Maserati Quattroporte V vs. Mercedes S 500 W221: Welche V8-Limousine ist der bessere Youngtimer?

Kurzfazit: Maserati Quattroporte V oder Mercedes S 500 W221?
Im direkten Vergleich ist der Maserati Quattroporte das emotionalere, seltenere und fahraktivere Auto. Sein 400 PS starker 4,2-Liter-V8 (ab 2008 4,7 Liter), die elegante Pininfarina-Karosserie und das hinten angeordnete DuoSelect-Getriebe verleihen ihm den Charakter einer viertürigen Sportwagenalternative. Finde jetzt Maserati Quattroporte auf AutoScout24
Der 388 PS starke Mercedes-Benz S 500 ist dagegen komfortabler, geräumiger, sparsamer und deutlich alltagstauglicher. Beim Maserati entscheidet der ausgelesene Kupplungszustand über das Kaufrisiko; bei frühen S 500 der Baureihe W 221 sind M273-Steuertrieb, Airmatic und Elektronik die kritischen Punkte. Für regelmäßige Langstrecken gewinnt der S 500, als Liebhaber- und Wochenendauto besitzt der Quattroporte den stärkeren Reiz. Finde jetzt Mercedes S 500 (W221) auf AutoScout24.
Das Wichtigste in Kürze
Der Maserati Quattroporte ist das insgesamt fahraktivere Auto und bietet mehr Klang und Rückmeldung von der Straße. Außerdem ist er seltener und emotionaler.
Die Mercedes S-Klasse ist dagegen deutlich leiser, komfortabler, geräumiger und auch durch ihre geringeren Unterhaltskosten zugleich alltagstauglicher.
Das DuoSelect des Quattroporte von 2003 bis 2008 ist ein automatisiertes Schaltgetriebe mit trockener Kupplung und keine klassische Automatik. Das bedeutet auch, dass Fahrstufenwechsel deutlich merklicher sind als etwa bei der Wandlerautomatik der S-Klasse.
Beim Quattroporte sollte der Kupplungsverschleiß vor dem Kauf unbedingt elektronisch ausgelesen werden, um einen teuren Ersatz ausschließen zu können.
Größte Schwäche bei frühen M 273-V8 des S 500 (bis Anfang 2007) ist das Umlenkzahnrad im Steuertrieb. Ist es verschlissen, drohen teure Motorschäden. Ab der Motornummer 088611 hat Mercedes das Problem beseitigt.
Beide Limousinen sind keine Kostverächter wenn es um den Spritverbrauch geht: Realistisch liegt der Verbrauch des Maserati bei etwa 17 bis 19 Liter, der Mercedes gönnt sich zwischen 13 bis 15 Liter je 100 Kilometer.
Gute Exemplare beider Modelle kosten auf AutoScout24 zwischen 18 und 25.000 Euro. Zusätzlich zum Kaufpreis solltest du außerdem mehrere Tausend Euro Reparaturreserve bereithalten.
Inhaltsverzeichnis
- Design, Karosserie und Platzangebot
- Cockpit, Bedienung und Innenraum
- Motor, Getriebe und Verbrauch
- Duell der Getriebe: DuoSelect gegen 7G-Tronic
- Fahrverhalten
- Sicherheit und Assistenten
- Schwachstellen
- Wartung und Reparatur
- Preise
- Kaufberatung
- Varianten
- Fazit
Design, Karosserie und Platzangebot
Der vom Designstudio Pininfarina entworfene Maserati braucht keine dramatischen Spoiler, um besonders auszusehen. Seine flache Front, die klaren Flanken und die lang gestreckten Proportionen lassen ihn auch zwei Jahrzehnte nach seiner Vorstellung erstaunlich elegant wirken. Im Vergleich zu anderen Oberklasselimousinen aus den frühen 2000ern fällt er nicht durch schiere Größe auf, sondern durch seine Ausdrucksstärke.
Die Mercedes S-Klasse der Baureihe 221 verfolgt eine andere Idee. Nach der zierlichen Vorgängergeneration (220) wollte man die Sonderklasse wieder deutlich repräsentativer und formatfüllend wirken lassen. Große Scheinwerfer, ausgestellte Radhäuser und ein mächtiger Kühlergrill verleihen ihm mehr optisches Gewicht. Der Mercedes tritt nicht leichtfüßig, sondern bewusst staatsmännisch auf. Selbst heute wird der 221 sofort als S-Klasse erkannt.
