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Fokus: Caravaning
Fokus: Caravaning

So viel kosten Wohnmobil und Wohnwagen

Wer mit einem Wohnmobil oder Wohnwagen liebäugelt und es nicht mieten möchte, sollte im Vorfeld einmal das Budget überschlagen. Denn neben der Anschaffung dürfen auch die laufenden Kosten nicht außer Acht gelassen werden. Hier ein Überblick über die wichtigsten Posten bei Wohnwagen und Wohnmobil.

Wohnwagen oder Wohnmobil?

Camping mit Wohnwagen oder Wohnmobil boomt nach wie vor. Gerade für Einsteiger erlaubt das begrenzte Budget oft nur einen Wohnwagen oder Camper. Denn ein Anhänger ist natürlich günstiger in der Anschaffung, in der Wartung und im Unterhalt, wie beispielsweise in Sachen Kfz-Steuer und Versicherungstarif. Weiterer Vorteil: er lässt sich am Campingplatz abstellen und erlaubt das Erkunden der Gegend mit dem Auto. Auf der anderen Seite lässt er sich auch schwieriger manövrieren, gerade das Einparken bereitet Ungeübten Schwierigkeiten. Beim Wohnmobil stellt sich zunächst die Frage des richtigen Führerscheins. So darf man ein Wohnmobil über 3,5 Tonnen mit dem EU-Führerschein (ab dem Jahr 1999) nicht fahren, bzw. nur nach Erweiterung der Fahrerlaubnis in einer Zusatzprüfung. Das Wohnmobil ist dafür aber unschlagbar in Sachen Komfort und leichter zu fahren, da bei dem Fahrzeug keine schwingenden Kräfte wirken. Außerdem verfügt ein Wohnmobil in der Regel über mehr Stauraum.

Was Wohnwagen & Wohnmobil kosten: Übersicht

Wie steht es nun um die Kosten* von Wohnmobil und Caravan? Sehen wir uns einmal grob die einzelnen Posten an:

Wohnwagen Wohnmobil
Anschaffungskosten*
(zzgl. Erstausstattung)
Neu: ab 11.500 €
Gebraucht: ab 2.000 €
Neu: ab 30.000 €
Überstellungskosten ca. 500 bis 1.000 € ca. 1.000 €
Zulassung ca. 30 € bis 100 € ca. 30 € bis 100 €
Versicherung ca. 150 € bis 300 €/Jahr bis 1.000 €/Jahr
Kfz-Steuer ca. 8 € bis 373 €/Jahr ca. 144 € bis 745 €/Jahr
TÜV/HU ca. 50 € bis 70 € ca. 65 € bis 140 €
Reifen ab 50 €/Reifen ab 100 €/Reifen
Standkosten bzw. Miete individuell individuell
Wartung & Reparaturen variabel variabel
Reisekosten (Treibstoff, Gas, Maut, Vignetten, Fähren) variabel variabel

* Alle Preise sind grobe Richtwerte
** Günstigere Preise für Campervans, Mini-Caravan und ältere/reparaturbedürftige Modelle möglich

Wohnmobil: Preise und Erstausstattung

Sicherlich der größte Posten in deiner Rechnung ist der Anschaffungspreis. Kaufpreise für ein neues Wohnmobil starten bei knapp 30.000 Euro – für einen neuen Camper. Teilintegrierte Fahrzeuge gibt es ab rund 40.000 Euro, vollintegrierte ab etwa 50.000 Euro. Leider gelten Ab-Preise immer nur für die Basisausstattung. Willst du zum Beispiel ein paar mehr PS oder relativ normale Extras wie eine Anschlussgarantie, Markise oder Fahrradträger, kann das teuer werden. Ebenso schlägt die Erstausstattung noch einmal mit ein paar hundert Euro zu Buche. Dazu gehören etwa Küchenausstattung, Outdoor-Stühle, Tische und ein Zelt oder auch nur simples technisches Zubehör wie Kabeltrommel und Steckdosen.

