Zum Hauptinhalt springen
AutoScout24 steht Ihnen aktuell aufgrund von Wartungsarbeiten nur eingeschränkt zur Verfügung. Dies betrifft einige Funktionen wie z.B. die Kontaktaufnahme mit Verkäufern, das Einloggen oder das Verwalten Ihrer Fahrzeuge für den Verkauf.
Motorrad
Motorrad

Motorrad-Kette richtig reinigen

Damit sich das Motorrad sauber schalten lässt und die volle Motorleistung übertragen wird, muss der Kettenantrieb gut geschmiert und richtig gewartet sein. Dazu gehört auch das Reinigen der Motorrad-Kette. Dieser Ratgeber verrät, wie es geht.

Warum ist es wichtig, die Motorrad-Kette zu reinigen?

Zwar gibt es Motorräder mit Kardan- oder Riemenantrieb, doch bei den meisten Modellen sorgt eine Kette für die Übertragung der Antriebskraft des Motors auf das Getriebe. Diese klassische Bauweise ist leicht, günstig zu realisieren, hält lange und bietet eine hohe Effizienz ohne großen Drehkraftverlust. Dafür muss die Motorrad-Kette allerdings richtig gespannt, geschmiert und in einwandfreiem Zustand sein.

Das Öl auf der Motorrad-Kette verbindet sich mit Regen und Straßendreck, was den Verschleiß der Kette erhöht. Während eine gut gepflegte Kette eine Lebensdauer von rund 40.000 Kilometern hat, sind es bei nicht gewarteten Ketten nur noch 10.000 Kilometer. Das zeigt, warum eine regelmäßige Wartung und Reinigung der Motorrad-Kette wichtig ist. Welche weiteren Vorteile die Kettenpflege im Alltag bringt, zeigt die folgende Kurzübersicht:

  • Minimierung von Reibungsverlusten: Eine regelmäßige Reinigung und Wartung der Motorrad-Kette minimiert Reibungsverluste. So lässt sich die Antriebskraft der Maschine und die Motorleistung mit hohem Wirkungsgrad effizient nutzen.
  • Weniger Verschleiß: Eine korrekt gespannte und gut geschmierte Motorrad-Kette reduziert die Abnutzung der einzelnen Bauteile des Kettenantriebs. So sorgt die richtige Kettenpflege für weniger Verschleiß und verlängert die Lebensdauer von Kette, Kettenrad und Ritzel. Auch ein Nachspannen ist bei einer richtig gewarteten Motorrad-Kette seltener nötig.
  • Reduzierung von Reparaturkosten: Eine regelmäßige Reinigung und Pflege der Motorrad-Kette spart Reparaturkosten, die durch abgesprungene oder gerissene Ketten entstehen. Diese könnten zu zusätzliche Schäden an Verkleidung oder Felgen führen.
  • Besserer Fahrkomfort: Wenn die Kette sauber und ausreichend geschmiert ist, arbeitet das Getriebe zuverlässig und ruckfrei. Das kommt dem Fahrkomfort zugute und macht das Motorradfahren sicherer.

Wie oft und womit die Motorrad-Kette reinigen?

Somit lässt sich festhalten, dass die Pflege der Motorrad-Kette wichtig für die Sicherheit ist und Kosten spart, da das Bauteil weniger schnell verschleißt und nur in größeren Zeitabständen ersetzt werden muss. Doch wann ist es Zeit für die Motorrad-Kettenpflege und wie oft sollten Produkte wie Öl oder Kettenspray zum Einsatz kommen?

Generell lässt sich sagen, dass die Motorrad-Kette etwa alle 1.000 Kilometer gereinigt werden sollte. Herkömmliche Rollenketten sind besonders anfällig für Schmutz und sollten in kürzeren Abständen gereinigt werden. Weniger aufwendig ist die Pflege von O-Ring-Ketten mit Dauerschmierfüllung, bei denen kleine Gummidichtungen das tiefere Eindringen von Schmutz verhindern.

Wie oft die Kette gereinigt werden muss, hängt aber auch von den Fahrgewohnheiten ab: Bei Schönwetterfahrten hält sich der Schmutzansatz in Grenzen, während bei Regen oder auf verdreckten Straßen nach jeder Tour eine Behandlung mit Kettenspray hilft, Rostansatz und Verkrustungen zu vermeiden. Wer im Gelände unterwegs ist oder seinen Sportler auf der Piste ausfährt, sollte ohnehin nach jedem Einsatz eine gründlichere Kettenpflege vornehmen, um den Dreck an der Kette oder das abgeschleuderte Kettenfett sofort zu entfernen.

