Auto - Lüftung reparieren

Eine nicht mehr funktionierende Lüftung im Auto kann verschiedene Ursachen haben: Hinter ungleichmäßigen Geräuschen und einem schwankenden Luftstrom kann eine Kleinigkeit stecken - oder aber ein tiefergehendes Problem, dem Sie auf den Grund gehen sollten.

Eine defekte Lüftung kann verschiedene Gründe haben

Ist Ihre Lüftung im Auto kaputt, können verschiedene Ursachen dafür verantwortlich sein. Die Defekte äußern sich unterschiedlich, zum Beispiel durch Rasselgeräusche, gelegentliche Ausfälle bis hin zum Totalausfall. Wobei auch Blätter, welche die Lüftungsschlitze verstopfen, oder ein Fremdkörper die Geräusche verursachen können. In diesem Fall öffnen Sie die Motorhaube und entfernen den Unrat.

Wenn Ihre Lüftung weiterhin nicht funktioniert, kann es an der Heizung liegen. Denn diese arbeitet über einen Wärmetauscher. Der Motor entzieht dem Kühlwasser die Wärme, vorausgesetzt es befindet sich ausreichend Kühlwasser im Behälter. Hier ist regelmäßiges Auffüllen anzuraten. Bleibt das Auto trotzdem kalt, gibt es einen Test, um herauszufinden, was nicht stimmt:

  • Nach circa zwanzig Kilometern zeigt Ihnen die Temperaturanzeige an, dass der Motor warm ist. Stellen Sie das Radio aus, um möglichst viele Geräusche wahrzunehmen.
  • Nun drehen Sie den Heizungsregler sowie den Gebläseregler voll auf. Hören Sie kein Schaltgeräusch, ist vermutlich die Sicherung des Gebläsestromkreises defekt.
  • Hören Sie nach dem Austausch deutliche Schaltgeräusche, wobei eventuell auch das Licht schwächer wird, ist höchstwahrscheinlich der Gebläsemotor kaputt.

Doch bevor Sie das Gebläse ausbauen, stellen Sie sicher, dass keine anderen Defekte vorliegen. Beispielsweise kann der Seilzug, welcher die Regler an der Autoheizung verstellt, gerissen sein. Je nach Fahrzeugmodell gelangen Sie schnell hinter das Armaturenbrett. Aber Vorsicht beim Pkw mit Beifahrerairbag - dieser kann schnell ausgelöst werden und das richtet einen größeren Schaden an. Unter Umständen kann es sogar lebensgefährlich sein.

Doch meistens sind die Wärmetauscher defekt, welche sich an jedem Kfz komfortabel auswechseln lassen. In der Regel finden Sie diese am Kühlkreislauf als Verbindung zum Lüfter. Haben Sie andere Ursachen ausgeschlossen, bauen Sie den Gebläsemotor mit wenig technischem Know-how selbst ein.

So wechseln Sie am Auto den Gebläsemotor

Zuerst einmal müssen Sie den genauen Sitz des Gebläsemotors herausfinden. Dieser sitzt bei vielen Fahrzeugen unter der Fußraumabdeckung, bei manchen Autos auch hinter dem Handschuhfach. Im simpelsten Fall fragen Sie beim Händler nach, bei dem Sie den neuen Motor kaufen. Ansonsten brauchen Sie für den Ein- und Ausbau lediglich einen Torxschraubendreher (TX 20) und einen Kreuzschraubenzieher.

  1. Je nachdem wo der Motor sitzt, öffnen Sie die Abdeckung des Handschuhfachs oder sehen im Fußraum nach.
  2. Dann ziehen Sie den Stecker an der Lüfterklappe. Die Lüfterklappe öffnen Sie, indem Sie beide Verriegelungen zur Seite schieben.
  3. Da die Lüfterklappe nur rückwärtig in einer Halterung hängt, lässt sie sich problemlos nach unten ziehen. Nun sind der Regler und der Lüfter gut zu sehen.
  4. Der Lüfter ist mit vier Torxschrauben am Gebläseschacht befestigt. Zwei der Schrauben finden Sie gleich an der Vorderseite, die dritte befindet sich hinter dem Regler und die vierte sehen Sie rechts hinten.
  5. Haben Sie die Schrauben gelöst, ziehen Sie den Lüfter aus dem Schacht.
  6. Den Regler halten ebenfalls zwei Torxschrauben am Gebläsemotor. Jetzt ist die Aufhängung des Gebläsemotors gut sichtbar.
  7. Tauschen Sie den Gebläsemotor aus, verschrauben den Regler, setzen den Lüfter ein und verschließen die Lüfterklappe.
  8. Nun stellen Sie die Steckverbindung her und verschrauben die Abdeckung.

Warten Sie auf keinen Fall zu lange mit einer Reparatur. Denn eine gut funktionierende Lüftung erhöht den Komfort im Auto. Wenn sich allerdings herausstellt, dass der Fehler von der Klimaanlage kommt, überlassen Sie die Instandsetzung besser einem Fachmann.

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