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Motorrad reinigen: So erstrahlt das Motorrad in neuem Glanz

Dreck, Streusalz oder fettverkrustete Ketten lassen den Glanz des Bikes verblassen und können sich sogar zum Sicherheitsrisiko entwickeln. Deshalb ist das regelmäßige Reinigen des Motorrads von hoher Bedeutung.

Wann und wie häufig soll ich mein Motorrad reinigen?

Die regelmäßige Motorradpflege sorgt dafür, dass das Bike optisch Eindruck macht. Bei der Reinigung geht es aber auch darum, den Wert des Motorrads zu erhalten und die Fahrsicherheit zu gewährleisten. Denn die kann schon eingeschränkt sein, wenn bloß der Scheinwerfer schmutzig ist und deshalb die eigene Sichtbarkeit für andere Verkehrsteilnehmer reduziert ist.

Zu bestimmten Zeitpunkten ist das Motorrad unbedingt zu reinigen:

  • vor der Winterpause: Wer sein Bike vor der Winterpause nicht säubert, wird bemerken, dass sich der Dreck mit der Zeit richtig festsetzt und die spätere Reinigung viel mehr Mühe macht.
  • vor dem Saisonstart: Auch vor dem Start in die Saison sollten Biker ihrem Motorrad eine Wäsche gönnen. So lassen sich auftauchende Schäden besser erkennen und sofort beheben.
  • vor dem Verkauf: Ist das Motorrad beim Verkauf sauber, macht es optisch einen neuwertigen Eindruck und die Chancen, für das gebrauchte Bike einen höheren Preis zu erzielen, steigen.

Neben den genannten Terminen zur Reinigung stellt sich die Frage, wie häufig das Motorrad zwischendurch zu pflegen ist. Das hängt von den individuellen Fahrgewohnheiten ab. Bei Crossbikern steht die Reinigung nach jedem Geländeeinsatz auf dem Programm. Alltagsfahrer sollten ihr Motorrad nach jeder längeren Tour und ansonsten je nach Verschmutzung reinigen. Wer im Winter unterwegs ist, tut gut daran, sein Bike am besten nach jeder Fahrt zu waschen, um Schmutz und vor allem Streusalzreste zu entfernen, ehe diese Oberflächen beschädigen.

Wo kann ich mein Motorrad reinigen?

Glänzende Chromteile, Lackflächen ohne Wasserflecken und saubere Felgen lassen das Motorrad wieder wie neu aussehen. Doch wo ist ein guter Ort, um das Motorrad einer solchen Wäsche zu unterziehen?

Motorrad in Waschanlage für Motorräder reinigen

Spezielle Waschanlagen für Motorräder stellen die schnellste und einfachste Möglichkeit zur Reinigung von Zweirädern dar. Sie beinhalten eine fachgerechte Entsorgung von Abwasser. Die Anlagen unterscheiden sich von der normalen Autowaschstraße und sind speziell für die schonende Reinigung von Bikes eingerichtet. Dazu gibt es in der Waschkabine meist einen Drehteller, auf dem das Motorrad unter Einsatz von eingespritztem Wasser und Reinigungsmitteln von Schmutz befreit wird. Anschließend sorgt ein Gebläse für das fleckenlose Trocknen des Bikes.

Motorrad in SB-Waschanlage reinigen

SB-Waschboxen bieten die Möglichkeit zur Selbstbedienung. Das heißt, sie stellt Instrumente und Reinigungsmittel bereit, mit denen Motorradbesitzer ihr Fahrzeug selbst reinigen können. Auch hier lässt sich das Abwasser umweltgerecht entsorgen. Allerdings ist Zeit für die Trocknung per Hand mit Leder oder Tuch einzuplanen.

