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Piaggio Gebrauchtwagen: Nutzfahrzeuge vom Rollerspezialisten

Die Piaggio-Gruppe kennt man hierzulande kaum, dafür aber die Fahrzeuge zweier Marken, die die Italiener zwischen Kiel und Konstanz erfolgreich verkaufen: die Motorräder von Aprilia und die Motorroller von Vespa. Gerade die letztgenannte Marke ist mittlerweile zum Synonym des leichten Stadtrollers geworden. Doch das Unternehmen ist mit dem Porter auch im Bereich der Nutzfahrzeuge tätig, und mit den unterschiedlichen Ausführungen der Ape sind auch Kleintransporter im Angebot von Piaggio. Die Gebrauchtwagen sind robust und vielseitig einsetzbar, das ist ihr großer Vorteil. Wie die Vespa – italienisch für Wespe – sind auch die Ape – zu Deutsch: Biene – und der Porter aus Italien nicht wegzudenken. Bei diesen Transportern spricht die große Arbeitsleistung zum kleinen Preisen ganz für sich.

Die Piaggio Ape ist mehr als ein Dreirad für Erwachsene

Die dreirädrigen Rollermobile Ape von Piaggio sind in Italien ein vertrauter Anblick. Die Mischung aus Motorroller und Lastwagen sorgt dafür, dass zwischen Mailand und Palermo der Stadtverkehr rollt – auch wenn die laute Hupe und der knatternde Zweitakt-Motor von sensiblen Touristen als ein wenig störend empfunden werden. Doch der Piaggio Ape – liebevoll die „Dreikantfeile“ genannt – ist so praktisch wie kein zweiter Lastenroller. Der Kastenwagen bietet zum Beispiel im Frachtraum Platz auf 1,5 Kubikmetern, die mit bis zu 170 Kilogramm beladen werden können. Da können Unternehmen, die in der Stadt ausliefern oder Marktstände beliefern, allerhand unterbringen. Aber auch als trendigen Pick-up gibt es den Ape: Gebrauchtwagen der Ausführung Cross County sind mit Überrollbügeln, farbiger Stoßstange und großen Rückspiegeln erhältlich: Damit lassen sich Snowboard und Surfbrett schnell und einfach transportieren.

Das Dreirad-Konzept verhilft der Piaggio Ape zu einigen ganz speziellen Vorzügen: kleine Maße, minimale Wendekreise und ein sparsamer Verbrauch. Kein Wunder, dass der Leichttransporter so erfolgreich über das Kopfsteinpflaster großer und kleiner Städte in Bella Italia rattert und selbst verwinkelte Gassen formidabel meistert. Da schon der Neupreis des Ape recht niedrig ist, kann man das Rollermobil von Piaggio gebraucht sehr günstig erstehen. Nicht nur der Zweitakt-Motor ist unverwüstlich, auch die anderen Komponenten zeichnen sich durch ihre Robustheit aus. Von Vorteil ist auch die große Vielfalt an Aufbauten oder Formen: Die Ape 50 ist zum Beispiel die kleine Arbeitsbiene von Piaggio, die Ape TM – mit Kasten, Pritsche oder Kipper – eignet sich gut für gröbere Arbeiten.

Der Porter ist das starke Nutzfahrzeug für Gewerbetreibende

Mit der Expertise im Bau von Leichttransportern wagte sich Piaggio später auch erfolgreich an größere Nutzfahrzeuge. Der Porter ist der vierrädrige Lastenesel der Italiener: Der Coolness-Faktor fällt zwar leider etwas geringer aus als bei der Ape, aber dafür kann der Piaggio Porter seine Muskeln spielen lassen. Bis zu 850 Kilogramm Nutzlast passen auf Pritsche, Kippfläche oder Kasten, die vom drehmomentstarken Motor zügig auf Reisegeschwindigkeit gebracht werden. Als einziger Transporter seiner Klasse kann man in der Kastenversion dank zweier Schiebetüren und einer großen Heckklappe bequem alle Waren und Güter ein- und ausladen – von jeder Straßenseite aus. Zudem besitzt der Porter von Piaggio unter den gebrauchten Nutzfahrzeugen den kleinsten Wendekreis: Er braucht gerade mal 7,4 Meter für eine komplette Drehung.

Mit zahlreichen Aufbauten und Ausstattungs-Extras kann der Porter an unterschiedlichste Anforderungen angepasst werden. Für zusätzlichen Komfort und mehr Sicherheit sorgen dann beispielsweise elektrische Fensterheber oder Nebelscheinwerfer. Für Jäger und Förster gibt es Modelle mit Allradantrieb. Aber auch an Einsätze im Winter hat Piaggio gedacht. Gebrauchtwagen-Käufer, die solche Ausführungen suchen, nehmen zum Beispiel Porter-Modelle mit Unterbodenschutz und Auflastung. Schneeräumausrüstung – inklusive verstärkter Lichtmaschine sowie Fernsteuerung – und Salzstreuer sind ebenfalls möglich. Bei den Motorisierungen setzt Piaggio auf Nachhaltigkeit: So ist der Porter nicht nur mit Benzin- und Dieselaggregaten, sondern auch mit Elektroantrieb erhältlich. Noch mehr Leistung bietet der Porter MAXX. Maße und Wendekreis sind vergleichbar, doch der große Porter-Bruder schafft dank Zwillingsreifen hinten noch ein paar Säcke mit Gartenerde mehr: Hier darf die Zuladung bis zu 1.100 Kilogramm wiegen.