Spätestens wenn die Kette nach dem Start quietscht und sich Schmutz mit Kettenfett verkrustet hat, sollte eine Reinigung der Motorrad-Kette auf dem Programm stehen. Denn im Betrieb können sonst Fremdkörper auf Kettenrad oder Ritzel gelangen und die Zahnräder dort so weit einkerben, dass die Führung der Kette beeinträchtig ist und sie beschädigt wird. Zudem macht die Dreckkruste die Kette im kalten Zustand steif und straff, sodass das Nachspannen erschwert wird.

Auch im Falle eines Verkaufs sollte die Motorrad-Kette stets gewartet und gepflegt sein, denn wer ein Motorrad gebraucht kaufen will, achtet als erstes auf den optischen Zustand. Soll das Bike also verkauft werden, sollte nicht nur der Lack glänzen, sondern auch die Motorrad-Kette sauber und frisch geschmiert sein.

Was wird für die Motorrad-Kettenreinigung gebraucht?

Nachdem nun festgehalten wurde, warum die Reinigung der Motorrad-Kette wichtig ist und wie oft sie erfolgen sollte, folgt hier nun eine kurze Übersicht, welche Utensilien für die Reinigung wichtig sind:

  • Tuch als Schutz für Reifen, Felge und Bremsanlage
  • Wasser
  • Lappen, Bürste und optional Pinsel
  • Kettenreiniger
  • Kettenöl
  • Unterlage für den Boden, zum Beispiel Pappe oder Papier

Wie wird die Motorrad-Kette richtig gereinigt?

Für die schnelle Pflege der Motorrad-Kette zwischendurch reichen Kettenspray oder Sprühöl – doch für die gründliche Reinigung und konservierende Pflege gilt es etwas mehr Zeit einzuplanen. Wie sich die Motorrad-Ketten am besten reinigen lässt und welche Produkte in Frage kommen, zeigt die folgende Anleitung:

  • Vorbereitung: Zuerst das Bike auf dem Hauptständer oder sicher auf dem Seitenständer aufbocken und ein Stück Pappe oder Papier unterlegen. Außerdem Reifen, Felge und Bremsanlage mit einem Tuch abdecken. Bereitliegen sollten Lappen oder Bürste sowie die notwendigen Pflegeprodukte. Leichter geht die Reinigung, wenn die Kette noch etwas warm ist, da alte Fettkrusten dann weicher sind und sich leichter entfernen lassen.
  • Motorrad-Kette reinigen: Mit einem Lappen oder alten Handtuch lassen sich die öligen Ablagerungen außen an der Motorrad-Kette entfernen. Feste Dreckkrusten zwischen den Rollen lassen sich mit einer nicht zu harten Bürste oder Handbürste beseitigen. Abschließend bietet es sich an, mit einem Reinigungsspray nachzuarbeiten, um feine Schmutzpartikel zwischen den Rollen wegzuspülen.
  • Motorrad-Kette schmieren: Nachdem der Schmutz entfernt ist, muss die Motorrad Kette konserviert und geschmiert werden. Dafür bietet sich Sprühöl oder spezielles Kettenspray für Motorräder an. Dazu immer die Anleitung auf den Verpackungen der Produkte beachten. Grundsätzlich gilt die Devise: Besser wenig Schmiermittel in kürzeren Abständen auftragen, als selten mit viel Fett zu schmieren. Zudem sollte das Motorrad einige Zeit nicht genutzt werden, damit das Kettenfett einwirken kann.

Nach Möglichkeit sollte immer das gleiche Schmiermittel zum Einsatz kommen. Zudem sollte nicht irgendein Schmiermittel verwendet werden, sondern spezielle Produkte für Motorrad-Ketten. Diese haben nämliche bestimmte Eigenschaften, die sich in anderen Schmiermitteln nicht finden. So ist die Haftfähigkeit dieser Schmiermittel enorm, sodass es den Fliehkräften trotzen kann und auch wirklich ander Motorrad Kette haften bleibt. Andere, nicht speziell auf Motorräder ausgelegte, Schmiermittel würden während der Fahrt von der Kette „geschleudert“, sodass diese wieder ungeschmiert wäre.

