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VW tdi

Ende der 80er Jahre entwickelt die VW-Tochter Audi die ersten TDI-Motoren

Die amerikanischen und asiatischen Motorenbauer haben das Faible der Europäer für Pkw-Dieselfahrzeuge lange Zeit unterschätzt oder schlichtweg ignoriert. Dass Selbstzünder in den aktuelleren Baujahren quasi in jeder Fahrzeugklasse vom Kleinwagen bis zum Sportboliden zum Einsatz kommen, ist daher vor allem europäischen Ingenieuren zu verdanken, denen es gelungen ist, die früher meist in Nutzfahrzeugen verbauten Dieselaggregate so anzupassen, dass sie inzwischen auch höchsten Leistungsanforderungen gerecht werden können. Der Durchbruch der Dieseltechnologie im Pkw-Bau war maßgeblich der VW-Tochter Audi zu verdanken, deren Konstrukteure Ende der 1980er Jahre ein Dieselaggregat mit einer Benzindirekteinspritzung und einem Abgasturbolader kombinierten, um ein dynamischeres Ansprechverhalten zu erzielen.

VW setzt seine TDI-Motoren für Modelle seiner unterschiedlichen Marken ein

Die abgekürzt TDI genannten Motoren wurden in den 1990er Jahren zum Markenzeichen des VW-Konzerns, der die Turbodiesel für Modelle seiner Kernmarke Volkswagen sowie für die Tochterunternehmen Audi, Porsche, Seat oder Skoda einsetzte. Im Laufe der Zeit brachte VW seine Motoren in unterschiedlichen Hubraumklassen auf den Markt und passte die Konstruktionsweise der Selbstzünder der technologischen Entwicklung an. Im Jahr 2015 standen TDI-Triebwerke im Zentrum des VW-Skandals, nachdem Volkswagen Manipulationen bei den Abgaswerten verschiedener TDI-Modelle eingeräumt hatte.

Im Zuge des VW-Skandals muss der Konzern verschiedene TDI-Modelle nachbessern

Der Imageschaden für Volkswagen war erheblich, da es weltweit um eine große Anzahl von Dieselfahrzeugen ging und die Kunden befürchten mussten, dass ihre Fahrzeuge auf dem Markt für Gebrauchtwagen an Wert verlieren würden. Tatsächlich betroffen war jedoch nur ein Teil einer TDI-Generation, die VW-intern mit dem Kürzel EA 189 bezeichnet wurde. Verbaut wurden diese Dieseltypen ab 2008 in den drei Hubraumklassen von 1,2 und 1,6 Liter sowie als 2,0 Liter Aggregat. Doch wer einen Gebrauchtwagen mit TDI-Motor aus den von der Manipulation betroffenen Baujahren kaufen wollte, der durfte darauf vertrauen, dass die damit ausgestatten Volkswagen, Audi, Seat und Skoda nachgebessert waren. Denn im Jahr 2015/16 beorderte VW TDI-Fahrzeuge seiner verschiedenen Marken in die Werkstätten zurück und besserte etwa bei der Motorsteuerung nach. Die hubraumstarken TDI-Versionen, die in der Oberklasse der Wolfsburger Markenfamilie eingesetzt wurden, waren zumindest was die in Europa verkauften Modelle anging nach Herstellerangaben nicht vom VW-Skandal betroffen.

TDI-Motoren für Oberklasse- und Hybridmodelle des VW-Konzerns

Seit Anfang der 1990er Jahre der erste Golf TDI auf den Markt gekommen war, hielten die Turbodiesel mit Benzineinspritzung auch in der Kleinwagen- und Mittelklasse des VW-Konzerns Einzug. Doch bereits mit dem TDI-Premierenmodell von Audi hatte der Hersteller gezeigt, dass die Technik sich auch für hubraumstärkere Motoren der oberen Mittelklasse realisieren ließ. Im Audi 100 präsentierten die Ingolstädter 1989 das damalige TDI-Spitzenaggregat mit 2,5 Liter Hubraum. Später kamen für verschiedene Modelle von Audi, Porsche und VW TDI-V6 Motoren mit drei Liter Hubraum zum Einsatz. In den stärksten Ausführungen verbaute der Konzern für seine Oberklasse V8 und V10 TDI-Motoren sowie ein Sechsliteraggregat in V12-Bauweise. Aber auch für das Downsizing-Verfahren erwies sich die TDI-Technik als geeignet: Im VWs futuristischem Hybridmodell XL1 arbeitete ein 0,8 Liter TDI, der die kleinste Variante der Motorenfamilie darstellte und in Kombination mit einem Elektromotor arbeitete.