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Fokus: Kauf
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Auto ummelden: Alles rund um Kosten, Unterlagen & Fristen

Nach dem Autokauf, der Übernahme oder einem Umzug folgt die nächste Herausforderung: das Ummelden des Autos. Und das innerhalb weniger Tage. Was es bei der Ummeldung zu beachten gilt und wie man sich den Weg zur Zulassungsstelle spart, erklärt dieser Beitrag.

Umzug, Kauf & Co. – Diese Situationen erfordern das Ummelden eines Autos

Zulassungen, Papiere, Ummeldungen, Kennzeichen und mehr – der Besitz eines Autos kann schnell verwirrend sein. Da stellt sich die Frage: Warum ist es nötig, ein Auto umzumelden? Die Antwort ist einfach: zur Nachverfolgung. Einerseits fungiert die Anmeldung des Autos als Beweis über den Besitz, andererseits erlaubt sie der Polizei Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten im Straßenverkehr genau zu ermitteln. Das unmittelbare Kommunizieren von Änderungen bezüglich des Fahrzeughalters ist deshalb essentiell wichtig. Dies geschieht dann bei der Ummeldung.

In den meisten Fällen erfolgt die Ummeldung eines Autos beim Autokauf, da es Pflicht ist, den Halterwechsel zu melden.. Aber auch andere Situationen führen zur Notwendigkeit, ein Auto ummelden zu müssen.. Grundsätzlich erfolgt die Unterscheidung zwischen folgenden Umständen:

  • Umzug an einen anderen Ort
  • Umzug innerhalb eines Ortes
  • Kfz-Halterwechsel

Auto ummelden nach Umzug an einen anderen Ort

Grundsätzlich gilt: Wandelt der Fahrzeughalter, dann auch das Auto. Dabei gilt für das Auto das gleiche, wie für den Halter: Nach einem Wohnortwechsel ist die Ummeldung verpflichtend. Denn bei einem Umzug außerhalb des bisherigen Zulassungsgebiets, ändert sich die zuständige Kfz-Zulassungsstelle. Die Ummeldung erfolgt dann bei dem entsprechenden örtlichen Kfz-Zulassungsdienst.

Die Ummeldung ist insbesondere für die Versicherung wichtig, da sich durch den Umzug an einen anderen Ort die Regionalklasse ändern kann. In der Regionalklasse spiegeln sich die Schaden- und Unfallbilanz der Region wieder. Ein essenzielles Tarifmerkmal zur Berechnung des Versicherungsbeitrags.

Auto ummelden nach Umzug im gleichen Wohnort

Auch beim Umzug im gleichen Wohnort ist das Ummelden des Autos verpflichtend. Da Fahrzeughalter und Zulassungsbezirk in diesem Fall gleich bleiben, gestaltet sich die Ummeldung jedoch einfacher. Hier wird lediglich die neue Adresse in die Zulassungsbescheinigung I (ZB I) eingetragen. Die Zulassung wird jedoch nicht offiziell umgemeldet. Reicht der Platz in der ZB I nicht für eine weitere Anschrift aus, ist die kostenpflichtige Ausstellung von neuen Fahrzeugpapieren notwendig. .

Kfz ummelden nach einem Halterwechsel

Das Ummelden eines Kfz ist ebenfalls bei einem Halterwechsel verpflichtend. In den folgenden Fällen muss eine Ummeldung erfolgen:

  • Kauf eines Gebrauchtwagens (von einer Privatperson oder einem Händler)
  • Übernahme des Fahrzeugs durch ein Familienmitglied (ohne Verkauf)
  • Übernahme des Autos durch ein Erbe

Ein Gebrauchtwagen hat bereits eine Straßenzulassung mit Kfz-Kennzeichen und eine bestehende Kfz-Versicherung. Beides muss auf den neuen Fahrzeughalter umgemeldet werden. Bei der Ummeldung des Autos wird die Autoversicherung des Vorbesitzers automatisch gekündigt.

