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Fokus: Verkauf
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So läuft die Probefahrt beim Autoverkauf

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Die Probefahrt legt den Grundstein für Ihren erfolgreichen Autoverkauf. Welche Vorbereitungen Sie treffen sollten und welche Punkte dabei besonders wichtig sind, haben wir hier für Sie im Detail zusammengefasst.

1. Formalitäten für die Probefahrt beim Autoverkauf

Versicherung

Für die Probefahrt wird bei abmeldeten Fahrzeugen ein Kurzzeitkennzeichen für das Befahren öffentlicher Straßen benötigt. Ist das Fahrzeug noch zugelassen, sollte mit bei der Kfz-Versicherung abgeklärt werden, ob der Haftpflichtschutz auch bei einer Probefahrt besteht.

AutoScout24-Empfehlung: Vor Fahrtantritt sollte eine sogenannte Probefahrtvereinbarung mit dem Kaufinteressenten getroffen werden, um die Kostenübernahme im Schadensfall zu regeln. Mehr dazu finden Sie im nächsten Abschnitt.

Dokumente

Die Probefahrtvereinbarung regelt die Kostenübernahme im Schadensfall. Folgende Punkte sollten hierzu in der Vereinbarung festgehalten werden:

  • Fahrzeugdaten
  • Auflistung vorhandener Fahrzeugschäden
  • Umfang der Fahrt (Dauer, Strecke etc.)
  • Persönliche Daten des Interessenten (Probefahrer)
  • Erklärung des Interessenten, für etwaige Bußgelder und Schäden, die aus der Probefahrt resultieren, zu haften

Der Kaufvertrag sollte ebenfalls vorbereitet und bereits zur Besichtigung mitgebracht werden, damit einem möglichen Kaufabschluss nichts im Weg steht.

AutoScout24-Empfehlung: Ein kostenloses Template für den Kfz-Vertrag sowie Wissenswertes rund um das Thema finden Sie hier.

2. Fahrzeugaufbereitung für die Probefahrt beim Autoverkauf

Vor der Besichtigung durch den potentiellen Käufer sollte das Fahrzeug gründlich innen und außen gereinigt werden. Wurde eine umfassende Grundreinigung bereits beim Fotografieren erledigt: Umso besser! Dann gilt es nun nur noch grobe Verunreinigungen zu beseitigen, bevor der Interessent kommt.

Die Außenreinigung

  • Grobe Verschmutzungen wie Blätter im Motorraum werden am besten händisch entfernt.
  • Autowäsche: Wer sein Fahrzeug schonen und deshalb nicht nur die Waschstraße fahren will, benutzt zur Vorreinigung des Fahrzeugs am besten einen Hochdruckreiniger. Mit diesem sollte man jedoch einen Mindestabstand von 30 cm zum Fahrzeug halten, um den Lack nicht zu schädigen. Für die anschließende Reinigung sollten lauwarmes Wasser, Schwamm und ein spezieller Autoreiniger verwendet werden. Trocknet man das Fahrzeug anschließend mit einem Mikrofasertuch, erstrahlt der Lack schnell wieder im alten Glanz.
  • Räder und Felgen werden mit Schwamm und Shampoo wie neu. Für besonders glänzende Felgen empfiehlt sich auch hier die Vorreinigung durch einen Hochdruckreiniger sowie die Verwendung von speziellen Felgenreiniger.
  • Kunststoffteile wie Stoßfänger oder Außenspiegel lassen sich mit einem speziellen Kunststoffpflegemittel ganz einfach aufpolieren.

Hinweis: Die Autowäsche fernab der Waschstraße darf nur auf einem Privatgrundstück und somit nicht auf der Straße erfolgen. Dabei muss das Abwasser auf dem Privatgrundstück über einen Zufluss in die Kanalisation absickern können. Verboten sind hierbei Motorwäsche sowie die Verwendung chemischer Reinigungsmittel.

Die Innenreinigung

Bei der Probefahrt soll sich der Interessent im besten Fall auch im Fahrzeug wohlfühlen. Neben dem Entfernen von Müll und einem gründlichen Raussaugen, sollten auch die Armaturen gereinigt werden. Hierfür werden lediglich lauwarmes Wasser, ein spezielles Cockpitspray und ein Mikrofasertuch benötigt. Mit diesem Set können bei Bedarf auch gleich Textilien wie Polster, Teppiche oder Dachhimmel gereinigt werden. Wurde im Fahrzeug geraucht, lassen sich lästige Gerüche mit den Tipps aus unserem Artikel zur Autoinnenreinigung meistens gut eindämmen.

