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Informationen zu VW Golf GTE

Erst 2013 hatte Volkswagen den VW E-up! und kurz darauf die erste Generation des VW E-Golf auf den Markt gebracht. Seit August 2014 nimmt nun auch ein halbelektrischer Golf den Kampf mit der heißumkämpften Elektromobilität auf: Der Golf GTE wurde in Anlehnung an den Golf GTI konzipiert, ist aber mit einem Plug-in-Hybridantrieb ausgestattet. Damit soll das Modell sportlich wie ein GTI und zugleich so sparsam wie möglich sein. Zumindest macht die Kopplung aus zwei verschiedenen, aber gemeinsam über 200 PS starken Motoren Hoffnung auf zügiges Beschleunigen – und der Elektromotor auf emissions- und verbrauchsarmes Fahren. Außerdem verspricht ein Hybrid im Gegensatz zum reinen Elektrofahrzeug ja beides: kaum hörbares Gleiten im Elektrobetrieb auf Kurzstrecken, aber auch Langstrecken dank des Verbrennungsmotors. Damit ist das Golf-Portfolio komplett: Als Benziner, Diesel, Elektro-, Hybrid oder Erdgasvariante bietet das Kultmodell wie gehabt für jeden das Richtige. Dabei zählt der Wolfsburger Hersteller beim Thema Plug-in-Hybrid nicht gerade zu den Pionieren der Branche, nicht einmal innerhalb des Konzerns: Die Tochter Porsche hat mit dem 918 Spyder und dem Panamera S E Hybrid bereits zwei Vertreter auf der Straße und demnächst folgt der Cayenne. Die Tochter Audi stellte bereits 2013 den A3 E-tron vor, dessen technische Basis mit dem Golf GTE identisch ist. Grund genug, dass die Mutter den Töchtern endlich nachzieht. Wie sich das macht, verraten folgende Eindrücke beim Blick unter die Haube des Hybrid-Golfs:

Motoren und Akku des VW Golf GTE

In Sachen Leistung und Beschleunigung braucht sich der Golf GTE vor seinen sportlichen Kollegen GTI und GTD kaum zu verstecken: Mit beiden hält er gut mit, wenn er aufgrund des Elektromotors an der Ampel nicht sogar die Nase vorn hat – einzig der Golf R oder der neue Golf GTI „Clubsport S“ werden mit ihren über 300 PS und 380 Nm im Vergleich wohl die Spitzenposition beibehalten. Der Golf GTE kommt mit einem 1,4-Liter-TSI-Ottomotor zu 110 kW (150 PS) und einem Elektromotor zu 75 kW (102 PS) daher. Zusammen erreichen die beiden Aggregate eine Systemleistung von bis zu 150 kW (204 PS) und ein maximales Drehmoment von 350 Nm. Der GTI und der R bewegen sich in Sachen Höchstgeschwindigkeit jenseits der 250-km/h-Marke: Da kann der GTE mit seinen knapp 220 km/h nicht ganz mithalten, andererseits kommen reine Elektrofahrzeuge meist nur auf bis zu 150 km/h und genau hier macht sich ein Plug-in-Hybrid bezahlt, denn auch lange Strecken und höhere Geschwindigkeiten sind kein Problem. Bis zu 130 km/h kann das Modell rein elektrisch fahren – oder in Batteriekapazität umgerechnet, bis zu 50 Kilometer ohne einen Tropfen Benzin. Sind beide Motoren gekoppelt, schafft der GTE den Sprint von 0 auf 100 km/h in 7,6 Sekunden – allerdings nur, wenn vorher die GTE-Taste betätigt wurde, denn dann strafft der Golf sämtliche Kennlinien, klingt dank Soundgenerator kerniger, und die volle Systemleistung von 204 PS sowie das maximale Drehmoment von 350 Nm stehen für alle Spurtvorhaben bereit.

