Neuer Fiat Pandina bleibt (fast) ganz der Alte

Mit dem Kosenamen "Pandina" wird fortan die Verbrenner-Variante des bisherigen Panda bezeichnet (Fahrzeug steht noch nicht zum Verkauf, Homologation ausstehend)². Dabei ist der Name als „Verbeugung vor der Liebe der Italiener zum Panda“ zu verstehen, wie Fiat-Chef Olivier François sagt. Mit ihm rollt in Pomigliano bei Neapel ab Juli der technisch aufwendigste Panda aller Zeiten vom Band, die parallele Produktion in Polen wird dann eingestellt. Gleichzeitig soll die Produktion des günstigen Stadtautos um bis zu 20 Prozent erhöht werden, um vor allem die Nachfrage aus Italien weiter bedienen zu können.
Die Produktaufwertung, in erster Linie bei den Assistenzsystemen, war vor allem wegen neuen EU-Richtlinien nötig geworden. Eine Frontkamera scannt fortan die Straße, erkennt die Gefahr eines Auffahrunfalls und haut selbständig die Bremse rein.
Mehr Assistenz, weil die EU das will
Die Kamera, genau genommen die Elektronik dahinter, steuert außerdem einen Spurhalter, die Verkehrszeichenerkennung und den Abstandstempomat. Und falls jemand auf die Idee kommt, sich in dem Winzling auf eine lange Reise zu begeben: ein Müdigkeitswarner ist gezwungenermaßen ebenfalls an Bord. Zur Serienausstattung gehört zudem ein Zentraldisplay, das mit nur sieben Zoll Größe zu den Dimensionen des Stadtflohs passt, die Integration von Apple CarPlay und Android Auto gehört nun ebenfalls zum guten Ton wie die Bereitstellung von DAB-Radioempfang.
Optisch verpackt man die wie gehabt 3,60 Meter lange Neuauflage in einer etwas aufgehübschten Variante des jetzigen Panda Cross. So ist der Unterfahrschutz beispielsweise farbig abgesetzt, die Spiegelkappen des Fotofahrzeugs gelb lackiert und "Pandina"-Schriftzüge auf den Sitzen, den hinteren Türen und Seitenscheiben sowie in der dritten Bremsleuchte weißen auf die neue Namensgebung hin. weißen auf die neue Namensgebung hin.
Marktstart, Preise und Ende des Fiat 500
Preise wollen die Italiener für den 70 PS starken Mildhybrid-Flitzer zunächst noch nicht bekanntgeben. Zuletzt kostete das Panda-Basismodell in Deutschland ab 14.990 Euro, der Panda Cross lag bei 17.990 Euro. Erwähnenswert ist an dieser Stelle noch, dass derzeit ein genereller Aktionsrabatt von 1.000 Euro eingeräumt wird. Es ist anzunehmen, dass zum Marktstart des Fiat Pandina im Sommer 2024 die psychologisch wichtige Marke von 20.000 Euro weiterhin nicht geknackt werden dürfte.
Im Juli stellt Fiat überdies die elektrische Panda-Variante vor, die sich technisch dann sehr am Citroen e-C3 orientieren wird (Stromverbrauch kombiniert: 16,4 kWh/100 km; CO₂-Emission kombiniert: 0 g/km; Elektrische Reichweite kombiniert 300 km)². Eine kleine, aber vielleicht für manche wichtige Randnotiz: Aufgrund der neuen EU-Vorgaben wird der bisherige Fiat 500 als Verbrenner für den europäischen Markt noch in diesem Jahr ersatzlos eingestellt. (Text: tv, hb/sp-x | Bilder: Hersteller)
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