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Fokus: Fahranfänger
Fokus: Fahranfänger

Führerschein mit 17

Um Fahranfängern die Möglichkeit zu bieten, erste Fahrerfahrung zu sammeln, gibt es die Option für den Führerschein mit 17. Fragen dazu beantwortet unser BF17-Ratgeber.

Ob während der ersten praktischen Fahrstunden, der praktischen Führerscheinprüfung oder als Fahranfänger in der Probezeit – jeder hat wohl diese eine Fail-Story auf Lager. Auch unsere Redakteure bei AutoScout24 erinnern sich noch gut an die erste Zeit mit Führerschein. Wer hat es zum Beispiel geschafft, in der ersten Woche mit Fahrerlaubnis das erste eigene Auto kaputt zu fahren, weil er beim Wechseln der CD (ja, es gab damals noch CDs) das Lenkrad rumriss? Richtig. Dieselbe Person, die gerade diesen Beitrag verfasst.

Begleitetes Fahren

Du möchtest schon vor deinem 18. Geburtstag mit dem Auto fahren können? Kein Problem! Die Lösung heißt „Begleitetes Fahren“. Der Führerschein mit 17 – in einigen besonderen Situationen auch der Führerschein mit 16 – ermöglicht genau das.

Statistisch sind 18- bis 24-jährige Fahranfänger bedeutend häufiger an schwerwiegenden Verkehrsunfällen beteiligt als jede andere Altersgruppe. Experten führen diese überproportionale Unfallbeteiligung insbesondere auf die mangelnde Fahrerfahrung, hohe Risikobereitschaft sowie Selbstüberschätzung junger Fahrer zurück. Durch den Führerschein ab 17 erhalten jugendliche Fahranfänger gerade in den ersten risikoreichen Monaten die Möglichkeit, in Anwesenheit einer routinierten Begleitperson erste Fahrerfahrungen zu sammeln. Die Begleitperson soll den Fahranfänger bei schwierigen sowie komplexen Verkehrssituationen entlasten und so zur Reduzierung des Unfallrisikos beitragen.

Bis du jedoch die Prüfungsbescheinigung erhältst, gilt es noch einiges zu beachten, um im Straßenverkehr als aktiver Autofahrer teilzunehmen.

In Amerika ist der Führerschein ab 16 schon lange Normalität. Doch welche Vorschriften gelten in Deutschland? Darf dich jede Person begleiten und welche Richtlinien kommen generell auf die jeweilige Begleitperson zu? Alle Infos rund um das Thema „Begleitetes Fahren ab 17“ erhältst du in unserem Beitrag.

Übrigens: „Begleitetes Fahren mit 17“ wird auch häufig mit „BF17“ abgekürzt.

Der Führerschein mit 17 – Die ersten Schritte

Du kannst dich für die Führerschein-Anmeldung frühestens ein halbes Jahr vor deinem 17. Geburtstag an eine Fahrschule wenden. Vor Ort (oder auch online) bekommst du üblicherweise alle wichtigen Formulare, die du für den nächsten Schritt brauchst. Dieser führt zur Führerscheinstelle, wo du dich offiziell für das Begleitete Fahren ab 17 anmeldest. Bereits vor dem 18. Geburtstag kannst du somit den Führerschein der Klasse B (Pkw) und BE (Pkw mit Anhänger) erhalten. Danach darfst du ein Jahr lang ausschließlich mit Begleitperson(en) hinter dem Steuer sitzen. Die Fahrzeugklassen AM (verschiedene Leichtfahrzeuge) sowie L (Traktor) unterliegen nicht dieser Regelung. Diese darfst du zu diesem Zeitpunkt bereits ohne Begleitperson führen. Ab deinem 18. Geburtstag kannst du dann endgültig allein fahren.