Gebrauchte sind da schon erschwinglicher. Einen Campervan bekommt man aus zweiter Hand schon mal unter 10.000 Euro, teilintegrierte, betagtere Fahrzeuge ab ca. 15.000 Euro, und integrierte Modelle liegen gebraucht bei etwa 20.000 Euro. Sicher findet man schon Wohnmobile, die deutlich darunter liegen, allerdings nimmt man dann meist einen hohen Kilometerstand bzw. ein älteres Baujahr in Kauf.

Neuer oder gebrauchter Wohnwagen?

Die Anschaffung eines Wohnwagens ist da weniger teuer. Wenn du über einen zugfähigen Pkw verfügst, brauchst du im Prinzip nur noch den Anhänger. Hier gibt es Modelle in vielen Preiskategorien. Unter den Mini-Modellen starten neue Anhänger preislich schon bei knapp 6.000 Euro, die geräumigeren Caravans mit Bad und Bett sind neu ab etwa 11.000 Euro erhältlich. Klar, nach oben gibt es kaum Grenzen, was Ausstattung und Technik betrifft.

Angesichts der happigen Anfangsinvestition für die Anschaffung rückt schnell der Gebrauchtmarkt auf den Schirm. Hier ist jede Preiskategorie vertreten, je nachdem, wie viel Mühe und Aufwand man auch noch selbst investieren möchte. Mit Wohnwagen ab etwa 2.000 Euro bis 30.000 Euro ist für wirklich jeden, vom bescheidenen Puristen und Hobbybastler bis zum Luxus-Urlauber, etwas dabei. Bei den Gebrauchten, und gerade bei den älteren Modellen, empfiehlt sich vor dem Kauf natürlich eine gründliche Prüfung auf Herz und Nieren.

Welche einmaligen Kosten kommen auf mich zu?

Neben der Anschaffung und möglichen Finanzierungskosten solltest du außerdem noch etwas Geld für diese Posten einkalkulieren:

Überstellungskosten: Teuer kann mitunter der Posten der Überführung werden. Der Transport des Wohnwagens oder Reisemobils zum Händler bzw. zu dir nach Hause kann schon mal bis zu 1.000 Euro ausmachen und ist meist nicht im Angebotspreis enthalten.

Zulassung: Je nach Wohnort variieren die Zulassungskosten, für einen Anhänger oder ein Wohnmobil betragen sie in etwa 30 Euro, zusammen mit den Kosten für das Kennzeichen solltest du jedoch unter 100 Euro bleiben.

Wie hoch belaufen sich die Unterhaltskosten von Wohnmobil und Wohnwagen?

Genauso wie Autos sind Wohnmobile und Wohnwagen in Deutschland versicherungspflichtig. Damit ist die Haftpflicht-Versicherung gemeint, optional und empfehlenswert ist noch eine Teil- oder Vollkasko – da kann man beim Wohnmobil schon mal bei 1.000 Euro landen, doch es geht auch günstiger. Warum ist bei Versicherungen oft keine klare Aussage möglich? Das liegt daran, dass die Beiträge je nach Anbieter sehr schwanken. Die Bemessung der Versicherungsprämie hängt zudem von mehreren Faktoren ab – Neuwert, Schadensfreiheitsklasse beim Wohnmobil, Selbstbeteiligung, Deckungssummen oder Baukomponenten wie z.B. ein Gfk-Dach. Daher lässt sich pauschal keine Aussage machen. Unser Tipp: vergleichen, vergleichen, vergleichen – und immer aufs Kleingedruckte achten. Eins lässt sich aber feststellen: Sofern man bereits ein Auto hat, kommt man mit einem Caravan günstiger weg. Denn eine entsprechende Versicherung kann man bereits zwischen 150 und 300 Euro abschließen.