Achtung: Motorradreinigung außerhalb von Waschanlagen meist verboten und aus Umweltschutzgründen nicht zu empfehlen

Wenn auf dem eigenen Grundstück das beim Reinigen des Motorrads entstehende Abwasser ins Grundwasser versickern könnte, darf laut des Wasserhaushaltsgesetzes die Wäsche des Bikes dort nicht stattfinden. Grund dafür ist, dass Öl- und Benzinrückstände im Abwasser sehr schädlich für die Umwelt sein können. Wer diese Regel missachtet, muss mit bis zu 50.000 Euro Bußgeld rechnen. Um herauszufinden, ob das Grundwasser beim Reinigen des Motorrads auf dem eigenen Grundstück betroffen wäre, sollten Biker Kontakt mit der jeweiligen Gemeinde aufnehmen – oder lieber gleich eine Waschanlage aufsuchen.

Welche Mittel sind zum Motorrad waschen geeignet?

Wer sein Motorrad reinigen will, sollte auf die Wahl der richtigen Mittel achten. Manche Bauteile vertragen beispielsweise keine aggressiven oder scheuernden Mittel oder harte Bürsten.

Hausmittel zum Reinigen des Motorrads vs. spezielle Motorradpflegemittel

Für die Handwäsche reichen warmes Wasser und Spülmittel oder ein Neutralreiniger. Mit diesen einfachen Mitteln lässt sich auch hartnäckiger Schmutz entfernen, es erfordert aber mehr Zeit. Außerdem zu empfehlen sind ein Schwamm__ und eine __weiche Bürste, mit denen sich Verschmutzungen wie Schlamm oder tote Insekten entfernen lassen. Weiter unten im Text werden noch weitere einfache Hausmittel Erwähnung finden.

Daneben bietet der Fachhandel spezielle Pflegeprodukte zur Motorradreinigung an. Sie lassen sich je nach Anleitung pur oder verdünnt auftragen. Manche Kunden halten sie für leistungsstärker als Hausmittel, anderen sind die Preise dafür zum Teil zu hoch angesetzt.

Geräte zum Reinigen des Motorrads: Hochdruckreiniger und Dampfstrahler

Liegt eine starke Verschmutzung am Motorrad vor, kann der Griff zu einem Hochdruckreiniger Abhilfe schaffen. Jedoch ist bei diesem Gerät auch Vorsicht geboten. Durch den hohen Druck besteht die Gefahr des Eindringens von Wasser in Dichtungen, was Motor oder Elektronik beschädigen könnte. Wer einen Hochdruckreiniger zur Motorradwäsche verwendet, sollte genügend Abstand halten (mindestens 30 Zentimeter) sowie kritische Zonen vermeiden, wie etwa Lenkkopflager, Hebelgelenke, Radnaben, Schwinge, Öl- und Wasserkühler oder O-Ring-Ketten. Reifen sind bestenfalls gar nicht mit einem Hochdruckreiniger zu bearbeiten, weil das Risiko von zunächst unsichtbaren Schädigungen besteht, und die Reifen im schlimmsten Fall während der Fahrt platzen können. Auch ein Dampfstrahler ist eher dosiert einzusetzen.

Motorrad reinigen: Anleitung für einzelne Bauteile

Einzelne Bauteile erfordern besondere Aufmerksamkeit beim Putzen. Es folgen deshalb kurze Anleitungen zum Reinigen bestimmter Bauteile am Motorrad.

Achtung: Das ist bei Reinigungsarbeiten am Motorrad zu beachten

  • Wer sein Motorrad reinigt, sollte dabei immer Handschuhe anziehen. Die verwendeten Mittel sind bei direktem Hautkontakt mitunter schädlich.
  • Bei allen Arbeiten rund um die Motorradpflege ist darauf zu achten, dass das Bike sich nach Gebrauch abgekühlt hat und nicht in der prallen Sonne steht. Denn sonst können Pflegeprodukte auf Metall- oder Kunststoffoberflächen unschöne Spuren hinterlassen.
  • Nach dem Waschen ist das Motorrad richtig zu trocknen, ansonsten droht Korrosion.

