Vorstellung: Land Rover Range Rover Evoque – Dynamisch bereits im Stand

Range Rover – bei Land Rover stand diese Sub-Marke stets für mächtige Luxus-Allradler. Doch 2011 wird der Range Rover Evoque mit vergleichsweise smarten Abmessungen und ebensolchen Verbrauchswerten antreten. Darüber hinaus bietet der Dreitürer ein ungewohnt temporeiches Design.

Vor seiner offiziellen Publikumspremiere auf dem Pariser Autosalon hat Land Rover nun weitere Bilder veröffentlicht, die erstmalig auch den Innenraum zeigen.
Diese Bilder zeigen ein für die Marke einerseits überraschendes und andererseits schon alt bekanntes Design. Denn bereits im Jahr 2008 stellte Land Rover den Baby-Range unter dem Kürzel LRX als Studie vor - damals noch mit vager Aussicht auf Serienbau. Die Überraschung: Diese eindrucksvolle und durchaus gewagte Designstudie kommt optisch nahezu unverändert auf die Straße. Lediglich bei Türgriffen, Außenspiegeln oder dem Unterfahrschutz kommen etwas gewöhnlichere Lösungen zum Einsatz.

Geblieben ist dem Evoque die dreitürige, 4,35 Meter lange Karosserie mit dem nach hinten stark abfallenden Dach und einer zum Heck hin aufsteigenden Schulterlinie. Entsprechend klein und schmal werden die Fenster nach hinten und lässt der hohe Blechanteil das Heck etwas massig erscheinen. Bislang von Land Rover offiziell noch nicht bestätigt wurde eine fünftürige Version, die als Erlkönig allerdings schon häufig gesichtet wurde.

Herrlich aufgeräumter Innenraum

Als Vertreter der Range-Rover-Familie gibt sich der Evoque mit dem prominenten Schriftzug zwischen den Scheinwerfern und dem Flying Roof zu erkennen. Letzteres suggeriert ein Dach, das optisch keine Verbindung zum Unterbau zu haben scheint. Die maskuline Front mit scharf blickenden Xenon-Leuchten, die Sicken in der Motorhaube, die ausgestellten Radhäuser – optisch macht der Evoque auf gespannten Muskelprotz.

Der Innenraum bietet neben noblen Details ein sportlich-futuristisches Styling mit einer erfreulich niedrigen Zahl von Schaltern und Knöpfen. Vor allem die untere Mittelkonsole präsentiert sich sehr aufgeräumt. Verantwortlich hierfür ist unter anderem der Drive-Selector für die Automatik-Version. Dieser versenkbare Drehknauf ersetzt den sonst üblichen Hebel für die Wahl der Fahrstufe. Für die Feststellbremse braucht es ebenfalls keinen großen Hebel mehr, ein kleiner Wippschalter zum aktiveren der elektrischen Parkbremse reicht aus. Und auch das Multimedia-Navisystem verzichtet dank Touchscreen auf viele Schalter.

Viele Optionen

Hinter dem mit vielen Bedientasten ausgestatteten Lenkrad blickt der Fahrer auf ein Kombiinstrument mit zwei analogen Rundinstrumenten in tiefen Schächten. Dazwischen befindet sich noch ein Farbdisplay, auf dem sich diverse Zusatzinformationen anzeigen lassen. Neben edlen Ledersitzen mit eindrucksvollen Nähten gehört noch ein optionales Glas-Panorama-Dach zu den Besonderheiten des Innenraums.

Außerdem lässt sich der Evoque noch mit Einparkassistent, Zweizonen-Klimaautomatik mit programmierbarer Standheizung, einem Totwinkel-Überwachungssystem, einem Surround-Kamerasystem mit fünf Digitalkameras oder Festplattennavigation mit Fernsehempfang aufrüsten.

Nur fünf Liter Verbrauch

Wie bereits den gelifteten Freelander, der Anfang 2011 auf den Markt kommen wird, wird es auch den Evoque sowohl mit Allrad- als auch mit reinem Vorderradantrieb geben. Im Angebot sind drei Motoren, darunter ein 2,2-Liter-Turbodiesel in den Leistungsstufen 150 oder 190 PS. Die kleinere Dieselvariante mit Vorderradantrieb und Sechs-Gang-Schaltgetriebe soll nach Herstellerangaben beim Normverbrauch nur knapp über fünf Liter auf 100 Kilometer liegen.

Wer es flotter mag, kann auf einen 2,0-Liter-Turbo-Benziner mit 240 PS zurückgreifen. Sämtliche Motoren sind mit Sechs-Gang-Getrieben gekoppelt, die entweder manuell oder automatisch geschaltet werden. Die Dieselmodelle mit manueller Schaltung verfügen zudem serienmäßig über einer Start-Stopp-Automatik der zweiten Generation. Weitere konkrete Antriebe hat Land Rover bisher nicht angekündigt, doch soll es für 2013 noch eine effiziente Hybridvariante geben.

Der Evoque soll übrigens kein reiner Asphalt-Flaneur sein. Neben dem Allradantrieb bietet das SUV außerdem noch einen gehobenen Böschungs- und Rampenwinkel sowie das Terrain-Response-System, welches dem Fahrer ermöglicht, zwischen fünf verschiedenen Fahrprogrammen zu wählen. Ob Autobahn, steinige Kletterpartie oder auf sandigem Untergrund – für jedes Terrain hat der Wagen ein speziell abgestimmtes Programm. Doch vor allem hinsichtlich seiner Asphalt-Performance soll der Evoque in bislang unbekannte Sphären vorstoßen. Der flotte Kurvenstrich soll mit dem kompakten Modell besser als mit jedem anderen Range zuvor gelingen.

Victoria Beckham stylt Range Rover

Mehr als nur reine Testimonial-Funktion für den neuen Evoque hat die Ex-Spice-Girl-Sängerin Victoria Beckham. Sie wurde im Rahmen einer Vorab-Präsentation des neuen Mini-Range als künfige Kreativdirektorin von Range Rover vorgestellt. Geht es um Mode- und Stilfragen, will das Designteam des britischen Autobauers die glamouröse Dame in Entscheidungsprozesse mit einbeziehen. Wann es allerdings einen Evoque geben wird, dem Frau Beckham eine deutlich sichtbare gestalterische Note verliehen hat, ist noch offen.

Konkreter ist hingegen der Starttermin des Evoque. Im Spätsommer 2011 sollen die ersten Fahrzeuge in Deutschland auf die Straße kommen. Über die Preise darf man noch spekulieren: Vermutlich wird sich der Baby-Range etwas oberhalb vom Freelander positionieren und dürfte somit wohl deutlich über 30.000 Euro kosten.

Wollen Sie jetzt durchstarten?

Alle Artikel

Mega-E-Sportwagen von Lotus: Was kann der Evija?

News

Zukünftig zusammen: Ford und VW beschließen Kooperation

News

Mini Cooper SE – der englische BMW i3

News
Mehr anzeigen