Die Geschichte von Piaggio: Rollerspezialist und Mobilitätsermöglicher

Die Ape ist eine Ikone unter den Transportern, die Vespa eine Legende unter den Motorrollern. Allein mit diesen beiden Modellen hat sich Piaggio einen Ehrenplatz in der KFZ-Geschichte verdient. Dabei begann Unternehmensgründer Rinaldo Piaggio 1884 zunächst im Schiffsbau und weitete das Geschäftsfeld fünf Jahre später auf den Bau von Eisenbahnen aus. Während des Ersten Weltkriegs stieg Piaggio in die Produktion von Flugzeugen ein. Dafür wurde ein neues Werk in Pontedera nahe Pisa errichtet. Dieser Geschäftszweig war auch nach dem Krieg weiterhin lukrativ, vor allem, weil Piaggio die italienische Luftwaffe mit Jagdflugzeugen und Bombern belieferte. Während des Zweiten Weltkriegs baute Piaggio beispielsweise den P.108B, einen schweren viermotorigen Bomber.

Zum Ende des Krieges wurde jedoch das Werksgelände in Pontedera durch die Alliierten komplett zerstört, zudem durfte Piaggio nach 1945 keine Rüstungsgüter fertigen. Enrico Piaggio, der Sohn des Firmengründers, leitete inzwischen die Geschäfte und entschied, dass sich das Unternehmen nun stärker auf die Herstellung preiswerter Transportmittel konzentrieren sollte. Angeboten werden sollte ein kleines und günstiges Gefährt, um den Italienern während der Nachkriegszeit wieder eine größere Mobilität zu ermöglichen. Der Luftfahrtingenieur Corradino D’Ascanio, der im Unternehmen bereits an der Entwicklung von Hubschraubern und Flugzeugen beteiligt war, entwarf einen kompakten und wendigen Motorroller. Dieser wurde dann unter dem Namen Vespa 1946 vorgestellt – und wurde im Nu zum Synonym fürs das italienische Dolce Vita. Ein Jahr später folgte der Kleintransporter Ape. Nicht ohne Grund wurde er auch als Vespacar bezeichnet – schließlich war die erste Baureihe kaum mehr als ein Motorroller mit Ladefläche.

1957 kommt die Vespa 400 von Piaggio – auch gebraucht heute eine Rarität

Erst 1956 brachte Piaggio eine überdachte Version der Ape auf den Markt. Im Jahr darauf präsentierte Piaggio auf dem Pariser Autosalon mit der Vespa 400 ein richtiges Auto, das den erfolgreichen Kleinstwagen seiner Zeit wie dem Fiat 500 Paroli bieten sollte. Die Vespa 400 gehört zu den Modellen von Piaggio, die als Gebrauchtwagen überaus gesucht werden. Gepflegte Exemplare in gutem Zustand sind so selten, dass für sie keine verlässlichen Preisniveaus existieren. Nach der Einführung des Porters, des ersten vierrädrigen Kleintransports, stellte Piaggio schließlich im Jahr 1969 das Mofa Ciao vor. Unter Jugendlichen erreichte das erste moderne Moped sofort Kultstatus. Piaggios Erfolg hielt auch danach an. 1987 übernahm man schließlich den österreichischen Hersteller Puch.

In den 1990er-Jahren lancierte man einige Motorroller unter eigenem Label: beispielsweise die Großroller Piaggio Hexagon oder Piaggio Skipper. 1998 wurde die Luftfahrsparte vom Unternehmen abgespalten und ist seitdem als Piaggio Aerospace eigenständig tätig. 1999 stieg die Deutsche Bank beim Zweiradhersteller ein, seit 2003 ist das Unternehmen im Besitz des italienischen Milliardärs Roberto Colaninno. Piaggio expandierte in der Zwischenzeit munter weiter: 2001 übernahm man den spanischen Motorradbauer Derbi, 2004 folgten Aprilia und Moto Guzzi aus Italien. Im selben Jahr wurde der Lastwagen Piaggio Quargo vorgestellt. Im Jahr 2006 ging Piaggio an die Börse. Innerhalb der Piaggio-Gruppe produzieren nun vier Marken Fahrzeuge: Vespa, Piaggio, Gilera und Moto Guzzi. Eine der neuesten Innovationen ist der MP3, ein Roller mit drei Rädern. Dieser ist mittlerweile auch mit Elektroantrieb erhältlich.

Nutzfahrzeuge von Piaggio, die als Gebrauchtwagen Ihre Lasten einfach tragen können

Modellname Fahrzeugklasse Ausführungen Besonderheiten
Piaggio Ape Kleintransporter Ape 50, Ape TM, Ape Classic, Ape Calessino (Retro-Ausgabe auf 999 Stück limitiert) Gefertigt seit 1947. Erste überdachte Version 1956. Fahrzeug mit dem Ape TM 1982 komplett neu entwickelt. 1994 erste Ausführung mit Überrollbügeln. 2006 Sondermodell Ape Classic im mintgrünen Retro-Look.
Piaggio Porter Kleintransporter Kleinbus, Kastenwagen, Pritschenwagen, Kipper, Big Deck (vergrößerte Ladefläche), Chassis (für Sonderaufbauten), MAXX (höhere Zuladung) Erste Version 1990 als Ape Porter angeboten. Modell basiert auf Daihatsu Hijet (1992 bis 2002). Motoren stammen aus Indien.
Piaggio Quargo Transporter Pickup, Kipper, Transporter 2004 erstmalig gebaut, 2007 folgte Überarbeitung.
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