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Hier haben wir relevante Informationen rund um die Besteuerung von Lastkraftwagen für Sie zusammengestellt.

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Änderung der Besteuerungsgrundlagen seit dem 1. Juli 2009

über Jahrzehnte waren die Bemessungsgrundlage der KFZ-Steuer der Hubraum und die Art des Verbrennungsmotors, also Dieselmotor oder Ottomotor. Nicht berücksichtigt wurde dabei der Kraftstoffverbrauch, der aber von viel größerer Bedeutung ist. Am 1. Juli 2009 gab es nun die längst fällige änderung. Zwar werden nach wie vor die alten Unterscheidungen der Verbrennungsart und des Hubraums einbezogen, aber nun spielt auch der CO2-Ausstoß und somit auch der Kraftstoffverbrauch eines Modells eine Rolle und hat deutlichen Anteil an der Berechnung erhalten. Diese Berechnung gilt nicht nur für PKW, sondern auch für Motorräder und Trikes. Letztere werden von den Finanzbehörden als PKW behandelt. Die Emissionsgruppe für die Steuerberechnung wird mit einer Schlüsselnummer im Fahrzeugschein ausgewiesen.

Gewinner und Verlierer der KFZ-Steuer-Reform

Wer ein Fahrzeug fährt, das unter 120 Gramm Co2 ausstößt, erhält durch diese Berechnungsgrundlage bis 2011 einen Vorteil, denn hier liegt der Grenzwert für die Hubraumbesteuerung. Erst über 120 Gramm fällt die Co2-Steuer zusätzlich an, was eine Besteuerung mit 2 Euro je g/km bedeutet. Grundsätzlich gilt für Diesel-Fahrzeuge ein Steuerbetrag von 9,50 Euro je angefangenem 100 ccm Hubraum. Bei Benzinern fallen 2 Euro je angefangenem 100 ccm Hubraum an.

Diesel-PKW, die keinen Partikelfilter besitzen, werden seit dem 1. April 2007 mit einem Steuer-Malus von 1,20 Euro je angefangene 100 ccm Hubraum belastet. Diese zusätzliche Belastung gilt bis zum 31.3.2011, sogar bei Fahrzeugen mit einer Steuerbefreiung.

Unterschiede gibt es je nach Zulassungsdatum der Fahrzeuge. PKW, die vor dem 4.11.2008 zugelassen wurden, werden bis zum 31.12.2012 wie bekannt besteuert und sollen ab 2013 unter die neuen Regeln fallen. Noch wurden hierzu keine Einzelheiten festgelegt, dies wird später geschehen. PKW mit einer Erstzulassung ab dem 5.11.2008 bis zum 30.6.2009 erhielten ab dem Erstzulassungsdatum eine Steuerbefreiung für exakt ein Jahr, bevor sie dann mit dem geringeren KFZ-Steuersatz besteuert werden. In den meisten Fällen ist dieser niedrigere Satz derjenige der neuen KFZ-Steuer. Besitzer von Diesel-Fahrzeugen der Emissiongsgruppe Euro 6 erhalten eine Steuerbefreiung. Die Einteilung von leichten Personenkraftwagen und Nutzfahrzeugen anhand der Emissionen in Gruppen gilt für die Euro 5 schon seit September letzten Jahres, während Euro 6 ab September 2014 bei neuen PKW-Typen greift. Um Ihre KFZ-Steuer zu berechnen, stehen Ihnen kostenlose KFZ-Steuer Rechner wie hier zur Verfügung.