Im Innenraum dreht sich das Duell zugunsten des Mercedes. Der Quattroporte bietet dank seines langen Radstands zwar ordentlich Platz in der ersten Reihe, doch seine tiefere Sitzposition, der knappe Knieraum in Fond sowie der kleinere Kofferraum zeigen, dass er eher eine große Sportlimousine als eine rollende Lounge ist.
Die S-Klasse bietet bequemere Einstiege, mehr nutzbaren Fondraum und 560 Liter Gepäckvolumen. Wenn Du häufig mit vier Erwachsenen reist, viel Gepäck mitnimmst oder eine Anhängerkupplung benötigst, ist der S 500 klar überlegen.
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Technische Daten
| Modell | Maserati Quattroporte V 4.2 DuoSelect | Mercedes-Benz S 500 W221 |
|---|---|---|
| Vergleichsbaujahr | 2006 | 2006 |
| Motor | V8-Saugmotor, Trockensumpfschmierung | V8-Saugmotor M273 |
| Hubraum | 4.244 cm³ | 5.461 cm³ |
| Leistung | 294 kW / 400 PS | 285 kW / 388 PS |
| Maximales Drehmoment | 451 Nm | 530 Nm |
| Getriebe | 6-Gang-DuoSelect | 7G-Tronic-Wandlerautomatik |
| Antrieb | Hinterradantrieb | Hinterradantrieb |
| 0–100 km/h | ca. 5,2 s | 5,4 s |
| Höchstgeschwindigkeit | 275 km/h | 250 km/h, abgeregelt |
| Historischer Normverbrauch | 15,8 l/100 km | ca. 11,7–11,9 l/100 km |
| Länge | 5.052 mm | 5.080 mm |
| Breite ohne Spiegel | 1.895 mm | 1.871 mm |
| Höhe | 1.438 mm | 1.473 mm |
| Radstand | 3.064 mm | 3.035 mm |
| Kofferraum | rund 450 l | 560 l |
| Leergewicht | ca. 1.930–1.980 kg | ca. 1.940 kg |
| Tankinhalt | 90 l | 90 l |
| Anhängelast | Keine Werksfreigabe | Bis 2.100 kg, ausstattungsabhängig |
Cockpit, Bedienung und Innenraumqualität
Im Maserati Quattroporte erwartet dich eine warme Mischung aus hochwertigem Leder, Holz und Alcantara. Selbst 20 Jahre später fühlt sich dieser Innenraum noch besonders an - auch weil du durch die tiefe Sitzposition stärker in das Auto integriert bist.
Weniger überzeugend altern einige Kunststoffschalter, Softlackoberflächen und Displays. Klebrige Tasten, ein hängender Dachhimmel, schrumpfendes Leder oder lose Verkleidungen sind mögliche Alterserscheinungen. Klimaanlage, Fensterheber, Zentralverriegelung, Sitzverstellung und Infotainment solltest du einzeln testen. Geht eines dieser Komfort-Features nicht, beginnt meist eine langwierige Suche nach dem Fehler.
Derweil wirkt die Mercedes S-Klasse sachlicher, ist aber ergonomisch durchdachter. Sitze, Klimatisierung, Geräuschdämmung und Bedienlogik können auch heute noch überzeugen. Das damalige Comand-System schlägt sich im Vergleich zum System des Maseratis deutlich besser. So ist die Bedienung in der S-Klasse weiterhin selbsterklärend und durch einen Aux-Anschluss lassen sich sogar moderne Smartphones zur Musikwiedergabe anschließen.
Be gebrauchten S-Klassen entstehen die Risiken besonders durch die schiere Menge möglicher Sonderausstattung. Keyless-Go, Softclose, Komfortsitze, Massagefunktion, Sitzbelüftung, Distronic, Nachtsichtgerät und elektrische Heckklappe benötigen eigene Sensoren und Steuergeräte. Ein einfacher ausgestatteter, gepflegter S 500 kann deshalb der bessere Kauf sein als ein vermeintlich voll ausgestattetes Schnäppchen.
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V8-Motoren im Vergleich
Der 4,2-Liter-V8 (M 139) des Maserati möchte gedreht werden und entwickelt seine Maximalleistung von 400 PS erst bei 7.000 U/min. Vor allem im unteren Drehzahlbereich wirkt der Mercedes durch kräftiger, doch mit steigender Drehzahl wird der Quattroporte wacher, lauter und leidenschaftlicher. Seine Leistung fühlt sich nicht unbedingt brutaler an, aber dramatischer. Der Klang ist kein Nebeneffekt, sondern ein tragender Teil des Erlebnisses.