Dasselbe gilt auch bei der Übernahme innerhalb der Familie. Lediglich nach einer Erbschaft ist der Fahrzeughalter an die Versicherung des Erblassers gebunden.

Welche Unterlagen braucht es zur Ummeldung des Autos?

Das Ummelden des Kfz entwickelt sich schnell mal zur Herausforderung. Hier ein paar Tipps zur Vorbereitung.

Grundsätzlich ist für das Ummelden eines Autos die örtliche Kfz-Zulassungsstelle zuständig. Jedoch ist es in vereinzelten Städten ebenfalls möglich sein Auto beim Bürgerbüro beziehungsweise. Einwohnermeldeamt ummelden zu lassen.

Je nach Situation erfordert das Ummelden eines Autos verschiedene Dokumente. Dabei lässt sich zwischen Umzug unter Mitnahme des Fahrzeugs (mit/ohne Kennzeichen) und Fahrzeughalterwechsel (mit/ohne Kennzeichen)unterschieden. Es empfiehlt sich, die Situation vorher mit der Zulassungsstelle zu besprechen.

Wichtig zur Ummeldung sind diese Dokumente:

  • gültiger Personalausweis oder Reisepass mit Meldebescheinigung
  • Zulassungsbescheinigung Teil I (ehem. Fahrzeugschein) und Teil II (ehem. Fahrzeugbrief)
  • elektronische Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer)
  • Prüfbescheinigung der letzten Hauptuntersuchung des Fahrzeugs (HAU/AU „TÜV“)
  • SEPA-Lastschriftmandat für die Kfz-Steuer
  • alte Nummernschilder bei Kennzeichenwechsel
  • COC-Papier (bei Importfahrzeugen aus dem Ausland)

Die Abmeldung eines Kfz erfordert ebenfalls verschiedene Dokumente. Eine Übersicht dazu gibt es hier. Mehr Informationen zur Anmeldung eines Autos gibt es hier.

Unterlagen verlegt oder verloren – Das ist jetzt wichtig

Jeder kennt es: kurz mal nicht aufgepasst und schon ist das wichtige Dokument verlegt. Grundsätzlich ist die Neuanschaffung kein Problem, jedoch kann das je nach Dokument schnell mehrere hundert Euro kosten. Mit diesen Abläufen und Kosten ist zu rechnen:

  • Fahrzeugpapiere: die Zulassungsbehörde stellt innerhalb einiger Tage neue Dokumente aus. Dazu benötigt es lediglich eine unterschriebene, eidesstattliche Verlusterklärung. Der Kostenpunkt Beträgt bis zu 45 Euro (Fahrzeugschein) oder bis zu 70Euro (Fahrzeugbrief).
  • COC-Papiere: neue COC-Papiere gibt es beim Hersteller des Autos. Der Kostenpunkt beläuft sich hier auf zwischen 60 und 200 Euro.
  • Prüfbericht der letzten Hauptuntersuchung (HU): der TÜV oder eine andere Prüfstelle bieten eine Zweitschrift gegen eine Servicepauschale an. Der PReis hierfür liegt zwischen 10 und 15 Euro.

Vertrauensperson, Vollmacht & Co. – Wer kann ein Auto ummelden?

Obwohl jeder in Deutschland mit den nötigen Papieren ein Auto abmelden kann, erfolgt die An- und Ummeldung durch den Fahrzeughalter. Sollte das nicht möglich sein, akzeptiert die Zulassungsstelle auch einen Vertreter mit einer schriftlichen Vollmacht die Ummeldung vornehmen. Als Vertreter kommen zum Beispiel Familienmitglieder, Ehepartner oder Freunde infrage.

Gerne übernehmen auch darauf spezialisierte Dienstleister die Ummeldung gegen eine Gebühr. Diese benötigen lediglich die entsprechenden Dokumente sowie die schriftliche Vollmacht.

