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Autositze reinigen: So entfernst du Flecken richtig

Hundehaare, Kaugummi, üble Gerüche: Wie du all das aus Stoffsitzen, Ledersitzen und Polstern herausbekommst, erfährst du hier.

Autositze aus Stoff reinigen

Folgende Hausmittel und Werkzeuge sind zur Reinigung von Stoffbezügen geeignet:

  • Waschmittel
  • Rasierschaum
  • Essig

In unserem How-to testet Kai alle drei Mittel bei unterschiedlichen Flecken auf ihre Wirksamkeit. Diese und weitere Tipps hier im Video:

Video: Autositze reinigen


Rasierschaum und Waschmittel gegen Flecken

Leichte Verschmutzungen lassen sich mit Rasierschaum, Waschmittel oder anderen Schaum-Sprays gut entfernen. Auch hier gilt: je frischer der Fleck, desto besser. Benutzt du Waschmittel, empfiehlt sich eine Mischung aus 1 Liter Wasser, 10 ml Flüssigwaschmittel (bunt) und einem Spritzer Flüssigseife.

  1. Mittel großflächig mit einer Büste auftragen
  2. Zehn Minuten einwirken lassen
  3. Reste mit einem Frotteetuch abwischen oder ausbürsten

Rasierschaum im Handschuhfach

Rasierschaum in Reisegröße und kleine Bürste sowie Lappen immer griffbereit im Handschuhfach lagern, denn je frischer dem Fleck zu Leibe gerückt wird, desto erfolgreicher lässt er sich entfernen.

Essig gegen Gerüche

Wenn neben Flecken auch unangenehme Gerüche ein Problem sind, ist Essig das Mittel der Wahl. Hunde-, Schweiß- oder Nikotingerüche lassen sich mit Essigwasser aus Stoffbezügen entfernen. Dazu eine Verdünnung aus einigen Esslöffeln Essig und Wasser herstellen, einsprühen und mit einem Lappen einreiben. Der Geruch von Essig wird nach kurzer Zeit verfliegen, und mit ihm der unangenehme Tier- oder Zigarettengeruch. Hundehaltern sei gegen Tierhaare ein einfacher Fusselroller oder eine Kleiderbürste empfohlen. Spezielle Geruchsentferner können dann helfen, wenn Essigwasser keine Abhilfe schafft oder die Farbintensität der Bezüge schädigen könnte.

Dampfreiniger und Waschsauger für Tiefenreinigung

Hygienisch sauber werden Autositze mit dem Waschsauger. Zusammen mit Wasser trägt das Gerät Reinigungsmittel auf die betroffenen Stellen auf und saugt alles gemeinsam mit dem Schmutz wieder ab. Besonders Fettflecken, aber auch anderer Schmutz sowie Gerüche können mit einem Waschsauger entfernt werden.

Ein Dampfreiniger ist ebenso zur Reinigung hartnäckiger Flecken geeignet. Denn der heiße Wasserdampf weicht den Schmutz auf und reinigt das Gewebe fasertief und nachhaltig von Schmutzpartikeln – ganz ohne chemische Zusätze.

Voraussetzung für einen Dampfreiniger ist, dass es sich um farbunempfindliche Sitzpolster handelt. Bei hellen Bezügen etwa kann es zur Bildung von Wasserflecken kommen.

Spar-Tipp!

Waschsauger bzw. Dampfreiniger lassen sich in der Regel für wenige Euro bei einem Baumarkt ausleihen und müssen deshalb nicht zwangsläufig gekauft werden.

Autositze aus Leder reinigen

Haushaltsmittel reichen in der Regel nicht aus, um Autositze aus Leder zu reinigen. Im schlimmsten Fall kann man sie dadurch beschädigen. Nur in Kombination mit professionellen Produkten vom Fachhändler kann eine erfolgsversprechende und schonende Behandlung garantiert werden. Folgende Utensilien benötigst du:

  • Lederbürste
  • Lederpflegemittel/Lederspray
  • Schmutzradierer
  • Schuhcreme (farblos)
  • Baumwolltücher
  • ggf. UV-Schutzpflege

Schritt 1: Grobreinigung mit der Möbelbürste
Schritt 2: Größere Verschmutzungen mit dem Schmutzradierer, Leder-Fluids oder leichter Spülmittellösung behandeln. Gut trocknen lassen.
Schritt 3: Pflegen und nachpolieren: Mit einem weichen Baumwolltuch spezielles Pflegemittel oder farblose Schuhcreme dünn einarbeiten und polieren. Bei Cabrios empfiehlt sich ein Lichtschutzfaktor.