Was für die Wahl des Schmiermittels gilt, betrifft auch den Kettenreiniger: Das Schmiermittel kann nur an der Motorrad-Kette haften, wenn diese vorher gründlich gereinigt wurde und trocken ist. Zur Reinigung sollte ein spezieller Kettenreiniger verwendet werden, da dieser das Material der Dichtringe nicht angreift. Andere Lösungsmittel wie Benzin oder Petroleum beschädigen dagegen das Material, was die Motorrad-Kette unbrauchbar macht. Das gilt auch für eine Verwendung von Hochdruckreinigern oder Drahtbürsten.

Reinigen, konservieren, schmieren – um diese Arbeitsschritte zur richtigen Kettenpflege bei Motorrädern leichter erledigen zu können, bieten Hersteller spezielle Sets an, die alle nötigen Produkte enthalten und rund 40 Euro kosten. Dazu gehören etwa Kettenreiniger, Kettenspray oder Kettenfett. Außerdem gibt es spezielle Kettenbürste und Geräte wie den Kettenmax: Der wird direkt auf der Motorrad-Kette angebracht und dann mit Produkten zum Reinigen und Schmieren befüllt.

Alternativ sind auch sogenannte Permanent-Schmiersysteme erhältlich. Hier wird das Öl während der Fahrt direkt auf das Kettenrad gegeben, das geschieht per Unterdruck oder Zündstrom. Diese Systeme sind aber nicht ganz günstig und je nach Fahrbedingungen und -strecke müssen sie nachjustiert werden.

Fazit: Die wichtigsten Hinweise zur Motorrad-Kettenpflege

Damit die Kette des Motorrads länger hält, keinen Rost ansetzt und die Antriebskraft effizient übertragen kann, muss sie regelmäßig gewartet werden. Wann und wie oft Pflegemaßnahmen nötig sind, hängt von Fahrprofil und Verschmutzung ab. Am besten aber wartest du nicht, bis sich festsitzende Fettverkrustungen an der Kette gebildet haben. Wer seine Kette regelmäßig reinigt und schmiert, erleichtert sich die Arbeit.

Für die Kettenpflege bei Motorrädern gibt es spezielle Produkte wie Kettenreiniger oder Kettenspray, die einzeln ab ca. zehn Euro oder im Set ab etwa 40 Euro erhältlich sind. Wichtig ist, die Anleitung zur Anwendung immer genau zu beachten. An einer warmen Kette lässt sich der ölige Dreck leichter entfernen. Wenn die Motorrad-Kette frisch geschmiert ist, sollte das Kettenfett genug Zeit zum Einwirken haben. Um abspritzendes Fett zu vermeiden, sollte das Motorrad daher über Nacht stehen bleiben. Zudem sollte bei der Kettenpflege darauf geachtet werden, dass nicht übermäßig gefettet wird.

Weitere Tipps, Informationen und Anleitungen zur Motorrad-Kettenpflege finden sich etwa in Online-Bikerforen oder auf Internetseiten der Hersteller von Pflegeprodukten für Motorräder.

FAQs Motorrad-Kette reinigen

Nachdem das Motorrad aufgebockt ist, sollte der Boden und die Karosserie abgedeckt werden, damit sie keinen Schmutz oder Schmiermittel abbekommen. Mit einem Lappen, einer Bürste und einem Reinigungsspray kann die Motorrad-Kette dann gereinigt werden. Sie lässt sich am besten im warmen Zustand reinigen, dann geht der Schmutz leichter ab.

WD-40 bietet unter anderem einen Motorrad Kettenreiniger an, der Schmutz und Fett von der Motorrad-Kette entfernt.

Eine regelmäßige Reinigung und Schmierung der Motorrad-Kette ist wichtig, sie sollte etwa alle 1.000 Kilometer erfolgen. Die Reinigungsintervalle hängen aber auch von den Fahrgewohnheiten ab: Bist du viel im Gelände unterwegs, sollte die Kette nach jeder Fahrt gereinigt werden, um den angesammelten Dreck sofort zu entfernen.

Alle Artikel

Bremsflüssigkeit beim Motorrad wechseln: So einfach funktioniert es

Ratgeber · Motorrad: Wartung und Pflege

Öl messen beim Motorrad – so funktioniert‘s

Ratgeber · Motorrad: Wartung und Pflege

Motorrad überwintern

Ratgeber · Motorrad: Wartung und Pflege
Mehr anzeigen