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Hauptuntersuchung beim Auto

Die Frist zur Hauptuntersuchung deines Autos einzuhalten kann nervig sein. Es lohnt sich aber, pünktlich beim TÜV zu erscheinen. So kannst du die Verkehrssicherheit deines Fahrzeuges gewährleisten und entgehst potenziellen Strafen. Was du zur Hauptuntersuchung wissen solltest, erfährst du hier.

Welchen Zweck erfüllt die Hauptuntersuchung für das Fahrzeug?

Damit du stets sicher unterwegs bist, muss das Fahrzeug möglichst gut in Schuss sein. Nur so ist die Verkehrssicherheit, Vorschriftsmäßigkeit und Umweltverträglichkeit aller Fahrzeuge gewährleistet. Nur wenn diese Voraussetzung erfüllt ist, bringt der Prüfer die Plakette ordnungsgemäß am Kennzeichen an.

Gut zu wissen: Die Hauptuntersuchung wird nicht nur durch den TÜV durchgeführt

Du musst für die HU nicht extra zum TÜV. Es gibt auch weitere Unternehmen, wie beispielsweise die DEKRA, die eine Zulassung zur Abnahme der HU haben und als Prüfstelle agieren. Der Begriff “TÜV” hat sich als Synonym für die HU eingebürgert, da der technische Überwachungsverein die HU früher als einziges Unternehmen durchgeführt hat.

Wann ist die HU für mein Auto fällig?

Die Frist für Neuwagen bei der Hauptuntersuchung ist etwas anderes geregelt als bei gebrauchten Autos. So müssen die Besitzer eines Neuwagens nach Erstanmeldung erst nach drei Jahren zur Haupt- bzw. Abgasuntersuchung. Danach ist die HU genau wie bei Gebrauchtfahrzeugen alle zwei Jahre fällig. Gut zu wissen:

  • Die Hauptuntersuchung ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben.
  • In der Übersicht der Mängelklassen ist vermerkt, welche Reparaturen
    anstehen
  • Die Prüfintervalle sind gesetzlich vorgeschrieben.
  • Die Abgasuntersuchung (AU) fand bis 2010 gesondert statt. Heute ist
    sie ein fester Bestandteil der Hauptuntersuchung und wird nicht mehr einzeln durchgeführt.

Wie erkenne ich an der Plakette, wann ich zum TÜV muss?

Schon an dem Wechsel der Plakettenfarben ist es möglich, auf den ersten Blick zu erkennen, wann die nächste Hauptuntersuchung für das KFZ ansteht. Jedem Jahr wird eine eigene Farbe zugeordnet. Dabei gibt es folgende Reihenfolge: orange, blau, gelb, braun, rosa und grün. Die Farben wiederholen sich immer wieder. Wer beispielsweise mit der gelben Plakette am Autokennzeichen fuhr, musste 2021 einen Termin zur Hauptuntersuchung wahrnehmen. Fährst du ein Fahrzeug mit brauner Plakette, steht die HU 2022 an. Die Plakette ist stets für jeden sichtbar am hinteren Kennzeichen angebracht. Somit kannst nicht nur du, sondern auch die kontrollierende Polizeistreife deinen nächsten HU-Termin ablesen.

In der Mitte der TÜV-Plakette steht das Jahr (zum Beispiel 2023), in dem das Auto zur Hauptuntersuchung muss. Der Monat, in dem die TÜV-Zulassung abläuft, kann jeder am äußeren Rand der Plakette ablesen. Dort sind die Monate nacheinander aufgereiht, die 1 steht für Januar, die 2 für Februar, die 3 für März und so weiter. Die Zahl, die auf zwölf Uhr steht, zeigt den fälligen Monat an. Der Ablauf der Frist für die Hauptuntersuchung ist durch Farben und Zahlen also rasch zu sehen.

Nicht nur auf der Plakette selbst ist zu erkennen, wann der TÜV abläuft. Der Fahrzeugschein gilt als wichtigste Urkunde für das Auto. Deshalb wird die TÜV-Prüfung dort eingetragen und du kannst das nächste Fälligkeitsdatum mit einem Blick ablesen.

