Mazda3, CX-30 und MX-5: Motor, wechsel dich

Zum anstehenden Modelljahr 2025 überarbeitet Mazda vor allem sein Motorenprogramm. Mazda3 und CX-30 erhalten einen neuen 2,5-Liter-Vierzylinder für die Basis, dagegen wird die Top-Motorisierung beim MX-5 vorerst gestrichen. Außerdem werden die Kompaktmodelle innen etwas digitaler.

Das Mazda Mini-Facelift auf einen Blick

  • Mazda3* und CX-30** erhalten neuen Motor
  • 122 und 150 PS Benziner nicht mehr bestellbar
  • Neuer Motor mit 2,5 Litern und 140 PS
  • Jetzt 25 Nm mehr auf 238 Nm
  • Mazda MX-5*** nur noch kurze Zeit mit 184 PS
  • 1,5-Liter-Vierzylinder bleibt (vorerst) einzige Option

*(Mazda3 Modellprogramm Kraftstoffverbrauch kombiniert (WLTP): 5,6-6,5 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert; 126-146 g/km: CO2-Klasse: D-E)²

**(Mazda CX-30 Modellprogramm, Kraftstoffverbrauch kombiniert (WLTP): 5,7-6,6 l/100 km: CO2-Emissionen kombiniert: 129-148 g/km: CO2-Klasse: D-E)²

***(Mazda MX-5 Modellprogramm, Kraftstoffverbrauch kombiniert (WLTP): 6,8-6,3 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 153-142 g/km; CO2-Klasse: E)²

Mazda CX-30 Back 11

Mehr Hubraum, mehr Drehmoment

Mazda ist bekannt dafür, bei der Motorisierung seiner Modelle andere Wege zu gehen als seine Mitbewerber. Schließlich spricht kaum ein anderer Hersteller heutzutage bei einem 3,3 Liter großen Reihensechszylinder noch von „Rightsizing“. Was schon beim 60er SUV unter den Mazda-Fans für großen Zuspruch gesorgt hat, wird nun auch auf andere Modelle ausgerollt. Nein, der Mazda3 wird jetzt nicht plötzlich mit einem Sechszylinder vorfahren – erhält in Form des e-Skyactiv G140 jedoch einen neuentwickelten und im Hubraum optimierten Vierzylinder.

Der neue Antrieb mit 2,5 statt 2,0 Litern mit 140 PS und 238 Nm ersetzt die bisherigen Varianten mit 122 und 150 PS. Während die Leistungsausbeute des neuen Mazda-M-Hybrid-Vierzylinder sicherlich nicht weltbewegend ist, verweist der Hersteller auf das spürbare Plus an Drehmoment. Es stehen nicht einfach nur 25 Nm mehr zur Verfügung, das maximale Drehmoment wird bereits bei 3.300 U/min erreicht – 700 Umdrehungen früher als beim alten Vierzylinder. Laut Mazda soll sich diese Änderung während täglicher Fahrten bemerkbar machen und gleichzeitig den Verbrauch senken.

Mazda3-Fastback-Interieur

Mazda3 weiterhin mit Sechsgang-Handschaltgetriebe bestellbar

Ebenfalls weniger Benzin soll durch die Zylinderabschaltung verbraucht werden, die bei geringer Lastabforderung die Zylinder eins und vier über eine variable Öffnungssteuerung der Einlassventile deaktiviert. Für die Kraftübertragung an die Vorderräder hat der Kunde nach wie vor die Wahl auf ein knackiges Sechsgang-Schaltgetriebe oder eine Sechsstufen-Automatik zu setzen. Das eben geschriebene gilt übrigens nicht nur für den Mazda3, sondern auch für seinen hochbauenden Verwandten, den CX-30.

Beide erhalten für das Modelljahr 2025 außerdem ein überarbeitetes Infotainment-System samt Alexa-Sprachdienst und verschiedenen App-Integrationen aus der Amazon-Welt. Die Kartennavigation mit Echtzeit-Verkehrsinfos und Online-Update ist ab dem Mini-Facelift zudem Serie. Die Preise beginnen für den Mazda3 mit dem neuen e-Skyactiv G140 Motor ab 28.140 Euro, der Mazda CX-30 kostet mit dem gleichen Antrieb mindestens 28.940 Euro.

mazda mx-5 35th anniversary 2024 mazda mx-5 ag act 41 highres

Mazda MX-5 verliert den 2,0-Liter-Vierzylinder

Etwas weniger erfreulich ist dann die Tatsache, dass Mazda keinen passenden Ersatz für den 2,0-Liter-Skyactiv G-Motor mit 184 PS gefunden hat. Wieso überhaupt Ersatz? Offensichtlich erfüllt der „große“ Sauger in naher Zukunft nicht mehr die EU-Emissionsregularien – eine Neuentwicklung wäre wohl zu aufwendig gewesen. Als Trostpflaster bleibt für alle europäischen Kunden (außer UK) vorerst der kleine 1,5-Liter-Vierzylinder mit 132 PS übrig. Auch wenn sich dieser nur mit knapp 1.110 Kilogramm Auto herumschlagen muss, war der 184 PS starke Antrieb doch die Wunschmotorisierung der meisten MX-5 Käufer. In Deutschland entschieden sich im Jahr 2023 gar 89 Prozent für diese Variante. (Text: Thomas Vogelhuber | Bilder: tv, Hersteller)

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Thomas Vogelhuber

Thomas Vogelhuber ist seit März 2019 Chefredakteur des AutoScout24 Magazins und verantwortet die inhaltliche sowie strategische Ausrichtung der Redaktion einschließlich der Weiterentwicklung aller Content-Formate, insbesondere im Bereich Video. Er verfügt über langjährige Erfahrung im Automobiljournalismus und beschäftigt sich mit aktuellen Mobilitätstrends, neuen Antriebstechnologien sowie der Entwicklung des Automobilmarktes. Privat fährt er eine Mercedes-Benz S-Klasse S 450 4Matic W221.

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