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Mit Nachbauten und Retromodellen besetzt PGO eine Nische im Sportwagenmarkt

Fans von Oldtimern sind oft bereit, Liebhaberpreise zu bezahlen, wenn ein Fahrzeug aufgrund seiner Modellgeschichte einen hohen ideellen Wert hat, besonders selten und gut erhalten ist und dann auch noch eine Dokumentation mitgeliefert wird, die über die Vergangenheit des Fahrzeugs Auskunft gibt. Doch selbst wenn das Budget großzügig bemessen ist, kann es ein Problem geben, das den Oldtimerkauf erschwert. Denn viele Traumautos aus vergangenen Epochen sind auf dem Markt für Gebrauchtwagen gar nicht oder nur in seltenen Fällen zu finden. Doch zumindest für einige Modelle gibt es eine Alternative zu den Originalen: Kleinserienhersteller bieten handwerklich gefertigte Nachbauten an, bei denen moderne Technik und historischer Look kombiniert werden, um Classic Cars mit Neuwagenstatus zu schaffen. Diese Nische bediente auch der französische Fahrzeugbauer PGO. In den 1980er und 90er Jahren zunächst mit Repliken britischer und deutscher Autolegenden am Markt präsent, entwickelte PGO in den aktuelleren Baujahren eigene Sportwagen mit Anklängen an historisches Design. New retro nannten die Franzosen ihr Konzept, das sie in unterschiedlichen Bauserien umsetzten. Dabei legten sie den Schwerpunkt auf kompakte Cabriolets sowie Coupés. Bei der technischen Ausstattung seiner Sportwagen arbeitete PGO mit verschiedenen Herstellern wie Peugeot und BMW zusammen.

Mit dem Roadster Cobra zeigt PGO 1980 seinen ersten Nachbau

In den 1960er Jahren sorgte der amerikanische Rennfahrer Caroll Shelby mit einem eigentlich für den Einsatz im Motorsport gebauten Roadster für Aufsehen in der Szene. Er koordinierte beim britischen Hersteller AC Cars die Arbeiten an einem Rennwagen, der auf dem Modell Ace der Briten aufbaute und durch den Einbau eines von Ford zugelieferten V8-Motors zu einem der leistungsfähigen Roadster seiner Zeit wurde. Die Cobra erlangte Kultstatus und regte nach dem Auslaufen der Produktion bei AC im Jahr 1968 Shelby ebenso wie andere Rennsportenthusiasten zu Nachbauten an. Und an diese Tradition knüpfte PGO an, als das Unternehmen zu Beginn der 1980er Jahre die französische Version der Cobra unter dem Namen Speedster auf den Märkten einführte.

Optisch bleibt PGO beim Speedster nah am Original der Cobra-Roadster

Eine lange Motorhaube mit Lufthutze, eine leicht nach unten gerichtete ovale Kühleröffnung, seitlich unterhalb der Türen entlanggeführte Abgasrohre und rundlich geformte Heckkotflügel, mit diesem Auftritt machte der PGO Speedster optisch deutlich, dass es sich um eine Replika der Cobra handelte. Tatsächlich bauten die Franzosen die Roadster in ihren Ateliers im Süden des Landes aus Bauteilen zusammen, die ihnen aus Großbritannien zugeliefert wurden. Aber wenn die Karosserie in ihren Grundzügen auch nah an den originalen Cobras blieb, so gab es aufgrund der Chassis-Konstruktion in den Dimensionen doch deutliche Unterschiede: Mit einem Radstand von gut 2,90 Metern und ein Breite von rund 1,80 Meter fielen die französischen Repliken sehr viel weniger kompakt aus als das Original. Entsprechend mehr Gewicht brachten die Speedster von PGO auf die Waage.