Ob Führerschein mit 16 oder Führerschein mit 17 – folgende Unterlagen sind unerlässlich:

  • Gültiger Ausweis inkl. Meldebescheinigung
  • Biometrisches Passfoto
  • Bescheinigung eines absolvierten Erste-Hilfe-Kurses
  • Bescheinigung eines bestandenen Sehtests (nicht älter als 2 Jahre)
  • Anmeldebestätigung deiner Fahrschule
  • Antrag auf Erteilung der Fahrerlaubnis
  • Antrag auf Teilnahme am Begleiteten Fahren mit 17
  • Formular zur Angabe der Begleitperson(en)

Zur Anmeldung für den Führerschein ab 16 wendest du dich an die Straßenverkehrsbehörde. Folgende Faktoren können deinen Sonderantrag unterstützen:

  • Nachweisliche Erkrankung der Eltern
  • Langer Weg zum Ausbildungsplatz oder zur Schule

Die Ausbildung erfolgt in der Fahrschule durch einen zugelassenen Fahrlehrer, so wie bei jedem anderen Fahranfänger auch. Hinsichtlich der theoretischen und praktischen Fahrerlaubnisprüfung existieren ebenfalls keine gesonderten Vorschriften für Bewerber für den Führerschein mit 17. Analog zu Bewerbern mit 17 Jahren (die ihren Führerschein mit 18 bekommen) dürfen Fahrschüler die theoretische Fahrprüfung frühestens drei Monate und die praktische einen Monat vor Vollendung des 17. Lebensjahres ablegen.

Im Anschluss an die bestandene Führerscheinprüfung erhält der Fahranfänger eine Prüfungsbescheinigung anstelle des regulären Führerscheins in Scheckkartenformat. Da diese kein Foto enthält, ist der Fahrerlaubnisinhaber verpflichtet, ein amtliches Ausweisdokument (bspw. Personalausweis) mitzuführen.

Bevor du die Prüfungsbescheinigung erhältst, musst du mindestens eine Begleitperson angeben. Von ihr benötigst du zusätzlich eine Kopie des Personalausweises und Führerscheins sowie eine Unterschrift auf einem separaten Formular, mit der die Begleitperson bestätigt, dass sie sich für Begleitetes Fahren zur Verfügung stellt. Anschließend wird die begleitende Person in deiner Prüfungsbescheinigung namentlich festgehalten.

Eine weitere Unterschrift benötigst du von deinen Erziehungsberechtigten. Mit dieser stimmen sie deiner Teilnahme am BF17 zu und bestätigen die eingetragenen Begleitpersonen. Eine nachträgliche Erweiterung des Personenkreises ist möglich. Die Führerschein-Anmeldung solltest du so bald wie möglich erledigen. Ansonsten könnten unerwartet lange Bearbeitungszeiten deinen Zeitplan durcheinanderbringen.

Dein schnellstmöglicher Fahrplan zur Prüfungsbescheinigung und zum Führerschein mit 17: • 6 Monate vor dem 17. Geburtstag: Anmeldung für den Führerschein und Beginn der Ausbildung • 3 Monate vor dem 17. Geburtstag: Theoretische Prüfung • 1 Monat vor dem 17. Geburtstag: Praktische Prüfung • Am 17. Geburtstag: Du bekommst die Prüfungsbescheinigung und darfst in Begleitung fahren • Am 18. Geburtstag: Du bekommst den richtigen Führerschein und darfst allein

Fragen und Antworten rund um Begleitetes Fahren und die Begleitperson

Genau wie für die jungen Fahrer zählt beim Begleiteten Fahren für die Begleitperson nicht nur das Alter. Die Voraussetzungen für das Begleitete Fahren haben wir dir in einer anschaulichen Übersicht zusammengefasst, in der wir die wichtigsten Fragen klären:

1. Begleitetes Fahren und Begleitperson: Alter relevant?

Deine Begleitperson muss ein Mindestalter von 30 Jahren nachweisen können. Darüber hinaus muss sie seit mindestens fünf Jahren durchgehend im Besitz eines Führerscheins sein.

2. Begleitetes Fahren und Begleitperson: Wer eignet sich?

Schon vor der Ausbildung solltest du dir gut überlegen, wen du als Begleitperson(en) eintragen möchtest. Die Vorgaben bei der Wahl der begleitenden Person(en) sind insgesamt jedoch sehr locker. Es kann jede beliebige Person zur Verfügung stehen – egal, ob Eltern, Großeltern, sonstige Verwandte, Nachbarn, Freunde, Vereinskollegen, ja theoretisch sogar völlig fremde Personen.

