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Wohnmobil Maut in Europa: Die Systeme im Überblick

Den Überblick bei der Wohnmobil Maut in Europa zu behalten, ist gar nicht so einfach. Vignette als Aufkleber oder elektronisch, Mautstationen, elektronische Mautboxen und weitere Systeme - hier findest du alle Mautsysteme für jede Gewichtsklasse in ganz Europa.

Welche Mautsysteme gibt es?

Sie sind so vielfältig wie die Länder selbst: Mautsysteme! Selbst bei Wohnmobilen bis 3.5 Tonnen ist die Maut-Situation unübersichtlich, doch bei den grösseren Wohnmobil-Klassen ist ein regelrechtes Studium nötig. Welche Mautsysteme gibt es denn und wie funktionieren sie? Hier eine Übersicht über die in Europa verwendeten Maut-Systeme und Vignetten für Wohnmobile:

Vignette & E-Vignette

Vignetten haben den Vorteil von kalkulierbaren Kosten. Vor der ersten Benutzung einer mautpflichtigen Straße muss ein Aufkleber für die entsprechende Fahrzeugkategorie gekauft und an der Windschutzscheibe gut sichtbar angebracht werden. Immer häufiger können Vignetten elektronisch gelöst werden. Besonders gut sollte man dort die eingegebenen Daten wie Kennzeichen, Fahrzeugklasse und Gültigkeitszeitraum der Vignette prüfen. Zahlendreher können teure Konsequenzen nach sich ziehen.

Direkte Maut & Mautboxen

Das einfachste aller Mautsysteme ist die direkte Mautgebühr. Zum Beginn einer mautpflichtigen Straße kommt eine Mautstation. Bezahlt werden nur die effektiv gefahrenen Kilometer und abgerechnet wird direkt vor Ort je nach Fahrzeugkategorie.

Für schwere Wohnmobile ab 3.5 Tonnen oder für Express-Spuren gibt es in einigen Ländern auch für Wohnmobile elektronische Mautboxen. In Italien (Telepass), Spanien (VIA-T), Portugal (ViaVerde) oder Frankreich (Liber-t bzw. über 3.5t TIS-PL) sind solche Mautboxen zur schnelleren Durchfahrt an Mautstellen freiwillig erhältlich. Gerade für schwerere Wohnmobile gibt es aber auch Länder wie z.B. Österreich (Go-Box ab 3.5t) oder Slowenien (DarsGo unit ab 3.5t), in denen diese elektronischen Boxen obligatorisch sind und etwas Aufwand vorab generieren.

Wohnmobil Maut in Europa - einige Länder im Überblick:

Nun kennen wir die einzelnen Maut- und Vignettensysteme. Jetzt wird es Zeit, die länderspezifischen Systeme für die Wohnmobil Maut in Europa herauszufinden.

Bulgarien: Wie löse ich die E-Vignette für Wohnmobile?

Seit 2019 gibt es nur noch eine elektronische Vignette zur Nutzung der Nationalstraßen, die unter www.bgtoll.bg gekauft werden kann. Unterschieden wird die Maut für Wohnmobile inkl. PKW mit Wohnwagen bis 3.5t Gesamtgewicht, Wohnmobile zwischen 3.5t und 12t sowie Fahrzeuge über 12t. Bei den Kategorien ab 3.5t sind die EU-Emissionklassen zudem Tarif relevant.

Zusätzlich gibt es eine Maut für die Donaubrücke nach Rumänien.

Dänemark: Wo gibt es Wohnmobil Maut?

Lediglich die Storebaeltbrücke sowie die Öresundbrücke kosten Maut, die Kosten sind erheblich. Wohnmobile unter 6 Metern sind günstiger, bei der Storebaeltbrücke wir zusätzlich auch das Gewicht relevant. Wohnmobile sowie PKW samt Wohnwagen bis 3.5t bezahlen halb so viel, wie Reisegefährte über 3.5t.

Frankreich: Wie kann ich die Maut bezahlen?

In Frankreich sind nahezu alle Autobahnen, vereinzelte Schnellstraßen sowie einige Tunnels und Brücken mautpflichtig. Verschiedene Gesellschaften bewirtschaften die Mautstrecken und legen unterschiedliche Preise fest. So kosten 100 Kilometer von 6 € bis zu 21 € (Mautrechnet: www.autoroutes.fr). Die Bezahlung erfolgt an den Mautstationen direkt und kann Bar, mit Karte oder mit elektronischen Mautboxen (bis 3.5t und 3m Höhe Liber-t / darüber TIS-PL) erfolgen.

