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BMW 4er Cabrio

Im Jahr 2014 stellt BMW die erste Cabrio-Generation der 4er-Reihe vor

Als der bayerische Fahrzeugproduzent BMW Mitte der 1970er Jahre sein Programm neu ordnete und die mit Ziffern kombinierten Reihenbezeichnungen einführte, waren das Produktportfolio und die angebotenen Karosserieversionen unter dem weiß-blauen Markenlogo recht überschaubar. Limousinen, Coupés, Cabriolets und Kombis waren in drei bis vier Modellreihen organisiert. Bei dieser Struktur blieb es mehr oder weniger über Jahre hinweg, nachdem das Experiment einer BMW 6er- und 8er-Reihe zum Ausgang der 1990er Jahre eingestellt worden war. Von der lange unveränderten Organisation profitierte vor allem die offene Version der 3er-Reihe, die erstmals Mitte der 1980er Jahre in den Handel kam und sich mit ihren Nachfolgern zum Klassiker im BMW-Programm entwickelte. Als Cabrios mit traditionellem Stoffdach blieben die Modelle als Gebrauchte auch noch nach der im Jahr 2007 erfolgten Umstellung der offenen 3er-Versionen auf die modernere Stahldach-Bauweise bei den Klassik-Fans beliebt. Mit dem Übergang zu den Coupé-Cabriolets aber verband der Hersteller ein weiter in die Zukunft reichendes Projekt, das eine weitere Ausdifferenzierung des Modellprogramms zum Ziel hatte: Die sportlichen Bauformen der BMW-Mittelklasse sollten in eine eigenständige Baureihe ausgegliedert werden. Mit einem zweitürigen Coupé starteten die Münchener 2013 ihre neue 4er-Reihe, die dann im Jahr 2014 durch eine Gran Coupé getaufte fünftürige Schrägheck-Version sowie durch ein Cabriolet komplettiert wurde.

Stahldach-Bauweise für die Cabriolets der BMW 4er-Reihe

Zahlreiche Liebhaber der traditionellen offenen Modellversionen mochten darauf gehofft haben, dass der Hersteller die Etablierung der 4er-Reihe nutzen würde, um einen Nachfolger des 3er-Stoffdachcabrios zu entwickeln. Denn immerhin stand für die klassische Bauart der offenen Modelle inzwischen eine moderne Fertigungstechnologie zur Verfügung, mit der Stoffverdecke aus mehreren Lagen konstruiert werden konnten, um die Isolierung der Cabrios zu verbessern. Doch die Bayern setzten beim 4er-BMW der Generation F33 weiter auf die seit dem Jahr 2007 realisierte Bauweise eines Coupé-Cabrios. Der Grund: Der Geräuschkomfort im Innenraum des Fahrzeugs konnte mit einem klappbaren Stahldach im Vergleich zum Textilverdeck optimiert werden. Außerdem rechneten die Marktstrategen von BMW mit einer größeren Akzeptanz eines mit Hardtop ausgestatteten Cabrios in der 4er-Reihe, das sich eben nicht nur an die relativ kleine Käuferschicht klassischer offener Modelle richten, sondern vielmehr als Ganzjahresfahrzeug und vollwertige Alternative zu den Coupés der Baureihe wahrgenommen werden sollte.

Mit dem Übergang zur 4er-Reihe legen die BMW Cabrios in den Abmessungen zu

Im Vergleich zum Vorgänger der Generation E93 wertete der Hersteller die Cabrios der 4er-Reihe hinsichtlich der Platzverhältnisse im Innenraum deutlich auf. Die offenen Versionen der BMW-Mittelklasse legten beim Radstand um gut vier Zentimeter auf nun 2,81 Meter zu und bekamen eine um drei Zentimeter auf fast 4,64 Meter verlängerte Karosserie. Zugleich legten die Konstrukteure den Aufbau des 4er-Cabrios breiter und flacher an, sodass die F33-Generation sich insgesamt dynamischer präsentierte und ihren Anspruch als Sportmodell der Mittelklasse noch einmal eindrücklicher zur Geltung bringen konnte. Die gestreckten Abmessungen brachten jedoch auch einen praktischen Vorteil mit sich. Denn insbesondere auf den Rücksitzen hatten die Passagiere des Viersitzers nun mehr Beinfreiheit und eine größere Schulterfreiheit.

