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VW Golf 1: DAS Auto wird 50 Jahre

Risiko, volles Risiko! Das ist 1974 VW mit dem Golf gegangen. Macht mit Kai und dem Golf GL der 1. Generation eine Zeitreise zu den Anfängen der Generation Golf. Und erfahrt, warum Volkswagen einmal mit Abrissbirne durch Design und Technik des VW Käfer gehen musste, damit DAS Auto entstehen konnte…

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Risiko, volles Risiko! Das ist 1974 VW gegangen. Nachdem man sich ein bisschen mit dem Passat an Frontantrieb und Vierzylinder herangetastet hatte, war der Käfer dran. Aus dem wurde der Golf. Ein Erfolg in der inzwischen achten Generation. Über 50 Jahre ist das jetzt langsam her. Ja, macht mit mir eine kleine Zeitreise. Ich bin der Kai von AutoScout24, seid gespannt. Warum eigentlich volles Risiko? Wenn du ein Produkt hast wie den Käfer, der eine ganze Epoche geprägt hat, der in diversen Ländern ein mega Erfolgsmodell war, entwickelst du den eigentlich behutsam weiter. Beim Golf ist VW einmal mit der Abrissbirne durch Technik und Design gegangen. Ja, der Käfer war schon in die Jahre gekommen und es war Zeit für was Neues, aber gleich so radikal? Lasst uns daran erinnern, dass der Käfer laut war, er hat einen hohen Verbrauch gehabt, er war eng und war im Grenzbereich, ehrlich gesagt, wirklich eine Diva. War also wirklich Zeit für einen Neuanfang. Und der Golf hätte VW fast finanziell in den Ruin gerissen. Dazu später mehr. Ist ja nochmal gut gegangen. Ich sag nur eins: Generation Golf. Also, die erste Revolution war ja schon mal der Motor. Vier Zylinder sind geblieben, aber kein Boxer mehr, sondern Reihe. Keine Luftkühlung, dafür Wasser. Kein Heckantrieb, dafür Front. Alles nach hier vorne gemacht und statt einem runden Design, eher ein eckiges Design. Sogar die Scheinwerfer sollten eckig werden, die haben sie aber aus Kostengründen gestrichen. Da ist man nochmal auf rund gegangen. Was auch schön ist. Für das grundlegende Design waren damals vier italienische Designstudios beschäftigt: Bertone, Ghia, Italdesign und Pininfarina. Also italienisches Design mit deutscher Wertarbeit drunter, das hat schon immer gut funktioniert, zum Beispiel beim Scirocco oder beim Karmann-Ghia. Und den hier hat der Großmeister von allen gezeichnet Giorgio Giugiaro von Italdesign. Mann, ist der winzig, also das Auto. Ich glaube, ein Polo heutzutage ist genauso groß. Andererseits ist der Golf nicht wirklich viel, viel größer geworden, so wie andere Autoklassen. Auch der aktuelle Golf ist immer noch unter fünf Metern, was natürlich in der Stadt von Vorteil ist, für Parklücken, Parkhäuser, enge Straßen und ich glaube, das macht den Erfolg so ein bisschen aus und darum ist er auch so beliebt. Darum sagt man auch 'Das Auto'. Also 1974 hat VW so richtig in der Krise gesteckt, weil die haben nämlich eisern an diesem Konzept luftgekühlter Boxer im Heck von Dr. Ferdinand Porsche festgehalten. Und selbst die Nachfolger, die so beauftragt wurden in der Entwicklung, der Entwicklungsauftrag 266 hatte einen wassergekühlten Mittelmotor-Boxermotor und der Entwicklungsauftrag 276 hatte den luftgekühlten Front-Boxermotor. So eisern waren die. Der EA266 wurde übrigens bei der Porsche KG entwickelt. Verantwortlich damals dafür war ein gewisser Ferdinand Piëch. Woher kennen wir den? 1971 kam so ein bisschen Bewegung in die Chefetage von VW und zwar Kurt Lotz, auch genannt "der Glücklose", wurde abgelöst von Rudolf Leiding. Und Rudolf Leiding machte als erstes, ja, eine Amtshandlung, die nannte sich Beerdigung des Projektes 266 der Porsche AG. Und zu der Zeit hat VW richtig Geld in den Sand gesetzt. Der EA276 wurde weiterentwickelt zum EA337. Interne Bezeichnung 'Blizzard', später der Golf. Und der war eigentlich ein Ingolstädter, weil die Audi NSU Auto Union AG so hieß die damals noch, war maßgeblich an der Entwicklung des neuen Golfs beteiligt. Während beim Käfer noch hinten raus echt wenig Glas verbaut wurde, war es beim Golf dann schon eine echt riesengroße Heckscheibe. Das war damals eine mega Innovation. Am Anfang gab es etwas kleinere Leuchten, später wurden die größer und derjenige oder diejenige, die das Auto damals bestellt hat, das war nämlich eine Dame, hat damals paar schöne Extras angekreuzt, zum Beispiel Heckscheibenheizung und Heckscheibenwischer. Interessant ist auch beim Heckscheibenwischer, dass der Wischwasserbehälter hinten nochmal extra ist. Gibt hinten ein für den