Zur Ummeldung mit einer Vollmacht werden folgende Unterlagen benötigt:

  • schriftliche Vollmacht: formloses Schreiben zur Bevollmächtigung des Vertreters (inkl. Name, Geburtsdatum, Anschrift & Unterschrift beider Parteien). Die Vollmacht erlischt mit der erfolgreichen Ummeldung des Fahrzeuges.
  • gültiger Personalausweis oder Reisepass des Vertreters
  • Kopie des Personalausweises oder Reisepasses (mit Meldebescheinigung) des Fahrzeughalters
  • SEPA-Lastschriftmandat für die Kfz-Steuer (ausgefüllt & unterschrieben vom Fahrzeughalter)

Tipp: In diesen Fällen darf das alte Kennzeichen bleiben

Bei einem Umzug innerhalb Deutschlands ist die Kennzeichenmitnahme bundesweit kein Problem. Die örtliche Zulassungsstelle berichtigt lediglich die Adresse in der Zulassungsbescheinigung Teil I. Seit 2019 ist außerdem auch die Beibehaltung des Kennzeichens bei einem Halterwechsel möglich. Somit ist es in beiden Fällen ganz einfach sein Kennzeichen zu behalten.

In den folgenden Fällen muss ein neues Nummernschild her:

  • Fahrzeug ist beim Umzug nicht zugelassen
  • Fahrzeugwechsel (Voraussetzung: gleichzeitige An- beziehungsweise Abmeldung)
  • Zweiter Umzug in einen anderen Bezirk

Ummeldung von zu Hause: So lässt sich das Auto online ummelden

Bei vielen Zulassungsstellen lassen sich Kfz auch bequem online ummelden. Voraussetzung dafür ist ein Personalausweis mit aktiver Online-Ausweisfunktion samt PIN. Der PIN ist erhältlich durch ein Kartenlesegerät für den Computer oder die kostenlose Ausweis-App. Die Gebühren fallen in der Regel geringer aus und lassen sich per EC oder Kreditkarte bezahlen. Detaillierte Informationen zu diesem Prozess gibt es hier.

Ausnahme Bayern

In Bayern gibt es eine vereinfachte Variante der Online-Zulassung, die ohne Personalausweis mit aktivierter Online-Ausweisfunktion auskommt. Dafür wird eine „Bayern-ID” benötigt. Eine Übersicht der teilnehmenden Zulassungsstellen gibt es hier. Beantragen lässt sich die Bayern-ID hier.

Was kostet das Ummelden eines Autos?

Für das Ummelden eines Kfz fallen Gebühren an. Verschiedene Faktoren bestimmen, wie hoch sie ausfallen. Grundsätzlich variieren die Kosten für die Ummeldung eines Autos je nach Zulassungsbezirk und Behörde. Mit welchen Preisen durchschnittlich zu rechnen ist, verrät dieser Überblick.

Grund für die Ummeldung des Autos Kosten
Halterwechsel – gleicher Zulassungsbezirk ca. 12-20 €
Halterwechsel – neuer Zulassungsbezirk ca. 30 €
Umzug innerhalb des Zulassungsbezirks ca. 12 €
Umzug in anderen Zulassungsbezirk ca. €
Neues Kennzeichen (falls notwendig) ca. 25 €
Umweltplakette (falls notwendig) ca. 5 €

Ummeldung versäumt? Mit diesen Kosten ist zu rechnen

Nach einem Umzug oder Halterwechsel sollte die Ummeldung des Kfz ganz oben auf der To-do-Liste stehen. Es gibt zwar keine einheitlich definierte Frist zur Autoummeldung, jedoch soll dies laut Gesetzgeber „unverzüglich“ erfolgen. Ob die Ummeldung fristgerecht geschieht, liegt also im Ermessen des Sachbearbeiters.