Hauptuntersuchung vorziehen

Jeder Fahrer kann auch schon vor dem Ablauf der Frist für die Hauptuntersuchung den TÜV neu durchführen lassen. Das rentiert sich beispielsweise, wenn ein KFZ vor dem Kauf genau unter die Lupe genommen werden soll. Käufer und Verkäufer einigen sich dann oft, die Haupt- und Abgasuntersuchung schon zum Zeitpunkt des Kaufvertrages durchführen zu lassen. Hier gibt es kein Richtig oder Falsch. Der Termin, der auf der Plakette genannt ist, ist die letzte Möglichkeit, die Vorschriften zu erfüllen. Hier sollte der Fahrzeughalter spätestens einen Termin zur nächsten Hauptuntersuchung des Fahrzeuges vereinbaren.

Was wird bei der Hauptuntersuchung geprüft?

Die Prüfstelle überprüft für jedes Fahrzeug wichtige technische Merkmale. Das macht heute ein Prüfer, der sich innovativer Maschinen und Werkzeuge bedient. Dabei kann der Experte manuell, visuell, aber auch elektronisch die jeweiligen Anlagen checken.

Er übernimmt automatisch die Prüfung für die wichtigsten Teile, welche der Verkehrssicherheit dienen.

Hier ein paar Beispiele dafür, was bei der Hauptuntersuchung gecheckt wird:

  1. Die Identifizierung des Fahrzeugs ist die Grundlage für die Hauptuntersuchung. Demnach ist die Identifizierung des Fahrzeuges nach der EG Richtlinie 1999/37/EG eine Begutachtung nach § 21 oder 23 StVZO.
  2. Auch die Tatsache, ob die Fahrzeug-Identifizierungsnummer (Fahrgestellnummer) am Fahrzeug mit der in den Papieren übereinstimmt, ist Basis der Hauptuntersuchung.
  3. Das Funktionieren von Lenkradschloss und Tachometer ist Bestandteil der Hauptuntersuchung.
  4. Die Bremsanlage aller Vorder- und Rückbremsen nimmt der Prüfer näher unter die Lupe.
  5. Die Sichtverhältnisse müssen perfekt sein.
  6. Das Licht (zum Beispiel Nah- und Fernlicht) muss dem Fahrer ein sicheres Fahren ermöglichen.
  7. Die Achsen, Räder, Aufhängungen sowie Reifen werden näher analysiert.
  8. Auch bei Fahrgestell, Reifen, Rahmen, Aufbau und allen daran befestigten Teilen wird alles von der Pike auf gecheckt, damit der Fahrer verkehrssicher unterwegs ist.
  9. Zudem prüft der TÜV, dass sich Batterie und deren Befestigung in einem guten Zustand befinden. Nur dann ist es gewährleistet, dass es bei einem Unfall nicht zu einem Kurzschluss kommt.
  10. Hupe und Heizungsgebläse müssen ideal funktionieren. Zudem dürfen elektrische Anschlüsse nicht oxidiert sein.
  11. Wie ist es um Warnwesten, Warndreieck oder Verbandskasten bestellt? Alles, was der Sicherheit dient, ist wichtig für den TÜV.
  12. Die Umweltverträglichkeit nimmt auch bei der Hauptuntersuchung und ASU einen großen Stellenwert ein. So werden Abgas und Geräuschverhalten, Verlust von Ölen und anderen Flüssigkeiten sehr genau geprüft.
  13. Die Testfahrt mit dem Wagen gibt Aufschluss darüber, wie die Bremsen arbeiten, die Lenkung funktioniert oder ob beim Fahren Geräusche entstehen. Dies würde eine nähere Überprüfung nach sich ziehen. An dieser Liste siehst du schnell: Es lohnt sich, die Hauptuntersuchung regelmäßig durchführen zu lassen. Im anschließenden Mängelprotokoll sieht jeder, was nach dem TÜV zu tun ist.

Schon vor der Hauptuntersuchung den Wagen durchchecken lassen

Manche Werkstätten bieten einen kleinen vorgelagerten Check zur Hauptuntersuchung an. Hier werden gröbere Mängel schnell erkannt, sodass du sie noch vor der eigentlichen HU beseitigen kannst.

Welche Bescheinigungen werden für die Abgasuntersuchung ausgestellt?

Aufgrund der Umweltbelastung wurde bis 2009 der Nachweis durch die sechseckige Prüfplakette sichtlich gemacht. Diese war auf dem vorderen Kennzeichen fest auf dem Nummernschild angebracht. Seit 2010 sind AU und HU zusammengefasst. Demnach entfällt die zusätzliche Plakette mit den sechs Ecken. Zudem stellt der Prüfer bei der Hauptuntersuchung automatisch auch eine Bescheinigung für die AU aus. Diese muss der Fahrer des Wagens mit sich führen. Es bietet sich an, die AU-Bescheinigung gleich mit dem Fahrzeugschein an einem sicheren, nicht von außen erkennbaren Ort im Auto mit zu führen. Der Nachweis für die Abgasuntersuchung ist bei einer Polizeikontrolle auf Anfrage vorzulegen - wie der Fahrzeugschein auch.

