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Porsche 911 (992.2) Hybrid - alles was wir zum Facelift wissen

Porsche stellt Ende Mai das Halbzeit-Facelift des 992 vor. Erstmals auch mit verschiedenen Hybrid-Ausbaustufen. Eine davon wurde nun vorab von Porsche auf die Nordschleife gschickt und ist natürlich schneller als der Vorgänger. Wir zeigen, was sich sonst noch bei den Antrieben ändern könnte.

Das Porsche 911 (992.2) Facelift auf einen Blick*

  • Der 911 wird erstmals zum Hybrid
  • Verschiedene Leistungsstufen in Planung
  • 48- bis 400V stehen im Raum
  • Top-Hybrid wird der neue GT2 RS
  • 992.2 bekommt ein dezentes Außenfacelift
  • Neues Cockpit ohne analogen Drehzahlmesser

*(Die im Artikel genannten Fahrzeuge stehen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht zum Verkauf oder sind nicht mehr als Neuwagen erhältlich. Homologationen ausstehend)²

rundenzeit911hybrid

8,7 Sekunden schneller als bisher – aber welches Modell ist gemeint?

Aufschnitt gibt es normalerweise beim Metzgermeister, Porsche versucht sich beim anstehenden 911-Update aber ebenfalls an einer Salamitaktik und veröffentlicht Infos zum Halbzeit-Facelift des 992 nur scheibchenweise. Neuester Einfall, um die eiserne Sportwagen-Community am Ball zu halten: Eine Pressemitteilung zum erfolgreichen Entwicklungsabschluss des 911 Hybrid, inklusive einer ominösen Nordschleifen-Zeit von 7:16,934 Minuten. Diese soll belegen, dass der neue Hybrid um 8,7 Sekunden schneller ist als das nicht elektrifizierte Modell der aktuellen Vorfacelift-Generation.

Allerdings bleibt Porsche eine entscheidende Information schuldig: Jene, um welche 911-Variante es sich eigentlich handelt. Wir können daher nur mutmaßen, dass es sich beim schwarzen Prototyp auf der Nürburgring Nordschleife um einen Carrera S oder GTS Hybrid handelt, der laut Hersteller zwar mit serienmäßiger Bereifung, aber mit optionalem Aero-Kit samt feststehendem Heckflügel ausgestattet war. Die Referenzrunde in der Grünen Hölle absolvierte Porsche-Markenbotschafter Jörg Bergmeister, der sich im Nachgang wie folgt äußerte: „Der neue 911 ist auf der Rennstrecke deutlich schneller geworden. Wir haben mehr Grip, deutlich mehr Leistung und das spontane Ansprechverhalten des Performance-Hybrids ist ein großer Vorteil.“ Zum Vergleich: Porsche nannte für die nicht mehr bestellbare 992.1-Generation des GTS eine Rundenzeit auf dem Nürburgring von 7:26 Minuten.

Jetzt lesen: Vergleich Porsche 996 Turbo und 992 Turbo S

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Weltpremiere Ende Mai - derweil brodelt die Gerüchteküche

Die Geheimniskrämerei soll derweil am 28. Mai 2024 ab 15 Uhr vorbei sein. Dann wird das Facelift des Porsche 911 der Generation 992 offiziell der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Das dauert euch noch zu lange? Dann erfahrt im Folgenden, welche Informationen bislang zu den einzelnen 911 Varianten durchgesickert sind und welche Gerüchte sich nach und nach verdichten:

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Porsche 911 Carrera und Carrera S: Während sich über Monate hinweg die Gerüchte angehäuft haben, die Basis-Varianten des 911 könnten wieder mit Saugmotoren vorfahren, dürfte es in Realität anders kommen. Demnach ist anzunehmen, dass die Modelle Carrera (mit T) und Carrera S den bisher verbauten 3,0-Liter-Sechszylinder-Biturbo behalten; zumindest der Carrera S könnte jedoch erstmals durch ein 48V-Mildhybrid-System unterstützt werden. Den nötigen Platz für die Mildhybrid-Komponenten hatte Porsche schon zu Beginn der 992-Generation im Getriebebereich vorgesehen.