Der 5,5-Liter-V8 (M 273) des S 500 arbeitet souveräner. Seine 530 Nm liegen deutlich über den 451 Nm des Maserati und harmonieren ausgezeichnet mit der 7G-Tronic. Der Mercedes beschleunigt ohne großes Theater und liefert seine Leistung bereits aus niedrigen Drehzahlen. Im normalen Straßenverkehr fühlt er sich deshalb häufig souveräner an, obwohl der Maserati auf dem Papier etwas mehr Leistung und mit 275 zu 250 km/h die höhere Endgeschwindigkeit besitzt.
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Duell der Getriebe: DuoSelect gegen 7G-Tronic
Das DuoSelect prägt den Charakter des frühen Quattroporte stärker als fast jedes andere Bauteil. Technisch handelt es sich um ein automatisiertes Sechsgang-Schaltgetriebe mit einer einzelnen trockenen Kupplung. Das Getriebe sitzt an der Hinterachse und unterstützt damit eine sportliche Gewichtsverteilung.
Bei schneller Fahrt und manueller Bedienung über die Schaltwippen kann es viel Freude machen. Im Stau, beim Rangieren oder am Berg wirkt es dagegen ruppig und lässt die Kupplung schleifen. Wer es wie eine normale Wandlerautomatik behandelt, kann den Verschleiß deutlich beschleunigen.
Je nach Nutzung kann die Kupplung bereits nach ungefähr 30.000 Kilometern fällig sein. Sehr schonend gefahrene Fahrzeuge schaffen teilweise mehr als 100.000 Kilometer. Der verbleibende Kupplungswert lässt sich mit geeigneter Maserati-Diagnosetechnik auslesen. Ohne diese Datenauswertung sollte man keinen Quattroporte kaufen.
Dagegen ist die 7G-Tronic des Mercedes die erheblich sorgenfreiere Alltagslösung. Ihr Drehmomentwandler ermöglicht sanftes Anfahren und entspanntes Rangieren. Kalt und warm muss sie weich schalten; harte Gangwechsel, verzögertes Einlegen von D oder R sowie Drehzahlschwankungen können auf Probleme mit Ölstand, Leiterplatte oder Ventilkörper hinweisen. Ein regelmäßiger Getriebeölwechsel kann teuren Reparaturen deutlich entgegenwirken.
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Fahrverhalten: Sportlimousine gegen Luxusgleiter
Der Maserati Quattroporte versucht, seine fünf Meter Länge bestmöglich zu kaschieren. Die Lenkung arbeitet direkter, die Vorderachse reagiert präziser und das Auto lässt sich leichter dirigieren. Ein Quattroporte Sport GT wirkt mit seiner strafferen Skyhook-Abstimmung zusätzlich noch unmittelbarer, bezahlt das aber mit weniger Federungskomfort. Dabei ist der Quattroporte ist nicht grundsätzlich unbequem. Er hält nur weniger Abstand zur Straße und vermittelt ein ungefiltertes Fahrvergnügen.
Der S 500 verfolgt die entgegengesetzte Philosophie. Die serienmäßige Airmatic glättet grobe Unebenheiten, die Dämmung hält Wind- und Abrollgeräusche draußen und der V8 arbeitet bei normalem Tempo akustisch im Hintergrund. Das heißt allerdings nicht, dass nicht auch die S-Klasse hin und wieder über verwundene Landstraßen getrieben werden kann. Größe und Gewicht verorten ihn allerdings eher auf der Autobahn.
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Sicherheit und Assistenzsysteme
Die Mercedes S-Klasse W 221 war ab 2005 das technische Aushängeschild von Daimler. Pre-Safe, ESP, zahlreiche Airbags und eine aufwendige Karosseriestruktur gehörten zum Konzept. Abhängig von der Ausstattung kamen Distronic Plus, Bremsassistent Plus, Totwinkelwarner und ein Nachtsichtgerät hinzu. Auch im Vergleich zu heutigen Notbrems- und Spurhaltesystemen arbeiten die Assistenten im Mercedes noch erstaunlich präzise. Der Quattroporte besitzt die wesentlichen Stabilitäts- und Rückhaltesysteme seiner Zeit, erreicht jedoch weder den Assistenzumfang noch die Sicherheitsintegration des Mercedes.
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Typische Schwachstellen des Maserati Quattroporte V
DuoSelect-Kupplung prüfen: Der elektronisch ausgelesene Kupplungswert ist entscheidend. Eine kurze Probefahrt reicht nicht aus.
