Zum Hauptinhalt springen
Mitteilung

Nach deinem Login kannst du AutoScout24 noch besser nutzen.

  • Merkzettel synchronisieren
  • Suche speichern
  • Eigene Anzeigen aufgeben
Fokus: Fahranfänger
Fokus: Fahranfänger

Probezeit

Gratulation! Du hast alle Prüfungen bestanden und erhältst deine Fahrerlaubnis. Für dich als Fahranfänger beginnt nun die zweijährige Probezeit. Wie du dich jetzt richtig verhältst und was du besser nicht tust - hier erfährst du es.

Wie lange dauert die Probezeit?

Die Probezeit gilt zwei Jahre lang nach Erhalt der Fahrerlaubnis. Dabei spielt es keine Rolle, wie alt ein Fahranfänger ist. Nach zwei Jahren gelten für dich die ganz normalen Regeln. Es sei denn, du machst bestimmte Fehler, dann verlängert sich die Probezeit. Auch beim Begleiteten Fahren ab 17 beginnt die Probezeit mit Erteilung der Prüfbescheinigung.

Wie sieht die Probezeit beim Begleiteten Fahren ab 17 aus?

Auch beim Begleiteten Fahren ab 17 hat man den Führerschein nur auf Probe: Mit der ersten Erteilung der Fahrerlaubnis beginnt deine zweijährige Führerschein-Probezeit. Es gelten dieselben Regeln, einzig das Fahren ohne Begleitperson kommt als zusätzlicher möglicher Verstoß dazu. Das Datum der Ersterteilung findest du in diesem Fall jedoch vorerst nur auf der Prüfbescheinigung, die bis zum 18. Geburtstag noch deinen Scheckkarten-Führerschein ersetzt.

Was passiert bei einem Unfall?

Der bloße Unfall an sich hat keinen Einfluss auf die Dauer. Solltest du ihn jedoch verursacht haben, wirken sich die jeweiligen Vergehen, wie zu hohe Geschwindigkeit, Überfahren einer roten Ampel oder Körperverletzung entsprechend auf die Probezeit aus.

Wann verlängert sich die Dauer der Probezeit?

Keine Auswirkung haben kleinere Delikte wie Falschparken oder wenn du geblitzt wirst und dabei nicht mit mehr als 20 km/h zu schnell unterwegs bist. Bei den Verstößen, die Auswirkungen auf deine Probezeit haben, unterscheiden die Gesetzgeber zwischen dem Katalog A und dem Katalog B.

Schwerwiegende Verkehrsverstöße: Katalog A

Schon beim ersten A-Verstoß verlängert sich für Führerschein-Neulinge die Dauer der Probezeit. Das betrifft zum einen Straftaten im Straßenverkehr und zum anderen schwerwiegende Verstöße gegen die Verkehrsregeln.

  • Unfallflucht
  • Nötigung (Beispiel: Drängeln auf der Autobahn)
  • Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss
  • Körperverletzung
  • Fahrlässige Tötung

Beispiele für A-Verstöße, die allerdings nicht strafrechtlich relevant sind:

  • Überfahren einer roten Ampel
  • Mit mehr als 20 km/h zu schnell geblitzt werden
  • Missachtung eines Überholverbots
  • Zu wenig Abstand bei mehr als 80 km/h
  • Haltezeichen der Polizei missachtet
  • Fehlverhalten an Zebrastreifen
  • Handynutzung am Steuer

Weniger schwerwiegende Verstöße: Katalog B

Eine zweite Chance erhältst du bei B-Verstößen aus Katalog B. Sie gelten in diesem Sinn als weniger schwerwiegend, sind aber dennoch gefährlich. Zu den B-Verstößen zählen:

  • Fehler bei der Ladesicherung oder gar keine Ladesicherung vorhanden
  • Fehlende Absicherung eines liegengebliebenen Fahrzeugs
  • TÜV-Termin um mehr als acht Monate überzogen
  • Mitnahme von Kindern ohne passenden Kindersitz

Sonderregelung Alkohol

In Sachen Alkohol sind die Regeln während der Probezeit wesentlich strenger. Denn hier gibt es keine Toleranz. Für Fahranfänger gilt hier ausnahmslos die Null-Promille-Grenze, oder anders gesagt: Absolutes Alkoholverbot beim Fahren.

Konsequenzen dieser Regelverstöße in der Probezeit

Was passiert, wenn ein Fahranfänger tatsächlich bei einem der genannten Verstöße erwischt wird? Dafür sehen wir uns am besten drei Szenarien an:

Verstoß Konsequenz
A-Verstoß oder zweiter B-Verstoß Teilnahme an Aufbauseminar & Verlängerung der Probezeit um 2 Jahre
Erneuter A-Verstoß oder zwei B-Verstöße während der bereits verlängerten Probezeit Schriftliche Verwarnung und Empfehlung für freiwillige, kostenpflichtige verkehrspsychologische Beratung
Erneuter A-Verstoß oder zwei B-Verstöße während der bereits verlängerten Probezeit und trotz schriftlicher Verwarnung Führerscheinentzug mit mindestens drei Monaten Sperrfrist

Was kostet ein Aufbauseminar?

Im Aufbauseminar für Fahranfänger geht es vor allem um eines: Die Aufarbeitung des Fehlverhaltens. Um dein Aufbauseminar musst du dich in jedem Fall selbst kümmern. Die Behörde schreibt dir lediglich eine Frist vor. Du musst also selbst das passende Aufbauseminar finden, einen Termin vereinbaren und auch dafür bezahlen. Wie schon bei der Führerscheinausbildung fallen die Preise sehr unterschiedlich aus. Mit bis zu EUR 500,00 muss man für ein Aufbauseminar höchstens rechnen.

Häufig gestellte Fragen

Die Probezeit betrifft ausschließlich die erste Erteilung einer Fahrerlaubnis. Wenn du in ein paar Jahren eine weitere Führerscheinklasse hinzufügen solltest, fährst du diese nicht mehr auf Probe. Ausnahme ist der Führerschein ab 17 – hier beginnen die zwei Jahre für Fahranfänger mit dem Erhalt der Prüfbescheinigung, unabhängig von vorher erworbenen Führerscheinen.

Ausgenommen vom Fahren auf Probe sind die Führerscheinklasse AM, sowie die beiden Traktor-Klassen L und T.

Das Enddatum ist nirgends explizit vermerkt. Das Datum der Erteilung deiner Fahrerlaubnis jedoch schon. Du findest es auf der Rückseite deines Führerscheins in der Spalte 10. Füge diesem Datum zwei Jahre und einen Tag dazu und du weißt, wann deine Probezeit vorbei ist.

Ja, du kannst auch als Fahranfänger ein Auto mieten oder Car Sharing nutzen. Dabei musst du allerdings auf die Bedingungen und Altersvorgaben der jeweiligen Anbieter achten. Auch beim Führerscheinbesitz gelten je nach Vermieter andere Mindestwerte von einem Tag bis zu mehreren Jahren. Manchmal fallen bis zu einem gewissen Alter zusätzliche Gebühren an.

Alle Artikel

Autoversicherung für Fahranfänger

Fahranfänger · Erstes Auto

Erstes Auto finanzieren

Fahranfänger · Erstes Auto

Erstes Auto kaufen

Fahranfänger · Erstes Auto
Mehr anzeigen