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Lamborghini Reventon

Lamborghini Reventon

Frühere Lamborghini-Klassiker sind das Vorbild für den Reventon

Der Reventon setzt im Jahr 2007 die Lamborghini-Tradition der Kleinstserie fort

Wenn es darum geht, zugkräftige Namen für Automodelle einer neuen Baureihe zu finden, erdenken die Marketingfachleute oft Kunstworte, die durch öffentlichen Ideenwettbewerbe oder interne Computeranalysen als besonders geeignet ermittelt wurden. Weiterlesen

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Hersteller mit weniger Sinn für Wortkunst setzen auf die verkaufsfördernde Wirkung rationaler Bezeichnungen und lassen ihre Fahrzeuge mit Zahlencodes oder Buchstabenkürzeln am Heck vorfahren. Am fantasievollsten aber sind Namensgebungen, die von abenteuerlichen Landschaften, extremen Winden, exotischen Volksstämmen oder wilden Tieren inspiriert wurden. Eines der ungewöhnlichsten Vorbilder für seine Modellbezeichnungen wählte der italienische Sportwagenbauer Lamborghini, der spanische oder südamerikanische Kampfstiere als Namenspaten einsetzte und den Stier als Firmenlogo wählte. Der Grund: Stiere konnten als Symbole unbändiger Kraft und ungebrochenen Mutes nach Auffassung der Italiener die Eigenschaften eines Lamborghini am besten verkörpern. Schließlich wollte der erst seit dem Jahr 1964 als Kleinserienproduzent am Markt präsentierte Konstrukteur gegen die etablierten italienischen Sportwagenhersteller antreten. Deswegen mussten die Lamborghini ein eigenes Profil entwickeln, das möglichst auffällig war und sich durch spektakuläres Design sowie extreme Leistungswerte auszeichnete. Auf diese Weise sicherte sich Lamborghini schnell eine Ausnahmestellung im Sportwagenmarkt, die der Produzent als Spezialist für Kleinstserien sich selbst nach der Übernahme durch die VW-Tochter Audi Ende der 1990er Jahre bewahrte. Dafür sorgte nicht zuletzt das Coupé Reventon, das der Konstrukteur aus dem italienischen Örtchen Sant´Agata Bolognese mit dem Baujahr 2007 vorstellte. Zwei der Besonderheiten des Reventon: Der in zwei Karosserieversionen gefertigte Sportwagen kam nur in wenigen Exemplaren auf den Markt und gehörte bei seiner Präsentation zu den weltweit teuersten seriengefertigten Fahrzeugen.

Mit dem Countach, der mit einem Produktionszeitraum von 1974 bis 1990 ungewöhnlich lange im Programm blieb und das Image von Lamborghini maßgeblich prägte, hatten die Italiener bereits ein Gesamtkonzept umgesetzt, das die Ingenieurteams hinsichtlich Gestaltung und Technik in den folgenden Jahren konsequent weiterentwickelten. Die Keilfront, die extrem flache Fahrgastzelle und die V-12Motorisierung wurden zum Markenzeichen von Lamborghini und in jeweils modifizierter Form in Modellen wie dem Diablo oder dem Murciélago in der Serie umgesetzt. Im Vergleich zu diesen Vorgängern präsentierte sich der Reventon bei seiner Messevorstellung im Jahr 2007 in einer Gestalt, die nicht grundlegend neu wirkte, als weitere Evolutionsstufe der Brachialarchitektur jedoch noch einmal stärkere Akzente setzte.

Kampfjet-Design für den Lamborghini Reventon

Kanten, Schächte, Spitzen, für die Gestaltung der Karosserie des Reventon ließen sich die Designer von Lamborghini von der Luftfahrt oder genauer gesagt von der Form eines Kampfjets inspirieren. Darauf sollte auch der an Bord verbaute Fliehkraftmesser hindeuten, der wie im Düsenjäger beim Beschleunigen die auf den Fahrer einwirkende g-Kraft ermittelte. In der Frontansicht zeigte der Reventon zwei mit Wabengittern ausgekleidete Lufteinlässe in überdimensionierter Kastenform, die über die gesamte Höhe des pfeilartig zulaufenden Stoßfängers reichten. Scheinwerfer in Form eines Dreiecks, lange Luftschächte an den Flanken und die Lichtkanten an Front und Türen unterstrichen den martialischen Auftritt des Reventon. Mit gut 1,13 Metern war die Karosserie extrem flach angelegt, sodass sich der Zweisitzer mit einem Maß von über zwei Metern breit auf die Straße duckte. In der Rückansicht setzte sich der Fightjet-Eindruck durch die in fünfeckigen Ausformungen angebrachten gewaltigen Luftauslässe und die mit Abstufungen und Einschnitten versehene Gestaltung des Heckabschlusses fort. Doch Design und Dimensionen galten nicht nur dem optischen Spektakel. Durch die Bauweise des Zweisitzers gelang es den Konstrukteuren, die Luftwiderstandswerte des Lamborghini zu reduzieren und auf diese Weise mit der Aerodynamik zugleich die Leistungswerte des knapp 1,67 Tonnen leichten Supersportwagens zu verbessern.