Motorradkette

Da sich an der Kette beim Fahren viel Schmutz ansammelt, sind Biker gut beraten, diese etwa alle 1.500 Kilometer einer Reinigung zu unterziehen. Dies läuft folgendermaßen ab:

  • mit Drahtbürste Schmutzschichten abreiben
  • Kettenreiniger auftragen und einwirken lassen
  • Fett auftragen zum Schutz vor Korrosion und Nässe

Sitzbank

Wer die Sitzbank seines Motorrads säubern möchte, kann ganz einfach zu warmem Wasser, Spülmittel und einem weichen Mikrofasertuch greifen.

Aluminium- und Chromteile

Zur Reinigung von Aluminium- und Chromteilen am Motorrad sind spezielle Polituren im Handel erhältlich, aber auch Hausmittel leisten gute Dienste.

  • Abhilfe für die Reinigung von Aluminium-Felgen am Motorrad schaffen so Fettreiniger (ohne scheuernde Bestandteile) aus dem Küchenbedarf oder ein Backofenspray.
  • Alu-Druckgussteile sind zur Reinigung zu demontieren und in mit zwei bis drei Esslöffeln Zitronensäure versetztem Wasser einzulegen.
  • Chromteile lassen sich mit Mehl und einem Baumwolltuch wieder bis zum Glänzen polieren.

Krümmer

Der Krümmer kann leicht verschmutzen, sich verfärben oder rosten. Auch für die Reinigung dieses Bauteils gibt es gesonderte Produkte, die sich im Handel erwerben lassen. Ansonsten können Biker zu Drahtbürster und Ceranfeldreiniger greifen.

Speichen

Zur Reinigung der Speichen am Motorrad bieten sich beispielsweise Polierwatte oder Cola an. Empfohlen ist, die Cola auf Alufolie aufzutragen und dann die Speichen damit einzureiben.

Kühler

Den Kühler ihres Motorrads können Biker mit Wasser, Spülmittel und einer weichen Bürste gut säubern. Auch der Griff zum Dampfreiniger ist möglich.

Bremsen

Die Bremsen am Motorrad regelmäßig zu reinigen ist von hoher Bedeutung, da sich damit ein größeres Unfallrisiko vermeiden lässt. Für das Reinigen der Bremsen am Motorrad gibt es sogenannte Bremsenreiniger im Fachhandel zu kaufen. Der Säuberungsprozess läuft dann so ab:

  • Zunächst sind die Bremsbeläge zu demontieren und die Bremsscheiben gründlich zu säubern: Rost lässt sich mit Drahtbürste und Schmirgelpapier entfernen, anderer Schmutz mit Lappen und Universalreiniger. Dabei ist aufmerksam auf mögliche Schäden an den Bremsscheiben zu achten.
  • Sind die Bremsscheiben sauber, sind sie sorgfältig zu trocknen und anschließend mit dem Bremsenreiniger einzusprühen.
  • Als letzter Schritt vor dem erneuten Einbauen der Bremsbeläge sollten deren Rückseite und die Führungen mit einer Bremspaste eingerieben werden.

Tank

Die Innenseite von Motorradtanks ist zu reinigen, wenn Rost darin entstanden ist. Biker können ihr Motorrad dafür in eine Werkstatt bringen, oder es auch selbst erledigen. Dafür sind Tankentroster-Produkte im Handel erhältlich, die in den Tank einzufüllen sind. Den Anweisungen der Hersteller ist dabei Folge zu leisten.

Nach dem Reinigen des Motorrads: Versiegeln nicht vergessen

Um für länger anhaltende Sauberkeit zu sorgen, sollten Biker die Oberflächen ihres Motorrads nach der Reinigung versiegeln. Die Versiegelung lässt sich mit Wachs durchführen, das sowohl als normales Wachs zum Streichen als auch als Sprühwachs im Fachhandel erhältlich ist. Das Wachs hält nicht nur lange sauber, sondern sorgt auch für einen optisch beeindruckenden Glanz.