Das Design unterstreicht den dynamischen Charakter der BMW 4er Cabrios

Kurze Überhänge, schräg gestellte Frontscheibe und weit ausgeschnittene Radhäuser, mit diesen Merkmalen gaben die Konstrukteure von BMW den Cabrios der 4er-Reihe einen prononciert dynamischen Auftritt. Unterstrichen wurde der sportliche Gesamteindruck durch scharf konturierte Lichtkanten an den Flanken und leicht ausgestellte Kotflügel. Dazu zeigten die Hardtop-Versionen die für die Modelle der Baureihe typische Frontgestaltung mit einem spitz zulaufenden Kühlergrill und schmaler Doppelniere, an die sich die unter Klarglas angeordnete Scheinwerfereinheit mit serienmäßigem Bi-Xenon-Licht sowie LED-Tagfahrlicht anschloss. In der Rückansicht fielen die 4er-Cabriolets durch den konstruktionsbedingt hohen Heckabschluss auf, der bei der Bauweise als Coupé-Cabrio notwendig war, um einen ausreichend großen Stauraum für das auf Knopfdruck versenkbare Hardtop zu schaffen.

Bis zu 370 Liter Kofferraumvolumen für das BMW Cabrio der 4er-Reihe

Das aus drei Elementen gefertigte faltbare Stahldach des 4er-Cabrios ließ sich auch während der Fahrt öffnen oder schließen, solange eine Geschwindigkeit von knapp 20 Stundenkilometern nicht überschritten wurde. Besonderheit beim Kofferraumkonzept: Zum Beladen schwang der Kofferraumdeckel auf Knopfdruck besonders hoch auf und erleichterte so den Zugang zu dem für maximal 370 Liter ausgelegten Stauraum des 4er BMW. Bei geöffnetem Dach ließen sich in dem Cabriolet rund 220 Liter unterbringen. Zudem stattete der Hersteller die offene Modellen mit einer Durchlademöglichkeit aus, indem ein Fach in der Lehne des Rücksitzes heruntergeklappt werden konnte. Auf diese Weise ließen sich lange Gegenstände durch den Kofferraum bis an die Lehnen der Vordersitze laden. Hinter den Rücksitzen verbarg sich außerdem ein Fach, in dem der optional erhältliche Windschutz seinen Platz fand.

Als Benziner bietet BMW die 4er-Cabrios mit Vier- und Sechszylindermotoren an

In der Basisausführung setzte BMW bei den Benzinern Vierzylinderaggregate ein, die zum Marktstart in den Modellen 420i und 428i verfügbar waren. Das Einstiegsmodell der 4er-Reihe konnte auf eine Leistung von bis zu 135 kW (184 PS) zugreifen und stellte mit einem kombinierten Verbrauch von rund 6,6 Litern in der Schaltversion die sparsamste Version der Benziner dar. Der stärkere Vierzylinder konnte bis zu 180 kW (245 PS) abrufen und war optional auch mit dem bei BMW x-Drive genannten Allradantrieb verfügbar. Spitzenmodell war im Jahr 2014 der BMW 435i mit sechs Zylindern, der eine Leistung von maximal 225 kW (306 PS) abrufen konnte und je nach Getriebeausstattung die Standardspurtstrecke in 5,6 Sekunden zurücklegte.

Die Dieselmotorisierungen der 4er-Cabrios von BMW

Mit Motoren der Effizienzklasse A traten die Cabrios mit den Vierzylinder-Dieseltriebwerken an, die in zwei unterschiedlichen Leistungsstufen von 135 kW (184 PS) im BMW 420d sowie mit bis zu 160 kW (218 PS) in der 425d Version auf den Markt kamen. Die durchschnittlichen Verbrauchswerte der kleinen Selbstzünder gab der Hersteller mit 5,1 und 5,2 Litern an, was einem CO2-Ausstoß von 133 und 138 g/km entsprach. In der Klasse der Sechszylinder präsentierten die Bayern die Cabrios in den Ausführungen 430d und 435d mit Leistungswerten von 190 kW (258 PS) und 230 kW (313 PS), die die stärksten Diesel der 4er-Cabrios repräsentierten. Mit der Topmotorisierung und serienmäßigem Allradantrieb legten die Diesel-Versionen der Baugeneration F33 die Strecke von null auf 100 km/h in 5,2 Sekunden zurück und ließen damit die Benziner hinter sich.