Auf Warnzeichen achten: Ruckeln, verzögerte Gangwahl, Warnmeldungen, mahlende Geräusche oder eine häufig laufende Hydraulikpumpe können auf teure Defekte hinweisen.
Skyhook-Fahrwerk kontrollieren: Poltern, Klappern, schwammiges Fahrverhalten oder ungleichmäßig abgefahrene Reifen sind nicht normal. Besonders die Vorderachse neigt zu erhöhtem Verschleiß, Reparaturen sind teuer.
Motor kalt starten: Auf Rasseln, eine spät erlöschende Öldruckwarnung und deutliche Ölspuren achten.
Historie prüfen: Bei Lücken oder widersprüchlichen Angaben sollte ein Maserati-Spezialist das Fahrzeug untersuchen.
Elektrik vollständig testen: Batterie, Klimaanlage, Fensterheber, Sitze, Parksensoren, Zentralverriegelung und Infotainment prüfen.
Typische Schwachstellen des Mercedes S 500 W221
M273-Steuertrieb prüfen: Frühe V8-Motoren können ein verschleißanfälliges Umlenkzahnrad besitzen. Als Grenze gilt häufig die Motornummer 2739..30 088611.
Warnzeichen ernst nehmen: Motorkontrollleuchte, Fehler zur Nockenwellenposition oder unplausible Steuerzeiten können auf Probleme im Steuertrieb hinweisen.
Nachweise kontrollieren: Motornummer, Diagnosedaten und vorhandene Reparaturbelege sind wichtiger als eine besonders umfangreiche Ausstattung.
Airmatic oder ABC über Nacht prüfen: Das Fahrzeug darf nach längerer Standzeit nicht einseitig abgesackt sein.
Fahrwerk beim Start beobachten: Der Mercedes muss sich zügig und ohne Warnmeldung anheben. Häufiges Nachpumpen kann auf Undichtigkeiten oder einen belasteten Kompressor hindeuten.
7G-Tronic kalt und warm testen: Harte Schaltvorgänge, verzögertes Einlegen der Fahrstufe oder Drehzahlschwankungen sind Warnzeichen.
Auf Getriebeservice achten: Ein dokumentierter Getriebeölwechsel ist ein klares Plus.
Komfortelektronik vollständig testen: COMAND, Softclose, Keyless-Go, Sitzmodule, Distronic und Nachtsicht können teuer werden.
Roststellen kontrollieren: Motorhaube, vordere Kotflügel und Türen sind aus Aluminium; Rost tritt daher eher am Unterboden und den hinteren Radläufen auf. Auch die Bremsleitungen sollten auf Korrosion geprüft werden.
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Wartung und Reparatur*
| Wartung oder Reparatur | Maserati Quattroporte V | Mercedes S 500 W221 |
|---|---|---|
| Kleine Inspektion inklusive Öl und Filter | ca. 700–1.500 € | ca. 450–1.200 € |
| Vier Qualitätsreifen inklusive Montage | ca. 900–1.700 € | ca. 800–1.400 € |
| Bremsscheiben und Beläge vorn | ca. 1.300–2.200 € | ca. 700–1.400 € |
| DuoSelect-Kupplung inklusive Arbeit | ca. 4.000–6.500 € | entfällt |
| DuoSelect-Pumpe oder Hydraulikkomponenten | ca. 1.500–3.000 € | entfällt |
| DuoSelect-Schaltaktuator oder größere Hydraulikreparatur | ca. 3.000–5.000 € | entfällt |
| Querlenker und Achsteile | ca. 800–1.800 € je Seite | ca. 800–2.000 €, je nach Umfang |
| Airmatic-Federbein | entfällt | ca. 800–1.600 € je Ecke |
| Airmatic-Kompressor inklusive Einbau | entfällt | ca. 600–1.200 € |
| Größere M273-Steuertriebreparatur | entfällt | grob ca. 5.000–9.000 € |
| Infotainment oder Steuergerät | ca. 500–2.500 € | ca. 500–2.500 € |
*Die Preisspannen berücksichtigen die unterschiedlichen Kosten in freien Werkstätten und Vertragswerkstätten.
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Preise
Recherchestand: 5. August 2026. Die genannten Werte sind Angebotspreise aus aktuellen Inseraten und keine nachgewiesenen Verkaufspreise.
Das Angebot an Maserati Quattroporte des Baujahrs 2006 ist eher übersichtlich. Aktuell liegt die überwiegende Preisspanne bei 12.000 bis 25.000 Euro. Fahrzeuge mit sehr geringer Laufleistung oder außergewöhnlich gutem Zustand können deutlich teurer sein.
