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Porsche 918

Porsche 918

Im 918 Spyder realisiert Porsche 2013 seinen ersten Seriensportwagen mit Hybridantrieb

Seit Mitte der 1990er Jahre bot der Stuttgarter Fahrzeughersteller Porsche seinen sportlicher ambitionierten Kunden die Möglichkeit, die Coupés der klassischen 911er-Serie in einer GT-Version ordern zu können. Die aus dem Einsatz im professionellen Rennsport homologisierten Straßenmodelle wie der Porsche GT2 und der GT3 wurden in Kleinserien aufgelegt und unterschieden sich durch ihre leichtere Bauart, spezielle Karosseriemerkmale wie einen großen Heckflügel sowie durch in der Leistung angehobene Motoren von den Großserienfahrzeugen der Baureihe 911. Weiterlesen

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In dieser Tradition entwickelten die Ingenieure der Porsche-Motorsportabteilung in Weissach nach der Wende zum neuen Jahrtausend einen als Roadster konstruierten Supersportwagen, der in limitierte Auflage gegen Ende des Jahres 2013 unter der Bezeichnung 918 Spyder auf den Markt kam. Besonderheit des Porsche 918: Erstmals realisierte der Hersteller in Kleinserie ein Modell mit Hybrid-Antriebskonzept, bei dem ein Hochleistungsmotor mit Elektromotoren kombiniert wurde.

Plug-in-Hybridtechnik mit Bremsenergierückgewinnung für den Porsche 918

Erste praktische Erfahrungen mit dem alternativen Antrieb hatte der Hersteller bereits mit der Hybridversion des GT3 R gesammelt, der ab 2010 auf einigen Rennstrecken zum Einsatz kam. Die beim GT genutzte Hybridtechnologie mit Schwungflügelrad anstelle von Batterien zur Energiespeicherung erwies sich jedoch für ein in Serie gebautes Modell als zu wenig ausgereift. Aus diesem Grund setzten die Porsche-Konstrukteure in Weissach beim 918 auf eine erprobtere Speichertechnik, die schon in den Serienhybriden der Baureihe Panamera zum Einsatz gekommen war. Sie rüsteten die Spyder mit Lithium-Ionen-Akkus aus, die sich im Betrieb über ein System zur Rückgewinnung der Bremsenergie aufluden. Darüber hinaus konnte das Elektrofahrzeug als Plug-in-Hybrid in unter zwei Stunden mit Strom betankt werden. Wie bei dieser Technologie üblich, war die Reichweite im reinen Elektrobetrieb allerdings beschränkt: Der Spyder 918 konnte bei Auswahl des E-Modus je nach Umweltbedingungen und Fahrweise etwa 20 Kilometer ohne Schadstoffemissionen zurücklegen.

Der Porsche 918 realisiert mit 877 PS einen Durchschnittsverbrauch von drei Litern

Für den Antrieb des 918 Spyder setzte Porsche einen V8-Motor in Mittelbauweise ein, der über 4,6 Liter Hubraum verfügte und eine Leistung von bis zu 450 kW (608 PS) abrufen konnte. Ihm zur Seite standen zwei an der Vorder- und Hinterachse montierte E-Motoren, die für einen Antrieb an allen Rädern sorgten und die Gesamtleistung des Sportwagens auf maximal 652 kW (887 PS) anhoben. Das direkte Ansprechverhalten der Elektromotoren sorgte für außergewöhnliche Spurtzeiten. So schaffte es der Spyder in gut 2,6 Sekunden, aus dem Stand die Richtmarke von 100 Stundenkilometern zu erreichen. In knapp 7,5 Sekunden sprintete der Supersportler bis auf 200 km/h. Als maximale Höchstgeschwindigkeit gab der Hersteller einen Wert von 345 Stundenkilometer an. Als rekordverdächtig konnten zugleich die Angaben zu Verbrauch und Schadstoffausstoß gelten: Mit einem Kraftstoffkonsum von knapp über drei Litern und einer CO-Emission von rund 70 g/km fuhr der Porsche 918 der Konkurrenz aus dem eigenen Haus weit davon.

Nur das Frontdesign der Spyder 918 erinnert an die Porsche-Modellfamilie

Auch mit seinem Karosseriestyling setzte sich der Spyder 918 markant von den herkömmlich angetriebenen Modellen von Porsche ab. Seine Monocoque-Bauweise übernahmen die Konstrukteure direkt von den Rennsportboliden. Zur Reduzierung des Gewichts erhielt der 918er zudem einen Aufbau, der weitgehend aus karbonverstärkten Kunststoffen gefertigt war. Daraus formten die Designer für den Spyder eine Front, die mit ihren rundlich ausgestellen Kotflügeln und den tropfenförmigen Scheinwerfern an die klassischen 911er erinnerte. Auf diese Weise dokumentierte der Supersportwagen mit dem Hybridantrieb seine Zugehörigkeit zur Modellfamilie von Porsche. Damit waren die Ähnlichkeiten zwischen den Traditionsmodellen 911 und dem innovativen Technologieträger 918 jedoch auch schon weitgehend erschöpft.

Spektakuläre Heckgestaltung mit Top Pipes für den Porsche 918

Für das Design der Heckpartie entwarfen die Porsche-Entwickler aus dem Konstruktionsbüro in Weissach ein komplett eigenständiges Konzept, das den 918er Spydern in der Rückansicht einen spektakulären Auftritt verschaffte. Der Grund: Die Ingenieure ließen sich hier von den aus dem Formel 1 Rennsport bekannten Bauprinzipien leiten. Das Ergebnis war eine Heckmotorhaube mit zwei tunnelartigen Auswölbungen, die sich bis in den Bereich der Kopfstützen fortsetzten und dadurch im Innenraum für ein Sitzgefühl wie in einem Rennboliden sorgten. Als praktischen Nebeneffekt brachten die Techniker in den Tunneln auch gleich noch die Auspuffanlage unter. Die ebenfalls aus dem Profirennsport bekannte Anordnung der Endrohre als Top Pipes brachte einen weiteren optischen Höhepunkt im Design des Spyder 918. Zugleich ermöglichte die Bauweise der Abgasanlage direkt über dem Mittelmotor eine effizientere Entlüftung des Hochdrehzahlaggregats.

Die Weissach-Version des 918 ist für die Porsche Kundenteams gedacht

Die Hecktunnel sorgten dafür, dass sich die Spyder deutlich von den anderen in Serie gebauten Sportwagen des Herstellers abgrenzten. Wer sich etwa als Mitglied im Kundenteam von Porsche mit dem 918 auf die Rennstrecke begeben wollte, hatte zudem die Möglichkeit, die Ausnahmestellung des Supersportwagens optisch noch weiter hervorzuheben. Dazu boten die Zuffenhausener den 918 mit Weissach-Paket an, das spezielle Features wie Renngrafiken oder einen Heckflügel enthielt und mit dem das Unternehmen den Spezialisten der Porsche-Entwicklungsabteilung in Weissach seine Hommage erwies.

Technische Daten Porsche 918

Technische Daten wie Verbrauch, PS, Maße, Gewicht und Länge im Überblick

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