AutoScout24-Empfehlung: Ist Ihnen als Verkäufer eine gründliche Reinigung Ihres Fahrzeugs zu aufwendig, sollten Sie eine professionelle Fahrzeugaufbereitung durch einen Fachmann in Betracht ziehen. Diese lässt das Fahrzeug nicht nur in neuem Glanz erstrahlen, sondern wirkt sich zudem positiv auf den Verkaufspreis aus. Die Kosten für die professionelle Fahrzeugaufbereitung werden so über den höher erzielten Verkaufspreis meistens locker gedeckt.

3. Die Probefahrt beim Autoverkauf

Zeitpunkt und Strecke

Vereinbaren Sie den Termin nur bei Tageslicht und vermeiden Sie Hauptverkehrszeiten. Nehmen Sie sich außerdem Zeit, denn eine Besichtigung mit Probefahrt dauert mindestens eine Stunde. Die Strecke für die Probefahrt sollte 20 bis 30 Minuten in Anspruch nehmen und abwechslungsreich über Landstraßen und durch Ortschaften führen. Auf einem Parkplatz kann der Interessent Brems- und Lenktests durchführen. Zu Ihrer Sicherheit und für die Preisverhandlung sollten Sie einen möglichst fachkundigen Bekannten mitnehmen.

Lassen Sie sich vor der Probefahrt unbedingt den Führerschein und Ausweis Ihres Kaufinteressenten zeigen, machen Sie ein Foto davon und gleichen Sie die Daten ab. Falls der Interessent alleine fährt, sollte dessen Personalausweis als Pfand bei Ihnen verbleiben und setzen Sie ein klares Zeitlimit für die Fahrt. Klären Sie ihn abschließend über Eigenheiten des Gebrauchtwagens auf. Wenn Sie selbst mitfahren, können Sie während der Fahrt Fragen beantworten und Tipps geben. Manchmal kommt es vor, dass der Interessent das Fahrzeug in einer Werkstatt in der Nähe überprüfen lässt. Ihrem Einverständnis vorausgesetzt. Bei einer allzu riskanten Fahrweise Ihres Interessenten haben Sie zudem jederzeit das Recht, die Fahrt abzubrechen.

Achtung: Hat der Interessent keinen Führerschein, machen Sie sich gemäß Straßenverkehrsgesetz (StvG) § 21 Abs. (1) 2 strafbar. Im schlimmsten Fall führt dies zu einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe.

Checkliste zur Probefahrt beim Autoverkauf

Hier nochmal die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Uhrzeit: Vereinbaren Sie Termine nur tagsüber, wenn es draußen hell und belebt ist.
  • Ort: Als Verkäufer sollten Sie den Ort bestimmen. Am besten geeignet sind öffentliche Plätze, wie Parkplätze. Lassen Sie sich nicht auf Treffen in Tiefgaragen oder an abgelegenen Wegen ein.
  • Begleitung: Idealerweise bitten Sie einen Verwandten oder Bekannten, Sie zu dem Treffen zu begleiten. Sie sollten keine Termine alleine vereinbaren.
  • Vorbereitung Probefahrt: Klären Sie mit Ihrer Kfz-Versicherung, ob Probefahrten zulässig sind. Bereiten Sie zusätzlich eine Probefahrtvereinbarung vor, die Sie von Haftungsansprüchen im etwaigen Schadensfall während der Probefahrt freispricht.
  • Fahrerlaubnis: Vor der Probefahrt sollte sich der Kaufinteressent bei Ihnen ausweisen sowie seinen Führerschein vorzeigen. Fährt ein Interessent ohne gültige Fahrerlaubnis mit Ihrem Fahrzeug, können Sie dafür belangt werden.
  • Probefahrtvereinbarung: Klären Sie den Kaufinteressenten über die Probefahrtvereinbarung auf und lassen Sie diese vor Fahrtantritt von ihm unterzeichnen.
  • Pfand: Sollten Sie selbst nicht mitfahren, lassen Sie sich ein Pfand, wie beispielsweise den Personalausweis, für die Dauer der Probefahrt aushändigen.
  • Dauer: Setzen Sie ein Zeitlimit für die Probefahrt.

Der nächste Schritt

Wenn das Interesse nach der Probefahrt beim potentiellen Käufer geweckt ist, geht es an die Preisverhandlung. Auch dazu finden Sie hilfreiche Tricks in unserem Ratgeber.

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