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Kaltstart des Autos: So vermeidest du Probleme

Kalter Motor, tiefe Temperaturen und zähflüssiges Schmieröl, da liefert dein Auto nicht sofort volle Leistung und hohe Drehzahlen können schädlich sein. Wir zeigen dir, was du beim Kaltstart beachten musst, um die Technik zu schonen.

Das sind die häufigsten Probleme beim Kaltstart

Ob unzureichende Temperatur für die Abgasbehandlung im Katalysator oder die eingeschränkte Viskosität des Motoröls, beim Kaltstart des Autos muss die Technik erst mal auf Touren kommen. Das sind die häufigsten Probleme, die beim Starten eines kalten Motors insbesondere im Winter auftreten können:

  • Auto springt nicht an: Zündschlüssel drehen oder den Startknopf drücken und nichts passiert, wenn der Motor nicht anspringt, kann das an einer defekten Zündanlage oder einfach an einer zu schwachen Batterie liegen. Das ist noch immer die häufigste Ursache für Startprobleme und Pannen. Mit dem Batteriewechsel oder Aufladen des Akkus ist das Problem dann behoben.
  • Auto ruckelt: Verzögerungen bei Kraftstoffzufuhr oder Verbrennungsprozessen können während der Kaltstartphase zu Vibrationen im Motorraum führen. Betroffen sind insbesondere ältere Modelle sowie Selbstzünder, bei denen der kalte Dieselmotor nagelt. Nach der Aufwärmphase muss das Ruckeln des Motors allerdings aufhören, sonst deutet das auf Schäden etwa an der Kraftstoffpumpe hin.
  • Auto ist laut: Solange der Motor seine Betriebstemperatur noch nicht erreicht hat, kann eine unzureichende Schmierung etwa der Kolben zu lauteren Motorgeräuschen als üblich führen. Nach dem Warmfahren muss die Maschine dann aber so ruhig wie gewohnt laufen.

Kaltstart im Winter: Das musst du wissen

Du musst den Anlasser bei kalten Temperaturen mehrmals betätigen und nach dem Zünden stottert der Motor oder nimmt erst mal schlecht Gas an? Bei vielen Autos ist das typisch für den Kaltstart im Winter, der besondere Anforderungen an die Technik stellt. Das musst du dazu wissen:

  • Motoröl: Die Fließfähigkeit oder Viskosität des Öls nimmt bei kalten Temperaturen ab. Es wird zähflüssig und verteilt sich daher schlechter im Motor, wo es etwa Kolben und Ventile schmiert. So können vermehrt Reibungen entstehen und der Motor läuft beim Kaltstart lauter oder rauer als gewöhnlich.
  • Starterbatterie: Für den Kaltstart des Autos im Winter muss die Batterie besonders viel Energie liefern. Das klappt nur, wenn sie ausreichend geladen ist und etwa alle vier bis sechs Jahre durch eine neue ersetzt wird.
  • Drehzahl und Leistung: In der Kaltstartphase kann der Motor bei tiefen Temperaturen noch nicht seine volle Leistung bringen. Das macht sich vor allem beim Beschleunigungsvorgang bemerkbar, der trotz hoher Drehzahl länger als bei warmem Motor dauert.
  • Diesel und Bentiner: Ältere Diesel müssen vor dem Starten oft noch vorglühen und nageln im Winter hörbar auf den ersten Kilometern. Moderne Selbstzünder und Benziner arbeiten selbst bei niedrigen Temperaturen schneller geschmeidig.
  • Elektrofahrzeuge: Kälte setzt auch Elektroautos zu. Das macht sich vor allem bei den Stromspeichern bemerkbar, die bei Minusgraden je nach Bauweise bis zur Hälfte ihrer Kapazität verlieren können. Entsprechend reduziert sich dann die Reichweite des E-Autos.

So vermeiden Sie Schäden beim Kaltstart

Die Gänge gleich mit hoher Drehzahl ausfahren und Vollgas beim Ampelstart, eine forsche Fahrweise kann beim Kaltstart schädlich sein. Wenn der Motor seine Betriebstemperatur noch nicht erreicht hat und das Motoröl nicht schmierfähig genug ist, drohen Kolbenfresser oder der Ausfall von Turbolader und Katalysator. Das musst du in der Kaltstartphase beachten, um Schäden vermeiden zu können:

  • Vollgas: Warte damit besser, bis der Motor warm und das Schmieröl fließfähig genug ist. Das dauert je nach Fahrsituation und Außentemperatur gut 10 bis 20 Minuten.
  • Hohe Drehzahlen: Schalte lieber frühzeitig hoch und fahren Sie die Gänge nur bis etwa 3.000 Umdrehungen aus. Das gilt insbesondere auf den ersten zehn Kilometern.
  • Verschleiß: Viel Reibung im Motor durch zu zähes Schmieröl erhöht den Verschleiß der Maschinenbauteile und damit die Reparaturkosten. Da der Motor auf Kurzstrecken seine Betriebstemperatur nicht erreichen kann, lohnt sich die Überlegung, ob nahegelegene Ziele nicht auch mit einem alternativen Verkehrsmittel zu erreichen sind.
  • Verbrauch: Fahrten mit kaltem Motor können den Kraftstoffverbrauch verdoppeln und wirken sich negativ auf den Schadstoffausstoß aus. Um diese Effekte zu minimieren, solltest du zurückhaltend fahren und den Motor zum Aufwärmen nicht im Stand laufen lassen. Denn das ist nicht nur verboten, sondern erhöht Verbrauch und Verschleiß des Motors zusätzlich.
  • Standheizung und Zuheizer: Aktuellere Dieselautos sind oft mit einem Zuheizer ausgerüstet, der den Motor schneller auf Betriebstemperatur bringt und sich auch nachrüsten lässt. Gleiches gilt für eine Standheizung, die das Kühlwasser mit erwärmt und so die Kaltstartphase des Motors verkürzt.

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