Kfz-Steuer: Beim Wohnmobil ist die Höhe der Steuer abhängig von Gewicht und Schadstoffklasse. So werden beispielsweise für ein durchschnittliches Fahrzeug mit 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht und Schadstoffklasse 4 genau 240 Euro Jahressteuer fällig. Die Spanne verläuft insgesamt zwischen 144 und 745 Euro. Letztere gilt aber nur für sehr alte, sehr schwere Fahrzeuge. Übrigens gilt für Oldtimer eine jährliche Steuerpauschale von 191,73 Euro.

Auch bei den Wohnwagen bestimmt das Gewicht über die Kfz-Steuer, sie ist aber günstiger als bei den Wohnmobilen, aktuell sind das je angefangene 200 Kilogramm Gesamtgewicht 7,46 Euro pro Jahr, jedoch maximal 373,24 Euro. Beispielsweise wird für einen Caravan mit zulässiger Gesamtmasse von 1500 Kilogramm eine jährliche Kfz-Steuer von 59,68 Euro fällig.

Wartung und Reparaturen: Besonders zu erwähnen sind hier die Gasanlagen. Alle zwei Jahre sollte eine Gasprüfung vorgenommen werden, die dann zwischen 20 und 60 Euro kostet. Beim Wohnmobil ist die bestandene Gasprüfung sogar Voraussetzung für eine erfolgreiche Hauptuntersuchung (HU).

Neben den Starterbatterien müssen auch die Aufbaubatterien hin und wieder ersetzt werden. Je nachdem, für welchen Batterietyp dein Herz schlägt, kommen dann eine Nassbatterie für etwa 100 Euro, eine AGM-Batterie ab 150 Euro, eine Gel-Batterie für 400 Euro, oder eine Lithiumbatterie für stattliche 1.000 Euro infrage.

Einige Wartungsarbeiten wie die Fahrzeugwäsche und Reinigung des Wassertanks kannst du natürlich selbst übernehmen und so Kosten sparen.

TÜV / HU: Je nach zulässigem Gesamtgewicht und Erstzulassung ist die Hauptuntersuchung für Wohnanhänger nach 12, 24 oder 36 Monaten fällig. Dafür musst du etwa 50 Euro für einen Wohnwagen einkalkulieren, für ein Wohnmobil etwas mehr.

Reifen: Abgefahrene Reifen stellen eine Gefahr dar und gehören regelmäßig ausgetauscht. Pro Wohnmobil-Reifen musst du gute 100 Euro rechnen. Hat man keine Allwetterreifen, geht der Radwechsel bei zwei Reifensätzen alle vier Jahre ganz schön ins Geld. Reifen für den Caravan sind schon etwas günstiger zu haben.

Standkosten: Hast du keinen kostenfreien Parkplatz für deinen Wohnwagen oder dein Reisemobil, musst du die Miete fürs Unterstellen berücksichtigen. Diese variiert natürlich, je nachdem, wer dir einen Standplatz zur Verfügung stellt.

Kosten auf der Reise mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen

Nicht zu vernachlässigen sind die Kosten, die auf deiner Reise und beim Camping entstehen. Dazu gehören Gebühren für Stell- oder Campingplatz, Treibstoff und Gas sowie nicht zuletzt Ausgaben für Maut, Vignetten und Fährkosten. Diese können je nach Land sehr unterschiedlich ausfallen, sind beim hohen Gewicht bzw. großer Länge eines Reisemobils aber ein nicht zu vernachlässigender Kostenfaktor.

Häufig gestellte Fragen

Reisemobile und Wohnwagen sind solide konstruiert und daher wertbeständig, wie auch beim Pkw ergibt sich der größte Wertverlust (etwa 20 Prozent) im ersten Jahr. Je nach Zustand beträgt der Wertverlust danach 8 bis 10% jährlich, etwas geringer noch bei den Wohnwagen.

In der Basisversion beginnen die Preise für einen neuen Wohnwagen bei etwa 11.000 bis 12.000 Euro. Mit steigenden Zuladungsmöglichkeiten und je nach Luxuskategorie sind auch Preise bis 80.000 Euro möglich.