Neuerdings werden in Städten wie z.B. Paris, Lyon, rund um Grenoble, Lille und Straßburg Umweltplakette «Crit’Air» benötigt. Mehr Informationen sowie beantragen kann man sie hier: www.certificat-air.gouv.fr

Griechenland: Welche Mautgebühren erwarten mich?

In Griechenland fallen Mautgebühren für Autobahnen, einige Brücken und Tunnels sowie wenige Schnellstraßen an. Da mehrere Betreiber involviert sind, sind die Tarife sehr unterschiedlich. Bezahlt werden die gefahrenen Kilometer, die Kategorie richtet sich nach Anzahl Achsen sowie der Fahrzeughöhe. Wohnmobile und Gespanne unter 2.20m zählen zur Klasse 2, Reisemobile darüber zur Klasse 3, wobei die höhere Klasse auch mal mehr als das Doppelte an Gebühren kostet.

Italien: Lohnt sich der Telepass für die Maut?

Auf italienischen Autobahnen, sowie manchen Tunnels und Brücken herrscht Mautpflicht. Bis 1.30m Höhe an der Vorderachse gilt Klasse A, danach Klasse B und für mehr als zweiachsige Fahrzeuge Klasse C. Es werden die gefahrenen Kilometer an Mautstationen Bar oder mit Karte bezahlt, mit der elektronischen Mautbox "Telepass" kann auf der entsprechenden Spur einfach durchgefahren werden. Die Mautgebühren können unter www.autostrade.it nachgeschaut werden - ein Haken bei "caselli" zeigt die Mautstationen und somit die mautpflichtigen Straßen an.

Ausnahme ist die A36 („Pedemontana“) im Großraum Mailand, hier werden Fahrzeuge automatisch registriert und die Zahlung muss innert 15 Tagen online unter apl.pedemontana.com erfolgen, sonst droht ein Bußgeld.

Kroatien: Wie wird die Maut berechnet?

In Kroatien sind fast alle Autobahnabschnitte sowie einige Brücken und Tunnel mautpflichtig. Bezahlt wird bar oder teilweise mit Karte direkt bei den Ausfahrten. Es gibt auch eine Mautbox, die nennt sich ENC, ist für Klasse 1 + 2 erhältlich und verspricht einiges an Ermäßigung. Abgerechnet wird nach Kilometern, Fahrzeughöhe, Gewicht und Anzahl Achsen.

Mautgebühren und Klassenübersicht zur Wohnmobil Maut in Kroatien: www.hac.hr

Norwegen: Muss ich mich für die Maut registrieren?

Norwegen hat keine Autobahnen, hier sind aber gewisse Brücken und Tunnels mautpflichtig. Auch in Städten kann es Gebührenstraßen haben. Die Aufzeichnung erfolgt oft vollautomatisch und ohne Zutun vom Fahrzeugbesitzer, ein Schild informiert jeweils über die Höhe der Gebühr. Fahrzeuge bis 3.5t bilden eine Kategorie, Fahrzeuge darüber eine andere. Die Rechnung folgt ein paar Monate später an die Adresse in den Fahrzeugpapieren. Einige wenige Mautgebühren müssen direkt vor Ort bezahlt werden.

Wer die Übersicht behalten will, kann sich bei AutoPass.no registrieren und sein Konto administrieren. Dort sind auch die mautpflichtigen Bauwerke ersichtlich.

Österreich: Brauche ich die Vignette oder die Go-Box?

In Österreich herrscht auf den Autobahnen Mautpflicht. Für Wohnmobile und Fahrzeuge bis 3.5t reicht die Vignette, darüber muss eine Go-Box installiert werden.

Die Vignette gibt es mittlerweile auch als E-Vignette. Macht man das über die offizielle Seite www.asfinag.at, muss die Vignette 18 Tage vor Nutzung gekauft werden. Manch einer wird da doch lieber zur Aufkleber-Variante greifen, die sofort gilt und an Tankstellen in Österreich sowie Grenznähe bezogen werden kann.

Bei Wohnmobilen über 3.5t ist eine Go-Box zwingend notwendig. Diese kann ebenfalls an vielen Tankstellen bezogen und danach an die Windschutzscheibe geklebt werden. Aber aufgepasst, die Euro-Emissionsklasse muss beim Kauf angegeben werden und die bezieht sich nicht auf die Umweltzonen-Plakette, sondern wird anhand der Werte in den Fahrzeugpapieren zugeteilt. Am besten selber auf www.asfinag.at nachschauen, damit beim Kauf und der gleichzeitigen Registrierung keine Fehler passieren.

Polen: Wie komme ich mit wenig Maut durch Polen?