Als Akku kommt eine 120 Kilo schwere Lithium-Ionen-Batterie zum Einsatz, deren Kapazität von 8,7 kWh an der heimischen Steckdose mit 2,3 W AC binnen drei Stunden und 45 Minuten aufgeladen werden kann – per 3,6-W-AC-Leitung und Typ2-Ladekabel, dass es für einen Aufpreis von 145 Euro gibt, innerhalb von zwei Stunden und 15 Minuten. Der Anschluss für das Ladekabel befindet sich hinter dem Markenlogo im Kühlergrill. Alternativ kann der Fahrer auch den TSI statt des E-Motors beständig laufen lassen, so lädt sich der Akku während dem Fahren von selbst wieder auf. Hier findet sich die Krux bei der Berechnung der Verbrauchswerte eines Hybrid-Fahrzeugs: Nutzt man den Elektromotor nur selten, wird der Verbrauch natürlich fernab von den versprochenen 1,5 Litern Super pro 100 Kilometer aufschlagen und umgekehrt lassen sich die durchschnittlich 11,4 kWh pro 100 Kilometer deutlich weiter ausreizen – schon jenseits der 100 km/h kann man dem Ladestand förmlich beim Sinken zusehen. Andererseits ist es durchaus beachtlich, dass der Verbrauch durch den zweiten Motor gegenüber dem GTI um ganze vier Liter sinkt. Solche Vorzüge will Volkswagen aber entsprechend bezahlt haben und ruft satte 36.900 Euro für den Viertürer auf, mit Vollausstattung sogar knapp 50.000 Euro. Zum Vergleich: Für den GTI legen Käufer inklusive Fondtüren und DSG 31.500 Euro und für den GTD 32.525 Euro hin – sogar der rein elektrische E-Golf ist mit 34.900 Euro noch ein Stück günstiger.

Technik des VW Golf GTE

Neben dem GTE-Modus gibt es noch zwei weitere Fahrmodi für den Golf GTE: Für das „normale“ Fahren im Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe steht der Schaltknauf in der D-Position. Tippt man den Knauf nach unten in die Position B für „Battery Charge“, verstärkt sich die Rekuperation des Elektromotors so kräftig, dass ein Bremsen bei Gaswegnahme kaum mehr nötig ist. Auch die Bremsen selbst lassen sich gut dosieren. Ein kleiner Nachteil ist wie bei vielen Hybrid-Fahrzeugen das Platzproblem, schließlich müssen zwei Motoren und ein Akku untergebracht werden. Um das zu ermöglichen, musste der Kraftstofftank zehn Liter einbüßen und in den Kofferraum umziehen. Statt der regulär 380 und umgeklappt 1.270 Liter Kofferraumvolumen stehen nur 272 und erweitert 1.162 Liter zur Verfügung, womit sogar der Polo mit 280 Litern noch etwas mehr schafft.

Ausstattung des VW Golf GTE

Äußerlich gibt sich der Golf GTE klar extrovertiert: GTI und GTE unterscheiden sich durch die blaue Gestaltung der beim GTI roten Zierelemente wie etwa der Schriftzug hinten, die Spange am Kühlergrill, die Bremssättel usw. – kurz alles was vorher rot war ist nun blau. Zur Ausstattung ab Werk zählen bereits die 16-Zoll-Aluräder mit Leichtlaufreifen, eine Klimaautomatik, Sportsitze, ein Parkassistent, ein Navigationssystem sowie ein Radio inklusive Touchscreen. Das auffällige LED-Tagfahrlicht gepaart mit den LED-Scheinwerfern sorgt bei Kennern und Laien für Aufmerksamkeit. Doch im Inneren bleibt der Golf funktional: Stoffsitze, klappbare Rückbank, alles wie gehabt. Für den Fahrer ist lediglich die Power-Anzeige im Armaturenbrett neu und der auf die Größe der Tankanzeige geschrumpfte Drehzahlmesser.

Der Golf ist seit jeher das Sinnbild der unteren Mittelklasse, so ist es beinahe klar, dass auch ein Hybrid-Golf so konzipiert ist, dass sich jeder sofort zurechtfindet und die Bedienung kaum erlernen muss – einfach und altbewährt. So informieren und helfen zum Beispiel leicht verständliche Rundumanzeigen dem Fahrer bei der Wahl der „richtigen“ Antriebsquelle. Zur optionalen Ausstattung des VW E-Golf zählen ein Reifendruckkontrollsystem, blendfreies Fernlicht, ein Spurhalteassistent, ein Abstandsregeltempomat (ACC), ein Aufmerksamkeits-Assistent, eine Verkehrszeichenerkennung und eine Fernlichtautomatik.