Motorrad reinigen: Kosten

Wer sein Motorrad nicht selbst reinigen möchte, kann auch einen Reinigungsservice in Anspruch nehmen. Der Preis dafür bewegt sich in der Regel zwischen 90 und 250 Euro. Beim eigenständigen Durchführen der Motorradwäsche ist schwer zu sagen, wie viele Kosten entstehen, da dies davon abhängig ist, welche Produkte zur Anwendung kommen.

Auch den Mensch nicht vergessen: Reinigen der Motorrad-Lederjacke und des Helms

Wenn das Motorrad vor Sauberkeit blitzt, möchte sich vielleicht auch der Fahrer optisch anpassen und dementsprechend saubere Kleidung bzw. Ausstattung tragen. Unser Ratgeber liefert deshalb auch Tipps für das Reinigen der Motorrad-Lederjacke und des Helms.

  • Lederjacke: Biker tun grundsätzlich gut daran, den Pflegehinweisen des Herstellers ihrer Lederkombi Folge zu leisten. Generell gilt die Empfehlung, dass Motorradbekleidung mindestens einmal im Jahr vollständig gereinigt werden sollte. Je nach Art des Leders kann dies entweder im Schonwaschgang der Waschmaschine unter 30 Grad geschehen, oder aber durch Einweichen und Handwäsche in einer Wanne. Nach dem vermutlich mehrtägigen Prozess des Trocknens ist das Leder mit Pflegeöl einzureiben.
  • Visier und Helm: Um das Visier des Motorradhelms zu reinigen, ist es zunächst auszubauen. Es lässt sich mit Wasser und einem weichen Tuch säubern, bei der Visier-Außenseite mit dem Zusatz einer milden Seifenlauge. Starkes Rubbeln oder Reiben ist dabei zu unterlassen. Die gleiche Methode lässt sich auch für die Helmschale anwenden. Das Innenpolster des Helms wiederum lässt sich herausnehmen und im Schonwaschgang ohne Schleudern waschen.

Fazit: Regelmäßiges Reinigen des Motorrads sorgt nicht nur für bessere Optik, sondern auch für mehr Sicherheit

Mit regelmäßiger Pflege können Motorradfahrer die neuwertige Optik ihres Bikes länger erhalten und sorgen dafür, dass es seinen Wert behält. Darüber hinaus ist das regelmäßige Reinigen auch zentral für die Fahrsicherheit des Motorrads. Neben speziellen Pflegeprodukten lassen sich auch Hausmittel gut für die Motorradwäsche verwenden.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Thema Motorrad reinigen

Ein Motorrad ist am besten in einer Waschanlage, regelmäßig und mit großer Sorgfalt zu reinigen. Für die verschiedenen Bauteile des Motorrads sind jeweils unterschiedliche Methoden und Mittel empfohlen. Ein guter Start ist aber immer: Wasser und ein sanftes Tuch oder eine sanfte Bürste.

Im Handel gibt es viele, mitunter auch sehr preisintensive, Putzmittel für Motorräder. Aber auch Hausmittel lassen sich sehr effektiv für die Reinigung einsetzen.

Wie oft das Motorrad zu waschen ist, hängt primär von den individuellen Fahrgewohnheiten ab. Allgemein ist es nach längeren Touren oder je nach Verschmutzung zu reinigen – im Winter bestenfalls nach jeder Fahrt. Zu bedenken ist: Wer lange nichts gegen Schmutz am Motorrad unternimmt, muss mit einem hohen Zeitaufwand bei der Reinigung rechnen – und sogar eingeschränkte Fahrsicherheit in Kauf nehmen.

Zum Reinigen des Motorrads, besonders bei größeren Verschmutzungen, lässt sich ein Hochdruckreiniger verwenden. Dabei ist wegen dem hohen Druck jedoch Vorsicht geboten. Empfindliche Bauteile sollten nicht mit dem Hochdruckreiniger bestrahlt werden.

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