreis den maximalen Umweltbonus von neu 4.927,50 Euro für Hybridfahrzeuge ab, so liegt man zunächst bei 30.062,50 Euro. Weitere 100 Euro werden vom Staat durch die AVAS-Förderung für virtuellen Motorsound übernommen. Macht unterm Strich 29.962,50 Euro. Damit liegt der Hybrid gleichauf mit dem Ceed SW Diesel samt Doppelkupplung, der mit ähnlicher Ausstattung auf 29.560 Euro kommt. (Text und Bild: Thomas Vogelhuber)

Technische Daten*

  • Modell: Kia Ceed Sportswagon Plug-in Hybrid
  • Motor 1: Vierzylinder-Reihe, 1.580 ccm
  • Leistung: 105 PS (77 kW) bei 5.700 U/min
  • Drehmoment: 147 Nm bei 4.000 U/min
  • Motor 2: Permanentmagnet-Synchronmotor
  • Leistung: 60 PS (44 kW) zw. 1.798-2.500 U/min
  • Systemleistung: 141 PS (104 kW) bei 5.700 U/min
  • Antrieb: Vorderradantrieb, 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe
  • Benzinverbrauch kombiniert: 1,1-1,3 l/100 km²
  • Stromverbrauch kombiniert: 9,3-11,2 kWh/100 km²
  • CO2-Emissionen kombiniert: 28-33,6 g/km²
  • Beschleunigung (0 – 100 km/h): 10,8 s
  • Höchstgeschwindigkeit: 171-195 km/h
  • Abmessungen (L/B/H): 4,61 m/1,80 m/1,47 m
  • Gewicht: ca. 1.600 kg
  • Basispreis: ab 34.990 Euro

*Herstellerangaben

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