Heckscheibenwischer und einen für vorne. Luxus. Ach so übrigens, in den Käfer passten kombiniert circa 316 Liter. Die waren so ein bisschen unpraktisch. Beim Golf war das anders. Es waren zwar nur 220 Liter, aber dafür war das praktisch zu beladen. Auch eine Innovation, durch die riesen Heckklappe. So, 'Kai hinter Kai': Man muss mal sagen, ich habe erstaunlich viel Platz. Wirklich, für so ein kleines Auto. Na ja, damals waren so Crash-Tests und Stabilität, also im übertriebenen Sinne, noch nicht so ein Thema. Und was hier auch auffällt, ist die Innenausstattung, weil die war damals auch nicht normal. Die Dame hat damals hier Veloursitze angekreuzt, also nicht die übliche Matratze. Und in einem wunderschönen Braun. Ja und irgendwie muss man sagen, also, Golf fahren, das ist ja immer was Besonderes, also dieses, dieses Feeling, einen Golf zu fahren, das ist vielleicht auch nicht am Computer reproduzierbar. Dazu braucht man einfach Ingenieure, die das über Jahrzehnte gemacht haben und hiermit wurde der Grundstein gelegt. Wo sie es natürlich richtig auf die Spitze getrieben haben, war nachher mit dem Golf III, mit dem Golf IV, den du innen drinnen blind bedienen konntest. Und da konnte sich jemand reinsetzen, die Augen verbinden, wie ich immer sage, losfahren und du wusstest sofort, du sitzt in einem Golf. Ja, hiermit hat es angefangen. Ja, in den 50er Jahren war VW erfolgsverwöhnt, auch in den 60er Jahren, aber in den 70er Jahren oder Anfang der 70er Jahre liefen die Verkäufe für den Käfer und den Bulli echt schlecht und VW musste was tun. Ja, und das war so, dass am 6. Juli 1974 der Golf vorgestellt wurde, und zu der Zeit war VW mehr oder weniger pleite. Ein großer Manager von VW hatte damals gesagt, ein sehr berühmtes Zitat, 'wir hatten nicht mal mehr Geld in der Portokasse'. So, und das war halt volles Risiko. Das meinte ich am Anfang, was VW gegangen ist. Das hätte auch schief gehen können und VW hätte es heute vielleicht gar nicht mehr gegeben. Aber 1974 wurden schon 185.000 Golf verkauft und 1975 waren es schon 420.000. Echt wahnsinnig viel! Ja, das Wunder von Wolfsburg. Ist ja wie früher. Übrigens wenn euch unsere Videos gefallen, liked sie doch und abonniert den Kanal. Und wenn ihr eine Erinnerung mit dem Golf habt, die hat eigentlich jeder, schreibt es mal unten in die Kommentarleiste. Weiter geht's. Übrigens, Pate für dieses Konzept standen ein Franzose, der Simca 1100, ein Italiener, der Fiat 127 und ein Brite. Man darf nicht vergessen, eigentlich der Ur-Mini. Vier Zylinder, Frontantrieb, Schaltgetriebe, die Räder an den äußeren Ecken, innen viel Platz, außen sehr kompakt. Also, der Mini ist auf jeden Fall auch so der Ur-Pate des Golfs. Ja, wenn man jetzt hier reinguckt, das ist natürlich die Vergangenheit klopft an, muss man so sagen. Also, das klassische Lenkrad, hier mit dem Wolf drauf. Wir haben hier schon die bessere Ausstattung. Den T***-Tacho, sagt man so, weil er zwei Öffnungen hat. Normal gab es nur eine in der Mitte, mit einer wunderschönen Uhr, die natürlich funktioniert. Das ist alles sehr reduziert. Aber man sieht auch hier schon das Konzept, was VW im Golf später immer durchgezogen hat: gute Bedienbarkeit, also, das Radio auf Augenhöhe, nicht da unten, irgendwo verbaut, alles im Griffbereich. Eine schöne Rundumsicht in alle Richtungen. Also, hier kann man wirklich super rausgucken. Und was wir euch heute leider nicht zeigen können, weil die Straßen noch mega nass sind und der Besitzer dieses Autos zurecht sagt, dass er damit nicht fahren möchte, weil das Auto wirklich in einen top Zustand hat, ist natürlich dieses narrensichere Fahrverhalten. Also, was man wirklich versucht hat, in diesem Golf zu erzielen und was sich über die Generationen durchgezogen hat: narrensicheres, neutrales Fahrverhalten. Was auch ein Fahranfänger oder Leuten, die weniger fahren, also bitte nicht falsch verstehen, zum Beispiel Frauen damals sind halt nicht so oft Autos gefahren, eine Sicherheit in dem Auto gibt. Und deshalb war das Auto auch so beliebt, nicht nur bei Männern, sondern eben auch bei Frauen und gerade bei Fahranfängern. Der Golf ist eine Klasse für sich. Wie gesagt, Generation Golf. Ja und deshalb bin ich der Meinung, dass der Golf wirklich deutsches Kulturgut ist, wirklich, und das seit 50 Jahren. Ja, wenn es euch jetzt gefallen hat, liked das Video, abonniert den Kanal und bis zum nächsten Mal! Euer Kai. Ciao.

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