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Porsche 911 GTS: Spannender, im wahrsten Sinne, wird es bereits bei der GTS-Variante. Hier berichten einige Medien, unter anderem das in der Vergangenheit stets gut unterrichtete Autocar Magazin, dass der Saugmotor eine Renaissance feiern könnte. Gemutmaßt wird über den Einsatz eines vier Liter großen Sechszylinders, der durch entsprechende Hybrid-Komponenten unterstützt wird. Wie performant diese Komponenten sind, zeigt womöglich die aktuelle Pressemitteilung von Porsche unter Bekanntgabe einer ominösen Rundenzeit (siehe oben).

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Porsche 911 Turbo und Turbo S: Mehr Leistung bieten bei Porsche naturgemäß die Turbo-Modelle, die zum Facelift zu wahren Power-Hybriden avancieren könnten. Es ist die Rede von einer Umbenennung zu 911 Turbo und Turbo S E Hybrid, womit diese Varianten der Sportwagen-Ikone namentlich näher an die entsprechenden Panamera- und Cayenne-Modelle heranrücken würden. Möglicherweise kommt bei den Turbo-Modellen ein neuentwickelter 3,6-Liter-Sechszylinder mit elektrischem Turbolader zum Einsatz, der um ein selbstladendes 400V-Hybrid-System ergänzt wird. Anders als bisher könnte die Vorderachse durch einen Elektromotor angetrieben werden, wohingegen die Hinterachse wie bisher maßgeblich durch den Verbrenner befeuert wird. Die Energie soll in einer leichtbauenden Lithium-Ionen-Batterie gespeichert werden, die deutlicher kleiner ausfällt als jene, die bei Mercedes oder Ferrari in den Power-Plug-in-Hybriden zum Einsatz kommen. Schnelle Lade- und Entladeeigenschaften für maximale Performance standen im Fokus, nicht das rein elektrische Fahren.

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Porsche 911 GT3 (RS) und GT2 RS: Gänzlich ohne Elektrifizierung auskommen sollen auch weiterhin die unterschiedlichen GT3-Modelle. Sie sollen weiterhin auf einen harten Kern an Enthusiasten abzielen, die lieber weniger Performance, dafür pure Saugmotorkraft bevorzugen. Ein anderes Bild wird derzeit vom zukünftigen GT2 RS gezeichnet. In enger Zusammenarbeit mit Rimac (Porsche hält 45 Prozent am Unternehmen) scheinen die Stuttgarter hier gerade ein rasantes Gesamtpaket zu schnüren. Man stelle sich die Aero des GT3 RS in Verbindung mit einem Sechszylinder-Turbomotor und einem zusätzlichen E-Antrieb vor – alles auf ein Performance-Maximum getrieben. Derzeit wird über eine Systemleistung von 800 PS spekuliert, vor Ende 2025 ist mit einem Debüt allerdings nicht zu rechnen.

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Was tut sich sonst beim Porsche 992.2?

Neben einer geänderten Antriebspalette wird das Update des Porsche 992 auch ein klassisches Facelift umfassen. Erlkönig-Prototypen zeigen schon seit längerer Zeit die offenkundigen Änderungen an Front und Heck, wobei die neuen Lamellen in der Frontstoßstange bei den stärkeren Modellen ein Indiz für ein geändertes Kühlsystem sein könnten. Lichttechnisch könnte der 992.2 derweil auf die HD-Matrix-LED-Scheinwerfer setzen, die bereits beim neuen Cayenne zum Einsatz kommen und auf insgesamt 32.000 einzelne Lichtpunkte setzen. Natürlich gibt es kein Facelift ohne Änderungen im Innenraum: Der analoge Drehzahlmesser fliegt nun auch beim 911 raus, ansonsten dürften sich die Neuerungen auf ein verbessertes Infotainment-System und die ein oder andere Qualitätsanpassung beschränken.

Marktstart und Preise

Während die Weltpremiere des neuen Porsche 911 (992.2) am 28. Mai bereits unmittelbar bevorsteht, peilt der Autobauer den Marktstart offiziell "zum Frühsommer" 2024 an. Das wäre dann Mitte/Ende Juni. Zuletzt kostete der Basis-Elfer in Deutschland ab 122.493 Euro - mit dem Facelift dürfte der Sportwagen erneut teurer werden. Erneut? Porsche hat den 911 Carrera im Laufe des vergangenen Jahres bereits um exakt 9.001 Euro im Preis erhöht. (Text: tv | Bilder: Hersteller, Automedia)

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