Maserati feiert 100 Jahre Dreizack: Großes Facelift-Trio für GranTurismo, GranCabrio und Grecale

Wenn eine italienische Traditionsmarke Geburtstag feiert, fliegen die Franciacorte-Korken. Und natürlich auch die Leistungswerte. Nämlich nach oben. Pünktlich zum 100-jährigen Jubiläum des ikonischen Dreizack-Logos haut Maserati einen echten Hattrick raus: GranTurismo, GranCabrio und das Erfolgs-SUV Grecale rollen runderneuert auf die Prachtboulevards der Welt. Wir verraten euch, was sich im Detail unter den eleganten Blechkleidern in Sachen V6-Power getan hat. Übrigens: Auch die elektrischen Folgore-Versionen wurden überarbeitet.
Karosserie & Design: Eine Prise Rennsport für die Schönheiten
Optisch gehört Maserati seit jeher zur absoluten Haute Couture des Automobilbaus. Beim Facelift-Trio gehen die Designer in Modena daher behutsam vor, schärfen die Linien aber spürbar nach. Alle drei Modelle erhalten eine aerodynamisch optimierte Frontpartie mit leicht modifizierten Kühlergrills und neuen Schwellern, die direkt aus dem Motorsport abgeleitet sind.
Das verleiht der edlen Flotte einen deutlich athletischeren Auftritt, ohne den typisch italienischen Grand-Tourer-Charme zu verwässern. Trends setzen dürften auch die neuen Farben, bei denen Maserati stets ein gutes Händchen beweist.
Antrieb: Nettuno-V6 knackt die 590-PS-Marke
Unter den langen Hauben der Verbrenner-Modelle sorgt vor allem das Triebwerks-Upgrade für feuchte Hände bei Sportwagen-Fans. Der fabelhafte 3,0-Liter-V6-Biturbo mit dem klangvollen Namen „Nettuno“ bekommt eine ordentliche Leistungsspritze spendiert.
Nach dem Update leistet das Aggregat in den sportlichen Topversionen stramme 590 PS. Das entspricht einem satten Leistungsplus von 40 PS gegenüber dem Vorgänger. Die Fahrleistungen sind dementsprechend brachial: Das GranTurismo Coupé rennt nach der Modellpflege weit über 320 Sachen und beschleunigt in echter Supersportwagen-Manier.
Gleichzeitig vergisst Maserati auch die Elektromobilität nicht. Die vollelektrischen Folgore-Modelle erhalten ein tiefgreifendes Effizienz-Update. Durch ein intelligenter abgestimmtes Allradsystem und Software-Optimierungen steigen die Reichweiten spürbar an. Beim Grecale Folgore sind künftig beispielsweise bis zu 580 Kilometer drin, womit auch lange Etappen völlig emissionsfrei zum Genuss werden.
Innenraum: Feinschliff im digitalen Cockpit
Im Innenraum ziehen GranTurismo und GranCabrio ebenfalls nach. Neu ist ein oben und unten abgeflachtes Sportlenkrad mit dunkel satinierten Aluminium-Speichen. Es ist wahlweise in perforiertem Leder oder mit Alcantara-Einsätzen erhältlich. Auch die digitale Maserati-Uhr wurde überarbeitet. Sie besitzt nun eine achteckige Form, eine Metallfassung und neue Grafiken. Beim Wechsel der Fahrmodi erscheinen zusätzliche Pop-up-Anzeigen.
Das digitale Cockpit bleibt zweigeteilt. In der Mitte sitzt ein 12,3-Zoll-Infotainmentscreen, darunter ein 8,8-Zoll-Komfortdisplay. Dazu kommen ein 12,2-Zoll-Instrumentendisplay und ein Head-up-Display. Neu ist außerdem ein Überwachungssystem, das Ablenkung und Müdigkeit des Fahrers erkennen soll. Damit reagiert Maserati auch auf die steigenden Anforderungen an Assistenz- und Sicherheitssysteme.
Fazit: Bereit für die nächsten 100 Jahre
Preise für die überarbeiteten Modelle nennt Maserati noch nicht. Die aktuelle Modellpflege kommt jedoch zu einem wichtigen Zeitpunkt. Die Marke steht unter Druck, weil die Verkaufszahlen zuletzt schwach waren und das Produktprogramm lange zwischen Verbrenner-Tradition und Elektro-Zukunft hing. Mit dem Update versucht Maserati nun, genau diese beiden Welten besser zusammenzubringen. (Text: an | Bilder: Hersteller)
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