Ladeinfrastruktur wächst - dennoch mahnt der VDA

Trotz Zuwachs bei der Ladeinfrastruktur bleibt das Verhältnis von öffentlichen Ladepunkten zu Elektro-Pkw in Deutschland nahezu unverändert. Aktuell teilen sich 2.877.051 reine E-Autos und Plug-in-Hybride 172.150 öffentlich zugängliche Ladepunkte. Das entspricht 16,7 Autos pro Ladesäule. Im Vorjahr lag die Quote bei 17,3 zu eins.
Beim Ausbau weist die Bundesnetzagentur im Jahresvergleich zwischen dem Juli 2024 und dem Juli 2025 deutschlandweit 29.357 zusätzliche öffentliche Ladepunkte aus. Im vorherigen Vergleichszeitraum waren es noch gut 45.000. Auch beim Schnellladen flachte die Dynamik ab: Innerhalb eines Jahres kamen 10.729 Schnellladepunkte hinzu, zuvor waren es rund 11.500. Positiv entwickelte sich die verfügbare Ladeleistung pro E-Pkw: Sie stieg binnen Jahresfrist von 2,1 auf 2,4 kW – stagniert jedoch seit Januar, weil der E-Pkw-Bestand ähnlich schnell wächst wie die installierte Leistung.
Unterschiede bei Ladesäulen-Dichte - 32 Prozent der Gemeinden ohne öffentlichen Ladepunkt
Regional zeigen sich große Unterschiede bei der Ladesäulen-Dichte. In 32 Prozent der deutschen Gemeinden gibt es weiterhin keinen öffentlichen Ladepunkt, in 65 Prozent keinen Schnellladepunkt. Die geringste Konkurrenz um Fahrstrom gibt es in Heilbronn mit 4,8 E-Pkw pro Ladepunkt, die größten absoluten Zuwächse an Ladepunkten verbuchten Berlin (plus 991), Hamburg (plus 735) und Stuttgart (plus 646).
Vor dem Hintergrund der Zahlen mahnt der VDA mehr Tempo beim Ausbau der Infrastruktur an: Das Vertrauen, „immer und überall einfach und schnell laden zu können“, sei zentral für die Akzeptanz der E-Mobilität, so der Branchenverband. Nötig seien beschleunigte Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie ein vorausschauender Netzausbau, damit Leistungen auch tatsächlich bereitgestellt werden. (Text: hh/sp-x | Bilder: as24)
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