Unterlagen zur Hauptuntersuchung immer mitführen

Alle Unterlagen der Hauptuntersuchung und AU muss der Halter des Wagens stets mit sich führen. Die Bescheinigungen für HU und AU sollte der Fahrzeughalter am besten mit dem Fahrzeugschein aufbewahren. Im Idealfall liegen die Unterlagen an einem von außen nicht sichtbaren Ort, zum Beispiel Handschuhfach.

Was kosten Hauptuntersuchung und AU bei DEKRA und TÜV im Jahr 2022?

In Deutschland gibt es keine einheitlich geltenden Preise für die Hauptuntersuchung des Fahrzeugs. Von welchen Faktoren hängt es also ab, wie hoch die Kosten für den TÜV ausfallen? Hier sollte man je nach Bundesland genauer hinsehen.

  • Regionale Preisunterschiede sind üblich
  • Je größer und schwerer das Fahrzeug, desto höher die Kosten
  • Das Überziehen der Hauptuntersuchung kann teuer werden

Im Durchschnitt belaufen sich die Kosten für den TÜV von circa 107 Euro bis maximal 125,50 Euro. Diese Messlatte gilt für einen PKW bis zu 3,5 Tonnen. Allerdings sollten Sparfüchse daran denken: Es lohnt sich nicht, aufgrund der Hauptuntersuchung in ein anderes Bundesland zu reisen. Die Preisunterschiede für die HU liegen im sehr überschaubaren Bereich. Wer noch dazu an Umwelt, Natur und die Benzinpreise denkt, sollte eine Prüfstelle im eigenen Wohnort oder in der Nähe aufsuchen.

Fakt ist allemal: Im Preis sind die Ausstellung der Plakette, alle Bescheinigungen und Checks enthalten. Die Kosten für die Behebung etwaiger Mängel trägt allerdings einzig der Autobesitzer.

Kann ich die Hauptuntersuchung auch in einer Werkstatt durchführen lassen?

Viele Werkstätten besitzen eine Zulassung, um die Hauptuntersuchung für dich zu übernehmen. Das bringt auch Vorteile mit sich: Bei der Hauptuntersuchung in der Werkstatt lassen sich kleinere Mängel rasch und direkt beheben. Schließlich sind die Mechaniker bereits vor Ort. Das spart Zeit, Fahrwege und ggf. die Vereinbarung weiterer Termine.

Kosten der Hauptuntersuchung beinhalten nicht die Reparaturen

Die hier vorgestellten Kosten für die HU enthalten keinerlei Reparaturen der Werkstatt. Diese werden zum Beispiel bei Erneuerung der Bremsen, Auspuff, Lenksystem und Co. zusätzlich in Rechnung gestellt.

Was passiert, wenn ich die Frist für die Hauptuntersuchung überziehe?

Es ist ratsam, die Hauptuntersuchung nicht zu überziehen. Früher oder später muss jeder Fahrer zur Hauptuntersuchung, damit der Straßenverkehr nicht gefährdet wird. Jeder Fahrer muss bedenken: Die Konsequenzen, nicht zur Hauptuntersuchung zu erscheinen, sind hart. Während zwei Monate Überziehen noch 15 Euro kosten, riskierst du ab vier Monaten schon 60 Euro und einen Punkt in Flensburg. Ab acht Monaten kann dir ein Fahrverbot ausgestellt werden.
Du kannst es so oder so nicht auf Dauer übergehen, dein Auto beim TÜV vorzuführen. Wenn du fristgerecht erscheinst, kannst du aber Kosten sparen.

Fazit

Die Hauptuntersuchung ist gesetzlich vorgeschrieben. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der Verkehrssicherheit aller Teilnehmenden. Es lohnt sich, alle Termine fristgerecht einzuhalten. Das sorgt nicht nur für das gute Gefühl beim Fahren, sondern kann auch Unfälle mit schweren Folgen von Anfang an vermeiden. Außerdem riskierst du so keine Verwarngelder oder andere Strafen und kommst nicht jedes Mal ins Schwitzen, wenn plötzlich ein Polizeiauto hinter dir fährt.

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