Im Reventon setzt Lamborghini das V12-Triebwerk aus dem Murciélago ein

Technisch orientierte sich der Reventon ebenso wie beim Karosseriedesign an dem zu seiner Produktionszeit 2007/8 parallel gefertigten Coupé Murciélago LP640, das sich nach dem Countach zum zweiten Klassiker im Programm der Italiener entwickelt hatte und noch bis zum Jahr 2010 als Neuwagen geordert werden konnte. Wie bei dem in größerer Auflage hergestellten Schwestermodell arbeitete im Reventon ein V12-Triebwerk mit 6,5 Litern Hubraum, das dem Reventon eine Leistung von bis zu 478 kW (650 PS) zur Verfügung stellen konnte. Damit erreichte der Lamborghini eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 340 Stundenkilometern. Die Strecke aus dem Stand zur Marke von 100 km/h konnte das Coupé innerhalb von 3,4 Sekunden bewältigen. Kombiniert war der Motor mit einer manuellen Sechsgang-Sportschaltung oder einer optional erhältlichen Automatikbox mit sechs Schaltstufen. Ein Allradantrieb mit einem an der vorderen und hinteren Achse wirkenden Sperrdifferenzial war bei allen Lamborghinis der Baureihe ab Werk verbaut. Besonderheit und zusätzliches Spektakel beim Reventon: Ein fast in den Dachaufbau gezogenes Schaufenster mit gläsernen Lüftungslamellen ließ den Blick auf den Zwölfzylindermotor des in zwei Karosserieformen gefertigten Ausnahmemodells frei.

Lamborghini baut den Reventon als Coupé und Roadster mit bis zu 670 PS

Gut zwei Jahre nachdem die Italiener das erste Coupé der Reventon-Baureihe der Öffentlichkeit vorgestellt hatten, legten sie im Jahr 2009 mit einem offenen Modell nach, das unter der Bezeichnung Reventon Roadster auf der Frankfurter IAA präsentiert wurde. Mit Ausnahme der Dach- und Fensterkonstruktion unterschieden sich die Roadster optisch nicht von den Fahrzeugen in geschlossener Bauform. Technisch jedoch legte der Reventon in der Cabrio-Version noch einmal etwas nach: Die Motorenbauer steigerten die Leistung des bekannten 6,5 Liter V12-Aggregats auf nunmehr bis zu 493 kW (670 PS), was den offenen Reventon trotz ihres konstruktionsbedingt um zirka 25 Kilogramm höheren Gewichts beim Standardspurt einen kleinen Zeitvorteil von gut 0,2 Sekunden gegenüber den schwächer motorisierten Coupés bescherte.

Die Coupés und Cabriolets der Baureihe Lamborghini Reventon sind Kleinstserienmodelle

Was sich kaum ein anderer Hersteller leistete, das gehörte bei Lamborghini immer zur Tradition: Die Italiener konstruierten regelmäßig Supersportwagen, die nur für eine exklusive Kleinserie vorgesehen waren und vor allem Sammler als Kunden ansprachen. Als gebrauchte Fahrzeuge tauchten diese Lamborghini in der Regel auf dem Markt nicht auf. Gleiches galt für den Reventon, der in Italien nur 20 Mal für die Weitergabe an Kunden gebaut und weitgehend in Handarbeit gefertigt wurde. Eine ähnliche Größenordnung sollte die Produktion des Reventon Roadster haben, doch hielt sich Lamborghini mit Angaben über die Realisierung der offenen Versionen der Baureihe seines Supersportwagens zurück. Zwischen neun und 20 Exemplaren sollen in den Jahren 2009/10 die Werkhallen bei Lamborghini verlassen haben.

Technische Daten Lamborghini Reventon

Technische Daten wie Verbrauch, PS, Maße, Gewicht und Länge im Überblick

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