Wohnmobil-Steuer

Auch für Wohnmobile gibt es neue Berechnungsgrundlagen. Der Bundesrat entschied, dass sie rückwirkend ab dem 1. Januar 2006 nun einem eigenen KFZ-Steuersatz unterliegen, ohne Rücksicht auf die gesamte Masse des Fahrzeugs. Für den Zeitraum vom 1. Mai 2005 bis zum 31.12. des gleichen Jahres wurden Wohnmobile anhand der zulässigen Gesamtmasse besteuert. über 2800 kg erfolgte die Besteuerung wie bei einem Personenkraftwagen, darüber, je nach Masse, als Nutzfahrzeuge bis oder über 3500 kg zulässiger Gesamtmasse. Das neue Gesetz beendet nun die undurchsichtige Besteuerung der Wohnmobile. Jetzt erfolgt die Einteilung zwar noch immer nach der Gesamtmasse, aber auch nach ihrer Emissionsgruppe. Vorher schon war die Besteuerung auch auf Berechnungsgrundlage des Schadstoffausstoßes bei Fahrzeugen über 3,5 t zulässiger Gesamtmasse üblich. Nachdem bei diversen anderen Ideen die zulässige Gesamt nicht kontinuierlich genug in die Berechnung einbezogen wurde, ist mit diesem "Dritten Gesetz zur änderung des Kraftfahrzeugsteuergesetzes" eine passende Lösung für alle Gruppen von Wohnmobilen gefunden worden. Bei aufgelasteten Wohnmobilen ist hier nun die KFZ-Steuer höher als bei der alten Besteuerung als Nutzfahrzeug bis 3,5 t zulässiger Gesamtmasse. Die KFZ-Steuer Berechnung nach zulässigem Gesamtgewicht und den Schadstoffemissionen gilt neben den Wohnmobilen auch bei Elektrofahrzeugen. Als Wohnmobile gelten nun die Fahrzeuge der Klasse M. Diese Fahrzeuge sind zur Unterbringung von Personen gedacht und haben einen bestimmten Zweck.

LKW-Steuer

Bei LKW über 3,5 t Gesamtgewicht wird zur Berechnung der Kraftfahrzeugsteuer ebenfalls das Emissionsverhalten zugrunde gelegt. Dieses wird verbindlich von den Verkehrsbehörden registriert, die es dann in den Fahrzeugpapieren festschreibt. Die Steuer bei LKW bis 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht beträgt für jede angefangene 200 Kilogramm 11,25 Euro bei einem Gewicht bis zu 2 t, darüber bis 3 t 12,02 Euro. Bis zum Höchstgewicht von 3,5 t zahlt man 12,78 Euro.

Die Fahrzeuge mit über 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht sind in Tarifstufen gestaffelt, die von der Höhe ihres Emissionsausstoßes abhängen. Dabei wurden allerdings Höchstgrenzen festgelegt.

Jeder Fahrzeughalter ist in Deutschland dazu verpflichtet, KFZ-Steuern für sein Fahrzeug zu entrichten. Diese Steuerpflicht besteht ab dem Zulassungsdatum mindestens einen Monat lang und so lange, bis das Fahrzeug offiziell bei der Zulassungsbehörde abgemeldet wurde. Wird das Fahrzeug verkauft, erfolgt die Abrechnung der Steuern bis zum entsprechenden Tag punktgenau.

Die nötigen Daten für die Ermittlung der Daten des eigenen Fahrzeugs findet der Fahrzeughalter unter anderem in seinem Fahrzeugschein. Oben links in der Ecke der linken Seite des Fahrzeugscheins steht das Datum der Erstzulassung des entsprechenden Fahrzeuges. Die nun so relevante Emissionsgruppe des Fahrzeugs findet sich zwischen der Bezeichnung des PKW und der Kraftstoffart im Feld 14.1. oder im alten Fahrzeugschein in den letzten beiden Ziffern der "Schlüsselnummer zu 1". Die Größe des Hubraums ist auf der linken Seite ganz rechts unten zu finden. Gleich links daneben ist eine Schlüsselnummer angeben. Wichtig ist auch die Unterscheidung der 3- oder 5-Liter-Unterscheidung, sowie das zulässige Gesamtgewicht. Letzteres findet sich auf der rechten Seite des Fahrzeugscheins.