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Auto folieren: Günstig und schnell zum neuen Fahrzeug-Look

Um ein Fahrzeug optisch zu verändern, kommen zwei Optionen infrage: Eine Lackierung oder das Auto folieren. Letztere bietet dabei einige Vorteile: Zum einen ist die Prozedur preisgünstiger und schneller umzusetzen und zum anderen kann die Autofolie im Regelfall ohne Schäden wieder entfernt werden.

Wie läuft die Autofolierung ab?

Eine Autofolierung unterteilt sich in mehrere Schritte: Zuerst muss das Auto gründlich gewaschen werden. Dabei sollten jedoch weder Wachs noch eine Politur zum Einsatz kommen, da sie die Haftung der Autofolie maßgeblich verschlechtern können. In der Werkstatt erfolgt im nächsten Schritt vor der eigentlichen Folierung auch nochmal eine Waschung, damit die Oberfläche des Fahrzeugs frei von Verschmutzungen ist. Anschließend werden kleinere Teile der Karosserie abmontiert, die von der Folierung ausgeschlossen sind. Dazu gehören beispielsweise Leuchten und Türgriffe. Als Nächstes wird das Fahrzeug vermessen und die ausgewählte Autofolie wird zugeschnitten. Nachdem die Folie aufgetragen wurde, wird sie mit einer sogenannten Rakel glatt gestrichen und auf etwa 90 Grad Celsius erwärmt.

Durch die hohe Temperatur erhält die Folie eine höhere Dehnbarkeit und kann sich besser an die Formen der Karosserie anpassen. Nach der Beklebung werden die Folienreste abgeschnitten und das Material wird versiegelt. Außerdem erhält es eine Politur. Insgesamt benötigt es zwischen zwei und fünf Tagen, um ein Auto zu folieren.

Welche Autofolierungen gibt es?

McLaren 620R: volbloed GT4-racer voor op straat

Wer sein Auto farblich komplett umgestalten möchte, der nimmt eine Vollfolierung in Anspruch. Diese Methode wird auch Car-Wrapping genannt und beinhaltet die großflächige Folierung des gesamten Fahrzeugs. Im Gegensatz dazu wird bei einer Teilfolierung nur ein bestimmtes Areal bearbeitet. Zum Beispiel nur die Motorhaube, das Dach oder die Außenspiegel.

Eine weitere Art der Autofolierung ist das Branding. Bei diesem werden Schriftzüge, Logos oder Markenbotschaften auf das Auto geklebt. In der Regel erfolgt die Beklebung auf eine bereits bestehende Folie und kann mit einer Voll- oder Teilfolierung kombiniert werden. Eingesetzt wird das Branding, um einem Unternehmen, einem Produkt oder einer Institution Sichtbarkeit zu verleihen. Aber auch persönliche Schriftzüge oder einfache Gestaltungselemente können mit dieser Art der Autofolierung umgesetzt werden.

Dicker als normale Autofolie ist die Lackschutzfolierung. Durch sie wird das Fahrzeug gegen Steinschläge und Kratzer geschützt. Doch auch Ladekanten oder Ein- und Ausstiege können mit ihr gegen Beschädigungen gesichert werden. Die Lackschutzfolierung wird üblicherweise nicht am ganzen Fahrzeug aufgetragen, sondern meist nur im vorderen Bereich bzw. an den zu sichernden Elementen.

Zu guter Letzt gibt es noch die Scheibenfolierung. Sie kann vier verschiedenen Zwecken dienen: Als Sonnenschutz gegen UV-Strahlung, als Sichtschutz vor neugierigen Blicken, als Blendungsschutz vor Scheinwerfern oder anderen Lichtquellen und als Einbruchschutz.

Was darf nicht foliert werden?

Zwar können sich Fahrzeughalter in Sachen Autofolierung kreativ ausleben und ihr Auto individuell gestalten. Dennoch ist das Bekleben einiger Bereiche mit Autofolie in Deutschland verboten. Dazu gehören das Bekleben von Nummernschildern sowie die Folierung von Scheinwerfern und Leuchten. An Scheiben sind nur die bereits genannten Folierungsarten erlaubt.

Entscheidend für alle Arten ist, dass sie die Sicherheit im Straßenverkehr nicht beeinträchtigen. So sind zum Beispiel großflächige Spiegel- oder Chromfolien verboten, da sie andere Verkehrsteilnehmer blenden könnten. Das gleiche gilt bei Signal- und Warnfarben sowie bei Reflexfolien. Grundsätzlich können sie eingesetzt werden, jedoch nur, wenn sie in ihrer Art und Größe keine Gefährdung darstellen.

Ebenfalls nicht erlaubt ist das Aufbringen von verfassungsfeindlichen Symbolen, Staatswappen sowie von geschützten Wörtern. Der Aufdruck Polizei ist nur der gleichnamigen Institution vorbehalten und bei Nichtbeachtung kann selbige ein Bußgeld verhängen oder im schlimmsten Fall die Betriebserlaubnis für das Kfz entziehen.

Was kostet eine Folierung?

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Beim Auto folieren hängen die Kosten davon ab, wie umfangreich foliert werden soll und welches Material bei der Autofolie verwendet wird. Eine Teilfolierung - wie etwa die Gestaltung der Motorhaube oder der Seitenspiegel – kostet etwa 500 Euro. Gleiches gilt für eine Lackschutzfolierung der Fronthaube. Wer nur die Ladekante schützen möchte, bleibt sogar bei unter 200 Euro, während eine Versiegelung des gesamten Fahrzeugs bis zu 7.000 Euro betragen kann.

