E-Auto-Förderung 2026: Für wen es jetzt bis zu 6.000 Euro vom Staat gibt

Die Bundesregierung legt eine neue E-Auto-Förderung auf. Der neue Zuschuss soll gezielt Haushalte mit mittleren und niedrigeren Einkommen erreichen. Der grobe Rahmen ist seit dem vergangenen Herbst bekannt, nun liegen konkrete Details vor.
Kein Zuschuss für Gebrauchtwagen
Gefördert wird demnach der Kauf oder das Leasing von Pkw mit batterieelektrischem Antrieb (BEV) sowie Plug-in-Hybride (PHEV). Für Gebrauchtwagen ist kein Zuschuss vorgesehen. Die Förderung gilt rückwirkend zum 1. Januar. Autokäufer werden Förderanträge allerdings erst ab Mai mit dem Start eines entsprechenden Webportals stellen können.
Die Basisförderung für reine Elektroautos beträgt 3.000 Euro. Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von maximal 60.000 Euro erhalten 4.000 Euro, bei einem Einkommen bis 45.000 Euro steigt der Zuschuss auf 5.000 Euro. Pro Kind erhöht sich die Förderung um jeweils 500 Euro, insgesamt jedoch um höchstens 1.000 Euro. Damit werden für BEV Fördersummen von mindestens 3.000 bis maximal 6.000 Euro gewährt. Weniger Geld gibt es für Plug-in-Hybride. Hier liegt die Basisförderung bei 1.500 Euro.
Die maximale Einkommensgrenze liegt bei 90.000 Euro
Antragsberechtigt sind ausschließlich Privatpersonen mit einem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen von maximal 80.000 Euro. Für Haushalte mit zwei Kindern erhöht sich die Einkommensgrenze auf 90.000 Euro. Nach Angaben der Bundesregierung entspricht die Grenze in etwa dem Medianwert privater Neuwagenkäufer – rund die Hälfte der deutschen Haushalte könne somit von der Prämie profitieren.
An die Förderung ist eine Mindesthaltedauer von 36 Monaten ab Erstzulassung geknüpft. Diese gilt sowohl für gekaufte als auch für geleaste Fahrzeuge. Ein gefördertes Auto darf innerhalb dieses Zeitraums nicht weiterverkauft oder vorzeitig aus dem Leasing genommen werden.
Finanziert werden soll das Programm aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF). Vorgesehen sind insgesamt drei Milliarden Euro für den Zeitraum bis 2029.
Warnung vor Mitnahmeeffekten
Ungewiss bleibt, wie sich die Prämie auf die realen Endpreise auswirkt. Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer erwartet, dass Hersteller ihre bisherigen Rabattprogramme zurückfahren. „Die Prämie erlaubt, die Rabatte zu kürzen, sprich die Prämie motiviert zu Mitnahme-Effekten.“ Zum Jahresstart hatten einige Hersteller noch hohe Preisnachlässe gewährt, etwa VW mit Rabatten von bis zu 5.000 Euro, meist befristet bis Ende März. (Text: hh/sp-x)
Alle Artikel
Alle ansehen
Porsche Taycan (2027): Fake-Gänge mit Synthetik-Sound! Zuffenhausen kopiert den Hyundai-Trick
Porsche startet mit dem Taycan ins Modelljahr 2027 und macht das Elektroauto emotionaler. Neu ist die optionale E-Shift-Funktion mit acht virtuellen Gängen, spürbaren Schaltrucken, und virtuellem Drehzahlbegrenzer. Dazu kommen ein neues Infotainment und bis zu 700 Kilometer Reichweite.

Mercedes-AMG GLE 63 S und GLS 63: Der V8 lebt weiter
Mercedes-AMG überarbeitet die Topversionen von GLE und GLS. Im Mittelpunkt steht der neue 4,0-Liter-V8-Biturbo mit Flat-Plane-Kurbelwelle und 612 PS. Dazu kommen eine neue Front, optimierte Fahrwerkssysteme, neue Digitalfunktionen und mehr Individualisierung.

Genesis Magma GT: Wird das der Porsche-911-Schreck aus Korea?
Mit dem Magma GT Concept zeigt Genesis nicht nur eine spektakuläre Designstudie, sondern möglicherweise den Ausblick auf das bislang ambitionierteste Serienmodell der Marke. Im Fokus stehen Mittelmotor-Proportionen, Flügeltüren und ein möglicher 800PS-V8-Antrieb.