Technisch unterscheidet sich der PGO Speedster vom historischen Vorbild

Die größeren Abmessungen und das Mehr an Gewicht war vor allem der vom Original abweichenden Grundkonstruktion geschuldet. Denn für ihren Speedster nutzten die Franzosen keine originalen AC-Bauteile, sondern kombinierten Fahrwerk, Motor und andere technische Elemente von unterschiedlichen Herstellern. So setzte PGO für seine Zweisitzer etwa Komponenten von Ford-Modellen ein. Als Antrieb kam zwar ebenso wie bei den AC-Versionen ein Achtzylinder zum Einsatz, doch stammte der beim PGO-Nachbau vom britischen Konstrukteur Rover. Das V8-Aggregat mit 3,5 Litern Hubraum lieferte dank einer bei PGO durchgeführten Modifikation des Vergasers eine Leistung von bis zu 184 kW (250 PS). Für einen Roadster war das kein schlechter Wert. Doch der Vergleich zeigt, wie groß der Leistungsabstand der bis Ende der 1990er Jahre gebauten Speedster gegenüber dem Original ausfiel: Die stärksten Cobra-Versionen von AC schöpften aus sieben Litern Hubraum mehr als 400 PS. Allerdings nahm PGO auch nicht für sich in Anspruch, mit dem Speedster I einen Rennwagen zu bauen, sondern einen alltagstauglichen Roadster im fast originalen Look der Rennlegende Cobra.

Im Jahr 1998 führt PGO mit dem 356 Classic eine Porsche-Replika ein

Auch beim Nachfolger des Speedster setzte PGO wieder auf ein berühmtes Vorbild. Diesmal sollte es der legendäre Porsche 356 sein, der als Premierenmodell der Schwaben in den 50er und 60er Jahren den Ruf des deutschen Herstellers begründet hatte. Und so wie Porsche in seinen Anfangsjahren verwandte Technik des VW Käfers einsetzte, so machte sich PGO Käfer-Qualitäten für den Bau seines 356 Classic genannten Roadsters zunutze. Die von 1998 bis 2004 in Frankreich gebauten Zweisitzer mit klassischem Stoffverdeck bauten auf einem Fahrgestell des VW-Klassikers auf und nutzten auch die in der Baureihe eingesetzten Boxermotoren des in dieser Zeit in Mexiko noch produzierten Kultmodells. Von seiner Karosseriegestaltung her war der PGO 356 Classic als Replika der Porsche-Legende eindeutig zu erkennen. Aufgrund der Motorisierung mussten sich Käufer jedoch mit einer im Vergleich zur PGO Cobra-Replika eher bescheidenen Leistung von maximal 66 kW (90 PS) zufrieden geben. In der historischen Gegenüberstellung schnitt der PGO 356 Classic allerdings gar nicht so schlecht ab. Denn auch die 1600er Porsche der 60er Jahre begnügten sich mit 90 PS.

Mit dem Speedster II stellt PGO im Jahr 2002 einen Roadster im Retrolook vor

Die im Jahr 2002 auf den Märkten eingeführte zweite Roadster-Baureihe von PGO sollte eine eigenständigere französische Entwicklung sein. Die Idee dahinter: Kompaktere Abmessungen, weniger Gewicht und eine selbst entworfene Karosserie, die anstelle der Replika-Formen einen Roadster im Retrolook zeigte. Dazu bekam das Speedster II getaufte Modell eine schlicht gestaltete Front mit rundlich gebogener Fronthaube, zwei in den Kotflügeln untergebrachten Rundscheinwerfern und eine steil gestellte kurze Windschutzscheibe. Im Vergleich zur Frontansicht fiel die Gestaltung der Heckpartie mit ihrer hoch gewölbten Motorraumabdeckung und dem mittig angeordneten Entlüftungsgitter aus Aluminium ungewöhnlicher aus.

Modelle der PGO-Baureihen Héméra und Cévennes

Gleiches ließ sich vom PGO Héméra in seiner Gesamtheit sagen. Denn mit diesem im Jahr 2008 eingeführten Retromodell auf neu entwickelter Bauplattform führten die Franzosen eine Karosserieform ein, die mit einer Mischung aus Shooting Brake, Kombi und Coupé stilistisch ganz eigene Akzente setzte. Besonderheit dabei: Das in Coupéform angelegte Dach ging direkt in eine weit nach unten gezogene Glasscheibe über. Als weitere Modelle entstanden auf der Plattform die Roadster Cévennes sowie das Coupé Cévennes C.

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