Beim Mercedes S 500 (Vor-Mopf bis 2009) ist die Auswahl dagegen deutlich größer und die Preisspanne breiter. Viele W221-Angebote bewegen sich zwischen 11.000 und 19.000 Euro.
| Zustand | Maserati Quattroporte 4.2 DuoSelect | Mercedes-Benz S 500 W221 |
|---|---|---|
| Hohe Laufleistung oder Reparaturstau | ca. 7.000–10.000 € | ca. 6.000–9.000 € |
| Fahrbereit, aber nicht mängelfrei | ca. 10.000–14.000 € | ca. 12.000–15.000 € |
| Gepflegt und gut dokumentiert | ca. 14.000–18.000 € | ca. 15.000–19.000 € |
| Geringe Laufleistung / sehr guter Zustand | über 20.000 € möglich | ca. 20.000–29.000 € |
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Kaufberatung: Welches Auto passt zu Dir?
Der Maserati Quattroporte V passt zu dir, wenn …
du kein gewöhnliches Luxusauto, sondern eine viertürige Sportwagenalternative suchst.
Klang, Lenkgefühl, Design und Seltenheit wichtiger sind als perfekte Bedienung.
du den Quattroporte eher als Zweit-, Wochenend- oder Liebhaberauto nutzen möchtest.
eine Maserati-erfahrene Werkstatt für dich erreichbar ist.
eine größere Reparatur deine Finanzplanung nicht sofort gefährdet.
Der Mercedes S 500 W221 passt zu Dir, wenn …
du regelmäßig lange Strecken fährst.
Komfort, Ruhe, Platz und eine geschmeidige Automatik Priorität haben.
das Auto im Stadtverkehr und als Reisewagen funktionieren soll.
du Wert auf ein größeres Werkstattnetz und eine bessere Teileversorgung legst.
du lieber den technischen Zustand als die emotionalste Form belohnst.
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Welche Variante ist empfehlenswert?
Beim Maserati ist ein etwas teurerer, nachweislich gepflegter Executive GT oder Sport GT einem billigen Quattroporte vorzuziehen. Entscheidend sind der Kupplungswert, der Zustand der Schalthydraulik und eine nachvollziehbare Wartungshistorie. Wenn es nicht zwingend ein Auto aus den ersten Baujahren sein soll, solltest du direkt nach einem Quattroporte mit ZF-Wandlerautomatik ab 2007 suchen. Dieser verliert zwar etwas von seiner mechanischen Schärfe, ist aber im Alltag erheblich angenehmer und zudem weniger wartungsintensiv.
Bei der Mercedes S-Klasse kommt es dagegen nicht auf eine maximale Ausstattung, sondern auf eine nachvollziehbare Wartungshistorie an. Massagesitze, Sitzkühlung oder das optionale ABC-Fahrwerk steigern zwar den Reiz einer S-Klasse, sind im Zweifel aber auch aufwendig zu unterhalten. Den Wiederverkaufswert steigern können dagegen AMG-Varianten oder besonders individuell konfigurierte Fahrzeuge mit Designo-Leder.
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Fazit: Maserati Quattroporte V oder Mercedes S 500 W221?
Rational betrachtet gewinnt der Mercedes S 500 W221 diesen Vergleich. Er ist die bessere Oberklasselimousine: leiser, komfortabler, geräumiger und mit seiner Wandlerautomatik erheblich angenehmer im täglichen Betrieb. Der Verbrauch fällt mit 12 bis 14 Litern ebenfalls niedriger aus, das Werkstattnetz ist größer und Ersatzteile sind leichter verfügbar. Unbeschwert ist der Kauf trotzdem nicht. Besonders bei frühen Modellen kann es zu Problemen mit dem V8-Steuertrieb kommen, Verschleiß bei der Airmatic, dem optionalen ABC-Fahrwerk und der Elektronik können den oftmals niedrigen Einstandspreis schnell relativieren.
Der Maserati Quattroporte V geht bei diesem Vergleich als Sieger der Herzen vom Platz. Er spricht deutlich mehr den Petrolhead an, sieht auch nach zwei Jahrzehnten besonders aus und besitzt eine mechanische Präsenz, die der perfektere Mercedes bewusst herausfiltert. Wenn der V8 hochdreht und das DuoSelect im passenden Moment den nächsten Gang einlegt, wird verständlich, warum dieser Wagen trotz aller Risiken eine treue Fangemeinde hat. (Text: tv | Bilder: KI, Hersteller)
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