3. Begleitetes Fahren und Begleitperson: Wie viele Personen sind zugelassen?

Die Anzahl der potenziellen Begleitpersonen ist unbegrenzt, da anzunehmen ist, dass eine höhere Anzahl von Personen mit einer höheren Fahrpraxis einhergeht, denn diese soll der Führerschein mit 17 ja vermitteln. Allerdings erhebt die Führerscheinstelle des entsprechenden Landkreises neben den Kosten für die Prüfbescheinigung zusätzliche Gebühren für die Überprüfung der Begleitpersonen (Begleitpersonen sind nicht zur Teilnahme an speziellen vorbereitenden Seminaren verpflichtet, wenngleich es der deutsche Verkehrssicherheitsrat empfiehlt).

4. Begleitetes Fahren und Begleitperson: Hinten sitzen ausreichend?

Die Begleitperson kann auf jedem beliebigen Platz im Auto sitzen. Hier gibt es keine Vorgabe. Mit der richtigen Begleitperson hast du jemanden im Auto, der dir jederzeit mit Rat, allerdings ohne Tat zur Seite steht. Denn aufgepasst: Die Begleitung darf niemals eingreifen! Lenkrad, Schaltknauf und Handbremse gehören allein dem Fahrer. Ohne eine Fahrlehrerausbildung ist es viel zu gefährlich, von außen ins Fahrgeschehen einzugreifen.

Begleitetes Fahren und Punkte in Flensburg

Punkte können auch während des Begleiteten Fahrens anfallen – es gilt keine Sonderregelung gegenüber volljährigen Fahranfängern und Verstöße werden auf gleiche Art abgestraft. Besondere Regelungen gelten allerdings für die Begleitperson. Begleitetes Fahren mit Punkten ist nicht ratsam, denn Begleitpersonen, die mehrere Punkte in Flensburg auf ihrem Konto haben, gelten als ungeeignet. Die Regelung besagt, dass Begleitpersonen nicht mehr als einen Punkt in Flensburg haben dürfen. Punkte in Flensburg bauen sich mit der Zeit aber automatisch ab. Daher können Fahranfänger eine zusätzliche Begleitperson während der Probezeit nachtragen, wenn dies der Fall ist (Zwei Punkte in Flensburg verjähren nach fünf Jahren). Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass potenzielle Begleitpersonen mit zwei Punkten ein sogenanntes FES (Fahreignungsseminar) besuchen und somit einen Punkt abbauen. Die meisten Führerscheinstellen akzeptieren diesen Vorgang in der Regel, jedoch sollten das Betroffene vorab individuell prüfen lassen.

Begleitetes Fahren und Alkohol

Selbstverständlich gilt das absolute Alkoholverbot auch für Teilnehmer des BF17 – wie für alle anderen Fahranfänger während der Probezeit bzw. vor Vollendung des 21. Lebensjahres. Beim Verstoß gegen die für Fahranfänger geltende Null-Promille-Grenze kann es zur Verlängerung der Probezeit auf zwei oder vier Jahre kommen und du musst möglicherweise ein Aufbauseminar absolvieren. Außerdem fällt ein Bußgeldbetrag von 250 Euro sowie ein Punkt in Flensburg an.

Begleitendes Fahren weist für die Begleitperson in puncto Alkohol dieselben Grenzen auf, als würde sie selbst am Steuer sitzen. Es dürfen maximal 0,5 Promille nachweisbar sein. Außerdem darf die Begleitperson während der Fahrt nicht unter dem Einfluss von Drogen stehen. Wird gegen diese Begleitauflagen verstoßen, trägt der Fahranfänger die Schuld, da er oder sie als eigenverantwortliche Führer des Fahrzeuges gelten. In Folge droht der Führerscheinentzug.

Fallen für Begleitetes Fahren zusätzliche Kosten an?

