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Mehrheit besorgt über Zukunft der deutschen Automobilindustrie

Repräsentative Umfrage von AutoScout24: Drei Viertel stufen Zukunftsfähigkeit deutscher Hersteller als bedroht ein / Gründe: Bürokratie, Lieferketten, China und mangelnde Innovationsfähigkeit

Grünwald, 16. April 2024. Die deutschen Autofahrer und Autofahrerinnen blicken mit Skepsis auf die Zukunftsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie: Drei Viertel stufen diese als „bedroht“ ein, wie eine repräsentative Umfrage von AutoScout24 zeigt. Als größte Risiken benennen die 1.045 Befragten Gesetze und Bürokratie, die Abhängigkeit von internationalen Zulieferern und das Schwächeln deutscher Marken in China. Aber auch hausgemachte Probleme wie der zu späte Umstieg auf die Elektromobilität und die Nachwirkungen des Dieselskandals bedrohen aus Sicht der Befragten die hiesige Automobilproduktion.

Die Automobilindustrie ist gemessen am Umsatz nach wie vor der größte Industriezweig Deutschlands, hunderttausende Arbeitsplätze hängen von ihr ab. Dass das auch so bleiben wird, gilt für die überwiegende Mehrheit der Autofahrer/innen keinesfalls als ausgemacht. So schätzen 77 Prozent, also drei von vier Befragten, die Zukunftsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie als bedroht ein. Nur 13 Prozent geben sich bei dieser Frage entspannt und sehen keine Gefahren für die hiesigen Autobauer („Ich weiß nicht“: 10 Prozent). Zwei Gruppen blicken besonders skeptisch auf die Entwicklung: Männer und ältere Fahrende. So schätzen 83 Prozent der Männer den Fortbestand der deutschen Schlüsselbranche als bedroht ein, aber nur 72 Prozent der Frauen. Bei den über 50-Jährigen sind es 81 Prozent, die skeptisch auf die Zukunft der Automobilhersteller blicken.

Politik und Globalisierung größte Gefahren für deutsche Autos

Doch welchen Risiken bedrohen den Fortbestand von Volkswagen, Mercedes, BMW & Co konkret? Erstaunlicherweise sind es rechtliche Vorgaben und die Bürokratie, die die Zukunft der Industrie aus Sicht der Autofahrerinnen am stärksten gefährden: Jeder Dritte (35 Prozent) glaubt, dass die Bürokratie die Hersteller zu sehr bei ihrer Geschäftstätigkeit einschränkt. Ebenso viele (34 Prozent) verorten die Probleme der Hersteller in der Abhängigkeit von internationalen Zulieferern. Und tatsächlich hatten sich diese Risiken ja nicht zuletzt etwa durch die Vorgänge im Roten Meer gezeigt: Raketenangriffe hatten massive Verzögerungen auf dieser wichtigen Handelsroute ausgelöst. Dadurch können dringend benötigte Vorprodukte nicht geliefert werden, so dass Fabriken der Automobilhersteller teilweise stillstehen.

Entscheidet sich die Zukunft deutscher Autos in China?

Für viele wird die Zukunft der deutschen Hersteller aber auch noch weiter im Osten entschieden: In China. So sehen 30 Prozent bedrohliche Effekte durch die schlechtere Entwicklung deutscher Automarken auf dem so wichtigen chinesischen Markt. China setzt die deutschen Hersteller aber auch auf dem heimischen Markt unter Druck. So besorgt es 28 Prozent der deutschen Autofahrer/innen, dass subventionierte ausländische Modelle vermehrt auf den europäischen Markt drängen – was zuletzt verstärkt mit Blick auf Elektroautos „made in China“ diskutiert wurde. Die künstliche Verbilligung der asiatischen Stromer würde sich demnach negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Modelle auswirken.

Hausgemachte Probleme: Später Umstieg auf E-Mobilität und Dieselskandal

Dass graue Wolken über den Fertigungshallen der deutschen Automobilindustrie aufziehen, geht laut AutoScout24-Umfrage aber nicht allein auf das Konto der Behörden und internationaler Unwägbarkeiten. Die Befragten sehen viele der Probleme auch als hausgemacht an. So sind die deutschen Hersteller aus Sicht von 27 Prozent der Autohalter/innen auch deshalb in einer misslichen Lage, weil sie zu spät auf Elektromobilität gesetzt haben. Jede/r Vierte (25 Prozent) sieht zudem ganz allgemein die mangelnde Innovationsfähigkeit der deutschen Hersteller als Grund für deren schlechte Zukunftsaussichten an. Und für 18 Prozent wirkt auch der Dieselskandal noch nach, indem er das Image der deutschen Automarken weiterhin beschädigt.

Verantwortlichkeiten: Fehler des Managements Schuld an Misere

Nicht nur die von Politikerinnen und Politikern geschaffenen rechtlichen Rahmenbedingungen beeinflussen die Entwicklung der Automobilhersteller hierzulande negativ. Jede/r Fünfte (21 Prozent) verortet die Ursache der Probleme auch bei den Verantwortlichen in den Konzernen selbst: Aus ihrer Sicht sind es die Managerinnen und Manager, die zu viele Fehler machen und dadurch die Zukunftsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie bedrohen.

Quelle: www.autoscout24.de / Innofact; Basis: Repräsentative Stichprobe von insgesamt 1.045 Autohaltern und Autohalterinnen zwischen 18 und 65 Jahren; Befragungszeitraum: 19. bis 22. Januar 2024

Über AutoScout24

AutoScout24 ist mit über 2 Mio. Fahrzeug-Inseraten, rund 30 Mio. Usern pro Monat und mehr als 43.000 Händlerpartnern europaweit der größte Online-Automarkt. Neben Deutschland ist die AutoScout24 Group auch in den europäischen Kernmärkten Belgien, Luxemburg, Niederlande, Italien, Frankreich, Österreich, Norwegen, Dänemark, Polen und Schweden vertreten. Als umfassender Marktplatz für Mobilität investiert AutoScout24 gezielt in die Wachstumsfelder Leasing, Auto-Abo, Elektromobilität und Online-Autokauf. Mit AutoScout24 smyle ermöglicht der Marktplatz seinen Nutzerinnen und Nutzern den vollständigen Online-Kauf von Fahrzeugen – kostenlos und ready-to-drive direkt vor die Haustür geliefert. Seit 2020 ist auch der Leasing-Spezialist LeasingMarkt.de und seit 2022 die B2B-Auktionsplattform AUTOproff Teil der AutoScout24 Gruppe. Zusammen treiben die Marktplätze die Digitalisierung des europäischen Autohandels maßgeblich voran.

Weitere Informationen finden Sie unter www.autoscout24.de

Medienkontakt:
Julia Dreßen
Fon +49 89 444 56-1185
presse@autoscout24.de

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