In Polen sind nur die Autobahnen A1, A2 sowie A4 mautpflichtig. Fahrzeuge inklusive Wohnmobile bis 3.5t zahlen die Mautkosten direkt auf der Autobahn an der Mautstelle Bar oder mit Karte. Schwerere Reisemobile müssen sich bei der elektronischen Maut viaTOLL anmelden und bezahlen die Mautgebühren mittels viaBOX. Vertriebsstellen der Mautbox finden sich auf www.viatoll.pl unter "Servicestelle finden".

Portugal: Wie kann ich mich für die E-Maut registrieren?

Autobahnen sind in Portugal mautpflichtig, dort gibt es die klassische Variante mit Mautstation, wo Bar oder mit Karte bezahlt werden kann, es gibt aber auch immer mehr "electronic toll only". Am einfachsten erfolgt die Registrierung für die elektronische Maut an den „Welcome Points“. Sie liegen an den E-Maut-Grenzautobahnen A22 Vila Real de Santo António, A24 Chaves, A25 Vilar Formoso sowie A28 Viana do Castelo. Mit Einschieben der Kreditkarte wird diese gleich mit dem Autokennzeichen für 30 Tage verknüpft. Wer länger bleibt oder anders einreist, kann die Anmeldung auch online unter www.tollcard.pt vornehmen.

Rumänien: Welche Straßen sind mautpflichtig?

In Rumänien gibt es für Nationalstraßen und Autobahnen eine E-Vignette. Sie kann bequem online unter www.roviniete.ro für den gewünschten Zeitraum gelöst werden. Die Abstufungen erfolgen bei 3.5t, 7.5t sowie 12t. Anhänger inklusive Wohnwagen brauchen keine eigene Vignette.

Schweiz: Gilt die Vignette auch für Wohnmobile über 3.5 Tonnen?

Zur Nutzung der Schweizer Autobahnen mit Campern und Fahrzeugen bis 3.5t ist eine Vignette nötig und aufgepasst, Wohnwagen und Anhänger brauchen eine eigene Vignette. Sie kostet CHF 40.- (rund 36€) und es gibt nur die Jahresvignette, die jeweils ab Dezember im Vorjahr bis Ende Januar im darauffolgenden Jahr gilt.

Wohnmobile über 3.5 Tonnen müssen Schwerverkehrsabgabe (PSVA) bezahlen. Alle Informationen sowie das Anmeldeformular finden sich unter www.ezv.admin.ch. Gut zu wissen: Fahrzeuge mit Veteranenstatus (Sprich H- oder 07-Kennzeichen) sind nicht Abgabepflichtig.

Slowenien: Welche Möglichkeiten habe ich zur Bezahlung der Maut?

Die Autobahn darf in Slowenien mit Wohnmobilen und Autos unter 3.5t nur mit gültiger Vignette befahren werden. Auch das kurze Stück nach Kroatien ist mautpflichtig und die Umfahrungsstraße wurde für den Durchgangsverkehr gesperrt. Ebenfalls ist der Karawanken-Tunnel zusätzlich Gebührenpflichtig.

Fahrzeuge über 3.5t müssen mit der elektronischen Mautbox "DarsGo unit" ausgerüstet sein. Die Registrierung erfolgt online unter www.darsgo.si. Das Gerät selber kann nur in Slowenien gekauft werden, also unbedingt bei der ersten Verkaufsstation kaufen und installieren. Danach muss die Mautgebühr an den Mautstellen direkt bezahlt werden, EC- oder Kreditkarten werden nicht akzeptiert.

Spanien: Wie zahle ich weniger oder umgehe ich die Maut?

Die Mautpflichtigen Autobahnen in Spanien sind mit "AP" für Autopista gekennzeichnet. Auf ihnen werden die Mautkosten kilometerabhängig an den Mautstationen Bar oder mit Karte beglichen. Sehr oft gibt es alternative Autobahnen, die parallel verlaufen. Zudem wurden per 2019 gleich mehrere Mautstraßen von den Gebühren befreit.

Die Maut kann auch mit der VIA-T Box online bezahlt werden.

Ungarn: Was muss ich bei der E-Vignette beachten?

Schon seit mehreren Jahren gibt es in Ungarn nur eine elektronische Vignette. Sie kann bequem online unter www.virpay.hu gelöst werden und ist auf Wunsch per sofort gültig. Für PKW inklusive Anhänger bis 3.5t gilt die Kategorie D1. Wohnmobile und Transporter bis 7 Personen sind ebenfalls bis 3.5t Kategorie D2, schwerere Fahrzeuge sind Kategorie B2. Anhänger von Fahrzeugen der Kategorie D2 sowie B2 brauchen eine eigene Vignette der Kategorie U.