Zusätzlich zu den ganz normalen Kosten für die Führerscheinausbildung fallen für das Begleitende Fahren ab 17 weitere kleinere Beträge an: So sind unter anderem für den Antrag auf Begleitendes Fahren sowie für jede Begleitperson geringe Kosten zu entrichten. Diese Gebühren variieren je nach Bundesland. Im Vergleich zu den restlichen Führerscheinkosten halten sich die Zusatzkosten für das BF17 jedoch in Grenzen.

Alle möglichen Kosten im Überblick: • Ausfertigung der Prüfungsbescheinigung: 7,70 Euro • Auskunft aus dem Verkehrszentralregister: 3,30 Euro je Begleitperson • Überprüfung: 1,50 bis 10 Euro je Begleitperson

Ist Begleitetes Fahren im Ausland möglich?

BF17 gilt nicht im Ausland, sondern nur in Deutschland und Österreich. Die entsprechende Fahrerlaubnis für das Begleitende Fahren ist tatsächlich nur in Deutschland und Österreich gültig. Alle anderen Länder akzeptieren nur den Führerschein ab 18. Vor einem möglichen Ausflug nach Österreich solltest du dich jedoch vergewissern, ob auch hier deine Versicherung Schäden im gewohnten Umfang abdeckt.

Kfz-Versicherung und Begleitetes Fahren – Was gilt es zu beachten?

In den meisten Fällen nutzen Fahranfänger beim Begleiteten Fahren ab 17 das Auto der Eltern oder der jeweiligen Begleitperson. Dabei sollten die Eltern einen Blick auf ihre Autoversicherung werfen. Die Nutzung im Rahmen des BF17 muss nämlich in der Versicherungspolice vermerkt sein. Ein Hauptgrund dafür ist das häufig im Versicherungsvertrag festgelegte Mindestalter von 18 Jahren für das Fahren des jeweiligen Autos. Mit 17 würdest du also gegen dieses Mindestalter verstoßen und spätestens im Falle eines Schadens Probleme bekommen.

Es stellt sich des Öfteren die Frage, ob eine Kfz-Versicherung für Begleitetes Fahren ab 17 auch ohne Aufschlag abschließbar ist. Die Versicherungen wissen über das gesenkte Unfallrisiko am Ende des BF17 Bescheid und zeigen sich durchaus kulant. Daher verlangen sie üblicherweise für die Eintragung eines BF17-Teilnehmers keine oder nur sehr geringe Beitragserhöhungen. Manche Versicherungen erhöhen die Beiträge allerdings auch sehr stark – Eltern sollten diese Information rechtzeitig einholen und gegebenenfalls wechseln. Stichtag für den Wechsel ist der 30. November.

Beim ersten eigenen Auto halten viele Versicherungen spezielle Vergünstigungen für BF17-Teilnehmer bereit. Das kann sich in günstigeren Versicherungsbeiträgen, Rabatten oder besseren Versicherungsstufen zeigen. Manche Versicherungen gehen dabei sogar auf die tatsächliche Dauer des Begleiteten Fahrens ein. Je länger diese ist, desto bessere Konditionen können winken.

Begleitetes Fahren in der Probezeit

Die zweijährige Probezeit für Begleitetes Fahren beginnt direkt mit Erteilung der Prüfungsbescheinigung, sofern du im Vorfeld keinen Führerschein der Klasse A1 erworben hast. Es gelten die gleichen Vorschriften wie bei über 18-jährigen. Ab 18 wird dir die Probezeit während der Phase des BF17 natürlich angerechnet.

Für das Fahren ohne eingetragene Begleitperson besteht eine zusätzliche Regelung. Solltest du im Rahmen von BF17 ohne Begleitperson unterwegs sein, begehst du einen schweren Verkehrsverstoß. In Folge droht dir eine Geldstrafe, ein Punkt in Flensburg sowie der Widerruf des Führerscheins für die Klasse B. Um die Prüfungsbescheinigung wiederzuerlangen, musst du ein kostenpflichtiges Aufbauseminar, also eine Nachschulung, besuchen. Zudem verlängert sich deine Probezeit um zwei weitere Jahre.

Quellen:

BF17.de

Bussgeldkatalog.org

Existenzgruendung-portal.de

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