Die Verwendung dieser Reinigungsmittel und Werkzeuge hängt zum einen von der Lederart und zum anderen vom Grad der Verschmutzung ab. Für die einfache Pflege von Glattleder benötigst du beispielsweise lediglich eine farblose Schuhcreme von hochwertiger Qualität.

Schonend behandeln

Zu viel Nässe, starkes Scheuern und Drücken sind in jedem Fall zu vermeiden, um das Leder nicht zu schädigen und keine Verfärbungen zu verursachen. Der gelöste Schmutz sollte vorsichtig mit einem Baumwolltuch abgetragen werden.

Autositze aus Wildleder reinigen

Auch Wildleder und Velours bedürfen einer schonenden Behandlung und Pflege, zumal sie noch empfindlicher als Glattleder sind. Folgende Utensilien benötigst du:

  • Lederbürste
  • Raulederpflegemittel

Auch bei hochwertiger Ausstattung mit Wildleder- und Velourssitzen beginnt der Reinigungsprozess mit einer groben Behandlung durch eine Lederbürste. Dadurch wird der Stoff zunächst aufgeraut und so besser empfänglich für das anschließende Raulederpflegemittel vom Fachhändler. Beim Auftragen unbedingt den empfohlenen Sprühabstand einhalten. Andernfalls besteht die Gefahr einer Durchnässung, außerdem können sich so Flecken bilden.

Spezialfall: Kaugummi entfernen

Verklebtes Kaugummi an Sitzpolstern lässt sich durch ein einfaches Hausmittel entfernen. Mit herkömmlichem Eisspray gegen Prellungen aus der Apotheke lässt sich das Kaugummi soweit erhärten, dass es anschließend abgekratzt werden kann. Die übrigen Rückstände werden erneut eingesprüht und anschließend mit einer feinen Bürste beseitigt.

Problem und Lösung auf einen Blick:

Art der Verschmutzung Mittel
Kleinere Flecken durch Getränke, Essen Waschlauge, Rasierschaum, Essigwasser
Gerüche durch Rauch, Tiere, Urin, Schweiß, Erbrochenes Essigwasser
Kaugummi Vereisungsspray
Hartnäckige Fettflecken und Gerüche Waschsauger, Dampfreiniger, Profi

Autositze professionell reinigen lassen

Kommt man mit Hausmitteln nicht weiter, empfiehlt es sich vielleicht, das Auto aufbereiten zu lassen. Bei der Gelegenheit können übrigens auch kleinere Schäden repariert werden, z.B. Brandlöcher. Je nach Aufwand und Anbieter werden hier ab 100 Euro bis zu mehreren hundert Euro fällig. Bietet deine Werkstatt einzelne Reinigungskomponenten an, kannst du in etwa diese Kosten erwarten:

  • Polsterreinigung: ca. 20-25 Euro pro Sitz
  • Geruchs-/Ozonbehandlung: ab circa 50 Euro
  • Lederreinigung: ca. 60 Euro
  • Lederpflege: ca. 25 Euro

Häufig gestellte Fragen

Wasser mit Flüssigwaschmittel, Essig und Rasierschaum sind die besten Hausmittel zur Reinigung von Autositzen. Einarbeiten, einwirken lassen, abwischen – meist ist der Autositz dann sauber.

Ist der Fleck nur oberflächlich, können Essigwasser, ein Waschsauger oder spezieller Geruchsentferner helfen. Ist der Fleck tief eingedrungen, kann oft nur eine professionelle Reinigung beim Fachmann helfen.

Auch Wasser kann unschöne Ränder hinterlassen. Mit Schaumreiniger, Rasierschaum oder einem Gemisch aus Flüssigwaschmittel und warmem Wassern kannst du Wasserflecken zu Leibe rücken. Großflächig einarbeiten und nach kurzer Einwirkzeit abwischen und trocknen. Salz oder eine Paste aus Backpulver gehören ebenfalls zu den erprobten Methoden. Hilft alles nicht, ist ein Waschsauger vielleicht die Lösung.

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