Es empfiehlt sich jedoch das Auto innerhalb maximal eines Monats nach Umzug beziehungsweise Halterechsel umzumelden. Erfahrungsgemäß kann somit ein Bußgeld verhindert werden. Falls der Umzug oder Halterwechsel dann doch länger zurückliegen, kann das richtig teuer werden. Das Bußgeld fängt bei 15 Euro an und kann letztendlich bis zu 60 Euro betragen.

Kann die Polizei bei einer Ordnungswidrigkeit oder Straftat den Fahrzeughalter nicht problemlos identifizieren, fällt das Bußgeld schnell höher aus.

Auto ummelden: Das ändert sich

Bei all diesen Vorgängen und Voraussetzungen fühlt es sich schnell an, als ob sich mit der Ummeldung einiges ändert. Dabei ändert sich häufig nur der Versicherungsbeitrag. Denn: Die Haftpflicht- und Kaskoversicherung berechnen ihren Tarif über die Regionalklasse. Erfolgt ein Umzug in einen anderen Bezirk, ändert sich diese gegebenenfalls. Durch die Schadensbilanz des neuen Wohnortes verteuert oder vergünstigt sich der Beitrag.

Der Käufer eines abgemeldeten Autos übernimmt automatisch und mit sofortiger Wirkung den Versicherungsvertrag. Jedoch lässt sich dieser mit sofortiger Wirkung beziehungsweise nach der laufenden Versicherungsperiode kündigen. Die Kündigungsfrist beträgt einen Monat. Dasselbe gilt für die Versicherung. Die neue eVB-Nummer erhält der Fahrzeughalter über die Versicherung.

Fazit: Ummelden von Autos

Das Ummelden eines Kfz ist immer nötig, wenn ein Umzug oder Fahrzeughalterwechsel ansteht. Das ist sowohl bei der örtlichen Zulassungsstelle als auch online möglich. Die Gebühren sind dabei eher gering. Wichtig ist vor allem, die Ummeldung unverzüglich einzuplanen und die richtigen Dokumente zur Hand zu haben. Ansonsten kann das Ummelden des Autos schnell zu einem teuren Spaß werden.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Auto ummelden

Je nach Situation fallen für das Ummelden eines Autos verschiedene Gebühren an. Grundsätzlich liegen diese zwischen 12 und 30 Euro. Ausschlaggebend ist, ob das Fahrzeug den Bezirk wechselt und ob zusätzliche Kosten für die Umweltplakette oder das Kennzeichen anfallen.

Bei einem Fahrzeughalterwechsel__ belaufen sich die Kosten auf ungefähr __12 bis 30 Euro. Bei einem Umzug liegen die Kosten zwischen 12 und 29 Euro. Ein neues Kennzeichen kostet 25 Euro. Die Umweltplakette hingegen nur 5 Euro. Bei Versäumnis der Ummeldung beläuft sich die Strafe auf 15 bis 60 Euro.

Zum Ummelden eines Autos braucht es verschiedene Dokumente. Grundsätzlich sollten bei der Ummeldung folgende Unterlagen vorliegen:

  • gültiger Personalausweis oder Reisepass mit Meldebescheinigung
  • Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II
  • elektronische Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer)
  • Prüfbescheid der letzten Hauptuntersuchung
  • SEPA-Lastschriftmandat für die Kfz-Steuer
  • je nach Situation: COC-Papier, alte Nummernschilder etc.

Grundsätzlich erfordert ein Fahrzeughalterwechsel oder ein Umzug das Ummelden eines Autos. Dabei ist es egal, ob diese innerhalb der gleichen Stadt oder innerhalb Deutschlands geschieht. Die Ummeldung ist Pflicht und muss unverzüglich erfolgen.

Dabei gibt es jedoch keine einheitlich formulierte Frist. Jede Zulassungsstelle entscheidet selbst, wann eine Ummeldung zu spät erfolgt. Daher ist es besonders wichtig, das Ummelden des Autos ganz oben auf die To-do-Liste zu setzen. Empfohlen wird, die Ummeldung des Kfz innerhalb maximal eines Monats nach dem Umzug oder Halterwechsel durchzuführen.

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