Im Gegensatz dazu belaufen sich beim rein optischen Autofolieren die Kosten auf etwa 1.500 und 5.000 Euro. Der Grund dafür, dass der Lackschutz teurer ist, liegt darin, dass das verwendete Material rund drei Mal dicker sein muss, um die schützende Wirkung zu erzielen. Beim Branding sind die Preise sehr unterschiedlich und hängen vom Aufwand ab.

Für Tönungsfolien an den Scheiben werden bei einem Kleinwagen ungefähr 150 Euro und bei einem Van bis zu 350 Euro fällig. Günstiger als die konventionelle Autofolierung ist das Car Dipping. Bei diesem wird keine Autofolie verklebt, sondern aufgesprüht. Die Kosten hierfür können deutlich unter 1.500 Euro liegen. Gerade in den USA ist Car Dipping in den letzten Jahren sehr beliebt geworden. Die Methode erfordert jedoch präzises und professionelles Arbeiten, um gute Ergebnisse zu erzielen.

DIY Auto folieren – Kann das funktionieren?

Das Bekleben eines Autos mit Folie hört sich zunächst recht einfach an. Gerade deshalb stellt sich vielen Autofahrern die Frage: Kann ich mein Fahrzeug auch selbst folieren? Der Ablauf ist jedoch bei allen Methoden sehr anspruchsvoll und sollte am besten von einer Werkstatt durchgeführt werden. Beim Car Dipping müssen zum Beispiel mehrere Schichten aufgetragen werden, damit ein einheitliches Farbbild entsteht. Gleichzeitig dürfen die Schichten aber nicht zu dick sein, damit sich keine Laufnasen bilden.

Die klassische Folierung erfordert ebenfalls große Sorgfalt und Präzision, damit die Autofolie einen guten Halt bekommt und ästhetisch aussieht. Wer hier Fehler macht, läuft Gefahr, dass sich das Material vom Fahrzeug löst oder optische Makel aufweist. Hinzu kommt, dass Werkstätten bereits im Vorfeld einschätzen können, welche Folierung im Straßenverkehr zugelassen ist. Wer falsch foliert, muss mit Strafen von bis zu 90 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen.

Fazit: Autofolierung ist die günstige Alternative

Die Autofolierung ist eine kostengünstige und praktische Alternative zur Lackierung. Wer den Straßenverkehr nicht gefährdet und keine verbotenen Aufdrucke verwendet, kann seiner Kreativität freien Lauf lassen und damit das eigene Kfz individuell anpassen. Die spezielle Autofolie kann dabei sowohl das Erscheinungsbild ansprechender gestalten als auch eine schützende Funktion ausüben.

FAQ

Je nach Größe und Folientyp können die Kosten zwischen 500 und 5.000 Euro betragen. Teilfolierungen bewegen sich im Bereich bis 1.500 Euro, während eine Vollfolierung darüber liegt. Dabei ist die Autofolierung dennoch günstiger als Lack. Das Lackieren kostet mindestens 3.000 Euro, ohne Grenze nach oben.

Die Dauer für die Folierung eines Auto liegt in der Regel zwischen zwei und fünf Tagen und ist damit kürzer als für eine Lackierung.

Beim Folieren wird eine spezielle Vinylfolie auf den Lack des Fahrzeugs aufgetragen. Diese erzeugt eine glatte und gleichmäßige Oberfläche und wird mit Hitze und Druck fixiert, um eine permanente Haftung zu gewährleisten. Dadurch entsteht eine Schutzschicht, die den Lack vor Kratzern, UV-Strahlung und anderen Umwelteinflüssen bewahrt und gleichzeitig das Aussehen des Fahrzeugs verbessert.

Wie lange die Autofolie hält, hängt stark vom gewählten Produkt ab. Je nach Folienart und Qualität bewegt sich die durchschnittliche Lebensdauer zwischen 3 und 5 Jahren. Generell gilt, dass vertikal aufgetragene Folien länger halten als die horizontal geklebten. Nach spätestens 8 Jahren hat die Autofolierung ausgedient, wobei eine neue Folierung vorher erfolgen sollte.

Grundsätzlich kann jedes Fahrzeug foliert werden, solange sich dessen Oberfläche in einem guten Zustand befindet. Ungeeignet sind Autos mit starkem Rost, beschädigtem Lack und anderen strukturellen Problemen. Auch ist zu beachten, dass nicht jedes Fahrzeugteil foliert werden darf.

Um Beschädigungen zu vermeiden, muss ein foliertes Auto sanfter gereinigt werden. So empfehlen sich milde Reinigungsmittel, eine Handwäsche statt der Waschanlage, keine harten Bürsten, der Verzicht auf starken Druck sowie heißes Wasser und die vorsichtige Trocknung nach der Wäsche.

Es gibt Vollfolierung, Teilfolierung, Stickerfolierungen bzw. Brandings, Lackschutzfolierungen und Scheibenfolierungen. Als Material dient entweder eine selbstklebende Vinylfolie oder eine Sprühfolie (Car Dipping). Welche Autofolie du kaufen solltest, hängt also ganz von deinen individuellen Bedürfnissen ab.

Die Autofolie lässt sich ganz leicht von Experten in einer Werkstatt entfernen. Im Zweifelsfall kannst du das aber auch selbst zu Hause übernehmen. Dazu sollte das Auto am besten schon am Tag zuvor vor Kälte geschützt werden und zum Beispiel in einer Garage stehen. Dann wird die Folie angewärmt, idealerweise mit einem mobilen Quarzstrahler, im Notfall auch mit einem Föhn. Danach kannst du die Folie langsam von unten nach oben ablösen.

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